NikiSixx - Suchtkarriere

  • Danke für deine Antwort!
    den Bericht schau ich mir gern an!

    War es bei dir auch so dass du mit der Zeit eher weniger vertragen hast? Mir kommt vor beim letzten Mal, hab ich dann erst im Nachhinein vergessen was war und hab die eigentliche Sache noch komplett normal über die Bühne gebracht. Weißt was ich mein?
    Früher während dem Studium wo wir 3x/Woche unterwegs waren, hab ich seltener den Absprung verpasst als jetzt wo ich nur alle paar Monate was trinke.
    Oder es liegt halt einfach an der Gewohnheit und an der tagesverfassung

  • Suchst du noch nach Antworten, die dir bestätigen, dass du nicht süchtig bist? Ein letztes Hintertürchen?

    Fragen zu Trinkverhalten oder Folgen daraus wären doch nur dann „wichtig“, wenn du die Erkenntnis, Alkoholiker zu sein, eigentlich noch nicht wirklich akzeptieren willst.

    Oder was willst du damit erfahren?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Eigentlich geht es um Aufarbeitung. Ich denke schon dass es nachhaltig ist, wenn man vielleicht den Grund seiner Sucht kennt anstatt einfach nur stur ein Schema runterzuarbeiten,

    Interessiert euch selbst nicht wie es dazu gekommen ist? Ich denke nicht dass es verwerflich ist, sich diese Fragen zu stellen, dabei geht’s nicht um ein Hintertürchen. Ich würde mich darüber freuen, Geschichte man von anderen zu hören, denen es ähnlich geht oder ging.
    Außerdem wäre es durchaus auch eine Art Standort-Bestimmung die vielleicht auch nicht unerheblich ist, wo man sich selbst grade befindet.
    Wie gesagt, ich habe noch nie Craving verspürt, hab seitdem ich Mitte 20 war nicht mehr über 3 Tage hintereinander getrunken. Somit glaube ich auch, dass es hier mangels Lehrbuch-Charakter für mich nur durch Erfahrungsaustausch mit anderen so weit kommen kann, dass ich vielleicht verstehen kann, was mir fehlt.
    Und das ist zumindest bei mir sehr essentiell fürs weiter machen.

    Abgesehen davon dass es mich interessiert wie es bei anderen war!

  • Interessiert euch selbst nicht wie es dazu gekommen ist? I

    Mich jedenfalls nicht, weil es für mich damals nicht den einen „Grund“ gab, sondern nur Begleitumstände.

    Und warum hätte ich mich rückwirkend mit Hypothesen befassen sollen. Jahre zurückdenken und Fehlinterpretationen Tür und Tor öffnen? Ich habe keine Therapie gemacht und deshalb auch nichts im therapeutischen Sinn „aufgearbeitet“.

    Für mich zählten Handeln, Wege finden und herausfinden, wie ich trocken bleiben kann, statt zurückzublicken und zu fragen, warum ich damals hineingerutscht bin. Beim Nüchternwerden kam ohnehin immer wieder etwas hoch. Das habe ich mir angesehen und bewertet, ob ich es rückwirkend korrigieren konnte oder nicht. Wenn nicht, musste ich es akzeptieren.

    Also nichts im klassischen Sinn „aufgearbeitet“, sondern es einfach nur abgearbeitet.

    Und das ist zumindest bei mir sehr essentiell fürs weiter machen.

    woher weißt du das?

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Versteh deinen Standpunkt, aber ich seh das etwas anders.

    Ich denke, alles geschieht aus einem (oder mehrere) Grund und ich denke, dass es durchaus Sinn macht zu reflektieren, wo man falsch abgebogen ist, um für die Zukunft gestärkter zu sein.
    Und wie angesagt geht es hier auch um eine Art Standort-Bestimmung, wenn mir andere erzählen wie es bei ihnen war und ich mich darin wieder erkennen kann

  • wenn mir andere erzählen wie es bei ihnen war und ich mich darin wieder erkennen kann

    Du kannst Dich einlesen bei den anderen Teilnehmern, in deren Thread steht ihre Geschichte.

