Schritte für die nächsten Wochen

  • Zitat von Plejaden an Frank2008

    Wünsche dir alles Gute und nicht nochmal zum WOW-Zombie werden ;) .

    LG
    Plejaden

    Das hast Du an Frank geschrieben. ich wollte Dir nur sagen ich bin auch einer von den WOW Zombies ... Aber ich habe alles im Griff .. Ich kann immer aufhören ... Ich muss es nur wollen ... Und andere spielen noch mehr als ich 8)

    Aber nun mal im Ernst .. WOW gehört bei mir ganz bewusst zu der Strategie abends etwas in der Hand zu haben und nicht zur Pulle zu greifen. JA das Spiel hat Suchtpotenzial ist aber sehr sehr gut gegen Saufdruck ... Daher ist es in meiner augenblicklichen Situation und in dieser Jahreszeit nicht das Schlechteste .. :oops:

    Das musste ich mal loswerden und möchte es nun nicht endlos diskutieren :lol:

    EOT !!!!

  • Hallo zusammen,

    heute hab ich einiges geschafft gekriegt. Hab mein normales Morgenritual gehalten, wobei ich noch etwas Aufräumen eingestreut habe. Danach bin ich wie gewohnt um 8 Uhr zur Uni, hab eine Stunde gelesen und zwei Stunden gearbeitet. Anschließend wollte ich wieder lesen gehen, leider haben mich viele dienstliche Kleinigkeiten davon abgehalten :? . Letztendlich bin ich um 13 Uhr heim, hab Mittag gegessen, eine Teepause gemacht und bin dann wieder frisch ans Werk. Habe noch zwei Stunden Skripte vorbereitet, so dass ich sie am Freitag ausdrucken und damit lernen kann. Hab bezüglich PDFs wieder etwas gelernt ;) . Anschließend war Feierabend, den ich auch genossen habe. Hab ein bisschen gelesen und Viva Pinata gespielt, und bin dann abends ins Forum. Gleich gucke ich noch Snooker oder lese weiter, mal sehen wonach mir ist.

    Zwei Sachen: Erstmal ein Zwischenbericht zur Entschleunigung, das klappt super! Danke nochmal an kommal, dass er mich drauf hingewiesen hat :D . Die Abende kommen mir immer viel länger und erholsamer vor, seit ich nicht mehr versuche sie krampfhaft mit einer Beschäftigung zu füllen. Das war zwar in den ersten Wochen notwendig, um mich vom Trinken abzuhalten, aber inzwischen bin ich stabiler und es klappt so wunderbar.

    Dann das Aufräumen. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich anscheinend tatsächlich ziemlich faul bin, und dass das alles ist, was dahinter steckt. Ein Messie bin ich jedenfalls nicht, ich hatte früher Tendenzen alles zu sammeln und nichts wegschmeißen zu können, aber das ist jetzt auch vorbei. Die Unordnung stört mich auch, das kann ich nicht leugnen. Allein dieses Unwohlsein wird noch von der Faulheit übertrumpft - aufzustehen und was wegzuräumen erscheint anstrengender als das Unwohlsein auszuhalten.
    Mein Plan für die nächsten Wochen ist: Erstmal ne Grundordnung rein kriegen, noch mehr Kram entrümpeln und wegschmeißen und danach das Fünf-Minuten-am-Tag-Prinzip anwenden. Wichtig ist auch, alles möglichst zeitnah nach Benutzung wieder an seinen Ort zurück räumen. Ich sollte mir nicht wie ein Kleinkind irgendwelche Dinge holen, sie benutzen, und danach fallen und liegen lassen, nur um dann zum nächsten Ort weiterschreiten, um dort auf dieselbe Weise noch mehr Chaos zu verbreiten :roll: .

    Das ist auch wieder so eine Ausredenkiste, nebenbei bemerkt. Früher habe ich immer gesagt, das kommt von meinen Depressionen und Ängsten, die innere seelische Unruhe äußert sich im äußeren Chaos. Nun, das ist jetzt vorbei und was bleibt? Das Chaos...

    Vaan : Mh, naja, ich kenne halt zwei Familien die durch dieses Spiel zum Teufel gegangen sind (O-Ton eines Ehemanns zu Frau und Kind: "Ihr seid immer ziemlich schei.... nervig wenn ich am Computer sitze, was soll ich noch mit euch? Hättest du mir wenigstens die Göre vom Hals gehalten, hätte ichs ja noch ausgehalten aber so..."), also hab ich da eine etwas... naja, egal. Ich gehöre eher zu den Konsoleros, da weiß ich, dass ich abspeichern kann und mein Spiel selbst zwei Wochen später immer noch so vorfinde, wie ich es zurückgelassen hab 8) .

