Leonia - Co-Abhängig, eine Angehörige sucht Rat

  • Hallo,

    dann will ich mich mal vorstellen.

    Zu mir, ich bin 50, seit sechs Jahren mit meinem Partner zusammen, wir haben ein Haus und einen Hund.

    In all meinen Beziehungen bisher (2 geschiedene Ehen) gab es das Problem mit dem Alkohol. Im Grunde genommen schon davor, denn mein Vater und auch mein Opa waren abhängig und ich kenne es nicht anders. Ich selbst trinke keinen Alkohol.

    Alle waren funktionierende Alkoholiker, heißt, alle waren hart arbeitende Männer, die nach Aussen ihr Leben im Griff hatten, nur hinter verschlossenen Türen oder eben am Wochenende tranken.


    Mein derzeitiger Partner ist ein Wochenendtrinker, er trinkt um sich runter zu bringen, dass sagt er selbst.

    Ich bin vor vier Jahren mit ihm zusammen gezogen und ab da hat sich unsere Beziehung extrem verändert. In den letzten Jahren hatten wir mehrfach Streit deswegen, zuletzt vor ein paar Monaten.

    Wenn er von außen Druck bekommt, kann er das Trinken reduzieren und sogar ganz lassen, was allerdings zur Folge hat, dass er dann mit gegenüber sehr ungerecht und ausfallend wird und seinen Stress quasi verbal an mir auslässt.

    Ich war vor einigen Monaten wirklich soweit es zu beenden, weil seine Vorwürfe mir gegenüber wirklich unmöglich waren.

    Ich weiß ich müsste gehen, aber noch mal alles aufgeben,also Haus, Hund, meine Freunde und meine Nachbarn, ich glaube das schaffe ich nicht noch einmal, ich habe bei jedem vorherigen Partner alle Zelte abgebrochen, bin woanders hin und hab mir alles neu aufgebaut, nur um dann beim nächsten Mann zu landen, der am Anfang ganz "normal" schien, weil man da noch in getrennten Wohnungen lebte, es nicht wirklich mit bekam...

    Ich weiß es ist mein Muster und man sucht sich unbewusst immer das, was man aus der Kindheit kennt. Ich bin bereits in Therapie, da ich durch eine Allergie meinen Job aufgeben musste und es keine Möglichkeit gibt, wo ich trotz der Allergie arbeiten könnte.

    Ob es also nur an seinem Alkoholkonsum in unserer Beziehung liegt, weiß ich gar nicht, aber ich würde mich dennoch gerne mit anderen austauschen.


    Lg -Leonia-

  • hallo Leonia,

    herzlich willkommen bei uns.

    Ich habe dich für die offenen Bereiche freigeschaltet. Du kannst dort überall schreiben, nur bitte nicht in den ersten 4 Wochen im Vorstellungsbereich, dass sind die User mit den orange /roten Namen.

    Ich wünsche dir einen guten und hlilreichen Austausch

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Morgenrot 3. Dezember 2025 um 16:33

    Hat den Titel des Themas von „Co-Abhängig, eine Angehörige sucht Rat“ zu „Leonia - Co-Abhängig, eine Angehörige sucht Rat“ geändert.
  • Ob es die Ruhe vor dem großen Sturm ist, oder ob er wirklich etwas ändert, ich weiß es nicht.

    Ich konzentriere mich ja momentan eher darauf wieder auf die Beine zu kommen. Zur Erklärung, ich stand vor der OP im August kurz davor im Rollstuhl zu landen, ein Knochenfragment drückte aufs Rückenmark, wohl durch einen Unfall vor drei Jahren, obwohl ich damals im KH war und durch-gecheckt wurde, aber was keiner so wirklich auf dem Schirm hatte, ich hatte in den letzten drei Jahren, Lähmungserscheinungen und es wurden keine Ahnung wie viele falsche Diagnosen gestellt, ich habe drei unnötige OP's gehabt in der Zeit, die nichts änderten und es schlimmer wurde anstatt besser.