    Klicke auf ihren Namen/Überschrift, Du kannst sehr viel bei jedem Teilnehmer lesen und für Dich "mitnehmen".

    Hier, wo auch Deine Erzählung jetzt zu finden ist:

    Erste Schritte für Alkoholiker

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Mir fällt auf, dass im Forum der Umgang mit dem Nüchtern sein durchaus unterschiedlich ist.
    Die meisten zählen die Tage und kämpfen sich so durch!
    Bei mir geht es von Event zu Event, das nächste bei mir wäre etwa Silvester, wo ich mich schon jetzt drauf einstelle, nichts zu trinken.
    Ohne hier jetzt jemanden zu nerven oder etwas zu verharmlosen:

    Würdet ihr meinen, dass es sich hierbei tatsächlich um alkoholismus handelt oder ist das doch noch das Stadium des Missbrauchs?

    Die ganzen Definitionen kenne ich in und auswendig, mir geht’s hier eher um eure Interpretation der Situation.
    Habe und hatte noch nie Craving, habe keinerlei entzugserscheinungen, nach Silvester ist das nächste Event ein jungsausflug im Mai und es macht mir rein gar nichts aus, dass dazwischen kein Anlass zu Kontakt mit Alkohol ansteht.
    Nicht falsch verstehen, ich suche keine Ausrede um aus der Geschichte rauszukommen, ich hätte nur gerne eine Art Standortbestimmung!

  • Hallo NikiSixx und herzlich willkommen im Forum,

    Deine Fragen sind sehr merkwürdig. Warum hast Du Dich denn hier angemeldet? Willst Du aufhören zu trinken, oder brauchst Du Tipps wie man weiter Saufen kann? Die wirst Du hier nicht erhalten. Was Du hier schreibst, ist mir in 43 Jahren Alkohol-Karriere nicht passiert. Also Deine Komplettausfälle mit Filmriss. Ich habe so gut wie täglich getrunken. Und mir wurde sehr spät klar, dass ich Alkoholikerin bin. Wenn mir solche Dinge wie Dir passiert wären, hätte ich bestimmt eine frühere Chance gehabt aufzuhören. Das ist ja nicht normal.

    Du siehst doch selbst, dass Du mit dem Alkohol nicht umgehen kannst. Welche Standortbestimmung?

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

  • Der Kontrollverlust ist bei mir fast jedes Mal dabei

    Also ich würde sagen 4 von 5 mal kommt es vor dass ich Aussetzer habe.

    Und das habe ich Dir schon geantwortet:

    Sollte es nicht so sein, dann brauchst Du den Austausch hier nicht und lässt das erste Glas stehen.

    Vielleicht reicht Dir dieser jetzige Austausch schon, damit Du klarer siehst und Veränderungen erleben kannst.

    Suchst Du für Dich eine Hintertür, um aus der Bezeichnung Alkoholiker herauszukommen?

    Ich lese heraus, dass Du alles verharmlost. Dabei sind 5 Aussetzer pro Jahr sehr bedenklich und gefährlich für Dich, meinst Du nicht auch?

    Da hilft nur, das erste Glas stehenzulassen.

    Für einen Alkoholiker gibt es keinen kontrollierten Konsum.

    Und Du bist nicht gezwungen hier im Austausch zu bleiben, wenn Du spürst, Du bist hier nicht richtig, dann teile uns das ruhig mit.

    LG Elly

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    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Dein Ernst? Möchtest Du wissen, ob Du Silvester nicht doch "ein Glas" trinken kannst, weil Du ja vielleicht doch "nur" Missbrâuchler bist?

    Nicht untypisch am Anfang: Euphorie, alles scheint so leicht, vielleicht bin ich doch kein Alki?

