Einen Süchtigen muss keiner abholen, der muss erst mal aufhören wollen.
Und ein seriöser Psychotherapeut würde schnell merken, dass Dein xy gar nicht aufhören will.
Der ist ja nicht Du und verschwendet seine Zeit damit.
25 Jahre und seitdem 12, von denen schon wieder 7 mit einem Trinker?
Wann wirst Du vernünftig?
Lilly1969 Zukünftiger ist alkoholabhängig - und ich verzweifelt
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Er ist der Mann meiner Träume, wenn er nüchtern ist, er kümmert sich sehr um mich, liebt mich. Im Haushalt und Garten engagiert er sich sehr.
Hallo und Willkommen im Forum,
also als ich hier vor knapp drei Jahren ankam habe ich fast genauso etwas geschrieben.
Eine ganz liebe Userin (die leider verstorben ist) hat mir nach Wochen lang schreiben mal folgendes gesagt: Es gibt nur akzeptieren oder selbst etwas für sich verändern.Das hatte ihn gar nicht abgeholt. Er hatte dann einmal erwähnt, dass eine eins zu eins Therapie sicherlich besser gewesen sei.
Wenn ihm das wichtig wäre würde er sich darum kümmern.
Gibt es vielleicht eine eins zu eins Psychotherapie für Alkoholabhängige? Ich habe natürlich gegoogelt, aber die Psychotherapeuten, die ich gefunden habe, haben ein großes Leistungsspektrum, sind nicht auf Alkohol spezialisiert.
Genau da liegt der Fehler! DU hast….. aber es ist seine Aufgabe.
Ich weiß, das ist sehr schwer und glaube mir, ich bin da leider kein gutes Beispiel.
Aber ich habe erst verstanden wie Co ich war als ich hier ganz viel gelesen habe.
Mein erster Schritt war, es nicht mehr zu verheimlichen, zumindest am Anfang in meinem näheren Umkreis. Ich habe ihm seine Verantwortlichkeit zurückgegeben.
Wenn er nicht möchte das es peinlich für ihn wird, muss er danach handeln. Ich hab nichts mehr schön geredet oder ihn gedeckt! -
Wie geschrieben Lilly, du klammerst dich an die Hoffnung das dein Partner nur die richtige Therapie braucht um sein Trinkverhalten zu ändern. Du beschäftigst dich intensiv mit dem Thema. Ich sehe die Aussage von deinem Partner ist, er wäre beim falschen Therapeuten gewesen und bräuchte eine andere Therapie. Das kann schon sein. Es könnte aber auch ein Ablenkungsmanöver sein?
Meine Frage ist: bemüht er sich denn darum einen neuen bzw. passenden Therapeuten zu finden?? Die Aussage, er wolle die Sucht selbst in den Griff kriegen, weckt den Verdacht, das er dich nur wieder besänftigen will und so weitermacht wie bisher. Manipulation beherrschen Alkoholiker ganz wunderbar.
Erkennen kann ich nur, das du dich mehr mit dem Thema Sucht beschäftigst als dein Partner. Du klammerst dich an die Hoffnung und den Wunsch, das alles gut wird. Kann ich verstehen. Klappt aber erfahrungsgemäß nicht.
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Hallo Lilly,
Der Alkohol ist das Muster.
Zufällig mit alkoholkranken Eltern aufgewachsen? -
Oh Mann, ja, danke für eure vielen Impulse. Nein, in meinem Elternhaus wurde so gut wie gar kein Alkohol getrunken, ich kenne das aus meinem familiären Umfeld überhaupt nicht.
Ich habe nun tatsächlich gehandelt, inwieweit es endgültig ist, wird sich zeigen. Nachdem mein Partner gestern Abend ja vor meiner Mutter und vor meiner Schwester sich so abgeschossen hat, habe ich im Gästezimmer geschlafen und ihn auch den ganzen Tag nicht gesehen. Nun kam er nach Hause. Ich habe ihm klipp und klar gesagt, dass ich seine Alkoholtrinkerei nicht mehr mitmache. Dass ich mich für ihn gestern tot geschämt habe. Dass ich es leid bin, dass er jeden Abend betrunken ist.
Ich habe ihm gesagt, dass wir im Grunde ein wunderschönes Leben haben. Wir lieben uns, haben ein schönes zu Hause, haben keine Geldsorgen. Wir könnten total glücklich sein. Ich habe ihm gesagt, zum zigsten Mal, dass der Alkohol alles kaputt macht. Dass ich mich nicht anstelle und nicht übertreibe und dass es mir jetzt hinreicht.Ich habe klar gesagt, dass es zwei Optionen für mich gibt. Entweder 0,0 Promille in diesem Haus, alles Alkohol aus dem Haus raus, Hilfe suchen und sich aktiv dahinter klemmen. Oder aber Trennung,
Ich habe ihm dann nochmals gesagt, dass ich ihn liebe und dass es wirklich schade wäre, so ein schönes Leben weg zu schmeißen, dass der Ball aber nun bei ihm liegt und dass ich diese Alkoholsauferei nicht mehr mit trage oder gar decke.
