Pantun - Hoffentlich nicht nur ein guter Vorsatz.

  • dass ich möchte, dass sich alle an mich anpassen,

    In unserer Wohnung ist um mich zu schützen ein komplettes Alkoholverbot. Das ist eine RIESEN Hilfe. Sie wissen wie schwer es so schon ist. Selbst von meiner Fraus 2 Erwachsenen Kindern. Sie provitieren auch davon. Genauso passe ich mich denen 3 auch an bei vielen Dingen. Ein Nehmen und Geben.

    In den Grundbausteinen steht doch: ALKOHOLFREIES ZUHAUSE. Einfach felsenfest sagen: Es ist ein MUSS. Tut mir Leid aber es ist das Fundament, der Grundbaustein. Also ich finde es einfach nur super hier einen geschützen Rahmen zu haben

    Ich muss mir wohl doch Hilfe von einer realen SHG oder auch einem Psychotherapeuten suchen um das Problem in den Griff zu bekommen.

    oder hier schreiben. Für mich mehr Hilfe als reale Gruppe oder Therapeut. Umsetzen was hier die Experten schreiben. So habe ich es radikal umgesetzt und siehe da- es funktioniert

    Ich habe das Bier ja selber gekauft für die Family.

    Autsch. Das hat gesessen. Was ist mit den Grundbausteinen? Maximaler Abstand zum Alkohol? Ich mache das KOMPLETTE Gegenteil. Wenn ich Alkohol sehe nehme ich die Beine in die Hand und sehe zu das ich WEG komme!! Aus den Augen aus dem Sinn. Ist so schon schwer genug. Diese Fehler mache ich nicht mehr. Folge: Weniger Saufgedanken, Suchtdruck, stressig, Rückfälle, Krankenhaus, wieder von vorne usw.

    Setze um was hier ALLE schreiben, es funktioniert!!

    Heute trinke ich nicht

  • Hallo Pantum,

    wenn jemand nicht süchtig ist, hat er keinerlei Probleme damit, nichts Alkoholisches zu trinken. Er muss es ja nicht. Wenn du kein Bier da hast, ist es für denjenigen so, als ob du keinen XY-Saft da hast, es aber ja genügend Getränkealternativen zur Auswahl gibt.

    Zu Ostern waren unsere Kinder zum Grillen bei uns und ich outete mich allen gegenüber. Auch erklärte ich ihnen, dass es nun bei uns nie mehr Alkohol zu trinken gebe. Sie freuten sich für mich, nickten zustimmend und widmeten sich wieder ihren Gesprächen, ihren Kindern, ihrem Essen.

    Für sie ist es kein Verzicht, wenn es keinen Alkohol gibt, da sie nicht abhängig sind.


    Vergiss das einfach nicht, auch wenn dir dein Suchthirn einreden will, bei einer Feier ohne Alkohol fehle etwas.

    LG Kyra

  • Es gibt keine Ausrede dafür, ich zweifle nicht an der Aussage, dass ich Alkoholiker bin aber ja, ich habe den richtigen Weg für mich noch nicht gefunden. Ich muss mir wohl doch Hilfe von einer realen SHG oder auch einem Psychotherapeuten suchen um das Problem in den Griff zu bekommen.

    Nimm dir jede Hilfe, die du kriegen kannst.

    Du musst dir keine Hilfe von einer realen SHG oder auch von einem Psychotherapeuten suchen, du darfst das.

    Ich finde es im Zusammenhang mit der Alkoholsucht auch schwierig, davon zu sprechen, ‚das Problem in den Griff zu bekommen‘.
    Klingt es nicht entspannter: Ich möchte lernen, mit meiner Alkoholsucht zu leben. Weil die Alkoholsucht mich ja nun mein gesamtes weiteres Leben begleiten wird, möchte ich mich mich mit ihr versöhnen, sie nicht mehr als ,Problem‘ empfinden müssen.