    Das ist das Suchthirn, das Dich da gerade umgarnt, erleichtert dadurch, dass Du wie selbstverständlich von alkohollastigem Event zu alkohollastigem Event planst ...

  • moin

    die antwort kannst du dir selbst geben. du suchst gründe um es zu verharmlosen, du suchst gründe um doch wieder zuschlagen zu können. was genau könnte denn da der grund für sein das man so unbedingt was finden musst? könnte da evtl son klitze kleines bißchen dein suchthirn das komando haben?

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Sorry Leute.
    Versteh die aufbrausende Art mancher Leute hier nicht ganz?
    Ich hab weder gesagt dass ich Silvester was trinken möchte noch dass ich hier ein Hintertürchen suche.
    Im Gegenteil, ich habe explizit geschrieben dass es mir ernst ist mit dem Aufhören und nur einerseits eure Erfahrungen mich interessieren würden und andererseits ich gerne eine Erklärung für mich finden würde woher dieses Verhalten kommt.
    Stattdessen werde ich von allen Seiten attackiert!
    Ich verstehe, dass grade hier dieses Thema natürlich schwierig zu diskutieren ist, mit einer entsprechenden Behutsamkeit hab ich mich auch an die Fragen gewagt.
    Wenn ihr meint ich gehöre hier nicht her dann kann ich mich auch wieder verabschieden, hatte eigentlich am Anfang ein sehr gutes Gefühl hier und hab mich super aufgehoben gefühlt und mich auch gefreut unter Menschen zu sein, die mein Schicksal teilen, die einen ähnlichen Weg hinter sich haben und man sich vielleicht gegenseitig helfen kann.
    Hab das Gefühl das geht hier gerade in die falsche Richtung!

  • Aufbrausend bin ich sicher nicht. Aber ich habe Dir Deine Frage so beantwortet, wie ich sie verstanden habe.

    Würdet ihr meinen, dass es sich hierbei tatsächlich um alkoholismus handelt oder ist das doch noch das Stadium des Missbrauchs?

    Nämlich so, dass ich Dich als Alkoholiker verstehe und Du mit Abstinenz besser durchs Leben kommst.

    Was Du daraus machst und Dich angegriffen fühlst, dafür kann ich nichts und es war nicht beabsichtigt.

    LG Elly

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    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Niki,

    Mal etwas Grundsätzliches hier. Dass man am Anfang eines Weges sensibler reagiert, ist völlig normal. Wenn es dir hier nicht gefällt und du nicht mehr sein willst ist das OK. Dann schreib bitte einen Moderator an, und wir regeln das. Mit Androhungen kann ich persönlich wenig anfangen. Dieses hat den Beigeschmack „macht es so, wie es mir passt, sonst gehe ich“ Das ist kein Vorwurf, sondern schlicht Erfahrung.

    Du kommst hierher, bittest um Hilfe, andere nehmen sich Zeit und kümmern sich um dein Anliegen – und dann beschwerst du dich über die Art oder den Ton oder interpretierst ihn falsch. Die User investieren hier Zeit für dich, bringen ihre Erfahrungen ein, damit Selbsthilfe möglich wird.

    Das hier ist nicht nur eine Diskussionsforum, sondern eine Selbsthilfeplattform. Der Unterschied liegt darin, ob Erfahrungen geteilt oder Meinungen diskutiert werden sollen. Erfahrungen kann man nicht wegdiskutieren, Meinungen schon.

    Jeder, der mit Sucht zu tun hat, ist hier willkommen. Aber niemand hat einen Anspruch darauf, dass der Austausch genau so läuft, wie er oder sie es sich wünscht. Das gehört zur Selbsthilfe dazu.

    Am Ende geht es hier um die Sucht. Und am Ende der Sucht steht der Tod. Alles andere ist Beiwerk. Fidnest du nicht?

