pippi83 - Der Alkohol begleitet mein Leben, dabei trinke ich nicht mal

  • Hallo,

    Ich bin 43, alleinerziehende Mama.

    Mein Papa war Alkoholiker, ich habe ihn 2022 nach meinem Urlaub tot in der Wohung gefunden.

    Nun begleitet mich ein Partner seit 3 Jahren, er ist Alkoholiker, mal gute mal schlechte Phasen. Er hat mich viel Belogen und auch betrogen. Gestern abend nach einem wieder mal nicht so positiv verlaufenden Gespräch, wollte ich zu Ihm, und musste dann den nächsten schlag erleben. Ich habe ihn mit seiner Nachbarin erwischt.

    Er hat mich in den 3 Jahren mehrmals betrogen und immer wieder war ich schwach und bin zurück gegangen.

  • Hallo und schön das du hergefunden hast.es wird sich gleich jemand um dich kümmern.

    Gruss

    Perfer et obdura, dolor hic tibi proderit olim.

    ("Ertrage und halte durch, dieser Schmerz wird dir einst nützen")

    (Trocken seit 26.03.2009)

  • Hallo pippi83,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln. Ich selber habe auch immer sehr wenig Alkohol getrunken und habe so viele Jahre meinen alkoholkranken Ehemann ertragen.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Die Frage ist warum erträgt du so einen Partner der trinkt und dich betrügt. Schreibe dir hier deinen Kummer von der Seele, hier wirst du verstanden und wenn du hier liest wirst du merken es gibt durchaus Auswege aus diesem Dilemma.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben. Wenn du lieber in den Bereich für Kinder von alkoholkranken Eltern möchtest sag Bescheid, wir können dich auch dahin verschieben

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Ich denke hier passt es ganz gut.

    Warum lässt man sich soviel gefallen? Schwer zu sagen. Durch den Papa falsche Liebe seit kindheitstagen vermittelt. Hoffung, weil man weiß, Er kann anders sein, es ist der Alkohl, das redet einem der Kopf viel ein.

  • Hallo und herzlich willkommen pippi,

    du bist ja jetzt noch im Vorstellungsbereich. Bitte klicke auf den link, den Marie dir in ihrem Beitrag gegeben hat damit wir dich freischalten können.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Linde66 27. September 2026 um 11:11

    Hat den Titel des Themas von „Der Alkohl begleitet mein Leben, dabei trinke ich nicht mal“ zu „pippi83 - Der Alkohl begleitet mein Leben, dabei trinke ich nicht mal“ geändert.
  • Hallo pippi,

    herzlich Willkommen auch von mir. Es hat jetzt alles geklappt, du bist für die Teilnahme vom Forum freigeschaltet und dein Thema ist im Angehörigenbereich.

    Du kannst dich jetzt überall austauschen, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht mit den Usern mit dem orangeroten Namen im Vorstellungsbereich.

    Falls noch Fragen auftauchen, einfach stellen.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ich denke hier passt es ganz gut.

    Warum lässt man sich soviel gefallen? Schwer zu sagen. Durch den Papa falsche Liebe seit kindheitstagen vermittelt. Hoffung, weil man weiß, Er kann anders sein, es ist der Alkohl, das redet einem der Kopf viel ein.


    Es ist eigentlich völlig egal was es ist, ob der Alkohol oder sonst was.

    Man denkt wenn man den Grund weiß, warum jemand tut was er tut und wenn man diesen Grund dann bearbeitet, dass alles gut wird.

    Viel wichtiger ist, wie es dir damit geht, ob du leiden willst (mitunter Jahre) bevor „das Problem“ behoben ist und du endlich die Beziehung führen kannst mit ihm, die du dir wünscht? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das überhaupt passiert? Genau, gering…


    Es tut mir sehr leid für dich. Hoffnung kann so anstrengend sein.

    habt ihr euch getrennt?

  • Deine Worte treffen es gut. Ich glaube ich habe immer alles auf den Alkohl geschoben, verdrängt wie er sein kann, gehofft es wird alles besser. Das ganze geht schon 3 Jahre jetzt und es ist due reinste Achterbahn. Ich weiß auch nicht warum ich mir das alles gefallen lasse. Jeder vernünftige Mensch sagt spätestens nach dem zweiten Mal es reicht. Warum Trennung so schwer fällt, wenn man merkt die Beziehung zieht einen Stück für Stück immer mehr runter.

  • Diese Achterbahn macht süchtig.
    Spannung wenn es Scheiße läuft, kurze Erlösung wenn’s dann wieder gut ist. Und von vorn….

    Und wie bei jeder Sucht bringt Vernunft nichts.


    Ich glaube wir Co‘s verwechseln emotionale Achterbahnfahrten oft mit Liebe, weil sich dieses Rauf und Runter so intensiv anfühlt. In Wahrheit ist echte Liebe vermutlich ruhig, beständig, sicher, zuverlässig und eher „langweilig“. Betonung auf „vermutlich“, denn ich kenne es auch nur so wie du.


