Findus - Ich weiß nicht mehr weiter,

  • Hallo zusammen,

    Alkohol spielt in meiner über 30 jährigen Ehe schon immer eine größere Rolle. Da ich aber in meiner Kindheit ebenfalls mit einem Vater konfrontiert war der sehr viel getrunken hat, habe ich es nie in dem Maße wahrgenommen wie jetzt.

    Mein Mann bekommt seit September Opiate zur Schmerztherapie, lässt das Trinken aber nicht. Seitdem wird er zunehmend aggressiv und verbal ausfallend.

    Das ging soweit, dass in der Küche die Sessel flogen . Von den Beleidigungen ganz zu schweigen. Mittlerweil führe ich Buch über seine Ausraster die fast täglich sind. Am nächsten Tag tut es ihm wieder leid und er wundert sich warum ich so distanziert bin.

    Unsere Erwachsenen Kinder kommen kaum noch weil er auch Ihnen gegenüber oft ausfallend wird.

    Was mich sehr verletzt. Er provoziert auf Familienfeiern , bei Freunden und ich kann gar nicht mehr entspannt sein da ich immer denke was kommt jetzt wieder.

    Vor Weihnachten hatte ich den Entschluss gefasst zu gehen worin mein Sohn mich auch bestärkt hat aber nach dem Gespräch mit seiner Mutter und ihren vielen Tränen hab ich es dann wieder nicht durchgezogen.


    Wir schlafen mittlerweile getrennt weil ich ihn betrunken nicht mehr ertragen.

    Ich schaffe den Absprung nicht.


    Hab so oft versucht mit ihm zu reden.

    Sein Bier oder was auch immer lässt er sich nicht verbieten. Seine Aussage.

    Dabei habe ich nur in der ich Form seinen Alkoholkonsum angesprochen.


    Ich weiß leider keinen Ausweg mehr.

  • hallo Findus,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Es ist gut, dass du dir Hilfe für dich suchst, deinem Mann kannst du nicht helfen.
    Alkohol und Medikament können fatale Auswirkungen haben, seine Verantwortung wäre es, sich darüber zu informieren.

    worin mein Sohn mich auch bestärkt hat aber nach dem Gespräch mit seiner Mutter und ihren vielen Tränen hab ich es dann wieder nicht durchgezogen.

    Vielleicht ist seine Mutter froh, dass er in "guten "Händen ist. Kenne solche Anwandlungen auch von meiner verstorbenen Schwiegermutter. Heute denke ich, sie war einfach froh, ihn versorgt zu wissen. Es geht um dich, und dein weiteres Leben damit es dir besser geht.
    Dein Sohn steht hinter dir, dass ist doch sicher ein gutes Gefühl.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest klicke unten auch den Link, schreibe noch einen kurzen Satz dazu. Wir schalten dich dann für den Austausch frei.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • hallo Findus,

    du hattest wohl versehentlich zwei Themen aufgemacht. Bitte bleibe hier in diesem Thema, sonst wird es unübersichtlich.

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Aurora 26. Dezember 2025 um 12:59

    Hat den Titel des Themas von „Ich weiß nicht mehr weiter,“ zu „Findus - Ich weiß nicht mehr weiter,“ geändert.
  • Hallo und willkommen Findus,

    ich habe dich jetzt freigeschaltet. Du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Findus,

    gibt es denn die Möglichkeit, dass Du mal 1-2 Wochen zu einem Deiner Kinder gehst, um Dich selbst etwas zu stabilisieren und zur Ruhe zu kommen? Offensichtlich wissen Deine erwachsenen Kinder ja von der Problematik. Manchmal muss man einfach für einige Tage raus. Ich schaffe auch den Absprung nicht, aber oft tut mir eine Woche alleine im Urlaub, bei Freunden oder meiner Familie gut, um mich wieder zu fangen…

    Alles Gute für Dich.

  • Hallo, leider nicht. Unsere Tochter studiert und wohnt in einer WG und unser Sohn wohnt eigentlich noch zuhause ist aber die meiste Zeit bei seiner Freundin.

    Ich habe schon mal gesagt dass ich Abstand brauche.

    Wenn ich jetzt gehe dann für immer so sein Reden.

    Ich habe mit einer kleinen Wohnung geliebäugelt. Hatte auch schon einen Besichtigungstermin den ich dann wieder abgesagt habe.