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    heute war alles in allem ein sehr schöner Tag, trotz des Wetters ;) . Bin wie üblich aufgestanden und war um 9 Uhr an der Uni, hab eine Stunde für meine Arbeit gelesen und war dann in einer Vorlesung. Anschließend zwei Stunden arbeiten (ich hab meine Stunden aufgestockt bekommen 8) ) und anschließend wieder zwei Stunden gelesen. Danach ging es zu einer Exkursionsvorbesprechung. Es war irgendwie ein total tolles Gefühl: Vor zwei Jahren habe ich alles versucht, um eine Exkursion zu verhindern. Ich habe geschlottert vor Angst, konnte nicht schlafen deswegen etc. Irgendwann hatte ich dann alles ausgereizt und festgestellt, ich MUSS diese Exkursion machen, es steht in der Studienordnung und es führt zumindest für mich kein Weg daran vorbei. Letztendlich war es dann natürlich nicht so schlimm wie ich es mir ausgemalt hatte.

    Jetzt brauche ich für den Nachfolgestudiengang, den ich ab dem nächsten Semester anfange, ebenfalls zwingend eine Exkursion. Als ich vor ein paar Wochen den Aushang gesehen habe, hab ich mich direkt angemeldet - es geht in die ewige Stadt. Heute war eben die Vorbesprechung und die verbindliche Anmeldung und was soll ich sagen, halt ein tolles Gefühl. Die Angst ist weg, ich kann mich darauf freuen und mache es gerne. So habe ich mich noch nie gefühlt, diese ständige Angst ist weg! Ich kann gar nicht beschreiben wie glücklich ich bin. Keine Energie mehr in Vermeidungsstrategien und Ängste verschwenden zu müssen, immer in Abwehrhaltung zu sein und zu denken "Oh Gott, was kommt jetzt?"

    Trotzdem, ein Schatten: Die Exkursion könnte ein Risiko für meine Trockenheit sein. Ich habe alles getan, um das Risiko zu minimieren, sicher. Ich habe sofort zugeschlagen als ich gesehen habe, dass ausgerechnet die beiden Dozenten die Exkursion anbieten, die nicht dafür bekannt sind viel zu trinken. Da gibt es andere Kaliber am Institut, die auch nichttrinkende KommilitonInnen nötigen und drängen, doch mitzusaufen. Ich habe mich in eine WG eingezeckt, in der eine strenggläubige Moslemin ist und eine, die keinen Alkohol mag und deshalb keinen trinkt. Zwei weitere Mädels sind ein Unsicherheitsfaktor, aber ich glaube, die trinken wenig. Ich werde trotzdem nicht umhin kommen mich vor denen zu outen, ich habe keine Lust auf Ausreden und Erklärungen. Wir werden in normalen Wohnungen wohnen (das wusste ich durch Kontakte schon vorher), wo lautstarke Feten und Besäufnisse unerwünscht sind. Und es ist natürlich keine Lustreise, wir haben ein straffes Tagesprogramm, gemeinsames Essen in Restaurants wird es wegen studentisch-chronischem Geldmangel nicht geben.
    Ich fühle mich immer noch zwiegespalten. Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich mich auf eine Reise freuen. Die Aussicht, in ein fremdes Land zu fahren dessen Sprache ich nicht spreche, erschreckt mich nicht. Es kommt mir vor wie ein Wunder. Andererseits denke ich nun auch zum erstem Mal seit Monaten wieder: Warum muss ich bloss alkoholkrank sein :? :roll: .

    Eins weiß ich sicher: Wenn ich keine Exkursion mache, kann ich mein Studium an den Nagel hängen. Der einzige Grund sowas ausfallen zu lassen heißt: Kind. Krankheitsbedingt gilt nicht. Dann heißt es "Pech gehabt".

    Mmmmh...

    LG
    Plejaden

  • "Warum muss ich bloss alkoholkrank sein"

    Vielleicht eine kurze Präzisierung: Das ist nicht gemeint als "Warum muss ich bloss alkoholkrank sein, ich hätte so schön den Vino genießen können." sondern "Es macht mein Leben bisweilen kompliziert. Bestimmte Dinge kann ich nicht mehr 'einfach so' machen."