    Erst in diesem Jahr kam man dann zur richtigen Diagnose und dank der richtigen OP im August, haben sich viele Sachen in Luft aufgelöst.

    Natürlich war das auch eine harte Zeit für ihn, aber er im Hinblick darauf, dass ich nicht mehr so funktionierte wie davor und ja ich gebe zu, ich hab mich teilweise extrem zurück gezogen, durch Schmerzen und eben die Lähmungen.

    Ich möchte ihm nicht alleine die Schuld an allem geben was unsere Beziehung betrifft und bevor ich krank wurde,ist es mir auch nicht so massiv aufgefallen, es gab allerdings in der Vergangenheit mehrfach Diskussionen darüber, weil es zu mehreren Situationen kam, in denen sein Konsum massive Folgen hatten und mir fallen jetzt mit etwas mehr Fokus auf mich, auch viele andere Dinge an ihm auf, die ich dem Konsum zu schiebe.

    Nur als Beispiel: einmal ist er die Treppe runter gefallen beim Versuch nachts auf die Toilette zu gehen (die Tür zum Bad ist genau neben der Treppe), ein anderes Mal wollte ich das Auto ausparken damit er überhaupt einsteigen kann und er ist warum auch immer direkt hinters Auto gefallen und ich hätte ihn fast überfahren, er hat sich das komplette Gesicht aufgefallen...

    Aber egal was auch passiert ist in den letzten Jahren, er sieht das Problem nicht in seinem Konsum und geht auch zu keinem Arzt.

    Und wenn er dann nicht trinken kann oder durch irgendwas gezwungen ist drauf zu verzichten, dann wird er mir gegenüber ausfallend, ungerecht und aggressiv.

    Und ja ich könnte gehen, aber ich bin momentan einfach noch nicht so weit 😔

  • …ich wünsche dir VIEL Kraft GUT bei DIR anzukommen…

    durch nix ändern, nix ändern mit diesem konsequenten Schnitt/Schritt, den ich selbst auch noch nicht vollzogen habe, bleibt man immer mitgefangen…

    Orientiere dich an denen, die das geschafft haben…🙏🙏🙏

    LG, Simsalabim…

  • …ich wünsche dir VIEL Kraft GUT bei DIR anzukommen…

    durch nix ändern, nix ändern mit diesem konsequenten Schnitt/Schritt, den ich selbst auch noch nicht vollzogen habe, bleibt man immer mitgefangen…

    Orientiere dich an denen, die das geschafft haben…🙏🙏🙏

    LG, Simsalabim…

    Ja mitgefangen, dass bleibt man wenn man sich nicht davon befreit. Das ist mir bewusst.

    Aber ich muss kleine Schritte machen im wahrsten Sinne des Wortes, nach zwei Jahren mit Gehilfen, Rollator, zeitweise auch Rollstuhl..., fehlen mir nicht nur die Muskeln am Körper, sondern auch an der Seele und das braucht ein bisschen Zeit.🤷

  • Ich war heute wieder ins Fitness, da gehe ich jetzt seit dem OK vom Arzt drei mal die Woche hin um die Muskeln wieder aufzubauen. Es macht richtig Spaß.

    Ich war schon immer sehr sportlich, eigentlich war joggen immer mein Ausgleich, oder mein Pferd. Aber beides hab ich aufgeben müssen, reiten ist definitiv Geschichte, das werde ich nie wieder können, ich hatte das Pferd verkauft, weil ich ihn nicht unnütz rumstehen lassen wollte und wenn ich wirklich nicht mehr geworden wäre, wäre niemand da gewesen der ihn hätte versorgen können. Und damit sind dann auch eine Menge Kontakte weg gebrochen, unsere Stallgemeinschaft und die Besitzer wären wirklich die Besten.

    Das tut auch mächtig weh und auch das versteht mein Partner so gar nicht. Ich weiß ja wo mein Pferd ist und könnte ihn besuchen, aber das bringe ich irgendwie nicht übers Herz. Aber ich weiß, dass es ihm gut geht, dass beruhigt dann ein klein wenig.

