Kathrin Antje - Vorstellung

  • Kathrin Antje Erstmal ist es doch toll, dass man wieder so viel Zeit hat, sinnvolle schöne Dinge zu tun. Das war Zeit, in der man vorher irgendwie mit dem Alkohol als Gesellschaft herumvegetiert hat. Es gibt viele Dinge, die man machen kann, um neue Leute kennenzulernen….ein Ehrenamt, ein Verein, ein Kurs an der Volkshochschule….irgendwas Neues lernen.

    Aber auch einfach Ruhe und Stille mal bewusst genießen. Das kann auch mal schön sein.

  • Aber auch einfach Ruhe und Stille mal bewusst genießen.

    Ja, mit sich selbst und seinen Gedanken mal alleine sein. Mit sich selbst Frieden schließen.

    Ich denke, dass gehört auch dazu. Denn vor mir selbst kann ich nicht weg rennen und mich auch nicht für immer ablenken. Ich nehme mich immer mit.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ich bin zwar ganz gerne allein, aber mitunter fehlt etwas. Ich lebe erst seit ca. 6 Jahren in BaWü und stamme aus Dresden. Ich muss gestehen, dass ich nicht so richtig in BaWü klarkomme, was aber auch mit an mir liegt. Mein Mann nennt mich "speziell", weil ich halt sehr ehrlich bin(auch zu mir), was nicht immer gut ankommt.

    Ja, eiforbibbsch nochemal, warum tust du dir des an? Da kannste dich doch och gor nee daheme fühlen.

    Komm ….hier haste en Schälchn Heesn und e Stickschen Eiorschegge. Das iss e bissel wie daheme.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Die Stimmungsschwankungen hatte ich auch, teilweise heute noch - empfinde ich als normal. Was hab ich denn früher gemacht? Diese weggedrückt mit Alkohol. Nun prallt alles mit voller Wucht auf Dich ein. Deshalb finde ich wegdrücken und ablenken nicht immer gut. Gefühle wollen gefühlt werden- also genieße es.
    Ich habe viele neue Menschen in meiner realen SHG kennengelernt, die ich 1x pro Woche seit 2 Jahren besuche. Wir unternehmen auch Sachen gemeinsam, z. B. Bowling, Eis essen, Grillen.
    Und wer könnte mich besser verstehen, als Menschen mit der gleichen Krankheit? Ich kann dort meinen ganzen Schrott mal abladen, finde Gehör und kann an meiner Kommunikation arbeiten fürs Leben da draußen. Zudem bekomme ich Feedback und habe soziale Kontakte.
    Als ich hierher zog, habe ich beim hiesigen Amt nach Ehrenämtern gefragt. Die haben meistens einen Bürgerbeauftragten, also eine Schnittstelle zwischen Bürgern und Amt und können einem Auskunft geben zum Ehrenamt.
    Ich betreue seit 5 Jahren 1x in der Woche einen Kinder- u. Jugendtreff im Ort.
    Dadurch habe ich nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern kennen gelernt.
    Genauso hätte ich auch für Senioren was tun können, wie jeder mag.
    Von allein passiert halt nix, ich musste machen, mich trauen. Heute habe ich dadurch neue Freunde und Kontakte in meiner neuen Heimat.
    Ab und zu betreue ich auch mal Tiere im Ort. ( habe schon Kaninchen, australische Rennmäuse, Fische, Katzen gefüttert ( natürlich nicht gegenseitig😂) , Hund aufgenommen während die Besitzer im Urlaub waren.
    Ich wünsche Dir gute Besserung und einfach mal Mut zeigen💪🏼, gut fürs Selbstvertrauen🍀

    _______________________________________

    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Wie geht Ihr mit plötzlichen Freiräumen um?

    Ich habe in den ersten Wochen meines neuen nüchternen Lebens aufgeräumt. Jedes Regal, jede Schublade, jeden Schrank und was so alles rumlag sowieso. Als ich fertig war mit sortieren, aussortieren und das, was ich behalten wollte, wieder schön ordentlich einzuräumen, war ich auch innerlich sehr aufgeräumt. Nix mehr mit Stimmungsschwankungen…..

    Als alles fertig war, habe ich mich auch gefragt, was ich denn mit dieser ganzen vielen Zeit mache.
    Ich bin dann ja auch wieder arbeiten gegangen, damit ist ja schon mal sehr viel vom Tag sowieso schon weg. Und dann habe ich mir Malutensilien gekauft und gemalt. Da waren die Hände und der Kopf beschäftigt und ich konnte beim malen wunderbar meine Gedanken sortieren oder auch an gar nix denken, den Kopf im wahrsten Sinne des Wortes frei bekommen.

    Und natürlich habe ich hier gelesen. Wie machen das die anderen? Was kann ich für mich mitnehmen, was kann ich auch so machen, was passt so gar nicht zu mir….. ?
    Dadurch habe ich viel über mich und für mich gelernt.

    Heute habe ich gar keinen ‚plötzlichen Freiraum‘ mehr, den ich füllen muss. Er ist voll.
    Ich habe gelernt, mich auszuhalten, gut mit mir alleine zu sein und ich kann das auch genießen…..ohne Zeit zu füllen. Manchmal denke ich nach einer oder 2 Stunden, in denen ich gar nix gemacht habe, dass ich doch jetzt mal was tun müsste….Nee, muss ich gar nicht, denn auch nichts tun ist was tun.

    Und das finde ich wirklich sehr wichtig und sehr schön. Für mich ist das ein Stück Freiheit. Ich kann alles machen, was ich machen möchte und genau so kann ich bleiben lassen, was ich nicht machen möchte.

    Meine einzige Aufgabe besteht darin, gut für mich zu sorgen. Dass da natürlich auch Geld verdienen dazugehört, was ja nicht immer so wirklich schön ist, ist ganz klar (also, für mich ist das ganz klar), alles andere, womit ich meine Zeit fülle, suche ich mir aus. Manchmal ist es auch ein abwägen …. nach dem Motto: Wer das Eine will, muss das andere mögen.

    Es gibt so viel, womit die Zeit gefüllt werden kann. Ganz tief in dir drin, in deinem engsten Umfeld, in der Umgebung …. Schau dich um.
    Ich habe mich zuerst für mich geöffnet, und so konnte ich auch offen für andere und anderes werden. (Wobei ‚offen für andere‘ ja sehr dehnbar ist).

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

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