    Genauso denke ich übrigens auch über meine Hausstauballergie. Aber das ist eine andere Sache ;) .

  • Guten Abend,

    hab heute einiges geschafft! Bin wieder um 8 Uhr auf zur Uni, hab mich sofort hingesetzt und für die Arbeit gelesen. Ich bin gut voran gekommen, und wurde zwischendurch auch nur selten gestört. Dann bin ich um 13 Uhr arbeiten gegangen, eine Stunde lang. Leider hab ich währenddessen ein leichtes Motivationstief bekommen :roll: , hab mich aber zusammengenommen und bin anschließend noch eine Stunde lesen gegangen. Danach ging es dann nach Hause. Ich hab noch ein wenig italienisch gelernt und dann war frei :D .

    Da ich letztens einen Beitrag zum Thema gepostet habe, möchte ich hier noch einmal auf das Thema "neuer Lebensabschnitt" zurückkommen. Warum war ich nicht glücklich, als ich beschloss zu trinken aufzuhören? Ich habe das Gefühl von damals mit dem Arbeitstitel "Trauer" versehen, aber ich glaube, es steckte noch viel mehr dahinter. Angst, zum einen. Neue Lebensabschnitte haben mir immer Angst gemacht, die Veränderung, das Unbekannte und Neue haben mir nie gut getan. Dann war da noch das Gefühl versagt zu haben. Ich war immer ein sehr sehr kontrollierter Mensch. Früher, als Kind, hatte ich oft die Kontrolle über mich verloren, musste weinen oder wurde aggressiv und musste bitter dafür büßen. Ich wollte immer die Kontrolle über mich haben. Aber siehe da - beim Alkohol funktionierte es nicht. Ich hatte es versucht, generalstabsmäßig, so wie es immer geklappt hatte bei anderen (Seelen)Dingen. War bis dato immer der Meinung, wenn ich etwas wirklich will, dann klappt das schon. Nein, es hatte nicht geklappt. Die Jahre des Saufens, des immer weiter fortschreitenden Kontrollverlusts, die Frustration und Verzweiflung darüber, waren an diesem Punkt kummuliert.
    Dazu kam noch, dass ich in Selbstmitleid und nassem Denken festsaß. Das alles erzeugte dieses Gefühl der "Trauer", dass ich nie wieder glücklich sein würde.

    Was lerne ich daraus? Ich möchte an meinem übertriebenen Drang zur Selbstkontrolle arbeiten. Momentan fällt mir dazu nichts ein, außer mal ein bisschen zu Tanzen, in der Wohnung, wenn mir danach ist 8) .

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen, wundert euch nicht über den kurzen Text heute, ich hab grad eben ne halbe Stunde lang getippt, dann auf eine falsche Taste gedrückt und alles war weg :roll: . Kurzform: Hab heute vormittag was für die Abschlussarbeit gemacht und war heute nachmittag joggen. Hat richtig gut getan bei dem schönen Wetter :D .

    @currlinger: Ich hab noch keine richtigen Fortschritte gemacht, konnte mich immer nur an ein paar Fetzen erinnern und die aufschreiben. Aber wie ist doch gleich eines der Credi hier im Forum? Geduld, Geduld, Geduld ;) .

    Morgen schreib ich wieder ausführlicher, auch zu heute!

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    heute war wieder ein schöner Tag, auch wenn es mir nicht wirklich gut ging. Ich muss heute Nacht irgendwie falsch gelegen haben, als ich aufwachte hatte ich mir glaub ich einen Nerv unter dem Schulterblatt eingeklemmt und deshalb fast den ganzen Tag Schmerzen im kompletten Brustkorb. Args. Immerhin, jetzt ist es weg gegangen.

    Wie dem auch sei, ich bin recht früh losgegangen, ein bisschen spazieren und einkaufen. Danach hab ich ein Buch gelesen, Biathlon geguckt und gespült. Dann ist mein Freund wieder heim gekommen und wir haben zusammen Fußball geguckt. Er ist ziemlich fertig und immerzu eingeschlafen dabei, will heute mal eher ins Bett gehen. Schau'n wir mal :D . Zu mehr hat es leider nicht gereicht, wegen der Schmerzen. Ich hoffe, es geht mir morgen besser, so dass ich wieder joggen kann :? .