    Mit dem Joggen ist es so ein Ding, ich hoffe irgendwann darf ich wenigstens das wieder. Das fehlt mir auch etwas, auch wenn ich mittlerweile wenigstens wieder eine Stunde schaffe mit dem Hund.


    Was tut ihr für Euch? Was habt ihr für einen Ausgleich?


    Lg -Leonia-

  • Seit ich keinen Alkohol mehr trinke habe ich alte Angewohnheiten aufleben lassen, insbesondere Biken/Rennradfahren. Ich weiß nur nicht inwiefern das etwas für deinen Rücken wäre?

    Was für Sportarten hält denn der Arzt für aktuell realistisch?

  • Momentan ist erst einmal Muskelaufbau angesagt, nach Physiotherapie und anschließend Reha-Sport, habe ich Anfang November das Go für das Fitnesstraining bekommen.

    Nur Unterkörper gelähmt, wäre für mich ehrlich gesagt nicht wirklich ein Drama gewesen, dann hätte ich weiter reiten können, kenne genug Rollis die im Parasport sind, aber vom Hals abwärts hat man nicht mehr so viele Möglichkeiten. 🤷😔

    Walking, Schwimmen (da aber momentan nur Rücken), Radfahren momentan nur Sitzrad, also verboten wäre alles wo es Erschütterungen geben kann, Kontaktsport, inwieweit das anders wird wenn die Muskulatur genug aufgebaut wird man sehen, es geht ja drum das nicht noch BSV entstehen über und unter der Versteifung

  • Mit gingen ein paar Sachen im Kopf rum hier beim Lesen.

    Berufsbedingt habe ich viele Menschen in den Tod begleitet, ob nun mit oder ohne Krankheitseinsicht. Wir hatten immer wieder Lehrgänge, Nachbesprechungen...

    Darum kam mir beim Lesen vieler Threads Kübler-Ross in den Sinn, da es als rationale Erklärung dienen soll, sich mit dem Tod der Patienten auseinander zu setzen, wäre man bei jedem auf der emotionalen Ebene gewesen, was mitunter schon mal vor kam (gerade bei Babys , sehr jungen Patienten oder auch bei Unfällen mit Todesfolge), hätte man den Job nicht lange machen können.

    Vielleicht hilft es dem ein oder anderen hier zu verstehen, dass der/die Angehörige der dann trotz Einsicht plötzlich verstorben ist, nicht wirklich Krankheitseinsicht hatte oder einen plötzlichen Sinneswandel der den Tod hätte verhindern können, es war schlichtweg die Phase des Verhandelns, doch nicht sterben zu müssen, alles zu tun, wohl wissentlich das es dafür bereits zu spät ist.

    Bei vielen zeigt sich diese Phase in den letzten sechs Wochen vor dem Tod.

    Viele Krankheitsbilder und Therapien sind mit solchen Phasen erklärt und bei allen ist es wichtig in die letzte Phase der Akzeptanz zu kommen, weil man sonst eben die Krankheit oder Therapie nicht wirklich annehmen kann.

    Und wo ich das so schreibe, fällt mir auf, dass es auch für mich gilt, ich finde dann besser mal raus in welcher Phase ich mich wohl gerade aufhalte🙄🤷

    Lg -Leonia-


    .

  • Das Wochenende war ein Paradebeispiel für das was ich hier in vielen Fäden lese und es wird mir mehr und mehr bewusst, dass es keinen anderen Ausweg gibt und ich wohl nur bleibe, weil ich noch verhandle, ob es nicht doch noch irgendwo eine Hintertür gibt.


    Mir wurde auch schlagartig klar, dass er voll auf Entzug ist, wenn er so ist wie vor ein paar Monaten und die Phasen in denen er "normal" wirkt die sind, wo er seinem Konsum fröhnen kann, er ist nämlich jetzt wieder wie immer.

