Alberts Trockendock - Vorstellung / Tag 1

  • Aber nicht selbst wegkippen! Frage deine Frau , ob sie das für dich machen kann.

    Sie ist grad schon dabei, noch 2-3 Flaschen, dann ist alles weg... Komisches Gefühl, aber irgendwie gut...

    Wie sieht es aus mit alk.freiem Bier ? Muss das auch weg ? Ich vermute ja...

    Alberts Trockendock – Wo die Schiffe endlich mal vom Alkohol wegkommen.

    Trocken seit 1.10.2026

  • Unbedingt - sonst fühlt sich Dein Suchthirn bald verschaukelt und verlangt nach "richtigem" Stoff - und wirklich 0,0 Prozent enthalten viele Sorten auch nicht. Bitte auch nichts echtes Alkfreies aus Alkfkaschen (z. B. Spezi) oder Alkgläsern trinken - alles eine Steilvorlage fürs Suchthirn!

  • Hallo Albert,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Zum alkoholfreien Bier:

    Tue es auch weg.
    Zum einen ist es nicht wirklich zu 100 % alkoholfrei.
    Zum anderen kann es dich triggern, weil es ähnlich aussieht, riecht und schmeckt wie Bier.

    LG Kyra

    Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir.
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ich hab früher oft diesen Fehler gemacht. Hab das Bier erstmal nicht weggeschüttet für den Fall, dass ich es nicht schaffe und es dann doppelt kaufen muss... Ziemlich doof, wenn man so drüber nachdenkt... aber da hab ich vermutlich schon am 1. Tag gewusst, dass ich es nicht durchhalte und mein Hirn hat sofort angefangen nach guten Gründen bzw. Ausreden zu suchen, damit ich wieder trinken darf bzw. ja muss ...

    Alberts Trockendock – Wo die Schiffe endlich mal vom Alkohol wegkommen.

    Trocken seit 1.10.2026

  • Hallo Albert,

    willkommen im Forum und schön, dass Du Dich auf den Weg machst eine lebenslange Abstinenz anzustreben.

    Ich bin vor über 2 Jahren zur Suchtberatung ( Caritas) gegangen. Die zeigen Dir Wege auf, welche Hilfen es gibt, die zu Deiner Lebenssituation passen. Das können stationäre, aber auch ambulante Therapien sein. Ich war damals auch schon vorher psychotherapeutisch in Behandlung. Meine Therapeutin hat mir aber gesagt, dass sie keine Suchtberaterin ist.
    Ich habe mir dann eine reale SHG gesucht, die ich seitdem 1x wöchentlich besuche. Denn wer sollte sich besser mit Sucht auskennen, als die langjährig erfahrenen trockenen Alkoholiker?
    Ich nutze also mehrere Bausteine, um abstinent zu bleiben.
    Wichtig war mir, Hintertüren zu schließen. Ich habe also sämtliche mich behandelnde Ärzte nach und nach informiert ( auch Zahnarzt) , wenn es um Verabreichung von Medikamenten oder alkoholischen Lösungen geht.
    Außerdem habe ich nahestehende Familienmitglieder und Freunde informiert, die das durchweg positiv aufgenommen haben..

    Was mir beim Lesen Deiner Beiträge aufgefallen ist, ist noch eine gewisse Verharmlosung des Alkohols

    In meinem Fall lief das immer "relativ easy" ab ohne erwähnenswerte Komplikationen. Vielleicht liegt es daran, dass ich kein extrem schwerer Trinker bin. Momentan hat sich mein Konsum so auf 4 Bier am Tag eingependelt. Immer noch falsch ja, aber es sind keine 2 Flaschen Wodka am Tag.

    In Deinem Vorstellungsbeitrag hast Du geschrieben:

    an schlimmen Wochenenden waren es 12 bis 15 Bier täglich,

    Ich hab da große Augen bekommen.
    10 Bier sind auch ne Flasche Schnaps.
    Alkohol ist Alkohol. Egal, ob in Bier, Wein oder Sekt.
    Ich hielt mich auch nicht für das gesellschaftliche typische Bild des auf der Parkbank liegenden Alkoholikers.

    Mein Leben hatte bis dato auch noch funktioniert.
    Aber der Suchtmechanismus so wie Du ihn beschrieben hast, war halt trotzdem da. Ich hatte die Kontrolle über den Alk verloren.

    Er hat mein Leben bestimmt.
    Dann die Wahnsinns Logistik mit den Flaschen ( bei mir war es Wein und Sekt) .
    Bei Dir ja dann die Kisten.
    Gott sei Dank ist das alles vorbei.

    Wie ist das mit Deiner Frau? Trinkt sie auch ( gelegentlich) Alkohol?

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Was mir beim Lesen Deiner Beiträge aufgefallen ist, ist noch eine gewisse Verharmlosung des Alkohols

    Wie ist das mit Deiner Frau? Trinkt sie auch ( gelegentlich) Alkohol?

    Hallo Tabsi,

    vielen Dank für deine lange Antwort, hab ich sehr gern gelesen. Schön, dass man sich hier im Forum soviel Zeit füreinander nimmt.

