@ Elly und aennie: Vielen Dank für eure Worte. Elly, da hast du natürlich Recht mit der Ruhepause. Aennie, ich bin Anfang 40
Liebe Grüße, Teddy 🙂
@ Elly und aennie: Vielen Dank für eure Worte. Elly, da hast du natürlich Recht mit der Ruhepause. Aennie, ich bin Anfang 40
Liebe Grüße, Teddy 🙂
Danke Teddy.
Dafür könnte ich Wasser schlucken wie verrückt
Dann mach das. Am Anfang habe ich abends 4 Liter Wasser getrunken.
Das war eigentlich genau die Menge, die es sonst an Bier gewesen wäre. Mein Suchthirn meldete eben "Durst".
Nach zwei, drei Wochen hat das nachgelassen. Ich denke das Suchthirn hat kapiert, dass die Trinkerei nichts bringt und den Durst langsam eingestellt.
Hm, jetzt ist es bald 22 Uhr und ich habe die letzten drei Stunden nix getrunken. Weil ich keinen Durst habe. Denn das ist irgendwann der einzige Grund um Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
wie lange ich bisher durchgehalten habe.
Klingt noch sehr nach Kampf. Diskutierst Du noch?
Die Suchtstimme wird leiser werden. Es dauert eine Weile. Die Zeit arbeitet für Dich.
Bis dahin versuche nicht zu diskutieren. Sie wird nie sagen "ok, du hast recht".
Also, verbiete ihr (innerlich) den Mund. Immer wieder. Dabei darfst du auch gerne unfreundlich sein.
Ich habe mir automatisch neue kleine Rituale angeschafft. Z. B. Wasserkocher an, wenn ich heim gekommen bin. Für Tee. Diesen dann aufgegossen.
Vorher war immer. Kühlschrank auf und erst mal n Bier.
Bald ging das ganz von selbst.
Hast Du schon irgendwelche Hobbys?
Hallo Teddy,
du glaubst gar nicht, wie viele Flaschen Mineralwasser ich täglich, vor allem abends (das war meine Trinkzeit) getrunken habe.
Statt zur Flasche Bier griff ich eben zum Wasser. Nach einiger Zeit normalisierte es sich von ganz alleine.
Daher trinke dein Wasser, wenn dir danach ist.
Was mir auch sehr geholfen hat, war es, mir Alternativen zum Trinken zu überlegen und umzusetzen. Ich ließ alte Hobbys wieder auferlegen und suchte mir neue.
So war ich gedanklich abgelenkt und es machte auch noch Spaß. Ich häkelte, las wieder mehr Bücher, fing wieder mit dem Puzzeln an.
Ach ja, ich gehe diesen Hobbys weiterhin nach.
Desweiteren besuche ich verschiedene Sportgruppen, eine reale SHG, aus denen sich langsam einzelne nähere Kontakte entwickeln.
Ich habe so einiges geändert, so dass ich mittlerweile ohne Alkohol zufrieden lebe.
Was kannst du dir vorstellen, alternativ zu unternehmen? Was macht dir Spaß? Was könntest du als neue Verhaltensweisen in deinen Alltag einbauen?
Liebe Grüße Kyra
Jetzt muss ich durch jedes Gefühl hindurch, das ich fühle. Jetzt muss ich mich den "faulen Stellen" meines Lebens stellen.
Das kann ich gut nachvollziehen, ging es mir doch ähnlich, wenn auch nicht gleich am Anfang. Der war bei mir zunächst ziemlich von Euphorie geprägt. Nach zwei oder drei Monaten bin ich dann allerdings erstmal in ein tiefes Loch gefallen.
Und ich durfte mich in dieser Zeit komplett neu kennenlernen. Ich hatte ja plötzlich nicht mehr die negativen Gefühle und Gedanken weggesoffen, sie kamen alle ungeschminkt hoch. Dieses Kennenlernen und die Auseinandersetzung mit mir selbst haben für mich deshalb unbedingt zum Prozess dazugehört.
Ich habe einige Sachen neu zum Leben erweckt, viele nasse oder für mich mit dem Alkohol verknüpfte Dinge über den Haufen geworfen (selbst belangloses Serien schauen) und viel ausprobiert.
Jetzt, nach fast zwei Jahren, ist natürlich auch nicht alles schön. Der Alltag hat seine Herausforderungen und manchmal bin ich einfach nur traurig, gestresst oder überfordert. Und es gibt Dinge, auf die ich schlicht keinen Einfluss habe. Krankheit, Schicksalsschläge oder Situationen, die man sich nicht ausgesucht hat, gehören eben auch zum Leben.
Was aber in meiner Hand liegt, ist der Umgang damit. Und eines kann ich für mich wirklich felsenfest behaupten. An jeder Herausforderung, der ich mich nüchtern gestellt habe, bin ich gewachsen. Nicht unbedingt sofort und manchmal auch erst im Rückblick. Aber ich habe mich ihr gestellt und hab sie abends nicht einfach weggesoffen.
Von daher gehören für mich auch diese vermeintlichen Löcher dazu. Allerdings mit dem entscheidenden Zusatz und zwar sie vollkommen nüchtern und ungeschönt zu durchschreiten.
Und vielleicht ist genau das für mich auch ein Teil , was ein zufriedenes trockenes bedeutet. Nicht, dass das Leben plötzlich keine schwierigen Seiten mehr hat, sondern dass ich ihnen tatsächlich begegnen kann und zwar nüchtern!!!!
LG KW
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