Hallo liebe Community
Ich bin männlich ,64 Jahre und Alkoholiker
Seit dem 07.07.26 abstinent und hier mitlesend.
Aktuell wurde ich bei einer Alkoholfahrt mit PKW gestoppt.. Blasen vor Ort ergab einen Wert im Bereich einer Ordnungswidrigkeit. Also Auto stehen lassen und ab auf die Wache zum motorischen Koordinationstest und Blutabnahme.
Meinen Führerschein darf ich bis erst einmal bis zum Ergebnis der Blutprobe behalten.
In Erwartung einer evtl. anstehenden MPU habe ich tags drauf Termine bei einer örtlichen SHG und einem Verkehrspsychologen vereinbart.
Beim Verkehrspsychologen (VP) ergab sich
folgendes Gespräch:
VP:
Herr XX erzählen Sie mal warum sind Sie hier und welche Erwartungshaltung haben Sie ?
Ich:
Ich wurde bei einer Trunkenheitsfahrt erwischt und evtl. droht mir die MPU und ein mehrmonatiges Fahrverbot. Meine Konsumhistorie habe ich aufgearbeitet. Ich bin zum ersten mal betrunken gefahren, beim Koordinationstest auf der Wache hatte ich null Ausfallerscheinungen, was ja ein eine Bestätigung ist.
VP:
Herr XX ich übersetze mal Ihre wohlfeile Aussage in meine Sprache:
Sie sie sind völlig besoffen angehalten worden. Ihre Konsumhistorie ist nichts anderes als Ihre
Suffkarriere. Sie sind nicht zum ersten mal besoffen gefahren, Ihren Koordinationstest hätten
Sie mal besser vergeigt … Sie sind eindeutig Alkoholiker!
Peng ! , dass hat gesessen. Ich bin aufgestanden und wollte schnellstmöglich den Raum verlassen.
Auf dem Weg zur Tür spulte in meinen Kopf ein Film der letzten 10 Jahre ab – Alkohol, Suff,
Tage im Nebel haben diese Jahre dominiert.
Ich bin dann geblieben und es hat sich ein sehr konstruktives, erhellendes Gespräch ergeben, nach dem ich mich „nackig“ gemacht habe.
Übrigens: der VP wollte mich nur provozieren bzw. aus der Reserve locken und damit meine Einsichtigkeit testen.
Unorthodoxe Methode – aber bei mir hats geklappt.
Beste Grüße