    Eine Woche vor Weihnachten habe ich ihm geschrieben dass ich mir eine Wohnung nehmen möchte. Dann hieß es auf einmal!! Wir könnten reden.....


    Er hat sich auch wirklich zusammen gerissen bis zum 2 Weihnachtstag.

    Ein Wort hat gereicht und es ging schon wieder verbal in die Vollen.

  • Ach herrje, das tut mir leid.

    Vielleicht solltest Du nochmal einen Versuch wagen und Dir einige Wohnungen anschauen. Wenn Du sie siehst und sagst, das ist die richtige, wirst Du es fühlen. Ansonsten kostet anschauen ja nichts… Du kannst immer noch Nein sagen.

    Hast Du eine liebe Freundin, bei der Du mal einige Tage ausspannen kannst?

  • Hallo Findus,

    Wir könnten reden.....

    geredet ist doch bestimmt genug, oder. In meinen Augen könnte der Satz nur lauten:
    ich fange an etwas zu tun.

    Ich weiß wie schnell bei mir immer wieder die Hoffnung hoch gekommen ist, bei vielen seiner Ankündigungen, nur geändert hat er damals nichts.
    All diese hochtrabenden Ankündigungen waren im Grunde "Beruhigungspillen" für mich, und er trank in Ruhe weiter.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ja, befürchte auch, dass es nur dazu dienen sollte um mich zu beruhigen .


    Das Reden war in Wirklichkeit auch gar nichts.

    Ich habe geredet, er geschwiegen und es über sich ergehen lassen. Von Einsicht keine Spur.

    Geändert hat es ein paar Tage was.(Er hat sich zurück gehalten)

    Danach die alten Muster, aber ich bin ja an allem Schuld.

    Mit einem Unterschied, es macht mir nicht mehr soviel aus und ich lese viel und kann mich hier austauschen. Das hilft mir sehr.

    Auch, dass seine Mutter Bescheid weiß und mir heute gesagt hat, dass ihre Tür immer offen steht hat mich selbstbewusster gemacht.

    Hab ihr auch gesagt, dass ich nicht versprechen kann dass ich bleibe.

    Dass entspannt mich gerade sehr.

  • Hallo Somadi,

    Ja meine beste Freundin weiß Bescheid.

    Leider ist ihr Mann der beste Freund meines Mannes und steht ihm alkoholtechnisch in nichts nach.


    Meine Freundin und ich gehen des Öfteren über ein langes Wochenende weg und genießen die Zeit.

    Außerdem teilen wir jede Woche ein gemeinsame Hobby.


    Ja, ich glaube ich werde mir die Wohnung doch noch ansehen.

    Sie ist noch zu haben.

  • Hallo, lieb dass du fragst.Leider nicht. War gestern und heute arbeiten.

    Schaue mir die Wohnung ständig im Netz an aber der letzte Impuls fehlt leider immer noch. Ich weiss nicht wovor ich Angst habe.

    Obwohl es mich schon wieder nervt, dass er schon wieder Bierchen und Ouzo vor sich hat und er gerade echt mies drauf ist und nicht einmal mit mir zu Abend essen wollte habe ich wahrscheinlich zuviel Angst vor den Konsequenzen.

    Immerhin hängen Haus, Hof und vieles mehr daran.

    Hab mich in mein Zimmer verkrümelt. Wie so oft.


    Und wie geht es dir?

  • Hallo Findus,

    eine Trennung, etwas Loslassen, das macht Angst. Na klar, denn es können halt Dinge passieren, die nicht angenehm sind.

    Aber es stellt sich doch die Frage, was unangenehmer ist. Denn die jetzige Situation ist ja auch nicht schön. Was können denn für Konsequenzen passieren? Oft reicht es schon, einfach mal zu überlegen, was schlimmstenfalls passieren könnte. Und oft ist es dann garnicht mehr so bedrohlich.

    Ich hab auch Angst gehabt. Davor, dass ich finanziell nicht über die Runden kommen würde, dass ich ihn zurücklasse und er einsam wäre, was die Leute von mir denken könnten. Und ich war traurig, dass ich meine schöne Wohnung verlassen würde.

    Aber alles hat besser geklappt als ich dachte, nach und nach. Und das Gefühl von Ruhe und Frieden in mir wurde immer größer. Und ja, es gab Auseinandersetzungen wegen aller möglichen Dinge aber das ging auch vorbei.

