Carrie- Habt Ihr noch einen Platz frei

  • Dieser Firmenevent ist ein Problem und kann ein ernsthaftes für dich werden.

    Nach 10 Tagen Abstinenz, wäre das für mich unvorstellbar gewesen. Nicht dass ich etwas getrunken hätte, aber allein die Situation und die Eindrücke hätten mir ziemlich zugesetzt und was daraus gefolgt wäre, weiss ich nicht.
    Du hast gerade erst den körperlichen Entzug hinter dir, und im Kopf ist noch nicht viel passiert, ausser deinem Willen abstinent zu bleiben.
    Das reicht aber nicht und solange das so ist, gilt es alle Risiken auszuschalten.
    Für deinen Körper und deine Psyche ist das im Moment Schwerstarbeit. Ein Arzt kann dich in deiner momentanen Situation krank schreiben, damit du mehr Ruhe hast und dich auf dich und deine Abstinenz fokusieren kannst. Du bist krank und um die Krankheit zu stoppen,bedarf es mehr als nur den Willen, auf dem nächten Firmenevent abstinent zu bleiben.

    Ich lass dir mal den Link für unsere "Grundbausteine" hier.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich bin gestern von meiner Firmenveranstaltung zurück gekommen.

    Beruflich war diese wichtig für mich, darum habe ich nicht abgesagt. Es war nicht so schlimm, wie erwartet hatte. Ausser mir haben auch viele Andere keinen Alkohol getrunken. Da es sehr anstrengend war, waren die Meisten von uns eh schon früh im Bett. Beim gemeinsamen Essen war es sehr ungewohnt für mich,keinen Wein zum Essen zu bestellen. Im ersten Moment ist mit das sehr schwer gefallen. Aus purer Gewohnheit und Geselligkeit eben.

    Ich werde zukünftig versuchen, solche Veranstaltungen zu meiden. Dazu bin ich einfach noch nicht gefestigt genug. Jedenfalls war es aber wichtig, dass es überhaupt keinen interessiert hat, ob ich trinke oder nicht.

    An alle einen schönen Abend.

    C.

  • Willkommen bei uns

    Beruflich war diese wichtig für mich, darum habe ich nicht abgesagt

    Was wäre denn die Wichtigkeit wert gewesen, wenn du bei dem Treffen oder danach rückfällig geworden wärst? Ist ein Rückfall am Ende weniger wichtig? Nur mal ein paar Fragen in den Raum gestellt.;)

    Es war nicht so schlimm, wie erwartet hatte. Ausser mir haben auch viele Andere keinen Alkohol getrunken.

    Subjektive Wahrnehmung ist immer nur eine Momentaufnahme, aber kein Schutzkonzept. . Selbst beim nächsten Treffen mit denselben Leuten kann genau das schon zum Verhängnis werden.

    ch werde zukünftig versuchen, solche Veranstaltungen zu meiden.

    Ich versuche nur, trocken zu bleiben, und alles andere muss sich diesem Versuch unterordnen.

    Wie ernst meinst du es eigentlich mit dem Aufhören? Oder anders gefragt: Ist dir wirklich bewusst, wie wichtig es ist, trocken zu bleiben , weil das bei Alkoholsucht die einzige echte Chance ist?

    Und mit „Chance“ ist hier nicht „vielleicht klappt’s“ gemeint, sondern die einzige realistische Möglichkeit, die Krankheit zu stoppen.

    Dazu ein gutes Gelingen.;)

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ausser mir haben auch viele Andere keinen Alkohol getrunken.

    Ja, das ist mir früher auch gar nicht aufgefallen. Das doch erstaunlich viele Leute keinen Alkohol trinken.

    Allerdings reicht ein einziger, der vor Dir sitzt um Dein Suchthirn anzusprechen. Da können 50 andere nichts trinken.

    und Geselligkeit eben.

    Wenn Du keinen Alkohol trinkst, bist Du nicht gesellig? Da musste ich jetzt darüber nachdenken.

    Und ja. Ich kann nicht mehr über jeden dämlichen Witz lachen. Und tatsächlich nervt mich dann das dann Gelache über jeden Sch...
    Wenn das unter "Geselligkeit" fällt, dann stimmt das.

    Bin kein Fan mehr von oberflächlicher Geselligkeit. Damit kann ich leben. :)

    versuchen, solche Veranstaltungen zu meiden. Dazu bin ich einfach noch nicht gefestigt genug.

    Streiche "versuchen". Sonst wird das nichts.

    Wenn Du gefestigt genug bist, wirst Du freiwillig auf solche Veranstaltungen nicht mehr wollen. Wieso, habe ich oben ja gerade geschrieben.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ja Du hast vollkommen recht. "Versuchen" ist nicht genug. Bzw. sagt überhaupt Nichts aus. Es muss oberste Prio sein, sich von Situationen fern zu halten, in denen Alkohol "zum guten Ton" gehört.

