Hallo, mein Name ist Teddy und ich bin Alkoholikerin. Das ist noch sehr neu für mich, ich bitte um Entschuldigung. Es ist das erste Mal, dass ich um Hilfe Frage. Deswegen danke für Unterstützung ![]()
Teddy - Ja oder Nein zum Leben?
-
-
Guten Morgen Teddy,
gut, dass du hierher gefunden hast und bereits zu der Erkenntnis gekommen bist, Alkoholikerin zu sein.
Möchtest du dauerhaft abstinent leben? Hier kannst du Unterstützung bekommen.
Wann hast du das letzte Mal getrunken?
Viele Grüße,
Hera
-
Hallo und danke für die Antwort 🙂
Ich bin leider noch nicht stark genug, aufzuhören. Darf ich trotzdem bleiben? Mein letztes Mal war gestern
-
Ja, ich will aufhören!!!! Ich hab es auf gut Deutsch satt. Meine Beziehungen leiden, mein Job leidet, ich bin quasi innerlich tot. Ich will das nicht mehr und ich weiß aber nicht raus, nicht weiter 🥺 Danke fürs Zuhören!
-
Hallo Teddy,
gut, dass du hier bist. Auch ich hatte es irgendwann so dermaßen satt. Jetzt bin ich seit zehn Monaten nüchtern. Bleib dran, du kannst das schaffen, und es lohnt sich so sehr!
Bald wird sich jemand vom Moderationsteam hier melden. Dann erfährst du, wie es für dich hier weitergehen kann.
Bis dahin alles Liebe!
Mattie
-
Hallo Teddy, schön, dass du dich wieder gemeldet hast!
Du klingst verzweifelt, aber auch dir kann geholfen werden, wenn du es wirklich willst.
Eine Entgiftung sollte immer ärztlich begleitet werden, deshalb ist dein Gang zum Arzt dein nächster wichtiger Schritt. Schildere deine Problematik offen und ehrlich und melde dich danach wieder bei uns.
Lieber Gruß, Hera
ArtikelVom 1. Arztbesuch bis zur Entgiftung
Viele Alkoholkranke haben Angst vorm Arztbesuch.
- Andere denken, der Arztbesuch sei überflüssig, weil sie ja keine richtigen Alkoholiker sind und alles im Griff haben.
- Manche schämen sich.
- Andere schätzen ihre körperliche Situation völlig falsch ein.
- Und andere wollen daheim im stillen Kämmerlein den Alkohol weglassen, damit "es" niemand mitbekommt.
Ihr seid mit euren Ängsten vorm 1. Arztbesuch und der Entgiftung nicht
…Das Forenteam4. Dezember 2021 um 21:37 -
Hallo an alle,
ich war lange nicht mehr da, das tut mir leid. Hatte noch nicht die Kraft, mich wirklich auf die Abstinenz einzulassen. Bin jetzt seit zwei Wochen abstinent, ohne Entzugserscheinungen zum Glück und ohne akuten Suchtdruck. Ich weiß, das heißt noch gar nichts und allein kann ich es kaum schaffen. Deswegen habe ich mich bei einer Suchtberatungsstelle gemeldet. Macht mir große Angst, klar, die Abhängige in mir möchte an der Sucht noch festhalten und die Komfortzone nicht verlassen. Drück die Daumen, ich motiviere mich so gut ich kann.
Danke für eure Unterstützung

-
P.S. Bitte um Freischaltung, vielen Dank 😇
-
Hallo Teddy,
hast Du Dich schon ein wenig bei uns im Forum eingelesen? Unter dem Reiter oben findest Du unter Artikel z.B. "Der Notfallkoffer" und auch die "Grundbausteine für ein nüchternes Leben".
ArtikelGrundbausteine für ein nüchternes Leben
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.Das Forenteam17. Mai 2021 um 16:40 Wichtig ist, dass man den Haushalt alkoholfrei hat, am Anfang Feierlichkeiten, auf denen Alkohol konsumiert wird, meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!
Für den Austausch im offenen Bereich klicke folgenden Link an:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.
Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
-
@ Elly: Ja, ich habe mich schon ein bisschen darin eingelesen 🙃 Als Hobby Psychologin habe ich auch schon viel über das Thema in den letzten Jahren gelesen. Für mich ist es daher auch selbstverständlich, dass ich meine Wohnung komplett alkoholfrei halte. Wenn Besucher etwas trinken wollen - Pech gehabt. Das sage ich denen aber auch vorher. Und meine Freunde oder mein Partner trinken ohnehin nicht viel bis gar nichts. In Kneipen oder Ähnliches bin ich noch nie gern gegangen. Den "Notfallkoffer" kenne ich schon aus einer Zeit, in der ich mit anderen psychischen Problemen zu tun hatte. Ärztlich begleitet werde ich; ich ruhe mich nicht auf den bisher ausbleibenden Entzugserscheinungen aus. Und ab Mitte September gehe ich auch zur Suchtberatung
Ich schreibe auch regelmäßig Tagebuch, das zwingt mich, ehrlich mit mir zu sein und zu erkennen: "Achtung, das könnte eine Stolperfalle sein!" Heute ist übrigens mein 17. Tag ohne Alkohol 