    Dafür habe ich heute im Forum zwei Sachen gelesen, die mir sehr wertvoll erschienen sind: Zum einen die Sichtweise, dass die Alkoholkrankheit ein Geschenk ist und keine Plage. Zu diesem Schluss komme ich auch immer mehr und mehr. Es war etwas, was ich am Anfang echt nicht wahrhaben konnte. Mir kam es vor, als sei ein kompletter Bereich in meinem Leben abgesperrt und mit dem Schild "Betreten verboten!" versehen worden, und das hat mich genervt und runtergezogen. Inzwischen fange ich an, das anders zu sehen. Die Alkoholkrankheit zwingt mich nicht dazu abstinent zu leben; sie bietet mir die Möglichkeit, die Chance, ein besseres Leben zu führen. Ohne die Krankheit wäre es wohl lange Zeit bei "ich würde gerne..." und "würde ich doch bloß..." geblieben. Jetzt verwirkliche ich meine Träume und fühle mich nicht fühle mich nicht mehr fremdgesteuert.

    Dann, der zweite Aspekt: Ich muss endlich aufhören den Fokus auf die Menschen zu setzen, die meine Krankheit verharmlosen und nicht ernst nehmen. Es gibt zwei Menschen, die das anders sehen. Die sollten mir wichtig sein! So kann ich dem Gefühl entgehen, nur von Unverständnis und Missgunst umgeben zu sein, gegen das ich ankämpfen muss. Ich muss nicht gegen mein Umfeld kämpfen. Es gibt kein Gewinnen und Verlieren, wenn es um Meinungen und Gefühle geht. Das hat mir meine Thera lange Zeit versucht einzutrichtern, und langsam kapiere ich es ;) .

    Und nochmal zum Thema Träume: Ich habe mein Traumtagebuch nochmal durchgelesen und habe doch einen Fortschritt erkennen können - die Fetzen, an die ich mich erinnern kann, werden ein wenig länger und detaillierter. Nicht viel, aber immerhin. Heute Nacht habe ich auch eins von den "Ist das ein Traum?"-Schildern in meinem Traum gesehen, daran kann ich mich deutlich erinnern, ein gelber Klebezettel. Allerdings hat er es nicht geschafft mein Bewusstsein zu aktivieren. Interessant ist es trotzdem, irgendwie ;) .

    Ich wünsche noch einen schönen Samstag Abend!

    LG
    Plejaden

    P.S.: Bevor dazu Proteste kommen - mein Herz und meine Lungenfunktion habe ich vor einiger Zeit checken lassen, als die Schmerzen im Brustkorb und Atemprobs das erste Mal auftraten. Es ist alles ok und handelt sich tatsächlich "nur" um Probleme, die von der Hals- und Brustwirbelsäule ausgehen und die lästig, aber nicht gefährlich sind. Das Joggen hilft mir. Ich bin dazu ja in letzter Zeit nicht mehr regelmäßig gekommen und zack! kriege ich es wieder zu spüren :roll: .

  • So, nun ist das Wochenende also wieder vorbei. Ging ziemlich schnell... andererseits, die Woche davor ging auch schnell um. Meinem Rücken geht es wieder gut, von der gestrigen Pein ist nichts mehr übrig geblieben :D .
    Wie dem auch sei, ich habe es mir heute gemütlich gemacht. Bin um 9 Uhr aufgestanden, hab ein bisschen Viva Pinata gespielt und hab dann mit meinem Freund gefrühstückt. Anschließend war Biathlon dran, danach bin ich joggen gegangen. Es war gar nicht gut, ich hatte einen zu hohen Puls und Kreislaufprobleme. Ich führe das auf das Wetter zurück, es ist ja ziemlich "warm" geworden und gestern ging es mir auch so. Naja, den Rückweg hab ich langsam angehen lassen und noch einen schönen Spaziergang bei dem tollen Wetter gemacht, daheim hab ich mich sehr schnell wieder erholt. Es folgte Biathlon zweiter Teil, danach hab ich noch ein bisschen gelesen bis es dann Zeit für's Chatten war.

