aki - Habe sie 'rausgeworfen' und bin furchtbar traurig

  • Aki, ich wünsche dir so sehr, dass es dir heute wieder ein bisschen besser geht. Das Schwierigste, was wir gerade lernen müssen ist, dass unsere Partner wirklich auch das Recht haben so zu leben, wie sie es möchten. In unserem Fall lieber mit Alkohol als mit Familie. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass sich mein Mann wirklich lieber für den Alk entscheidet als für mich und unsere 2 kleinen Kinder:-( Wir haben unsere Grenzen aufgezeigt und das war bestimmt genauso notwendig wie es war. Auch wenn es jetzt verdammt weh tut. Ich würde es mir auch so sehr anders wünschen, aber so funktioniert das scheinbar nicht. Wie dieser Schmerz aufhört kann ich dir auch nicht sagen - bei mir dauert es schon 10 Monate und es ist von Tag zu Tag ein neuer Kampf- obwohl es auch die Tage dazwischen gibt, an denen ich es schaffe, auf mich zu schauen und dass es mir mal gut geht- muss ja mot 2 kleinen Zwergen und Alltag. Du hast das richtige getan und wir müssen lernen, uns nicht die Schuld und die Verantwortung für die Situation zu schieben zu lassen. Klar ist es eine Krankheit - aber sie entscheiden sich trotzdem bewusst dafür so weiterzumachen. Denn es gibt genug hier im Forum, die einen anderen Weg gewählt haben und für ein neues Leben gekämpft haben. Unsere 2 leider nicht:-(

  • Hallo Aki,

    wenn ich Dich lese, denke ich es wäre wirklich gut, Du holst Dir Unterstützung, ggf. auch beim psychiatrischen Krisendienst… wenn Du nicht schläfst, kannst Du Dich nicht erholen und das Grübeln und Zweifeln etc wird nur stärker…
    Hast Du einen Arzt/ eine Ärztin der Du vertraust? Die Dir ggf. Anlaufstellen bei Euch sagen kann?

    Ich weiß wie es ist, wenn man die Freunde nicht belasten möchte und Du solltest da nicht alleine durch gehen…

    Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder bei Dir ankommst und spüren kannst, dass Du das richtige getan hast!


    Liebe Grüße

    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Sternie - er war aber nie ansatzweise trocken oder hatte er jemals eingesehen, Alkoholiker zu sein? Das waren bei ihm anscheinend nur Trinkpausen und das ist wohl ein großer Unterschied

    Doch. Er hat schon lange die Einsicht, dass er ein Problem hat und war auch vor 3 Jahren schon mal auf Langzeit und danach fast 2 Jahre trocken bis er vor einem Jahr wieder angefangen hat... Und er sagt mir auch, dass er weg will, aber es nicht schafft

  • Danke Morgaine,
    ich war heute bei meinem Hausarzt und habe für das Wochenende edit-Tabletten verschrieben bekommen.
    Montag entscheide ich ob ich intensivere Unterstützung brauch.
    Danke für Deine Worte.
    Liebe Grüße aki

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (2. Oktober 2026 um 18:53) aus folgendem Grund: Bitte keine Medikamentennamen im Forum, danke.

  • Ach Mensch, Du hast mein Mitgefühl!

    Ich stolpere ein wenig darüber, dass du denkst, die Therapie, die deine Frau gemacht hat, war ‚nicht richtig‘ und deshalb trinkt sie jetzt Vodka.

    Das gibt wieder indirekt dir die Schuld- hättest du sie doch zu einer ‚richtigen‘ Therapie drängen können. Ganz klar NEIN!

    Weder glaube ich, dass die Therapie falsch war noch dass du sie zu irgendetwas hättest drängen können, das Erfolg gehabt hätte.

    Aber da bin ich schon wieder bei hätte und wäre. Wie geht es dir? Dir als Person unabhängig von deiner Frau. Gibt es etwas, dass dir gut tut? Massage, Kino, Sport, Sauna, Freunde treffen oder oder.. tu das!

    Nimm bewusst als ‚Hausaufgabe‘ etwas zu tun was du richtig gerne tust- und wenn es eine Pizza Salami im Bett essen ist. Für dich, weil du es Wert bist. Mute dich deinen Freunden zu und scheue nicht davor zurück, nachts die Telefonseelsorge anzurufen. Hab ich auch schon gemacht- hat super geholfen.

    Hier geht es um dich! Endlich soll es mal ganz um dich gehen.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!