Hallo Aurora,
Du hast mir auch mal in meiner Verzweiflung geantwortet, deshalb lese ich jetzt manchmal in Deinem Thread.
Ich finde es richtig gut, wie Du alles für Dich auf die Reihe gekriegt hast.
Jetzt bist Du wieder im Leben angekommen und das hast Du verdient, denn Du hast dafür gekämpft.
Ich finde Du bist ein gutes Beispiel dafür, das nicht "alles" aber "vieles" geht, wenn man nur will.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Glück.
Regenbogenblume13
Liebe und Hass
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Hallo Aurora,
ZitatAber für die Kinder aus Familien mit einem oder beiden Elternteilen, die abhängig sind, ist es auch sehr schwierig. Sie leiden sehr unter dieser Situation, nehmen Rollen ein, die sie nicht Kind sein lassen, kriegen mehr mit, als die Eltern denken.
Ja, Die Erfahrung habe ich schon zur Genüge gemacht. Da gab es auch eine Zeit, in der ich mir ganz dolle Sorgen machen musste. Um so mehr freue ich mich, dass sie jetzt so ihren Weg für sich gefunden hat.
Auch mein kleiner (großer) hat es da nicht leicht, er muss sich ja noch mehr damit auseinander setzen, weil er noch bei uns lebt.Schlaf schön
LG Eklisee
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Hallo,
liebe Regenbogenblume, danke für deine Worte.
Huhu Eklisee, hab schön geschlafen.
Und das Wochenende war toll. Das Wetter war super und Sonnabend hatten wir einen schönen Ausflug. Danach waren wir zu kaputt, um noch auf diese Veranstaltung zu gehen, es war sowieso nicht so ganz klar, wo und wie und was da so abging. Richtige Infos hatten wir eh nicht.
Gestern habe ich wieder Gartenarbeit gemacht. Bei den Kindern. Heute tut mir wieder alles mögliche weh, Muskelkater...
. Und um ein paar Mückenstiche bin ich auch reicher
. Diese Biester aber auch.
.Aurora
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Liebe Aurora
Wollte liebe Grüße hier für Dich und Dante dalassen.
ich freu mich jedesmal bei Dir zu lesen

LG Grazia
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Hallo,
liebe Grazia, ganz lieben Dank für die Grüße!
Hab ich eigentlich schon geschrieben, dass für unsere kleine Erbse ein Geschwisterchen unterwegs ist?


. Juhuuuu, ich werd wieder Oma, ist das nicht schön?!Ich freue mich. Vor allem, weil ich diese Zeit, mein Leben jetzt, so intensiv genießen kann. Weil mein Leben schön ist und es Spaß macht, es zu leben!
Es gibt auch immer wieder mal blöde Dinge. Zum Beispiel ist mein Problem mit meiner Kollegin immer mal wieder aktuell. Obwohl sie nicht Alkoholikerin ist oder so schafft sie es immer wieder, durch ihr Verhalten, auch mich in altes Co-Verhalten zu stoßen. Boah, diese Dinge funktionieren noch immer. Mal weniger, aber mal flutscht es nur so.
. Mein Vorteil gegen früher ist aber, dass ich mir Gedanken darüber mache. Und Strategien dagegen entwickeln kann. Von daher klappt das auch immer besser, mich da abzugrenzen.Aurora
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Liebe Aurora
*neidneid* noch eine Erbse, mei is das schöööööön.
Ich will auch *schmoll*
Was die Kollegin und die Co-Falle betrifft...
Das kenne ich natürlich auch. Ich versuche es immer "mit Gewalt" zu brechen. Diese Worte geben mein Gefühl wider, das ich dabei habe.
Es gibt da paar Knöpfe wo es immer noch mein ganzes ICH anspringt. Schneller als ich rationell denken kann.
Da versuche ich z.B. NEIN zu sagen obwohl mein Innerstes JAAAAAAA schreit.
Es fühlt sich echt wie Gewalt an. Schwer zu beschreiben aber ich glaube, Du verstehst.