    Mich umtreibt das Thema Co-Abhängigkeit gerade, weil ich früher mal eine Art Beziehungssucht hatte. Gibt es sowas? Egal, es fühlte sich so an und es hat viel mit der Co-Abhängigkeit gemein. Mein Freund hat teilweise echt besch... Sachen abgezogen und ich bin geblieben und hab gebetet, dass er nicht demnächst mit was noch Schlimmeren kommt. Die Angst vor dem Alleinsein, das Leben ohne ihn nicht zu packen war größer als so ziemlich alles, was er mir hätte antuen können.
    Die Lage hat sich für mich eigentlich erst während meiner Therapie geändert. Ich wurde selbstbewusster, war nicht mehr bereit, die Generalschuld für alle möglichen Missstimmungen und seine Verhaltensweisen auf mich zu nehmen. Ich wusste aber auch genau: Vielleicht würde meine Beziehung daran zerbrechen, weil er mit einer selbstbewussten Frau nicht klar kommen würde. Aber das war mir ab einem gewissen Punkt egal. Letztendlich ist alles gut gegangen.

    Das Thema umtreibt mich nun aber insofern, dass ich die letzten Geister noch verscheuchen möchte. So ist etwa die Fokussierung auf mich ein sehr wichtiger Aspekt, den ich noch gar nicht entdeckt habe. Ich kann ihn nicht ändern, auch wenn er sich offensichtlich zerstört mit seinem Fussball und seine Familie mich drängt, endlich mal "auf den Tisch zu hauen und ein Machtwort zu sprechen". Er muss da selbst seinen individuellen Tiefpunkt haben (vielleicht noch eine, zwei oder drei Knie-OPs?) Er meint, er braucht das, das akzeptiere ich und helfe mir selbst. Er ist ein erwachsener Mann und hat das Recht, sein Leben selbst zu bestimmen und seine Entscheidungen selbst zu treffen.

    @currlinger: Ooooh, das ist bei mir der totale Schwachpunkt ;) . Gerade beim S** behalte ich die größtmögliche Kontrolle, alles ist geschauspielert und peinlich genau komponiert. Mein Freund hat nie etwas davon mitbekommen. Mh, ich könnte vielleicht genau hier versuchen, noch etwas mehr von meinem Kontrollzwang zu verlieren... Werde mal darüber schlafen!

    LG
    Plejaden

  • Der erste Tag der Woche ist also rum. Hatte ihn heute etwas anders angehen lassen, bin um 7 Uhr aufgestanden, hab dann von 8 bis 11 Uhr am Computer gearbeitet (Vorlesungsskripte abgetippt und ausgedruckt) und danach gings zur Uni, ein Blockseminar besuchen. Damit war ich dann um 16 Uhr durch und bin dann wieder nach Hause. Irgendwie ging es mir wieder nicht so gut, Kreislaufprobs. Ich hoffe mal, das wird besser werden wenn ich wieder regelmäßig Sport treibe, egal bei welchem Wetter.
    Bin auf jeden Fall um 17 Uhr wieder hier zu Hause aufgeschlagen, hab dann noch ein wenig hier im Forum geschaut und ein bisschen Viva Pinata gespielt und werde gleich zum Ausklang des Tages noch ein bisschen lesen. Ich denke, ich werde heute früh ins Bett gehen, damit ich morgen ausgeschlafen bin.

    Ich habe heute an die Beiträge von Mitgliedern hier gedacht, die der Alkohol an den Rande des Todes gebracht hat. Was mich am meisten beeindruckt, ist die heutige Einstellung zum Leben: Egal was ist und passiert, ich bin am Leben, und das ist alles was zählt. Jemand wie ich ist dagegen involviert und verstrickt in die Untiefen der alltäglichen Trivialitäten ("Was denkt meine Familie von mir, ich kann doch nicht einfach..., wenn ich den Job nicht bekomme bin ich eine Versagerin...") und ist geneigt, diese höher und wichtiger zu schätzen und vor die einfach Tatsache zu stellen: Ich lebe, und das ist alles, was zählt.
    Ich finde diesen Ansatz sehr wichtig für mich auf meiner Suche nach der Antwort "Was ist mir wirklich wichtig im Leben". Ich werde in Zukunft vielleicht wenig Geld zur Verfügung haben - wofür will ich es ausgeben? Wo kann ich sparen? Was ist es mir wert, das wenige dafür auszugeben? Sobald ich mal etwas mehr Geld in der Tasche habe, verschwindet es irgendwie. Meine nächste Agenda lautet also: Ein Haushaltsbuch führen. Was habe ich ausgegeben und wofür?
    Dann soziale Aspekte: Wie wichtig ist es mir, dass alle mich mögen? Familie, Bekannte? Soviel, dass ich dafür mich selbst hinten anstelle, mich verstelle (darin bin ich spitze) oder mein Leben auf's Spiel setze, weil ich mich nicht traue, das Alktrinken in meiner Gegenwart kritisch anzusprechen?