    Und es hat einen faden Beigeschmack, alles was er gesagt hat, hallt in mir und mit wird bewusst, dass es wahrscheinlich nie eine wirkliche Basis gab. 😔

    Lg -Leonia-

  • Beim Räumen heute hier sind mit Unterlagen in die Hände gefallen, ich bin ja immer noch dabei meinen Raum zu gestalten und einzurichten.

    Die Beziehung zu seiner Frau sei gescheitert damals, weil sie ihr Umfeld wechseln mußte.

    Tja und heute hab ich die Unterlagen von MPU's gefunden, ihm war der Führerschein entzogen worden,wegen Trunkenheit am Steuer. Darin stand, dass nicht nur er ein Alkoholiker ist, auch seine Frau war es und es stand in der ersten, dass er nicht vor hat, seinen Zustand zu ändern. In der zweiten ein halbes Jahr später, genau das Gegenteil. Er hat auch den Führerschein wieder bekommen, aber sein Verhalten nicht geändert, es ist eher schlimmer geworden.

    Nicht das mich das noch überrascht hätte, aber das was er mir in den letzten sechs Jahren immer wieder mal an den Kopf geworfen hat, dass bekommt eine ganz andere Bedeutung und ja es macht mich gerade extrem wütend.

    Zum Einen, weil ich es nicht damit in Verbindung gebracht habe, dass er gerade auf Entzug ist, weil er lange Zeit nur höchstens einmal im Monat so extrem betrunken war, bzw. ich habs ja drei Jahre fast nicht so mitbekommen, weil ich da ja noch Schichtarbeit hatte und auch noch meine Wohnung.

    Erst als ich Einzog und dann wegen der Allergie den Job nicht mehr machen konnte, fiel es mir mehr und mehr auf, dass es jedes Wochenende so ist, zu Hause trinkt er keinen Tropfen, obwohl hier genug Rum steht, ich hab das Bier schon weg gekippt, weil's ein Jahr abgelaufen war. (Das war bei meinen Ex anders, die haben auch daheim getrunken und wurden eher blöd wenn sie zu viel hatten, vielleicht ist es mir deswegen nicht so aufgefallen)

    Aber er kam auch manchmal angetrunken heim von der Arbeit und wenn ich es angesprochen hab und ihm gesagt hab, dass ich das nicht mit mache, kam erst das ja Du hast Recht und wenn er dann aufgehört hat und es eingeschränkt hat mit der Zeit die Beschimpfungen.

    Ich ärgere mich gerade über mich selbst, weil ich das nicht eher kapiert habe.

    Egal, ich habe mir jetzt auch einen Beratungstermin bei der Suchtberatung hier in der Nähe geholt, lese weiter hier und in einem Buch für Angehörige was ich sehr gut finde, ich werde es bei den Buchempfehlungen vorstellen, falls es nicht schon da angegeben wurde.

    Ob und inwieweit mich das in meiner endgültigen Entscheidung beeinflussen wird oder mir helfen wird mit der Situation klar zu kommen, werden wir dann sehen.

  • So meine Buchtipps habe ich im dafür vorgesehenen Faden platziert, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.


    In einem Buch wurde der Tipp gegeben eine Art Logbuch (Tagebuch) zu führen, wird es zwar in fast allen Therapien, aber ich hab das ehrlich gesagt seit meiner Jugend nicht mehr gemacht, nicht weil ich nicht gewollt hätte, es gab nur ein paar unschöne Momente wo meine Tagebücher zu sehr viel Konflikten führten, weil sie von Personen gelesen wurden, für die sie nicht bestimmt waren. Egal ich hab es wieder angefangen und ja es hilft etwas mal alles nieder zu schreiben.

    Und ich selbst gab hier ja auch schon den Tipp, sie zu verbrennen, damit sie keinem falschen Menschen in die Hände fallen.

    Gestern beim letzten Spaziergang mit dem Hund kamen mir einige Gedanken zu meiner Situation und warum es wohl nicht wirklich besser geworden ist.