Ich hoffe halt dass es mit der Zeit leichter wird und dieses Schema gebrochen wird.Ich bin aber auch schon dafür dankbar dass ich es erkennen kann, früher habe ich das nie in Frage gestellt. Muss gerade grinsen - meimei wie war ich doch früher.....(obwohl lustig war das nie)
Alles Gute für Dich und die wachsende Family
LG Grazia
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Hallo,
liebe Grazia, ja, ich verstehe, wie du es meinst. Ich habe inzwischen ja sehr viel über meine Coverhaltensweisen nachgedacht. Jetzt auch in der Beziehung zu meiner Kollegin. Denn das geht schon über ca. 4 Jahre so, also gleichzeitig, als ich anfing, mich zu trennen von meinem alten Leben wurde mir bewusst, dass es da auch nicht funktioniert. Und es stört mich, wie sich meine Kollegin verhält und wie ich darauf reagiere
. Und darum habe ich da auch viel gemacht. Ich habe viel darüber geredet, bzw. geschrieben, im geschlossenen Bereich, und sehr viele Denkanstöße erhalten
. Und ich kann mich mit Dante darüber austauschen, auch er gibt mir immer wieder kostbares Gedankenfutter
. Und jetzt merke ich, dass ich eben auch in dem Bereich Kollegin da was verändern konnte, dass es sich immernoch verändert. Also ich verändere mich, sie muss sich da laaangsam irgendwie drauf einstellen. Wobei sie sich nicht grundlegend, grundsätzlich verändern wird, weil sie ja nix Schlimmes an ihrem Verhalten findet. Aber sie muss auf mich reagieren, und das merke ich jetzt und es ist gut so. Dat wird, ick sag's dir
. Fühlt sich nicht schlecht an...Morgen nachmittag, gleich nach der Arbeit, düsen wir Richtung Magdeburg. Da findet wieder ein Seminar statt für unsere Fortbildung zum Suchtgefährdeten-Helfer. Ich bin, wie immer, gespannt. Es ist immer sehr interessant für mich, auch da bekomme ich immer viel für mich. Damit meine ich, ich kann mir immer sehr viel mitnehmen, in Bezug natürlich auf Suchthilfe, aber auch für mich als Mensch. Mein Gruppen-, Sozialverhalten z.B. wird immer sicherer. Ich fühle mich nicht mehr als Außenseiterin im Geschehen, so wie früher. Ich bin zwar nicht die Frau, die sich gerne in Menschenmengen aufhält, die schnell Kontakte knüpft und so. Ich bin eher ruhig und vorsichtig. Aber da haben sich meine Grenzen sehr, sehr stark gelockert. Ich kann mich einbringen und bin mir selbst sicher. Das tut mir gut! Und ich muss nicht vorspielen, krampfhaft, sondern ich erlaube mir, einfach "Ich" zu sein. Und damit erhalte ich sehr viel auch von anderen Leuten. Sie nehmen mich anders wahr, gehen anders mit mir um.
Ich bin gespannt, jedenfalls, wie's diesmal wird.
Aurora
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Suchtgefährdetenhelfer - kann ich mir bei Dir gut vorstellen Aurora
Was ich sonst aber als Co vorsichtig betrachten würde.
Aber Du machst das alles bestimmt gut.
Ich bewunderere an Dir deine schonungslose Ehrlichkeit dir selbst gegenüber.
versuchen tu ich das ja auch, aber man hat sich so viele Jahre in einer Rolle breit gemacht, dieser ausgeschmückt, dass es nun schwer fällt Echtes von Unechtem zu unterscheiden.
Ich hab ja nicht nur anderen etwas vorgemacht, sondern auch mir selber.
Ja, in der Familie und auf der Arbeit.
Und nun da ich diesen Panzer ablege, wünsch ich mir, dass man mir nun auch so annimmt - und das, obwohl ich mir nicht mal selber traue.
Aber wir nähern uns an. I.wie schon schizophren.
Und auch wenn ich es selber nicht geglaubt habe, es wird. Stück für Stück.Manchmal sogar ohne viel Grübeln, manchmal halt auch mit Schweiß auf der Stirn.
Schön, das mit Euch zusammen machen zu dürfen.LG nici
ich beneide deine 1,5 Erbschen um so eine starke und ehrliche Omi
Sein Leben wieder in gesunde Bahnen zu lenken, auch wenn es i.wann mal aussichtslos erscheint ist das beste was du ihnen vererben kannst. -
Hallo,
liebe Nici, erstmal sag ich dankeschön für deine lieben Worte.
Das Seminar war toll, ich konnte wieder eine Menge mitnehmen, lernen, sehen.
