Kroatien1904 - Ehepartner hat ein Alkoholproblem ich fühle mich damit sehr einsam

  • Hallo ich stelle mich mal vor

    Ich bin 54 habe 3 Kinder

    Das ich hierher gefunden habe war für mich ein langer Weg,ich komme mir so vor als würde ich meinen Mann hintergehen und ihn verraten.Ich bin 30 Jahre verheiratet und ca.vor 12 Jahren ist mir aufgefallen das mein Mann schon um die Mittagszeit "angeschlagen" gewesen ist.Da er uns als Familie soweit in Ruhe gelassen hat,hat man das einfach toleriert. Die Kinder waren noch klein und haben es nicht offensichtlich mitbekommen.

    Jetzt sind meine Kinder erwachsen und bekommen es hautnah mit.2024 bin ich an Krebs erkrankt und in diesem Jahr hatte man das Gefühl das er den Konsum runtergeschraubt hat und sich zusammen gerissen hat.Weit gefehlt 2025 war mitunter das Schlimmste Jahr täglich 5-6 halbe Liter die man gesehen hat an Bier und das was er verzehrt hat auf seiner Hunderunde war nicht ersichtlich ,man merkt jetzt aber deutlich eine psychische Veränderung sobald er nur ein Bier getrunken hat,sind es mehr,erkennt man ihn nicht mehr wieder,als würde man mit 2 verschiedenen Männern leben.

    Ich bin an einen Punkt angekommen ,wo ich mir nicht mehr zu helfen weiß.Er geht seiner Arbeit nach und das schon 40 Jahre,er umsorgt die Familie und hat mich bei jeder Krankheit begleitet ,aber dennoch ist diese Veränderung nicht mehr zu ertragen.Schon die Mimik und sein Verhalten triggert mich so enorm ,ich weiß man soll mit Leuten die trinken nicht in die Konfrontation gehen,aber ich schaffe es einfach nicht.

    Ich bin so unglücklich darüber ,das ich einsehen muss,das er ein Problem hat.Sozial habe ich mich komplett abgeschottet und lade auch niemanden mehr zu uns ein,wenn jemand unverhofft vor der Tür steht ,bin ich nur angespannt ,weil ich nicht weiß wie er drauf ist und ob es unangenehm wird.Mal raus gehen zu Freunden auf Partys oder in eine Gaststätte,ist alles mit Alarm für mich verbunden,er benimmt sich nach ein paar Bier sehr distanzlos und tatscht die Leute an und starrt sie an und ich habe immer das Gefühl ich müsste aufpassen ,es ist nichts entspanntes dabei,wenn Alkohol fließt .Von daher versuche ich es so weit es geht nirgends mehr hinzugehen und es auf das minimalste zu begrenzen .

    Er hat in diesem Jahr das erste Mal geschafft einige Tage nicht zu trinken,da er Silvester so viel getrunken hat und mir nicht mal ein Frohes Neues Jahr gewünscht hat.Aber eigentlich gab es im letzten Jahr nicht einen Tag ohne Bier,eventuell wenn er zur Nachtschicht musste (sicher bin ich mir hier aber auch nicht ) und man ist wirklich so dumm und glaubt,jetzt,jetzt hat er es verstanden,aber heute kam er wieder angeschlagen und griff direkt wieder zu normalen Bier.

    Alle Angebote,alle Gespräche kommen nicht an und er sieht nur das Problem in mir,das ich derjenige bin der nur Streit sucht und keine Harmonie möchte.Das ist nicht an dem,es ist nur schwer zu ertragen mit jemanden den Tag zu verbringen den man kaum für voll nehmen kann.Ich habe lange gebraucht ,aber ich hab zu lange die Augen verschlossen und ich wünsche mir hier einfach nur Tipps,wie ich mich schützen kann und ob ich noch hoffen kann oder ob ich diese direkt begraben soll.