    Ich dachte die letzten beiden Jahre, es läge an mir, meinen Lähmungen, eben weil ich nicht wirklich fit bin und ich so nicht in der Lage war, seine Sucht zu unterstützen, dass hat mich etwas wütend gemacht, weil er ja wusste wie es um mich und meine Gesundheit steht und ich hab mir das ja nicht freiwillig ausgesucht, eine zeitlang nicht laufen zu können und eben selbst Hilfe zu brauchen. (Die dann allerdings sehr oft widerwillig geleistet wurde oder eben gar nicht).


    Ich schrieb ja es ist momentan wieder ruhig und ich hab das Gefühl es ist die Ruhe vor dem Sturm. Ist es wahrscheinlich auch, dass wurde mir schlagartig bewusst und obwohl ich viele Sachen angestoßen hab, die ich für mich mache, auch extern Hilfe suche, kam es bei diesem Spaziergang über mich.

    Ich bin wieder auf dem Weg ins alte Muster, warum mir das so schlagartig klar wurde kann ich nicht mal sagen, es war mir irgendwie total bewusst, dass ich ständig zwischen Pest (Entzug/Unfreundlich/Verletzend) und Cholera (zu Tode Saufen/Nett/Hilfsbereit) meines Partners pendle und es nicht wirklich aufhören wird.

    Ich will ihn gar nicht unterstützen, weder bei dem einen, noch bei dem anderen und trotzdem mache ich es unbewusst. Egal wie ich es mache.

    Grenze ich mich weiter von ihm ab, hört er das Trinken auf und ich werde zum Ventil seines Stresses.

    Mache ich es nicht, unterstütze ich ihn beim zu Tode Saufen, da wirklich jede Unternehmung (auch wenn es vorher anders besprochen war) in einem Saufgelage endet, er kann mit mir nichts unternehmen, wenn es nicht in irgendeiner Form mit Alkohol verbunden ist. Das ist mir aber erst vor ein paar Tagen bewusst geworden. Und das ich ihn damit und anderen Sachen in seiner Sucht unterstützt habe ohne es zu bemerken oder zu wollen, weil das gesamte Umfeld auch so tickt und die das im Prinzip jedes Mal als einmaliges Ereignis sehen, weil man ja nicht jedes Wochenende immer die gleichen Leute trifft, macht mich irgendwie traurig und wütend.

    LG -Leonia-

  • Guten Morgen Leonia,

    Grenze ich mich weiter von ihm ab, hört er das Trinken auf und ich werde zum Ventil seines Stresses.

    Der Satz hört sich für mich ganz falsch an. Hör mal ganz tief in dich rein. Glaubst du das wirklich? Was hat sein aufhören mit dir zutun? Wenn er das nur für dich macht, dann wird er das nicht lange durchhalten können.
    Nach allem was du schreibst, kann ich mir nicht vorstellen, dass er einsichtig ist und ohne Hilfe eine Änderung herbeiführen kann. Da steckt er schon viel zu lange und viel zu tief drin.

    LG ☀️

  • Hallo Leonia,

    Ich will ihn gar nicht unterstützen, weder bei dem einen, noch bei dem anderen und trotzdem mache ich es unbewusst. Egal wie ich es mache.

    Im Grunde genommen kannst du machen was du willst. Er ist abhängig und die Sucht bestimmt, was er macht. Nicht du. Klar kommen mal irgendwelche Reaktionen vom Alkoholiker, zum Beispiel dass er seinen Konsum mal kurzzeitig reduziert oder so um dich ruhig zu stellen.

    Im Grunde genommen hast du aber keinen wirklichen Einfluss darauf. Mach dir das bewusst. Es passiert nichts Grundlegendes wegen dir sondern es passiert alles nur, was die Sucht bestimmt.