Ja Nici, es ist schon eine Sache, als Suchtgefährdeten-Helfer tätig zu sein. Da besteht schon immer die Gefahr, sich co-mäßig zu verhalten. Es ist wichtig, sich da abgrenzen zu können, gut in sich selbst zu ruhen. Seine Grenzen zu sehen. Meistens kann ich das. Ich kann aber auch erkennen, wenn ich es gerade nicht kann! Und dann gebe ich ab. Ziehe mich da raus.Und jetzt hat mein Hirn wieder gerade ein Knäuel und deshalb hör ich auf mit dem Schreiben.
Aurora
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Hallo,
lieber Matthias, bist ja auch ein Baldopi, schön, oder? Lassen wir mal die Erbsen wachsen...

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Du hast Recht, es ist das Schwierigste, in der Suchthilfe, seine Grenzen zu erkennen und dann auch zu setzen. Bisher ist es mir meistens gelungen, manchmal brauchte ich auch Anlauf. Aber ich bin noch ganz am Anfang, wer weiß, was noch kommt. Aber es gibt mir sehr viel, mich immer wieder mit der Problematik der Mitbetroffenen (das ist "mein" Thema) auseinander zu setzen. Es hilft mir auch, meinen Weg weiterzugehen, immer wieder auch mich selbst zu sehen. Immer wieder auf mich zu achten, nicht nachlässig zu werden. Das alles mache ich ja hier im Forum, in der realen Gruppe ist es nicht so intensiv mit Mitbetroffenen wie hier. Für mich selbst ist das Forum immernoch meine Haupt-SHG.Sonst läuft es bei mir gut zur Zeit. Es sortiert in meinerm Kopf, das kenne ich ja schon, immer mal wieder. Da kamen auch in den letzten Tagen wieder so alte Gedanken hoch. Das ist halt immer noch so. Plötzlich hatte ich wieder Schuldgefühle, dann wieder Wut auf den Exmann, dann dachte ich plötzlich an die schönen Zeiten. Es ist merkwürdig. Da sind die ollen Teufelchen also doch noch am werkeln
.Diese alten Gedanken kommen dann so hochgeblubbert. Ich sehe sie mir an und denke, was wollen die denn von mir. Es tut nicht mehr weh, diese Gedanken sind einfach da wie alte Freunde. Ich denke sie und lass sie wieder abtauchen und jut is.
Mir geht's gut im neuen Leben. Das alte Leben wird immer ein Teil von mir sein. Ich muss aber nicht mehr zornig darüber sein oder traurig. Das hat gedauert, bis ich da hinkam, wo ich jetzt bin. Geduld ist mein Begleiter geworden. Na ja, auch gut. Es gibt schlimmeres.
Aurora
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Hallo,
da bin ich mal wieder.
Die letzte Woche war schon etwas aufregend für mich. Mein Sohn geht ja nun nach Magdeburg zum Studieren, endlich hat er dort auch eine Wohnung gefunden. Für mich bedeutet das wieder, ein Stück mehr loslassen, denn er ist ja dann schon weiter weg... Da kommt doch glatt die Muddi wieder raus aus mir...
. Na ja.Das Wochenende war sehr schön, das Wetter ist ja wirklich einmalig zur Zeit. Wir haben am Sonnabend einen schönen Spaziergang im Britzer Garten gemacht, waren was essen und sind dann noch bissi rumspaziert. Ich hatte das Gefühl, ich will mir so viel Licht und Sonne, Luft konservieren, wie es geht. Gestern waren wir dann bei den Kindern im Garten, Dante hat geholfen, Laubsäcke zu füllen, ich habe mich um die Erbse gekümmert. Was mir garnicht schwer gefallen ist

. Das kleine Ding ist einfach für mich etwas Wunderbares. Nun wünscht sie sich zum Geburtstag "eine Iiiiiitarre! Dann kann ich was vorsingen." Soso. Das meint sie so einfach, das Erbschen. 
Mal sehen, was nun diese Woche bringt.
Aurora
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Liebe Aurora
Wenn Du irgendwelche Rechnungen mit Deiner Tochter oder dem Schwiesohn offen hast, dann kauf dem Erbschen eine IIIIIIIIIItare ;)))))))))
(das war natürlich jetzt Spass)Meine Gedanken kommen auch, und gehn, oder auch nicht. Irgendwie scheint es mir, als ob es um zwei Menschen geht.