    Jegliche Gespräche in guten Momenten,werden nicht für Ernst genommen und er hat kein Problem es ist nur Bier und kein Schnaps und er arbeite schließlich,jemand mit Alkoholproblemen kann das nicht.Ich weiß nicht ob mir hier in irgendeiner Form geholfen werden kann,aber ich brauche einfach Rat und was ich tun kann,ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende.

    Vielen Dank fürs Lesen

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (19. Januar 2026 um 21:00) aus folgendem Grund: Absätze eingefügt für die bessere Lesbarkeit.

  • Hallo Kroatien1904,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Ich kann sehr gut nachempfinden wie es dir momentan geht und kenne dein Problem sehr gut.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Marie04 19. Januar 2026 um 20:00

    Hat den Titel des Themas von „Ehepartner hat ein Alkoholproblem ich fühle mich damit sehr einsam“ zu „Kroatien1904 - Ehepartner hat ein Alkoholproblem ich fühle mich damit sehr einsam“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Kroatien1904.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • 🩷-lich Willkomm Kroatien1904,

    komm erst mal in Ruhe an. Lese dich bisschen durch das Forum.

    Das ist schon mal die erste Hilfe für dich.

    Du kannst ihm leider nicht helfen. Er muss es selber wollen

    Aber du kannst dafür sorgen, dass du für dich Hilfe annimmst, den ersten Schritt, dich hier anzumelden hast du bereits gemacht.

    Liebe Grüße Petra

  • Lieben Dank

    Es war nicht einfach,weil man möchte es nicht wahr haben,aber ich wollte damit einfach nicht mehr so alleine sein und ich hab mir schon einiges durch gelesen und es ähnelt sich ja sehr.

    Zur Ruhe kommen,das hört sich gut an💕

  • Hallo Kroatien, herzlich willkommen,

    du schreibst

    Alle Angebote,alle Gespräche kommen nicht an und er sieht nur das Problem in mir,das ich derjenige bin der nur Streit sucht und keine Harmonie möchte.Das ist nicht an dem,es ist nur schwer zu ertragen mit jemanden den Tag zu verbringen den man kaum für voll nehmen kann.Ich habe lange gebraucht ,aber ich hab zu lange die Augen verschlossen und ich wünsche mir hier einfach nur Tipps,wie ich mich schützen kann und ob ich noch hoffen kann oder ob ich diese direkt begraben soll.

    Ich habe es auch so erlebt. Es war immer ich, aus verschiedenen Gründen, warum er trinken musste. Oder aber andere Gründe, und es gab immer einen. Es war als ob er nur eine Ausrede für sich gebraucht hat, warum er trinken musste. Aber in Wirklichkeit war es die Sucht, die das gemacht hat und gegen die er nicht angekommen ist.

    Im Laufe der Jahre hat sich dadurch unsere Partnerschaft geändert. Wir waren nicht mehr auf einer Ebene. Er hat sich sowieso nicht sooo viel gekümmert, um Kinder, Haushalt und so. Aber das wurde immer mehr so. Und wenn er volltrunken dasaß, konnte ich ihn nicht mehr ernst nehmen. Ich hab mich oft geschämt für ihn weil er bei Zusammenkünften mit anderen als erster betrunken war oder getrunken hat, auf Ausflügen oder so, und sich dann oft lächerlich benahm.

    Hoffnung ist so eine Sache, ich hab immer wieder gehofft, dass alles wieder gut wird. Immer, wenn er mal eine Trinkpause gemacht hat, versprochen hat, dass nun alles gut werden wird. Und immer wieder ist die Blase geplatzt. Irgendwann hat er wieder getrunken.

    Irgendwann habe ich nicht mehr gehofft sondern gehandelt. Ich wollte einfach wieder leben. In Ruhe, ohne angepöbelt, beschuldigt zu werden, ohne Angst zu haben, was wieder passieren könnte.