    Ja Du hast Recht, ich hab das Thema immer verharmlost. Hab von "Bierchen" gesprochen, fand die Etiketten auf den Bierdosen immer so schön, hab schöne Flaschenöffner und Bierdeckel gesammelt. Aber damit ist jetzt Schluss, ich will und werde es jetzt schaffen. Heute ist mein 2. Tag ohne Alkohol, ich hab ziemlich gut geschlafen und fühle mich schon viel besser als nach ein paar Bier am Vortag. So mache ich jetzt jeden Tag weiter. Wir gehen gleich raus etwas spazieren, kaufen ein und werden uns etwas Gesundes kochen. Gesundes Essen hat mir auch immer sehr geholfen, mit Bier hab ich mich meist von Pizza und McDonalds ernährt, das hat die Sache noch schlimmer gemacht.

    Meine Frau trinkt übrigens nicht, keinen Tropfen. Gott sei Dank !

    Zum Thema Logistik kann ich Dir auch nur zustimmen. In Hochphasen hätte ich einen Anhänger gebraucht, ich war nur noch beschäftigt mit Leergut wegbringen und kaufen. Könnte schreien, wenn ich daran denke...

    VG Albert

    Alberts Trockendock – Wo die Schiffe endlich mal vom Alkohol wegkommen.

    Trocken seit 1.10.2026

    2 Mal editiert, zuletzt von Alberts Trockendock (2. Oktober 2026 um 09:39)

  • Hab das Bier erstmal nicht weggeschüttet für den Fall, dass ich es nicht schaffe und es dann doppelt kaufen muss... Ziemlich doof, wenn man so drüber nachdenkt... aber da hab ich vermutlich schon am 1. Tag gewusst, dass ich es nicht durchhalte und mein Hirn hat sofort angefangen nach guten Gründen bzw. Ausreden zu suchen

    Hallo Albert,

    ich lese hier immer mal wieder, dass zunächst einmal nur „heute“ zählt, also „heute“ das erste Glas stehen zu lassen. Dem stimme ich grundsätzlich auch zu.

    Für mich ist aber genauso dieser felsenfeste Entschluss, „nie wieder saufen zu wollen“ und auch „morgen und übermorgen das erste Glas stehen zu lassen“ unglaublich wichtig (auch wenn ich natürlich keine Glaskugel für die Zukunft habe).

    Allein diese klare Absicht bestimmt für mich schon die innere Haltung. Sonst schleicht sich (wie du ja sehr anschaulich beschrieben hast) die Sucht gleich wieder durch die Hintertür ein.

    Deshalb finde ich es auch so wichtig, sich an die Grundbausteine zu halten. Hast du die dir eigentlich schon einmal durchgelesen? Und hast du schon etwas in deinen Notfallkoffer gepackt?

    LG KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Deshalb finde ich es auch so wichtig, sich an die Grundbausteine zu halten. Hast du die dir eigentlich schon einmal durchgelesen? Und hast du schon etwas in deinen Notfallkoffer gepackt?

    Hallo Kurswechsel,

    ich hab mir die Artikel alle durchgelesen, fand ich sehr gut: kurz und knapp das Wichtigste aufgeschrieben.

    Notfallkoffer hab ich geistig schon einiges in Planung, werd ich die Tage ausbauen. Hab meinen alten eReader schon mal abgestaubt usw.

    Komme gerade zurück vom Einkaufen mit meiner Frau, bin total kaputt, jetzt kochen wir was Gesundes und ich muss mich etwas ausruhen. Zu Trinken gibts Kaffee und Wasser mit Limette, das schmeckt mir sehr gut. Für heute Abend hab ich mir noch mein Lieblings-Spezi gekauft, das war im Angebot ;)

    VG Albert

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    Trocken seit 1.10.2026

  • Denk dran, auch manche Flaschen können triggern, genauso wie auch Gläser etc. Am besten alles Kappen, womit du eine Verbindung zu Alk hattest.

    Gruß KW

    Das stimmt zu 100% was du sagst. Ich hatte immer Gläser, wo ich es besonders schön fand, wie die Farbe des Bieres sich spiegelt, habe ich richtig zelebriert...

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    Trocken seit 1.10.2026

  • Guten Morgen zusammen,

    bin jetzt beim Tag 3, mir gehts soweit gut. Bischen Kopfweh, aber insgesamt gut geschlafen.

    Gerade was Leckeres gekocht: Linsenpasta mit Paprika/Zuchini auf Kokosmilchbasis. Und später gehts auf einen langen Spaziergang.

    Ich wünsche Euch einen schönen alkoholfreien Tag.

    VG Albert

    Alberts Trockendock – Wo die Schiffe endlich mal vom Alkohol wegkommen.

    Trocken seit 1.10.2026

  • Guten Abend zusammen,

    heute ist mein 5. erfolgreicher Tag ohne Alkohol.

    Ich musste mich heute sehr über eine Person ärgern. Früher habe ich zur "Kompensation" dann immer gleich 2-4 Bier benötigt. Heute nicht.

    Heute habe ich mir was Leckeres gekocht, ein Spezi getrunken, lange mit Musik gebadet und die Welt sah dann schon wieder anders aus.

    So mach ich weiter.

    VG Albert

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    Trocken seit 1.10.2026

  • Ich musste mich heute sehr über eine Person ärgern. Früher habe ich zur "Kompensation" dann immer gleich 2-4 Bier benötigt.

    Ob nüchtern oder nass - es wird immer Leute geben, über die man sich ärgert. Du hast ja heute ein schönes Programm dagegen aufgeboten, und gut, dass es dir geholfen hat. So habe ich es am Anfang der Abstinenz auch gemacht. Inzwischen weiß ich, es reicht aus, den eigenen Ärger einfach auszuhalten und abzuwarten, dass er verfliegt. Funktioniert meistens reibungslos :)

    Alles Gute weiterhin, Albert!

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