Der eine, der Mann in dem ich mich so sehr verliebt habe. Ich war 16 und es war so eine Verbindung zwischen uns...so eine Verbundenheit...wir gegen die kalte Welt.
Der Mann, der mir so viel gegeben hat, an Zuneigung, Liebe.
Diesen Mann habe ich verloren, ich vermisse ihn, ich trauere immer noch um ihn.
Der andere....nun muss ich nicht so viel schreiben - Wut, Hass, Gewalt, Schmerz, Leid....
Irgendwie kann mein Kopf immer noch nicht begreifen, dass es dasselbe Mann ist.
Und so lasse ich die Gedanken kommen, die kommen ja nicht ohne Grund, wenn ich auch den noch nicht ganz so weiss.Liebste Grüße Euch
Grazia -
Hallo,
lieber Matthias, mal sehen, was aus dem kleinen Knirps mal wird? Schlammcatcherin? Balletttänzerin? Iiiitarristin?
.Hallo Grazia, hm, ich glaube, da wäre ein Schlagzeug noch besser, oder? *kleiner Scherz*

.Weißt du, Grazia, bei mir ist es irgendwie schon anders oder es ist anders. Mit diesen Gedanken an damals. Inzwischen ist es so.
Es gab Zeiten, ganz am Anfang nach der Trennung, da hat alles weh getan und ich war froh, da raus zu sein. Ich konnte erkennen, welche Muster ich gelebt hatte und das tat weh. Und wie! Dann war der Exmann trocken. Das gab auch Probleme.
Auf einmal war er wieder "normal", na ja, einigermaßen, auf alle Fälle nüchtern und ansprechbar. Und er bemühte sich, irgendwie. Da was zu sein, was er garnicht war. Denn das habe ich damals oft gesagt und gedacht, das, was er macht, fühlt sich nicht echt an für mich. Da kam nix rüber.
Und im Laufe der Aufarbeitung, Erkennung in meiner Therapie sah ich ihn auch wieder als das, als was ich ihn kennengelernt hatte. Das machte mich traurig, wie viel Träume hatte ich damals gehabt, welche Wünsche, welche Lebensvorstellung. All sowas. So richtig bewusst wurde mir das nochmal, als ich die Scheidung einreichte und schwarz auf weiß da stand, dass ich mich scheiden lassen will. Da ging es mir sehr schlecht, den einen Tag damals, da war nur Trauer in mir. Das war aber gut so, ich habe damals einen ganzen Tag lang geweint, um alles, um mich, um meine jungen Jahre, um all die Liebe, die ich mal gespürt hatte und meinte, auch von ihm zu spüren. Ich weinte um all diese Zeiten, um meine Träume, um die Gefühle und das Glück, was ich ja mal gespürt hatte. Ich habe ja mal gedacht, mit meinem Exmann alt zu werden... Ich meine, sonst hätte ich ihn nicht geheiratet und 2 Kinder mit ihm gezeugt. Das habe ich aus vollem Bewusststein getan!
Nun sind diese alten Gedanken noch anders. Sie tun nicht mehr weh, es ist auch keine Trauer mehr. Diese alten Zeiten sind Bestandteil meines Lebens. Sie haben mich auch geprägt. Und sie waren auch durchaus lebenswert und gut, damals. Es war ja nicht immer nur schlecht, bzw. habe ich mich auch wohl gefühlt damals und es so gelebt, wie ich es verstanden habe. Ich bin nicht mehr wütend auf all das, nicht mehr beschämt, nicht mehr traurig.
Denn ich lebe jetzt. Und jetzt lebe ich so glücklich wie niemals zuvor. Ich habe einen Mann an meiner Seite, mit dem ich so viel Glück erlebe. So viel Verständnis. Wir haben auch unsere Probleme, aber wir gehen damit um. Da wird geredet, offen. Tolerant. Da wird nicht verschwiegen oder versoffen, so wie damals mit dem Exmann. Wir stellen uns den Dingen. Ich muss mich nicht mehr klein machen, ich lass mich nicht mehr klein machen. All das habe ich gelernt, aus meinen alten Dingen. Nämlich, dass ich so nicht mehr sein will, nicht mehr leben will.