    Du bist nicht dumm deswegen. Wichtig, dass du die Dynamik verstehst und du dich für dich fragst, ob du das für deine Zukunft so willst, ob es dir gut tut, oder dich nur runterzieht (wie du ja bereits erwähnt hast) und dann eine Entscheidung FÜR DICH triffst.

    3 Mal editiert, zuletzt von orangeblau (27. September 2026 um 18:21)

  • Das ist sehr berechtigt und nachvollziehbar. Ich wünsche dir, dass du dabei bleiben kannst. Hast du die Beziehung beendet?

    Es könnte sein, dass sich dann erstmal Leere ausbreitet, wenn es denn wirklich vorbei ist. Diese könnte schwer auszuhalten sein. Du kannst dann ja immer hier schreiben, wenn du was loswerden willst <3

  • Ja ich habe es diesmal beendet.

    Wir standen Anfang des Jahres schon mal so da. Dort hatte er mich betrogen und ist gegangen. Es hat kein Monat gedauert und er stand vor meiner Tür, das er nicht ohne mich klar kommt. Das er mich braucht, das die andere Frau nicht das ist, sondern er alles an mkr vermisst.

    Ja was soll ich sagen, ich bin weich geworden und habe ihn zurück genommen.

    Das war im April. Also kein halbes Jahr her und wir sitzen wieder im selben Boot. Ich bin mit meinen Kindern zu laut, zu viel und er braucht auch mal seine ruhe nach der arbeit. Wollte aber immer zusammen ziehen.

    Ich habe Angst das er in ein paar Wochen wieder da steht und genauso redet wie damals, und ich dann doch wieder diese starke Hoffnung habe. Er kann halt auch sehr liebevoll sein, wir haben zusammen viel durchgemacht, ich glaube das macht es alles So verdammt schwer

  • Du kennst sein Muster jetzt ja.

    Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er wieder kommt. Du kannst dich jetzt drauf vorbereiten, wie du dann reagieren willst.

    Du kannst dich zB fragen, was sich geändert hat in der Zwischenzeit.


    Außerdem kannst du dich fragen, ob du mit einem nassen Alkoholiker überhaupt zusammen ziehen WILLST, unabhängig davon wie liebevoll er sein kann. Jeder kann lieb, wenn er will und er einen Nutzen draus zieht…


    Und du hast Kinder, die ihn stressen. Brauchst du/ihr so jemanden in euren Leben wirklich?

    Was habt ihr denn gemeinsam durchgemacht? Hat dieses „gemeinsame Durchmachen“ zu irgendeinem positiven, beständigen Ergebnis geführt?
    Wieso misst du Liebe daran, was man gemeinsam durchgemacht hat?

    Was gibt dir diese Beziehung positives?

    Kannst du ihm überhaupt noch vertrauen und dich wohl fühlen nach diesen Aktionen?


    Das sind die wichtigen Fragen….


    PS: wer sagt, dass nicht die andere Frau unbequem wurde, weil sie sein Problem eher erkannt hat und die Reissleine gezogen hat? Du bist eben der bequeme Back-up-Plan, diejenige die ihn immer zurück nimmt und null Ansprüche stellt…

    Du bist doch viel viel mehr wert!!!!!

  • Ich danke dir für die Worte.

    Ich habe damals nach meinen Urlaub 2022 meinen Papa tot in der Wohnung gefunden, er war auch Alkoholiker, er lag leider schon ca eine Woche in der Wohnung und der Anblick war mehr als schön.

    Er war der einzige der damals da war. 2 jahre später hatte ich neben Job und den Alltag mit 3 Kindern, meine Mutter bis zu ihrem Tot gepflegt. Er war da und hat mir ungemein geholfen. Ich dachte immer grade diese Ereignisse haben uns zusammen geschweißt.

    Aber dann ging das Massive trinken wieder los, er hat mich sehr viel allein gelassen und sich lieber mit anderen getroffen, praktisch sein Leben gelebt. Wenn es gepasst hat, war er dann wieder da und hat dann auch immer geholfen. Das ist dann zu einer Spirale geworden. Diese kurze Zeit die er da war dann immer, haben mich immer hoffen lassen das jetzt alles besser wird. Weil ich halt einen tollen Menschen an meiner seite hatte. Ja wahrscheinlich habe ich öfter zu schnell gemeckert, warum? Angst und das Vertrauen war halt sehr gebrochen, Verständnis hatte dafür aber nie wirklich.

    Ich möchte nicht mehr mit ihm zusammen ziehen. Er sagt, er will jetzt bald nochmal zur Entgiftung, im gleichen Atemzug sagt er aber auch. Wenn er zum Fussball geht, will er halt sein Bier trinken auch sein Feierabendbier will er weiter trinken. Aber halt nie viel und das soll ich akzeptieren. Das Problem, ich weiß genau wie es endet.