Er hat dann einfach nur gesagt, ja, alles klar, ich bin deine ewige Nörgelei wegen des Alkohols auch leid ich kann das auch nicht mehr.
Er ist nun weggegangen.
Wenn er wiederkommt, schlafe ich auf jeden Fall wieder im Gästezimmer. Keine Ahnung, wie es jetzt weitergeht. Es wird auf jeden Fall hart für mich, aber ihr habt recht: es ist ja auch jetzt schon hart für mich. -
Hallo Lilly ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. Gruß Bono
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Schließe mich Bono an.
Und bleib bei dem was du gesagt hast und geh davon aus, dass er eher nicht aufhören wird.Andere verlieren nicht nur die Partnerin, sondern auch Kinder, Besitz, Jobs.
Liebe ist leider nicht ausreichend.
Lieb dich selbst mehr als ihn. -
Wow Lilly,
ich zieh meinen Hut vor dir. Du bist schon einen Schritt weiter und hast Tacheles geredet.
Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit. -
Super, dass du klare Worte gefunden hast und für dich einstehst! Ich drücke ganz doll die Daumen und wünsche dir ebenfalls viel Kraft!
Hast du denn jemanden in deinem Umfeld, mit dem du jetzt offen reden magst? Das Forum ist zwar für dich da, aber persönlicher Austausch und Zuspruch wären doch vielleicht hilfreich.
Kannst du dir schon vorstellen, mit jemandem aus deinem Umfeld darüber zu sprechen? Die Katze sozusagen mal aus dem Sack zu lassen und üben, nicht mehr zu verheimlichen?
Mir hat es damals sehr gut getan, dieses „Geheimnis“ loszuwerden. -
Nein, ich habe leider niemanden in meinem Umfeld. Ich möchte ehrlich gesagt auch mit niemandem aus meinem Umfeld sprechen. Ich bin sehr eng mit meiner Familie. Meine Kinder haben einen alkoholkranken Vater, mit dem sie sehr viel durchgemacht haben. Also sehr sehr sehr viel.
Ich bin eigentlich sehr stark und muss jetzt erst mal die Lage sondieren. Mal schauen, wie er sich entscheidet, er hat ja zwei Optionen. Trotzdem freue ich mich sehr über euren Zuspruch. Das gibt mir Kraft. -
Rechne damit, dass jetzt alle möglichen Spielchen und leere Versprechungen kommen könnten.
Und wenn Du selbst drei mal drohst und jedes mal wieder einen Rückzieher machst, weiß er, dass er so weitermachen kann.
Es zählt nicht, was gesagt wird. Nur, was getan wird. Und nix von irgendwann in der Zukunft. Entweder oder.
Und wenn er wirklich aus Einsicht aufhören würde, was ich nach Deiner Schilderung sowieso nicht glaube, dann braucht er Dich dazu nicht unbedingt. Da kannst Du leicht lange in der Zuschauerrolle bleiben.
Die meisten müssen sowieso erst mal mit sich selbst klarkommen. Aufhören ändert vieles.
Nur mal so. -
Ich wünsch dir auch Kraft. Daß du ihm gegenüber so klar geworden bist, ist schon mal ein Riesenschritt. Und gut, daß nicht noch Kinder mit dranhängen, bei dieser Beziehung. Pass auf dich auf. Und schau auf jeden fall vor allem anderen, wie es dir geht.
Ich habe auch erst hier im Forum verstanden, wieviel ich mich eigentlich in die Sucht meines Gegenübers reingehangen habe. Seitenweise Literatur, Bookmarks, Links, Telefonnummern. Er hat nicht eine einzige rausgesucht. Ich schob das seinerzeit auf sein vernebeltes Gehirn. Und hab ihn dadurch ziemlich bevormundet. Und wir waren ja nicht mal zusammen. Aber die Rettungsfantasien hatte ich. Kam dann auch erst später drauf, wieviel davon in meiner eigenen Biografie seinen Ursprung hatte.
Hol dir was du brauchst, um für dich klarer zu sehen, was dir guttut und was nicht. Hier schreiben und lesen kann unglaublich viel in einem klären, so hab ich es erlebt.
Alles Gute! -
Danke euch

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