    Das Zusammenleben mit einem Abhängigen war unglaublich anstrengender und unangenehmer als das, was ich an Gefühlen bei der Trennung hatte.

    Hab mich in mein Zimmer verkrümelt. Wie so oft.

    Ist dir bewusst, wie stark du dich einschränkst damit?

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Findus,

    tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht.

    Schau Dir die Wohnung doch mal unverbindlich an. Du musst ja nicht zusagen. Schon der Schritt, nur mal zu schauen, ist wieder ein Schritt vorwärts.

    Wäre es Dir finanziell möglich, die Wohnung als Zweitwohnung zu mieten? Quasi als Dein Zimmer außerhalb des gemeinsamen Bereichs? Ich weiß, so was kann man sich nicht selbstverständlich leisten, aber wenn es ginge, wäre auch das eine Möglichkeit…

    Bei uns ist immer noch „Trockenzeit“. Jetzt seit 1 Woche. Ich merke, dass ich mich gerade etwas entspanne, bin mir aber darüber bewusst, dass es das nicht so einfach war…

    Ich schicke Dir liebe Grüße. Tu Dir was Gutes, Findus.

  • Hallo, das werde ich auch wohl machen.

    Er hat heute definitiv eine Grenze überschritten und droht mir dann auch noch.

    Finanziell würde ich super alleine klar kommen.Ich brauche ihn nicht.


    Das freut mich, dass es bei euch so klappt. Drücke die Daume , dass es so bleibt.


    Ich habe heute meine Lektion gelernt und werde die Konsequenzen daraus ziehen.

    Morgen kommt er wieder angebrochen und weiss nur dass er Scheiße gebaut hat.


    Einzelheiten sind wieder im Suff untergegangen. 🫩

  • Hallo, du hast auf jeden Fall einen großen Schritt gemacht und hast dich in den für dich sicheren Bereich gebracht. Das ist schon mal sehr viel wert. Kümmer dich um dich. Das habe ich auch lernen müssen.

    Ich habe zwar den Absprung immer noch nicht geschafft aber für mich einen Ruheort geschaffen.


    Fühl dich ganz doll gedrückt 😘

    Hallo Findus,

    das hattest du in einem 10 J. alten Thread gepostet. Der Threadersteller ist schon ewig nicht mehr hier.

    Wie ist es dir ergangen seit dem 1. Januar? Ist dein Ruheort sicher?

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Findus,

    Ich beziehe mich auf deinen Beitrag, den du bei Somadi geschrieben hast. Ich hatte ihn erst dort gepostet Ehe ich gemerkt habe, dass das nicht dein Fädchen ist. Ich hab meinen Beitrag also hierher verschoben weil ich denke, er passt hier besser hin.

    Das ist kein Leben mehr und das ist mir bewusst und ich weiß nicht was noch passieren muss , damit ich es endlich schaffe.

    Das ist eine gute Frage. WAS muss noch passieren bis du endlich ausbrechen kannst aus diesem Suchtsystem. Bis du dir selbst wichtig genug bist um zu erkennen, dass das Leben auch schöne Seiten hat, dass es lohnt, dass du es gut haben kannst. Ohne diesen ständigen Stress, Angst, Ärger, Wut.

    Wir sind stärker als wir denken.

    Also, DU bist stärker als du denkst! Das ist schonmal ein guter Anfang und auch, dass du hier in den Austausch gekommen bist. Was kann ein nächster Schritt sein?

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Findus, ich weiß nicht ob du meinen Faden liest, ich habe auch getrennt im Haus gelebt!

    Anfangs, beim ersten Versuch habe ich es auch so wie du gehalten. Das ging nicht gut.

    Erst als ich wirklich alles getrennt habe, also, keine gemeinsamen Besuche, keine gemeinsamen Essen, nichts mehr zusammen gemacht, usw. hat es funktioniert.

    Unser Umkreis wusste und akzeptierte es!

    Emotional und Sozial getrennt nannte ich es.

    Sobald er nicht mehr trinkt, mir zeigt, dass er sich ernsthaft darum kümmert, er es für sich macht. Können wir dass, wenn’s nicht zu spät ist (für die Liebe)wieder ändern!

    Ich glaube, du musst noch klarere Grenzen setzen, damit dies so funktionieren kann.

    Liebe Grüße Petra

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