    Ich hab dann Dinge für mich alleine gemacht. Das ist mir erst ganz schwer gefallen. Aber ich hab mich irgendwie auch frei gefühlt. Wie ist das bei dir? Machst du Dinge, die du magst, auch ohne ihn?

    Ich hab mich mit Freundinnen getroffen, bin zu Familienzusammenkünften alleine gegangen. Ich hatte erkannt, dass ich machtlos bin, ihm nicht helfen konnte. Ich konnte nur für mich selbst etwas tun.

    Ich war 49 Jahre alt als ich einen Neuanfang gewagt habe. Ich hab mich getrennt. Meine erwachsenen Kinder waren froh darüber. Kannst du dir vorstellen, einen Neuanfang zu machen?

    Ich weiß nicht ob mir hier in irgendeiner Form geholfen werden kann,aber ich brauche einfach Rat und was ich tun kann,ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende.

    Helfen in dem Sinne kann dir niemand. Aber Denkanstöße geben, wie du dein Leben für dich wieder lebenswert machen kannst, die gibt es hier.

    Ich hoffe, mein langer Beitrag hat dich nicht erschlagen. Es sind meine Erfahrungen und vielleicht können sie dir den Impuls geben, in eine Handlung für Veränderungen zu kommen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Kroatien,

    Das was Aurora geschrieben hat könnte auch mein Text sein mit dem Unterschied dass ich nicht getrennt bin und wir so eine Art Wohngemeinschaft haben und uns mehr oder weniger in der Wohnung begegnen aber zur zeit redet Er außer meißt Guten Morgen nichts mit mir aber das ist seine Sache ich lass es mir trotzdem gut gehen.

    Ich habe meinen eigenen Freunde, Bekanntenkreis manchmal auch gemeinsame aber die sehen mich einzeln und nicht als Paar. Die Alkoholsucht hat erst recht angefangen als unsere Kinder aus dem Haus waren ,sprich teilweise erwachsen.

    Aber als ich anfing immer mehr selbständig zu werden kam auch immer mehr Widerstand von ihm mir gegenüber denn er hatte es ja nicht mehr so bequem, habe ihn nicht mehr gefahren oder vor allen Dingen von den Lokalen abgeholt.

    Liebe Grüße Mariexy

  • Hallo Aurora

    Vielen lieben Dank für Deinen Text und sorry das ich mich jetzt erst drauf melde.

    Nein,ich mache Nichts mehr für mich und ich vermeide das Freunde zu uns kommen oder Arbeitskolleginnen von mir ,weil ich nie weiß wie er nach Hause kommt.Es ist mir einfach unfassbar unangenehm.Es ist nicht so das er total volltrunken ist,aber er ist halt wesensverändert.Seine Mimik,er wiederholt sich dann ständig und ist halt wie ein anderer Mensch.Ich komme mir auch vor als würde ich ihn den kompletten Tag scannen.Ich weiß nicht ob das so "normal"ist,weil er mir auch oft vorwirft nicht "normal" zu sein und ich würde mir das einbilden.Wenn ich drüber schreibe ,schnürt sich mein Herz so zu,mir laufen die Tränen und das Atmen fällt mir schwer .Ich würde behaupten wir haben eine sehr Liebevolle Beziehung geführt ,haben 3 Kinder groß gezogen und dann hat sich irgendwann das Ganze so eingeschlichen.Und ich habe das Gefühl,der Mann den ich so sehr geliebt habe,der ist in diesen "Momenten"nicht mehr da und diese "Momente"sind so ,so häufig geworden.Und ich bin so hilflos ,weil er es natürlich nicht als bedenklich sieht,da er ja keinen hochprozentigen Alkohol trinkt,sondern nur!Bier.Ich muss dazu sagen ich bin viel zu Hause,nach über 32 Jahren im Arbeitsleben bin ich an Krebs erkrankt und erhole mich noch von der Krankheit.Hier muss ich sagen,als die "Diagnose"im Raum stand ,war er noch so auf dem Stand "Ach was Du hast und da wird nichts sein."Als es dann wirklich feststand,hat es ihm wirklich den Boden unter den Füßen weg gerissen und er war wie der Alte.Ich hab zu meinen Kindern gesagt,das der Krebs da war,war wirklich eine schlimme Zeit,aber das positive daran war,ich hatte fast ein Jahr Harmonie ,keinen Streit und ein absolut Gefühl von absoluter Liebe.Nach der Akut Therapie (2024) wurde es im darauf folgenden Jahr so schlimm,das er wirklich täglich getrunken hat.Das Jahr war einfach nur schlimm .Wie gesagt er trinkt nicht bis zum umfallen,aber so ,das alle nur einen Bogen um ihn machen wollen.Ich habe mir so vorgenommen,etwas für mich zu machen ,meine Kontakte sind auch Gott sei Dank durch meinen Rückzug nicht eingeschlafen,ich telefoniere regelmäßig mit meinen Freunden oder auch Arbeitskolleginnen.Nur niemand weiß was hier los ist,alle denken tatsächlich noch,wir sind so ein tolles Paar.Ich bin weiter unfassbar traurig 😞