    Wie ihr seht, da sind noch viele ungelöste Fragen, aber ich finde das Thema sehr wichtig für mich und eine zufriedene Zukunft. Mich selbst und meine Bedürfnisse fühlen, aber auch Bedürfnisse abzusondern, die von außen geschürt wurden (Reklame, Bekanntenkreis etc.) und die eigentlich nicht meine sind. Das hat sich alles bestimmt ziemlich konfus gelesen, ich hoffe, ihr konntet mir trotzdem folgen ;) .

    @currlinger: Mh, nein, leider keine Ironie. Die bittere Wahrheit :? .

    LG
    Plejaden

  • Guten Abend,

    puh, heute war ein prall voller, aber schöner Tag. Ich habe heute morgen beinahe verschlafen, bin aber zum Glück ne Viertelstunde nach dem Wecker von alleine wach geworden. Bin dann wie gewohnt um 9 Uhr an der Uni aufgeschlagen, hab eine Stunde gelesen und zwei Stunden gearbeitet. Danach ging es nach Hause und weil es mir gut ging, hab ich mich sofort in Schale geschmissen und bin joggen gegangen. Es war alles in allem toll, ich habe mich gut gefühlt und bin deshalb wieder zum 3/1-Rhythmus übergegangen. Hatte nur gegen Ende Probleme mit Seitenstichen und die Pulsuhr hat einmal einen Aussetzer gehabt (Puls 190 ?? Wenn ich bei 95 % meiner maximalen Herzfrequenz bin, würd ich das glaub ich merken... :lol: ). War aber total schön, mit dem Wetter, und wegen der frühen Uhrzeit war auch noch nicht soviel los.
    Danach hab ich Mittag gegessen und hab mich vor den Computer geschmissen und noch drei Stunden gearbeitet. Danach hab ich meinen Freund geweckt - der ist zwischenzeitlich heim gekommen und glatt vor dem TV eingeschlafen, weil er so fertig ist. Nun ist er zum Fußballtraining. Naja, wie ich schrieb, ist sein Leben... Ich hab dann gemütlich Feierabend gemacht und mir die Aufzeichnung vom Biathlon angeschaut und nun schreib ich hier.

    Ich möchte einmal kurz eine Bilanz zu meinem Umfeld ziehen. Ich habe mal eine kleine Aufstellung gemacht, wie es um den Alkoholkonsum meiner Bekannten steht. Dabei habe ich festgestellt, dass tatsächlich keiner, mit dem ich näher bekannt bin, ein ausgesprochener Partymensch und Vieltrinker ist. Vier trinken sogar so gut wie gar keinen Alkohol. Als ich noch getrunken habe, habe ich mich denen immer unterlegen gefühlt, weil sie soviel "stärker" waren als ich - damals dachte ich, dass zum Nichttrinken Kampf und Stärke gehört, da es anders nicht zu bewältigen sei.
    Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht und finde, dass das ja eine schöne Grundlage für tiefergehende Kontakte sind. Ich werde auf jeden Fall versuchen, in den nächsten Wochen ein paar weitere Schritte zu gehen :D . Für mich ist damit auch das Gefühl passe, alle tränken wie die Löcher, um mich herum ist nur Alk etc... Es liegt am Fokus. Als ich mir einen roten Renault gekauft habe, habe ich überall dasselbe Auto herumfahren sehen. Jetzt lerne ich allmählich, sozusagen zwischen den Zeilen zu lesen.

    @currlinger: Kein Problem ;) . Ich bin es inzwischen gewohnt, dass die Kommunikation via Internet schnell zu Missverständnissen führt. Deshalb ist man auch schlecht beraten, sofort aufbrausend herumzukeifen, besser ist es erstmal nachzufragen wie's gemeint ist.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plej,

    Zitat

    Für mich ist damit auch das Gefühl passe, alle tränken wie die Löcher, um mich herum ist nur Alk etc... Es liegt am Fokus. Als ich mir einen roten Renault gekauft habe, habe ich überall dasselbe Auto herumfahren sehen. Jetzt lerne ich allmählich, sozusagen zwischen den Zeilen zu lesen

    Jau :lol:

    Als ich noch Saufen musste,hab ich auch immer nur die gesehen,die gesoffen haben,andere haben mich gar nicht interessiert,die gab es für mich auch nicht!Jene,wären für mich nicht interessant gewesen,ich umgab mich lieber dem saufenden Umfeld!