Vielen Dank für die Unterstützung



-
Herzlich willkommen auch von mir.
Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, TeddyDu kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
Viele Grüße
Nayouk -
@ Nayouk, vielen lieben Dank! Deine Bitte werde ich natürlich berücksichtigen.
-
Tagebucheintrag von gestern, 02.09.2026
"Ich weine. Während ich mich mit meiner Vergangenheit als Abhängige auseinandersetze, während ich über heimliche Flaschenverstecke, zahllose Trinkpausen, Abstürze und trotzdem weitertrinken, zerbrechende Freundschaften und oberflächliche Therapien schreibe, weine ich. So als wäre die Gesund-werden-Wollende in mir entsetzt und sehr traurig darüber, was ich mir seit fast zwanzig Jahren antue (Himmel, was für eine Zahl!). Als würde sie, als würde ich trauern über alles, was ich durch das Trinken kaputt gemacht und verloren habe, so viel Potenzial, Glück und Zeit. So viele Gelegenheiten, die ich habe verstreichen lassen, so viele nicht ergriffene Chancen, so viel ungelebtes Leben, das im Alkoholnebel an mir vorbeigezogen ist ... Himmel! Warum nur war ich so grausam zu mir? Wie konnte es soweit kommen? Ich weiß es nicht. Ich begebe mich auf Glatteis. Danach in ein tiefes Moor. Und dann kommt der noch unüberwindbar hoch erscheinende Berg. Aber ich will mich an die Hand nehmen und diesen Weg weitergehen. Wie weh es auch tun mag. Wieder trinken ist keine Option. Machen wir aus den zwanzig Jahren trinken zwanzig Jahre nüchtern sein.
"(P.S.: Ich beginne meist schon morgens/ vormittags mit dem Tagebuch und notiere direkt dahinter, der wievielte alkoholfreie Tag das ist. Und abends kann ich dann mit Stolz sagen: Ich hatte Recht! Es IST der soundsovielte alkoholfreie Tag! Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist geschafft
)Heute, 03.09.26, wird übrigens Tag 19 ohne