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Sorry aber sehe hier nicht so recht meinen Fehler. Habe euch nur nach eurer Meinung gefragt.
    wie diese formuliert wird, ist dann wohl letztendlich Interpretationssache.
    Denke, das Ruder jetzt herumzudrehen und nicht mehr das schwarze Schaf zu sein, bei dem jeder auf gewisse Art und Weise antwortet, hilft zumindest mir leider nicht weiter. Und aktuell fehlt mir doch die Energie hier das Ventil für wen darzustellen.
    Schade eigentlich. Meiner Meinung nach habe ich ganz harmlose, neutrale Fragen gestellt!

  • Meiner Meinung nach habe ich ganz harmlose, neutrale Fragen gestellt!

    Welche Frage hast du gestellt, oder um welche geht es dir gerade? Alles wirkt so verworren. Viele Erklärungen vermischen sich ständig.

    Handelt es sich um diese Frage?

    Bei mir geht es von Event zu Event, das nächste bei mir wäre etwa Silvester, wo ich mich schon jetzt drauf einstelle, nichts zu trinken.

    Event, bei dem gesoffen und getrunken wird, fern bleiben . Als Süchtiger, der gerade am Anfang steht, ist das keine Frage des Willens, denn die Sucht hat den Willen ausgehebelt. Keine Meinung, es ist Erfahrungen.

    Würdet ihr meinen, dass es sich hierbei tatsächlich um alkoholismus handelt oder ist das doch noch das Stadium des Missbrauchs?

    Du weißt nicht, ob du süchtig bist oder ein Missbräucher? Wie kann ich das einordnen? Jedoch wenn du glaubst, noch in einem Missbrauchsverhalten zu stecken, bist du hier falsch, denn hier tauschen sich nur bekennende Alkoholiker aus.

    Oder wie ist diese Frage gemeint?

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Danke für deine Antwort und den versuch das ganze etwas aufzudröseln. Ich gebe zu, beim durchlesen ist es tatsächlich etwas wirr.
    Bei der Frage Sucht vs Missbrauch wollte ich eigentlich nur darauf hinaus ob jemand auch mit diesem Dilemma Erfahrungen gemacht hat und sich diese Frage stellt.
    Dabei geht es wie gesagt nicht um ein Hintertürchen sondern diese Standort Bestimmung.
    Und damit meine ich wiederum, ob ich dadurch (durch die Standort Bestimmung) irgendwie ausloten kann in welchem Stadium ich gerade stecke und in der Folge auf welche Strapazen ich mich vl einstellen kann.
    Das ganze ist sicher etwas plump formuliert, aber da ich noch am Anfang stehe, weiß ich’s leider nicht besser und die Fragen sind wohl etwas umständlich verfasst!

  • Dabei geht es wie gesagt nicht um ein Hintertürchen sondern diese Standort Bestimmung.
    Und damit meine ich wiederum, ob ich dadurch (durch die Standort Bestimmung) irgendwie ausloten kann in welchem Stadium ich gerade stecke und in der Folge auf welche Strapazen ich mich vl einstellen kann.

    Sucht ausloten? Das geht nicht. Sucht kennt keine Grenzen – man ist süchtig oder eben nicht. Wenn nichts mehr zu trinken da ist, sorgt die Sucht dafür, dass man etwas auftreibt. Wer mit der Sucht spielt, geht in ihr unter.

    Auf Events war ich nicht. Aber ich war bei „Meetings“, ganz am Anfang – einer meiner vergeblich versuchten Wege. Ich kam hin, und alles kreiste sofort ums Saufen . Ich wollte nicht saufen, wich aus, druckste herum. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht als „Alkoholiker“ erkannt werden wollte. Und irgendwann kippte es. Gruppendynamik, Emotionen und der Wunsch dazuzugehören hebelten den eigenen Willen aus und dann Prost!

    Event, bei dem gesoffen und getrunken wird, fern bleiben . Als Süchtiger, der gerade am Anfang steht, ist das keine Frage des Willens, denn die Sucht hat den Willen ausgehebelt. Keine Meinung, es ist Erfahrungen.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

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