    Nachdem ich ihn jetzt das erste mal erwischt habe, es gesehen habe, was er mir schon mehrmals angetan hat. Es war wie ein wach rütteln, umso mehr tage vergehen umso mehr sage ich mir, er wird dieses Muster mit mir immer so weiter führen. Ich habe nie grenzen gesetzt. Ihm zwar immer gesagt wie sehr es mich verletzt, aber geändert hat er nichts.

    Am Freitag war da soviel angestauter Frust der letzten Jahre, als ich ihn da so halbnackt sitzen sehen habe, ist es mit mir duech gegangen und ich habe ihm eine geknallt. Ich weiß das ist nicht zu entschuldigen und nicht die richtige Reaktion.

    Er hat soviel Grenzen überschritten, das ich glaube das ich mit der Ohrfeige das erste mal meine Grenze gesetzt habe, auch für mich.

  • Und zu der anderen Frau, er hatte sich damals gegen sie entschieden, sie hat nicht nur den Alkohl für ihn bereit gestellt, sondern ihn auch das Kiffen. Ihre Meinung hey Kiffe doch lieber einen, anstatt zu trinken. Was natürlich bei ihm dazu geführt hat, das er genauso viel getrunken hat wie vorher und dazu gegifft hat. Er hat sie dann verlassen, und kam wieder zu mir. Mit der Aussage diese Frau wäre sein Untergang, er braucht eine, wie mich, die das Trinken nicht toleriert. Ja und kein halbes Jahr später habe ich ihn wieder mit dieser Frau erwischt.

  • Er braucht eine die sein Trinken nicht toleriert?

    Da hat er gewaltig deine Co-Knöpfe gedrückt.


    Bist du seine Mama oder seine Retterin? Da verlangt er viel zu viel von dir und du solltest das erkennen. Du hast schon 3 Kindern, du brauchst kein viertes! Du verdienst einen stabilen, verantwortungsbewussten Mann, der für euch da sein kann - und zwar immer;m, nicht nur wenn ihm gerade danach ist!


    Nur er kann an seinem Trinken was ändern!!! Du bist doch nicht sein Mädchen für alles mit der er umspringen kann wie er gerade lustig ist!


    Falls er wieder kommt könntest du zB sagen: „schön dass du jemanden brauchst der das Trinken nicht toleriert. Ich tue es nämlich nicht, ich will mit Alkohol nichts zu tun haben. geh bitte. Du kannst dich gerne bei mir melden wenn du einen Entzug und eine Therapie gemacht hast und min 1 Jahr trocken bist. Ich mag dich, aber so bist du nur eine Belastung für mich. Ich habe keine Energie mehr dafür. Tschüss“

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (28. September 2026 um 08:36)

  • Er sieht das nicht so, es heist immer ich gebe ihm nicht genug liebe und nähe. Ja klar ich habe 3 kinder die auch noch nicht so alt sind, ich habe ihn oft in den arm genommen, sein hand genommen, was man halt als paar macht. Er sagt dann immer zu mir das ich das nicht mache, und ich dann wirklich an mir Zweifel ob ich ihm liebe gebe und wirklich nicht für ihn da bin

  • Jaja das sind mir die liebsten, immer sind die anderen schuld, nur er nicht.

    Du gibst ihm zu wenig Liebe und Nähe? Schön, dann soll er sich ne andere suchen, wenn du angeblich so falsch bist.


    Die andere hat ihm zum kiffen quasi gezwungen? Wie hat sie das gemacht? Gefesselt und ihm den Joint und Maul gestopft?


    Du bist nicht schuld dran, dass er immer wieder fremd geht. Das sagen Fremdgeher gerne. War bei mir genauso. Wenn er so unzufrieden ist mit dir, dann soll er sich trennen und dich in Ruhe lassen.


    Die Verantwortung liegt bei ihm. Betrug ist eine massive Grenzüberschreitung und man verletzt damit ganz bewusst seinen Partner!
    Und nein, die andere Frau kann auch nichts dafür. Selbst wenn sie ihn „verführt“ hat, liegt es an ihm NEIN zu sagen, denn er ist derjenige der eine Freundin hat.

    Er hat null Verantwortungsbewusstsein. Das braucht eine Mama mit 3 Kindern nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (28. September 2026 um 08:54)

  • Nein das hat sie nicht, er ist was das angeht halt schnell beeinflussbar. Sie hat halt gesagt, hey kiff doch lieber, ja denn hat er es halt gemacht.

    Ich habe immer mehr das Gefühl, das ich nicht los lassen kann, weil er eins zu seins wie mein Papa ist. Ich bin so groß geworden, mein Papa hat nur getrunken, habe wenig Wertschätzung bekommen, und trotzdem an ihn gehalten und nie im Stich gelassen bis er dann verstorben ist. Ich glaube dieses Muster ist mir ihm grade genau das gleiche, ich liebe ihn. Aber ich kann das alles nicht mehr, ich will raus aus dieser Spirale, die mich nun eigentlich schon mein ganzes Leben begleitet

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