    Einfluss auf irgendwas hast du nur darauf, was DU machst, was du für dich machst.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Guten Morgen Leonia,

    Der Satz hört sich für mich ganz falsch an. Hör mal ganz tief in dich rein. Glaubst du das wirklich? Was hat sein aufhören mit dir zutun? Wenn er das nur für dich macht, dann wird er das nicht lange durchhalten können.
    Nach allem was du schreibst, kann ich mir nicht vorstellen, dass er einsichtig ist und ohne Hilfe eine Änderung herbeiführen kann. Da steckt er schon viel zu lange und viel zu tief drin.

    LG ☀️

    Du hast mich wohl missverstanden, der Tür nix wirklich für mich, aber wenn er gezwungen ist aufzuhören und ja in der Vergangenheit hat er auch mehrmals aufgehört wenn ich ihm gedroht hab nirgends mehr hin zu fahren. Durch die Lähmungen und auch meine Allergie war ich gezwungen mich zurück zu ziehen, weil ich vieles gar nicht mehr so lange ausgehalten hab, allergisch reagierte oder es eben nicht Rollstuhlgerecht war! Ich hab mich nicht absichtlich zurück gezogen, es blieb mir nix anderes übrig,wäre ich da mit gefahren und er wäre so Stock besoffen, wie hätte ich mich oder ihn bei uns im Haus die Treppe hoch kriegen sollen! Also war er teilweise gezwungen entweder alleine zu fahren (was er nicht gerne macht) oder zu Hause zu bleiben wo er nix trinkt.

    Wenn er also warum auch immer aufhört zu trinken, werde ich zu seinem Ventil, also kriege ich allen Stress und Ärger ab, egal von wem oder was es ausgelöst ist, er greift mich verbal an, putzt mich runter und macht mich für alles verantwortlich, bis es dann eskaliert, weil es mir auch irgendwann reicht.

    Ich weiß dass er da zu lange drin steckt und er hat definitiv keine Einsicht, der hört weder für mich noch für sich auf, er hat ja kein Problem damit, dass haben nur andere und es gibt auch viel schlimmere, er geht arbeiten, bliblablupp...

    Ich muss erst einmal meine körperliche Fitness wieder hin bekommen bevor ich ausziehen kann, dazu noch der Umstand das ich einen großen Hund hab mit dem eine Wohnung zu finden, die Nadel im Heuhaufen darstellt und ehrlich, ich werde den Hund nicht abgeben weil er seine Sucht priorisiert!

    LG -Leonia-

  • Hallo Leonia,

    Im Grunde genommen kannst du machen was du willst. Er ist abhängig und die Sucht bestimmt, was er macht. Nicht du. Klar kommen mal irgendwelche Reaktionen vom Alkoholiker, zum Beispiel dass er seinen Konsum mal kurzzeitig reduziert oder so um dich ruhig zu stellen.

    Im Grunde genommen hast du aber keinen wirklichen Einfluss darauf. Mach dir das bewusst. Es passiert nichts Grundlegendes wegen dir sondern es passiert alles nur, was die Sucht bestimmt.

    Einfluss auf irgendwas hast du nur darauf, was DU machst, was du für dich machst.

    Liebe Grüße Aurora

    Dessen bin ich mir sehr bewusst, ich denke hier werde ich missverstanden, ich will gar keinen Einfluss nehmen aktiv, nehme ihn aber egal was ich tue.

    Und ich weiß das er nichts wegen mir macht und es die Sucht ist.

    Scheinbar hab ich mich falsch ausgedrückt, mir sind sehr viele Dinge sehr bewusst


    LG -Leonia-

  • Hallo Leonia,

    Wenn er also warum auch immer aufhört zu trinken, werde ich zu seinem Ventil, also kriege ich allen Stress und Ärger ab, egal von wem oder was es ausgelöst ist, er greift mich verbal an, putzt mich runter und macht mich für alles verantwortlich, bis es dann eskaliert, weil es mir auch irgendwann reicht.

    Da habe ich dich dann wirklich falsch verstanden. Danke für deine Erklärung.

    LG ☀️

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