    Ein Problem war meine Sucht, als ich noch gesoffen habe.,Nüchtern empfinde ich meine Alkoholsucht gar nicht mehr als Problem.

    Was mir wichtig ist, ist dass ich heute nichts getrunken habe und morgen nichts trinken werde.

    Manche hier kommen mit einem ‚für heute‘ entspannter durch den Tag als mit dem ‚für immer‘.
    Jeden Tag ‚für heute‘ ist auch am Ende des Lebens ‚für immer‘ gewesen.

    Mir persönlich war es wichtig, mich direkt ‚für immer‘ zu entscheiden. Das hat mir auch noch mal deutlicher gemacht, dass ich meine Alkoholsucht lediglich stoppen konnte. Und sie wird nur solange gestoppt sein, wie ich keinen Alkohol trinke. Und weil ich sie für immer gestoppt haben möchte, gibt es auch nie wieder Alkohol. So zumindest der Plan.

    Ich habe das Bier ja selber gekauft für die Family. Das Bier da ist hat keinen gewundert, dass ich immer noch nichts trinke hat allen sehr gefallen aber gefragt ob es mich stört hat keiner.

    Warum sollte auch jemand fragen, ob es dich stört, wenn sie genau das trinken, was du ihnen hinstellst?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Das für immer ist meinem Empfinden nach ungewohnt, zumal mein Lebensmotto schon zu früheren Zeiten "nichts ist für die Ewigkeit" war und auch immer noch ist. Aufgrund diesem Motto muss ich wohl oder übel den Entschluss immer wieder neu fassen, was aber auch den Vorteil hat, dass man nie vergisst was war und warum man diese Entscheidung täglich neu trifft.

    Gut, dass Du das hier alles so ehrlich aufschreibst, Pantun, das ist auch für andere lehrreich, vor allem aber für Deine Abstinenzsicherung wichtig .

    Danke, dafür ist es auch gedacht und um mich auch daran zu erinnern wie alles anfing.

    Zudem möchte ich mal ein Dankeschön an alle die sich an meinem Faden und auch im Forum allgemein beteiligen aussprechen, vieles davon hat mich zum Nachdenken bewegt und auch hilfreiche Tipps waren dabei, ihr seid eine große Hilfe in vielen Situationen, danke.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Das für immer ist meinem Empfinden nach ungewohnt (…)

    Immerhin hast du inzwischen vom "für immer" schon reichlich drei Monate ohne Alk "überstanden". Bewusst dieses Mühsam-Wort, weil deine Beschreibung noch mit gewissem inneren Widerstand und Skepsis behaftet ist.

    Immerhin waren dies aber die drei schwierigsten Monate (!), wo alles im Kopf im Umbau ist, sich neue Gewohnheiten einschleifen müssen, Gedanken an Alk, ggf. Suchtdruck noch häufig … die Rückfallquote am höchsten, etc.

    Erfolgreich absolviert! Gratuliere!

    Es wird leichter, die Zeit ist dein Freund. Dauer … bei jedem wohl etwas anders.

    "nichts ist für die Ewigkeit" (…) Aufgrund diesem Motto muss ich wohl oder übel den Entschluss immer wieder neu fassen, was aber auch den Vorteil hat, dass man nie vergisst was war und warum man diese Entscheidung täglich neu trifft.

    Vorerst womöglich ok, so lange du täglich das erste Glas stehen lässt. Auf Dauer unnötig kräftezehrend (Ausnahmesituationen mal ausgenommen).

    Es ist viel einfacher, die innere Verfasstheit für das Gift auf dauerhaft & stoisch = NULL zu setzen. Völlig loslassen. Stichwort Kapitulation. Mit welchen, womöglich eigenen, Worten du das deinem Gehirn beibringst, bleibt dir überlassen. Ich hatte bei unserem Freund Soapstar was dazu geschrieben, weil ihn auch solche Gedanken quälten.

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