  • Hallo Mariexy

    Darüber habe ich mir tatsächlich auch schon Gedanken gemacht ,also eine Trennung innerhalb des Hauses.Emotional und finanziell könnte ich mir nicht vorstellen,komplett von ihm getrennt zu sein.Ich bin einfach noch nicht so weit.Eine Zeit lang habe ich geschafft das Verhalten zu ignorieren und ich hab gemerkt,das er sich leicht verändert hatte,er hat sich mehr eingebracht ,mehr erzählt.Aber es fällt mir halt schwer nicht drauf zu reagieren,oder was mich absolut aufregt er drückt die Kronkorken auf die leeren Flaschen,so das es nicht direkt auffällt,wenn er diese getrunken hat.Er weiß auch (sagt er ganz klar "Ich weiß das Du immer nachguckst)das ich darauf achte (wie dumm eigentlich von mir ).Und dann schaffe ich mal es ein,zwei Tage nicht zu kontrollieren und es ist wie ein Zwang (weil ich ja meine ich bilde es mir ein).Und wenn es mir dann auffällt,könnte ich ausrasten.

    Er macht sich wie ein Spiel daraus und ich denke,er ist doch ein erwachsener Mann,warum?Ich sehe es doch so oder so.

    Manchmal habe ich das Gefühl ,vielleicht will er mich auch nur weg ekeln?Ich habe auch meine 1000 Fragen keine Antworten mehr.

  • Hallo Kroatien,

    herzlich Willkommen auch von mir.

    Deine letzten beiden Beiträge von dir, hatten in großen Teilen auch von mir stammen können

    Nein,ich mache Nichts mehr für mich und ich vermeide das Freunde zu uns kommen

    Ich habe es lange ähnlich gemacht, aber damit ging es mir auch schlecht. Seit Jahrzehnten gehöre ich zu einer "Mädelsgruppe" die sich alle 14 Tage trifft. Das geht immer reihum, und ich habe da auch immer Ausflüchte gesucht, nur nicht bei mir. Ich habe mich so geschämt.
    Dann hat es mir irgendwann gereicht, und ich habe den Mädels die Wahrheit gesagt, und siehe da, alle hatten schon etwas in die Richtung geahnt.
    Ab dieser Zeit, haben wir uns auch wieder bei mir getroffen, lass dich nicht isolieren.

    er drückt die Kronkorken auf die leeren Flaschen,so das es nicht direkt auffällt,wenn er diese getrunken hat.

    mein XY ging noch einen Schritt weiter, er füllte Wasser in die leeren Flaschen. Er ist damit aufgeflogen, und hat mir dann erzählt, dass dies mit Sicherheit in der Brauerei beim Flaschen spülen passiert sein müsste:(
    fazit, es bringt dir nichts, da etwas kontrollieren zu wollen.
    Nutze diese Zeit für dich, gerade auch bei deiner schweren Erkrankung. Denk an dich, und daran, was dir gut tut.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Kroatien,

    Ich komme mir auch vor als würde ich ihn den kompletten Tag scannen.