Ich habe durchaus meine Rückschritte, Rückfälle in altes Verhalten. Aber ich kann es erkennen und gegensteuern. Und das macht mich frei.
Aurora
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Zitat
Es gab Zeiten, ganz am Anfang nach der Trennung, da hat alles weh getan und ich war froh, da raus zu sein. Ich konnte erkennen, welche Muster ich gelebt hatte und das tat weh.
Ja, so war es auch bei mir Aurora,
ein Wechselbad der Gefühle : mal euphorisch, mal zu Tode betrübt.
Aber es hätte mir alles viel mehr weh getan, und ich hätte mich viell. auch noch in die falsche Richtung eingeschlagen, wenn ich nicht u.a. Dich gehabt hätte.Du hast mit deiner ruhigen, und ehrlichen Art mich sehr unterstützt.
Und zu spüren, das es wird, und auch wenn es einen noch lange beschäftigt,
hat mir Mut gemacht.
Nur das mit der Geduld
da steh ich mir oft selbst im Wege.
Aber ich hab ja noch paar Jährchen um daran zu arbeiten.Danke für deine Offenheit und Ehrlichkeit. Warst oft Balsam für meine Seele, ehrlich.
Ich werd nun in den geschlossenen Bereich wechseln, weil ich denke, dass ich noch ein Stück weit tiefer bohren muss.Lg nici
die oft grinsen musste wegen "schlaflos in Berlin" und deinen Erbschen-Geschichten -
Huhu,
liebe Nici, jetzt hast du mich ganz verlegen gemacht mit deinen lieben Worten, aber ich freue mich sehr darüber. Ich freue mich, wenn mein Weg auch anderen Menschen Mut machen kann. Es zu schaffen.
Momentan habe ich viel in meinem TB im geschlossenen Bereich geschrieben, ich hatte auch einige Dinge zu bearbeiten, die meine Urfamilie betreffen. Da konnte ich aber endlich auch klar hinsehen. Das hat sehr, sehr weh getan, das Hinsehen, das Erkennen der alten Muster. In die ich wieder zurück gezogen werden sollte. Ich konnte da gegensteuern, aber dazu musste ich eben hinsehen. Ehrlich sein. Den Schmerz zulassen. Dadurch hat sich nun vieles klären können. Für mich, aber auch für meine Urfamilie. Das tut mir gerade unheimlich gut, das zu spüren. Auch da meine Schritte machen zu können. Es geht immer eins nach dem anderen. Ich hätte es wohl keinen Tag eher geschafft als jetzt, das so klar und deutlich sehen zu können, es annehmen zu können. Alles braucht seine Zeit. Und es dauert, solange es dauert.
Liebe Nici, ich freue mich riesig auf dich, im geschlossenen
. Da gibt's ja noch mehr Erbschen-Geschichten und auch Fotos, auch von "Schlaflos in Berlin"
.Aurora
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Hallo,
bei mir läuft alles seinen ruhigen Weg. Der Urlaub, unsere Hochzeitsreise
, rückt ja immer näher. Da freue ich mich schon so sehr darauf! Es geht nach Florenz, ich wollte schon immer mal dahin...Die kleine Erbse im Bauch meiner Tochter wächst auch so, wie es sich gehört. Und die "große" Erbse hat ja diese Woche noch Geburtstag. 3 Jahre alt wird sie, Mööönsch, wo ist bloß die Zeit geblieben. Als sie geboren wurde, waren Dante und ich frisch liiert. Aber wir kannten uns da ja schon 1 Jahr lang. Gerade haben wir wieder davon geredet, wie unser erstes persönliches Treffen war, er hatte ja Freikarten für eine Oper und mich gefragt, ob ich Lust hätte, mitzukommen. Das war am 27.Oktober 2007.
Damals sagte ich, "ja, ich komme mit." Aber ich war voller Ängste und Unsicherheiten. Wegen allem Möglichen. Ich war auch unsicher, was er von mir erwartete, ich war noch nicht bereit, viel von mir zu geben. Ich hatte genug mit mir zu tun. Ich war ja seit Juli damals erst getrennt von meinem Exmann. Aber Dante erwartete nichts von mir, außer eine nette Begleitung zu haben. Und das tat mir gut! Ich wurde einfach angenommen, so, wie ich war. Als Mensch. Und so konnte sich eine gute Freundschaft daraus entwickeln.