    Aber kann man sich im wahren Leben wirklich komplett davor schützen ? Wird man schon getriggert wenn mann Essen geht, und am Nachbartisch wir Alkohol getrunken ? Schlimm wäre es, wenn Dir jemand einfach ein Bier vor die Nase stellt und auf Dich einredet, doch "einen" mit zu trinken. Weil man sonst ja ne Spaßbremse ist. Solchen Umgang pflege ich nicht. Aber bei solchen Firmenevents kennt man die Personen nur oberflächlich, und weiß nicht, was bei steigender Feierlaune passiert.

    Bei meiner Veranstaltung haben tatsächlich die Hälfte der Teilnehmer keinen Alkohol getrunken, daher war es auch recht gut auszuhalten. Das wäre mir vorher nie aufgefallen. Aber das mag jetzt nur Glück gewesen sein. Beim nächsten Mal könnte es anders laufen.

    Danke für das Feedback. Ich brauche die Denkanstöße. Ich bin mir bewusst, dass es nicht ausreicht, einfach nicht zu trinken. Ich muss man ganzes Lebenskonzept neu überdenken und ändern. Das geht nicht von heute auf morgen. Wichtig ist die Erkenntnis und den Anfang gemacht zu haben. Im Moment kann ich nur Tag für Tag voranschreiten.

    Einmal editiert, zuletzt von Carrie (17. Januar 2026 um 07:56)

  • Aber kann man sich im wahren Leben wirklich komplett davor schützen ?

    Komplett schützen kannst du dich nicht.

    Mein Grundsatz war am Anfang ganz simpel , nicht auf den Alkohol zulaufen, sondern Strategien entwickeln, wenn ich ihm begegne. Das ist in erster Linie Selbstschutz. Und ja, das bedeutet massive Veränderungen im Leben. Aber es geht hier um mich – darum, nicht wieder saufen zu müssen.

    Das Umfeld passt sich mir nicht an. Warum sollte es auch? Die Welt da draußen wird nicht trocken, nur weil ich aufgehört habe. Also passe ich meine Wege an, oder ich lasse sie bleiben. Alles andere ist Wunschdenken.

    Trotzdem habe ich in fast 19 Jahren mehr gelebt, mehr begriffen und mehr Freiheit erlebt als je zuvor. Ein alkoholfreies Leben war für mich früher völlig undenkbar.Die Sucht kannte nur ein durchnässtes Leben, alles andere existierte nicht. Ich habe es nicht wahrgenommen oder abgewertet, weil es dort nichts zu saufen gab.

    Dieses alkoholfreie Leben musste ich mir erst erarbeiten. Mit den Jahren kommt Stabilität, und man erkennt Trigger schneller. Verschwinden tun sie nie – wer das glaubt, belügt sich selbst.

    Aber man lernt, ihnen nicht mehr die Kontrolle alleine zu überlassen und selbst das Steuer in die Hand zu nehmen.

    Aber bei solchen Firmenevents kennt man die Personen nur oberflächlich, und weiß nicht, was bei steigender Feierlaune passiert.

    Bei meiner Veranstaltung haben tatsächlich die Hälfte der Teilnehmer keinen Alkohol getrunken,

    Und wo bitte ist der Unterschied, ob ich jemanden kenne oder nicht? Oder wer wo, wie viel und warum säuft, wenn ein Glas für mich reicht, um wieder saufen zu müssen? Es gibt keine Lücke, die sich schließen lässt, nur weil ich unbedingt an irgendeinem Event teilnehmen will.

    Es geht hier auch nicht darum, Dinge grundsätzlich nicht zu tun. Es geht darum, dass ich mir, wenn ich etwas unternehme, der Konsequenzen bewusst bin. Und die sind bei Sucht nun mal klar.

    Die Sucht hat genau ein Angebot für dich. Das ist fest im Suchthirn gespeichert und nicht verhandelbar: Sauf wieder.
    Egal wo, egal wann, egal wie. Steht Alkohol griffbereit, beginnt das Mahlwerk der Sucht zu laufen. Immer. Ohne Ausnahme.

    Alles andere ist Wunschdenken.

    Dafür muss ich mich eben so gut wie möglich schützen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich habe die Ratschläge konsequent umgesetzt, besonders von dir Hartmut. Ich meide die Nähe zum Alkohol komplett. Das tut gut, das macht sogar Spaß so konsequent zu sein. Das macht es sehr viel leichter. Und jetzt nach etwas über 2 Monaten Abstinenz ist das Saufhirn ruhiger aber bei Triggern springt es trotzdem noch an. Da das nicht schön ist und nervt weiterhin Abstand, Abstand, Abstand

    Heute trinke ich nicht

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