    Das kenne ich auch. Es gab Zeiten, da war ich so verunsichert, dass ich ihn ständig beobachtet habe. Und zwar genau aus diesem Grund:

    Ich weiß nicht ob das so "normal"ist,weil er mir auch oft vorwirft nicht "normal" zu sein und ich würde mir das einbilden.

    Mir wurde immer wieder vorgeworfen, dass ich mir alles nur einbilde, nicht so empfindlich sein solle, sowieso doof wäre usw. Und dadurch wurde ich immer unsicherer weil ich meiner Wahrnehmung nicht mehr getraut habe.

    Das kannst du hier auch in vielen Lebensberichten bei den Cos lesen, dieses Verhalten haben nasse Alkoholiker immer wieder.

    er drückt die Kronkorken auf die leeren Flaschen,so das es nicht direkt auffällt,wenn er diese getrunken hat.Er

    Morgenrot hat das schon geschrieben, dass sie es so erlebt hat und ich habe es auch so erlebt. Er hat Wasser in die Flaschen gefüllt und den Kronkorken kunstgerecht wieder drauf gemacht. Ist schon irgendwie gruselig, wie es sich immer wieder ähnelt.

    Aber jetzt ist ja wichtig dass du aus bestimmten Verhaltensschleifen herauskommst. Zum Beispiel dieses Kontrollieren. Das bringt nichts. Deine Wahrnehmungen stimmen, du siehst wie er drauf ist wenn er getrunken hat. Da brauchst du dir ( und ihm schon garncht) nichts zu beweisen. Er ist süchtig, er muss trinken. Dass bestimmt die Sucht. Und was du dann an ihm bemerkst ist richtig auch wenn er das Gegenteil behauptet.

    Wenn du das für dich so annehmen kannst und das Kontrollieren somit aufhören kannst, fällt eine Menge Stress und Frust weg. Etwas loslassen, auch eine Tätigkeit, bedeutet, dass du deine Hände und Gedanken frei hast um etwas zu machen, was dir Freude macht.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Aurora

    Es fällt wirklich schwer ,das zu akzeptieren und ich hab auch eine Millionen Gedanken gehabt,ob es tatsächlich so schlimm ist und hab es erst wirklich für mich verharmlost.Ja ich wollte es nicht wahr haben!Aber ich liege einfach richtig,das erlese ich auch hier in ganz vielen Geschichten.

    Genau aus diesem Grund bin ich hier um vielleicht ein kleines wenig an Tipps umsetzen zu können .Ich merke auch das mir das ganze unheimlich viel Stress macht und ich mich so unter Druck setze.

    Heute hab ich mir fest vorgenommen auch nicht wie Tag für Tag zu warten ,das er von der Arbeit kommt und wirklich jede Sekunde auf die Uhr gucke und denke,okay er hat nach der Schicht irgendwo am Kiosk angehalten.

    Ich werd heute definitiv damit beginnen!

    Er spricht auch oft darüber ,bald ist unsere Zeit und wenn die Kinder aus dem Haus sind dann können wir mehr reisen oder auch unternehmen.Aber ich lebe jetzt und ich hoffe auch noch in 10 Jahren oder 20.Aber ich habe das Gefühl meine Lebensuhr dreht sich rückwärts,die Kinder sind groß und wir leben nicht mehr wirklich.Geschuldet ist das sicher auch dem Alkohol,denn egal was wir machen,es dreht sich viel um Bier.Also im Sommer auf dem Rad,wird immer so eine Lokalität angesteuert.

    Früher sind wir in umliegende Städte gefahren,einfach nur bummeln gegangen.