    Es ist der Fokus!

    Heute ist er ausgerichtet,dafür bin ich dankbar!!

    Gruß Andi

    Gruß Andi

  • Guten Morgen zusammen,

    ich bin gestern wieder spät heim gekommen, wegen der SHG, und deshalb schreibe ich heute morgen ;) .
    Ich bin erst um 11 Uhr zur Uni gefahren, weil ich ja einen langen Tag vor mir sah. Das möchte ich jetzt immer so machen, da Semsterferien sind, geht das. Bis dahin habe ich gelernt, habe heute noch eine mündliche Prüfung, allerdings nicht in einem Hauptfach. Ich sollte sie aber trotzdem bestehen, sonst habe ich ein Problem :? . Aber ich fühle mich gut vorbereitet.
    Dann bin ich also um 11 Uhr zur Uni, hab dort zwei Stunden gearbeitet und noch fast drei Stunden gelesen, bevor es dann zur SHG ging. Danach noch ein Ärgernis: Ich musste fast eine halbe Stunde vor der verschlossenen Bustür warten, weil der Fahrer Überstunden machen musste und deswegen seine Lenkzeiten überschritten hatte und eine längere Pause machen musste. Na toll...

    Heute wollte ich eigentlich erst um 10 Uhr zur Uni, aber die Lage im ÖPNV ist grad ziemlich unklar, deshalb versuche ich lieber eine Stunde eher zu fahren. Es ist nirgendwo etwas rauszufinden, der lokale Verkehrsverein tut so, als wäre nichts :? . Naja, ich werde jetzt zwei Stunden lernen, danach werde ich mal auf zum Bus und gucken ob da was kommt. Wenn nicht, müssen mich meine Eltern fahren...

    Gestern abend kam mir noch ein weiterer Gedanke zum Fokus. Ich kann meine Aufmerksamkeit auch bewusst steuern, auch wenn das schwierig ist. Sei es nun was Alkreklame im Fernsehen ansehen oder die berühmt-berüchtigten Fläschchen an der Kaufhauskasse oder was weiß ich. Ich kann mich immer fragen: Will ich, dass gerade das jetzt meine ganze Aufmerksamkeit hat? Was den Alk angeht, lautet die klare Antwort: Nein.

    Andi : Ja, das ist mir auch aufgefallen. Besonders stark bei dem Geburtstag eines Bekannten: Der lädt immer seinen, in zwei Teile zersplitterten Freundeskreis ein, ich verstehe mich mit beiden Teilen recht gut. Die einen trinken ohne Ende, die anderen fast gar nichts. Als ich noch getrunken habe, hab ich mich bei den Nichttrinkern total unwohl gefühlt. Ich war neidisch, weil sie es so mühelos schafften einfach keinen Alkohol zu trinken und fühlte mich auch herablassend beäugt. Also hab ich mich lieber zu den Säufern gesetzt :roll: .

    Noch was ist mir aufgefallen: Schon mein Vater konnte mit Menschen, die nicht trinken, irgendwie nichts anfangen. Seine Schenkelklopfer und Kalauer ziehen bei solchen Menschen einfach nicht, und heute kann ich immer weniger mit ihm anfangen...

    Drückt mir die Daumen wegen der Prüfung und dass der Bus kommt!

    LG
    Plejaden

  • viel erfolg bei der prüfung.

    daumen sind gedrückt.

    Kompromisse bedeuten ein Rückfall riskieren
    (vor dem trink - Rückfall geht ein Verhaltensrückfall vorraus)
    nicht Trinkende seid 04.03.07

  • Hey Plejaden,

    ich drück Dir auch ganz fest die Daumen! :D

    Liebe Grüße

    pauly

    Es ist nicht leicht, das Glück in sich selbst zu finden,
    doch es ist unmöglich, es anderswo zu finden.

    Agnes Repplier

    Abstinent seit Oktober 2006

  • hi plejaden

    da bin ich wohl die letzte :oops:

    auf jeden fall sind auch meine daumen gedrückt, viel glück wünsche ich dir!