Eine neue Beziehung konnte ich ja erst dann eingehen, als ich mich innerlich getrennt hatte von meinem Exmann. Und eine gute Zeit alleine gelebt hatte und viele Dinge über mich selbst gelernt hatte. Und mir sicher war, was ich wollte und was nicht.
Ja, so weit so gut. Es gibt nix Weltbewegendes zur Zeit bei mir. Wie immer kann ich sagen, das ist gut so. Dramen hatte ich genug!
Aurora
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Hallo,
hui, ich war ja lange nicht hier in meinem Fädchen...
Es gab einige Dinge bei mir in letzter Zeit. Der Erbsengeburtstag zum Beispiel. Wir sind, wie schon so oft, zusammen mit Exmann da hingefahren, in einem Auto. Wir teilen uns ja das Auto immernoch. Diesmal war es komisch...
Wir sind eingestiegen und Exmann strömte eine Riesenwolke Mentholbonbon aus
. Genau wie damals immer... Und mein Hirn ist auch sofort angesprungen darauf
. Das ist einfach so. Ich habe ihn dann beobachtet, geb ich zu. Und er kam mir komisch vor. Das ist übrigens auch noch anderen Leuten aufgefallen. Tja, nun kann es eben sein, dass er rückfällig geworden ist. Ich bin froh, ich bin da raus und es geht mich nichts mehr an! Kalt lässt es mich aber trotzdem nicht, ich kenne ihn ja schon so lange und es täte mir leid, so wie es mir bei jedem leid tun würde von den Alkoholikern, die ich inzwischen kenne und die trocken sind.Morgen ist mein letzter Arbeitstag, dann ist Urlaub
. Eine Woche. Gut ist das!Aurora
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hallo aurora,
ja, geht mir auch so. ich bin zwar auf distance allerdings kalt lässt mich das nicht. emmozionalität erlaube ich mir allerdings heute wieder. soweit ich mich selbst wahrnehmen kann, was ich ja auch tue, merke da meldet sich in mir ne stimme, die mich mitreisst aus mitleid zu handeln mach ich sofort einen schritt wieder zurück und versuche wieder mehr distance zu bekommen, erst räumlich dann auch zeitlichen abstand um innerlichen abstand zu bekommen. ich glaube das ist auch ne gute übung zu schauen wo setze ich grenzen, wie gut kann ich die setzen, wie weit geh ich heute.
ich weiss ja auch aus der erfahrung von früher wie weit ich nicht gehen darf. ich denke bewusst damit dem anderen umzugehen und sich immer wieder innerlich zu sagen, ist nicht meins, ist deins, hilft da enorm weiter. das zu erleben, zu erfahren, mich bewegt was, lässt mich allerdings nicht handeln und mach da stabil hinter mich selbst zu stellen bringt mich weiter zur selbstsicherheit und selbstvertrauen hin.
ich denke es ist wesendlich schwerer so zu agieren als einfach nur ein suchtmittel weg zu lassen, wie zum beispiel eine zigarette. die lass ich weg, wenn ich nicht mehr rauchen will, da hebe ich keine emmozionale bindung dazu. dabei handelt sich um einen gegenstand ein ding und keinen menschen. diesen menschen werden wir begegnen, umgang haben, wie du durch dieses auto oder ich dadurch das meine mutter und mein vater meine eltern sind, wir auch ein auto teilen und der ex der vater der drei kinder.da sind bindungen da, die liessen sich auch lösen, wenn ich meinen raum total komplett ändern würde nach berlin ziehen würde und hier alles stehen und liegen lassen würde ohne was zu sagen. doch mein empfinden wäre dann, ich wäre auf der flucht.
ich weiss auch nicht ob das nun richtig ist oder flalsch , ich weiss nur das es lebbar ist, weil ich heute erleben kann, das mich das zwar noch bewegt aber nicht mehr so viel einfluss in mein leben mit reinbringt, das ich nicht selbst leben kann, ein leiden ist es nicht mehr.auch hat es zeitlich keine einschnitte mehr, ich tu ja kein finger mehr krum für die und die 5 minuten begenungen können leicht getragen werden. ich sage bewusst getragen, wäre es ein ertragen würde ich leiden.
ich glaube auch jeder normale mensch empfindet etwas wenn er einen alkoholiker sieht. ganz normal das dabei emmozionen hoch kommen.
lieben gruß melanie
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