Andreas_Rheintal - Hallo zusammen

  • Hallo, ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Andreas, ich bin fast 50 und lebe an der deutsch-französischen Grenze. Meine Suchtgeschichte ist bereits sehr lang, ich habe unzählige Entgiftungen, Langzeittherapien, Tageskliniken und sogar Versuche mit Hypnose hinter mir. Ich denke mir immer "Ich bin doch nicht doof, ich weiß alles über diese Krankheit. Warum komme ich trotzdem nicht zur langfristigen Abstinenz?" Aber die Sucht ist mächtig, trickst und lügt. Schmeichelt und umgarnt. Viele von euch kennen das sicher.

    Nunja, ich will nicht jammern. Im Gegenteil, ich weigere mich aufzugeben! Ich hoffe hier auf einen guten Austausch, nette empathische Menschen und biete und bitte Unterstützung.

    LG Andreas

  • Hi Andreas Rheintal. Ist hoffentlich nicht dein echter Name, wegen deinem Schutz, Anonymität.

    Hab noch n Moment Geduld, jemand aus dem ModeratorenTeam wird sich bei dir melden. Derweil darfst dich gerne im offenen Bereich weiter einlesen.

  • Hallo Andreas,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Ein Alkoholiker kann nie mehr kontrolliert trinken. Das zu verinnerlichen ist ein wichtiger Baustein mit der Sucht.

    Was hast Du denn von Deinen Therapien umsetzen können und wie hast Du Dein Leben verändert?

    Denn nur nicht trinken reicht nicht, ist ein geflügeltes Wort hier bei uns im Forum.

    Ich lasse Dir zum Anklicken unsere Grundbausteine da, die solltest Du anklicken und lesen:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Siehst Du Dich als Alkoholiker und wann hast Du zuletzt Alkohol getrunken?

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elly, vielen Dank. Ich bin definitiv und ohne Beschönigen ein schwerer Alkoholiker. Vor ungefähr 13 Jahren habe ich meine erste Entwöhnung durchgeführt. Die Ergebnisse wechseln. Von wenigen Tagen bis hin zu fast 6 Monaten reichen meine Abstinenzerfahrungen. Aktuell bin ich seit genau 8 Tagen trocken. Nicht lange, ich weiß. Aber immerhin schaffe ich den Ausstieg für eine gewisse Zeit.

  • Bei einer lebenslangen Abstinenz unterstützen wir Dich gern, Andreas.

    Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Aurora 2. April 2026 um 09:33

    Hat den Titel des Themas von „Hallo zusammen“ zu „Andreas_Rheintal - Hallo zusammen“ geändert.
  • Hallo Andreas und herzlich willkommen,

    Elly hat dir den Link gegeben, ich hab dich jetzt freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie an den Nicknamen, die sind noch rot.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe, Andreas_Rheintal

    Vor ungefähr 13 Jahren habe ich meine erste Entwöhnung durchgeführt. Die Ergebnisse wechseln. Von wenigen Tagen bis hin zu fast 6 Monaten reichen meine Abstinenzerfahrungen.

    Du schreibst von Abstinenzerfahrungen.
    Für mich waren das immer Trinkpausen. Trinkpausen, zwar mit dem festen Willen, dass dies jetzt für immer ist, aber immer auch mit einem kämpfen verbunden und die Gedanken an Alkohol viel zu präsent und übermächtig.

    Konntest du in den nüchternen Phasen für dich feststellen, dass es dir wesentlich besser geht oder war jeder Tag ein Kampf gegen den Alkohol?
    Was konntest du aus diesen Trinkpausen für mich mitnehmen?

    Nunja, ich will nicht jammern. Im Gegenteil, ich weigere mich aufzugeben.

    Dieses ‚aufgeben‘ ist mir ins Auge gesprungen.
    Was genau meinst du damit?

    Ich habe nämlich aufgegeben. Aufgegeben zu kämpfen, aufgegeben, meine Alkoholsucht besiegen zu wollen. Aufgegeben, mir Leid zu tun.

    Ich habe meine Alkoholsucht angenommen, sie akzeptiert. Und ich habe verstanden und das akzeptiert, dass ich jetzt für immer Alkoholiker bleiben werde. Da erst konnte ich nüchtern werden, ohne das Gefühl zu haben, ich muss besonders stark sein, um das zu schaffen.

    Sucht hat nichts mit Schwäche zu tun ….nüchtern werden und bleiben nichts mit Stärke.
    Heute sage ich für mich: Nüchtern werden und bleiben ist eine Entscheidung, meine Entscheidung für mich und für mein Leben.

    Die Alkoholsucht geht nie nie wieder weg. Aber mit absoluter Abstinenz geht sie zum Stillstand zu bringen. Für immer. Solange es keinen einzigen Schluck Alkohol gibt.
    Den Anfang hast du gemacht. Fühlt sich das nicht befreiend an?

    Aber die Sucht ist mächtig, trickst und lügt. Schmeichelt und umgarnt.

    Die Sucht ist genauso mächtig, wie du ihr Macht gibst.
    Das Suchthirn bleibt erhalten, auch nüchtern.
    Aber letztlich ist es nicht die Sucht, die wieder säuft….letztlich bin ich es.

    Ist dein Zuhause alkoholfrei?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

    Einmal editiert, zuletzt von Stern (11. April 2026 um 08:04)

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!