    Zitat

    Seine Schenkelklopfer und Kalauer ziehen bei solchen Menschen einfach nicht, und heute kann ich immer weniger mit ihm anfangen...


    ich hab scho öfter auf geburtstagen etc. die erfahrung gemacht, das betrunkene menschen mitunter recht viel sinnloses zeug labern, sachen die man als nüchterner einfach net ernst nehmen kann und auch net witzig findet. das geht wohl nur mit alkohol um das dann lustig finden zu können schätz ich mal. :roll:

    aber du hast recht, es gibt gott sei dank noch genügend menschen die keinen oder nur minimal alkohol trinken... und so schwer sind die gar net zu finden :wink:

    liebe grüße

  • Hallo,

    natürlich auch von mir: Daumen drück!!!

    Ganz doll. Auch wenns jetzt vielleicht schon vorbei ist, wünsche Dir einen schönen Valentinstag.

    Alles Liebe

  • Hallo Plejaden,

    für's Daumendrücken bin ich ja wahrscheinlich etwas spät, aber ich hoffe trotzdem, hier von Dir einen positiven Prüfungsbericht lesen zu dürfen :wink: .

    LG
    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo und erstmal danke für das ganze Daumendrücken :lol: . Es ist alles glatt gelaufen, der Bus kam pünktlich und die Prüfung ist auch gut gelaufen! Wie gesagt, es war keine Hauptfachprüfung sondern im Ergänzungsbereich, aber ein Nichtbestehen hätte mir einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht :shock: . Jetzt hab ich eine eins bekommen und das in Astrophysik, na denn auf zu neuen Ufern 8) .

    Nach der Prüfung hab ich mir ein Schokocroissant gegönnt, dann hab ich was gelesen und danach eine Stunde gearbeitet. Anschließend war ich nochmal zwei Stunden lesen. Zu meiner totalen Freude habe ich eine englische Zusammenfassung (= verständliche Sprache) eines Artikels gefunden, der auf italienisch war (= Plejaden kann keine Silbe). Zu meiner Freude habe ich den italienischen Artikel richtig verstanden, das macht Mut für weitere Studien in dieser Sprache :D .

    Danach ging es dann nach Hause, kurz einkaufen und dann Abendessen. Anschließend hab ich mich auf die Couch gelegt, die Augen zugemacht und einfach ne Stunde dagelegen und entspannt nachgedacht, irgendwie war mir danach und es hat mir auch gut getan. Jetzt schaue ich grad Biathlon und danach lese ich noch was oder schreibe an meiner Geschichte weiter und dann geht es ins Bett *argh, Daniel Graf hat in diesem Moment dreimal daneben geschossen. Darf er doch nicht machen.*

    An der Uni merke ich, dass mich allmählich einige Leute besser kennen lernen möchten. Sie fragen ständig was ich so mache, ich versuche mich auch für deren Leben zu interessieren. Das ist erst in den letzten Wochen so gekommen, ich glaube fast es hängt mir der Abschlussprüfung zusammen. Archäologie ist ein Fach mit hoher Fluktation, die Leute kommen in Erwartung von Tomb Raider und Indiana Jones an die Fakultät und werden dann mit alter Geschichte, Grabungsberichten und Lockenzählen konfrontiert. Viele wechseln dann schnell, weil es irgendwie doch nicht so "cool" ist. Vielleicht hängt es aber auch mit meiner Person zusammen; ich habe mich in den letzten Monaten sehr zum Positiven verändert, bin aufgeschlossener und mutiger geworden. Auf jeden Fall freue ich mich über diese Entwicklung, ich darf nur nicht vergessen auf diesen Zug aufzuspringen :? . Ich fühle noch ein leichtes Zögern, dieses neue Leben anzunehmen, aber ich glaube, das ist normal.

    Ich wünsche euch allen noch einen schönen, trockenen Abend und bedanke mich nochmal fürs Daumendrücken! Ich habe jeden einzelnen gespürt als ich da gesessen hab ;) .

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    Vielleicht hängt es aber auch mit meiner Person zusammen; ich habe mich in den letzten Monaten sehr zum Positiven verändert, bin aufgeschlossener und mutiger geworden. Auf jeden Fall freue ich mich über diese Entwicklung

    Mit Sicherheit hängt es mit deiner Person, mit DIR zusamen. Du hast seit Du hier bist enorme Fortschritte gemacht. :) Sonst hättst Du auch kaum so brillante Ergebnisse erzielt- ganz herzlichen Glückwunsch!!!

    Mach weiter so, ich find´s toll! Ein bisschen Vorsicht Fremden gegenüber ist mE ein ganz normaler Schutzmechanismus.

    LG kommal

    unterwegs...

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