-
Ich weine. Während ich mich mit meiner Vergangenheit als Abhängige auseinandersetze
Guten Morgen Teddy und ein herzliches Willkommen,
so erging es mir am Anfang auch. Ich habe geheult und geheult. Es gehört zur Heilung und reinigt.
Ich gratuliere Dir zu Deinen 19 Tagen ohne Alk. Aus meiner Erfahrung wird es Dir von Tag zu Tag besser gehen. Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg und einen guten Austausch.
LG
Bibi
-
@ Bibitor: Vielen lieben Dank für deine Worte! Ich bin auch wirklich froh, dass ich überhaupt weinen kann, das musste ich in der Therapie (nein, nicht wegen Alkohol) erst lernen - "Ich darf traurig sein". Und ja, es kann wirklich befreiend wirken. Nur manchmal habe ich immer noch die alte Angst, die Kontrolle zu verlieren.
Lieben Gruß von Teddy 🙂
-
Ich bin auch wirklich froh, dass ich überhaupt weinen kann,
Ich verstehe Dich sehr gut. Zu meinem Start in die Abstinenz als ich so dermaßen weinerlich war, konnte ich mich auch nicht daran erinnern, wann ich überhaupt das letzte Mal geweint hatte. Ich habe die Tränen zugelassen. Für mich fühlte es sich wirklich wie eine Reinigung an.
LG
Bibi
-
Wie eine Reinigung fühlt es sich tatsächlich an. So als hätte man zumindest einen Teil von dem ganzen psychischen Gift im Inneren herausgeschwemmt. Es kann ganz schön erschöpfen, aber auf eine enorm erleichternde Art und Weise.
Gut, dass du es zulassen konntest 👍
-
Aus meinem Tagebuch von heute:
9:30 Uhr: 20. Tag ohne Alkohol und damit bin ich heute seit fast drei Wochen abstinent. Wobei ich zugeben muss, heute ist eine kleine Herausforderung, sprich: die "Gelegenheit ist günstig" (Hallo, Suchthirn!). - Spätestens um 10:00 Uhr ist heute Endabnahme der Strangsanierung in meiner Wohnung. Danach werde ich für die folgenden Wochen nicht mehr darauf angewiesen sein, die Wohnung - abgesehen von ihrem derzeitigen Zustand - müll- und schmutzfrei zu halten (sprich handwerkertauglich). Ich könnte locker, leicht wieder mit dem Weitertrinken und Rumaasen anfangen, so wie schon mehrere Male in meiner Vergangenheit geschehen. Oder die Herausforderung annehmen, auf maximal die letzten drei Wochen zurückblicken und mir vergegenwärtigen, was ich alles geschafft und wie lange ich bisher durchgehalten habe. Ich weiß, ich stehe noch ganz am Anfang und verlasse mich noch zu sehr auf Struktur von außen (zur Zeit eben die Handwerker, die die letzten zwei Wochen täglich da waren), bin auch noch zu sehr in meiner Suchtidentität gefangen und der Sog der Komfortzone ist noch zu stark, zu verführerisch. Ich könnte jederzeit tun (saufen) und lassen (abstinent bleiben), was ich will. Deswegen heißt es heute ganz besonders: wachsam und aufmerksam bleiben. Was fühle ich gerade? Wonach ist mir gerade zumute, wozu bin ich motiviert und wozu nicht? Wo könnte es gefährlich werden, wo auch nur kritisch? Was außer der bloßen Gelegenheit könnte mich triggern?
11:00 Uhr: Die Endabnahme ist erfolgt. Nun habe ich den ganzen restlichen Tag für mich, keine Handwerker mehr, keine Termine, keine Verabredungen - ich bin völlig auf mich allein zurückgeworfen.
Ich gehe es langsam an, will mich nicht überfordern. Ein schöner warmer Pudding als "erstes" Mittagessen, eine deutsche Gerichtssendung (jaaahaaa) und Kuscheln mit Kater Teddy tun bei diesem regnerischen, vorherbstlichen Wetter richtig gut.
Eine Schriftstellerin, die selbst einmal alkoholabhängig war und darüber geschrieben hat, hatte Recht: Jetzt bleibt nur noch die ungeschminkte Wahrheit. Jetzt muss ich durch jedes Gefühl hindurch, das ich fühle. Jetzt muss ich mich den "faulen Stellen" meines Lebens stellen.
17:20 Uhr: Ich habe bisher keinen kleinen Finger gerührt, um meine von den Handwerkern freigegebene Wohnung zu putzen und aufzuräumen. Ich habe mich dann doch von einem meiner inneren Schweinehunde kleinkriegen lassen. Warum? Wenn ich wieder auf meine Beinmuskelschwäche, Hintergrundmüdigkeit oder Antriebslosigkeit verweise (wie um alles in der Welt habe ich die Putzmarathonwoche vor zwei Wochen gestemmt???), klingt das in meinen Ohren nur wie eine faule Ausrede. Es wird immerhin nicht besser bzw. wie heißt es so schön: Von nichts kommt nichts. Stattdessen habe ich mich noch Mal mit dem Fliesenleger auseinandergesetzt, weil meine Badewanne nicht ordentlich verfugt worden war, dann gab es Mittagessen (Tofu-Gemüde-Pfanne, yammi) - ok, auch erst gegen 15 Uhr, weil ich so viel (zum Thema Alkohol) gelesen und geschrieben habe. Aber immerhin: kein Alkohol! Nicht Mal ansatzweise akuter Suchtdruck. Dafür könnte ich Wasser schlucken wie verrückt ...
(P.S.: Es ist tatsächlich der 20. Tag ohne Alkohol 🤞😊)
-
Wenn ich wieder auf meine Beinmuskelschwäche, Hintergrundmüdigkeit oder Antriebslosigkeit verweise (wie um alles in der Welt habe ich die Putzmarathonwoche vor zwei Wochen gestemmt???), klingt das in meinen Ohren nur wie eine faule Ausrede.
Man/Frau ist nicht immer gleich drauf. Ausserdem:
(P.S.: Es ist tatsächlich der 20. Tag ohne Alkohol 🤞😊)
Du bist am Anfang Deiner Abstinenz und das ist für Körper und Seele schwierig. Du heilst von einer langen, schweren Krankheit.
Also sei gut zu Dir und ruhe Dich, wenn Du es brauchst.
Morgen sind es 3 Wochen Abstinenz, das ist doch super!

-
Hallo Teddy
Ein herzliches Willkommen hier noch von mir 🌻
Ich lese immer gerne bei den Neuen mit, wie sie sich einfügen, darstellen usw.
Bei Dir fehlt mir noch ein ungefähres Alter. Natürlich musst Du es nicht nennen.
Alles Gute auf Deinem Weg
Aennie
-
Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!