    Wenn wir was machen,dann ist es nur in die eine Richtung und ich vermeide die meisten Einladungen und Cancel auch einiges oder suche Ausreden,alle Anrufe laufen eigentlich auch über mich.Wie zb wollt ihr mit zum Weihnachtsmarkt oder wir gehen essen oder wir wollen da und da hin .

    So gut es geht versuche ich ,das wir nirgends hingehen und wenn endet es in Streit.Er wird so so Distanzlos auch Fremden gegenüber das ist so beschämend.Auf einigen Partys bei Freunden stand er dann auch schon in Unterhose da und ich fasse das dann absolut nicht und meine Freunde finden das lustig und animieren ihn auch dazu.Also so toll sind sie dann auch nicht .

    Oftmals hab ich Tagträume wie es wäre alleine zu leben,aber ich kann diesen Gedanken einfach nicht weiter denken.Puhh ich merke auch das ich wirklich nicht so sortiert schreibe,aber in meinem Kopf ist auch echt ein komplettes Durcheinander.

    Ich finde auch so traurig das er nicht schätzt das ich den Krebs und all die Therapien singet überstanden habe und so positiv war und wir uns noch haben.

    Aber er scheint ein echtes Egoismus Problem zu haben oder vielleicht liegt es ja auch an dem Konsum ich weiß es einfach nicht .

    Danke an alle die hier schreiben ,es tut gut zu wissen das man nicht alleine damit ist

    Einmal editiert, zuletzt von Kroatien1904 (24. Januar 2026 um 14:51)

  • Liebe Kroatien,

    Du erinnerst mich voll an den Anfang meines Weges allein zu gehen. Ich die die beste Ehe und Familie leben wollte musste Abschied nehmen vom traum davon. Vor 9 Jahren hatte ich einen lebensgefährlichen "Schub" einer meiner chronischen Erkrankung und ja die ersten Monate danach war er wie verändert hat sogar eine längere Trinkpause gemacht. Dann war alles wieder beim alten. Ja er erzählt überall dass ich dement wäre oder selber Alkoholikerin. Weihnachtsmärkte oder andere Märkte besuche ich so gut wie nicht mehr da ja meißt der Alkohol und essen überwiegt. Wenn er will geht er allein mit seinen freunden. Ich habe eine Freundin gefunden und wir machen dann gemeinsam einiges. Urlaub gönne ich mir auch allein einmal im Jahr ein verlängertes Wochenende und da kann ich bei jemand mitfahren. Durch eine meiner chr. erkrankung sind meine Jahre wahrscheinlich gezählt und es kann unter anderem auch schnell gehen oder noch Jahre aber ich habe beschlossen diese Zeit zu leben und mir gutes zu tun.

    Ich habe Kinder die kümmern sich sehr um mich aber ich will sie solange ich kann sie nicht belasten aber es tut mir gut zu wissen falls ich schwer krank bin kann ich auf sie zählen. Es gibt mir Freiheit für mich sie im Hinterhalt zu haben.

    Das verhältnis zu meiner verstorbenen Mutter war immer etwas schwierig aber ich habe gelernt was man als "alleinstehende " Frau alles machen kann und viel erleben kann,in einer Zeit wo der Mann noch viel über die frau entscheiden konnte.

    Ich habe vor Jahren schon mein eigenes kleines Auto bekommen und bin so dankbar für die freiheit die ich dadurch habe. Ich muss aber sagen das fiel in die Phase nach meiner schweren Erkrankung wo wir noch miteinander reden konnten.

    Ich möchte eigentlich soviel schreiben wie es mir geht manches ging schneller , manches kam überraschend schnell wo ich fast nicht hinterherkam und manches dauert noch an . Aber ich musste losgehen , mir wieder ein Selbstwertgefühl erarbeiten und gönnen.

    Jeder satz den du geschrieben hast kann ich so nachfühlen.

    Mariexy

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