Beiträge von pintura

    huhu,

    vor ein paar tagen haben xy und ich uns gesehen. auf dem weihnachtsmarkt, ich lief gerade meinem kind hinterher, da standen wir uns plötzlich gegenüber. für eine sekunde haben wir uns in die augen geschaut, dann sind wir aneinander vorbei gegangen als würden wir uns nicht kennen.

    bin mir noch nicht ganz sicher, was das mit mir macht bzw. ob es überhaupt was mit mir macht. vielleicht ist es ja auch einfach nur der beweis daß der ganze spuk endgültig vorbei ist...

    weihnachtliche grüße
    pintura

    huhu sophie,

    du kannst gerne mal bei mir nachlesen, ich habe nämlich nicht sicher genug verhütet. der xy hat sein kind nun schon seit über zwei jahren nicht gesehen, da er ausschließlich mit saufen beschäftigt ist. und aus dem selben grund bleibt bei ihm leider auch nichts für unterhaltszahlungen übrig.

    der tipp ist also schon berechtigt, nicht alle sind so schlau...
    und es gibt sogar welche, die vielleicht die hoffnung haben, daß der xy es schafft, für den nachwuchs mit dem saufen aufzuhören.
    das ist nur leider nicht möglich! entweder hört er für sich selbst damit auf, oder er hört gar nicht auf.

    gruß pintura

    hallo allerseits,

    ich zitiere mal aus renates thread:

    Zitat von Schmetterlingsfee

    ist es nicht auch typisch Co, dass wir uns mit einer Beziehung zufrieden geben, in der wir so wenig "bekommen"?

    Würde nicht jeder Gesunde sich einfach umdrehen und sich jemanden suchen, für den er der wichtigste Mensch auf der Welt ist und der andere das auch zeigen und leben kann?


    das ist etwas, worüber ich zur zeit viel nachdenke.

    ich hatte ja in herzeloydes thread schon von dem "engen kontakt zu dem mann, den ich schon seit fast 20 jahren sehr verehre", berichtet.

    es ist so daß er wesentlich weniger zeit hat als ich, und eine ganze menge verpflichtungen. ich bin also die meiste zeit sozusagen in warteposition.
    natürlich warte ich nicht, wie noch vor gar nicht allzu langer zeit bei meinem xy, ständig darauf daß er sich endlich mal mit mir beschäftigt. ich hab andere dinge zu tun und beschäftige mich mit mir selbst, dazu brauch ich niemand anderen mehr.

    aber trotzdem fühle ich mich jetzt irgendwie wieder in einer ähnlichen situation:

    auch jetzt teile ich den mann. zwar nicht mit einer flasche, aber doch mit seinen ganzen sonstigen verpflichtungen.

    es ist nicht möglich daß wir mehr als einen abend miteinander verbringen, er muß dann irgendwann gehen und es bricht mir jedes mal das herz. so war es beim xy auch, ich mußte ihn immer wieder gehen lassen und hatte nie wirklich gewissheit, ob er denn je wieder zurückkommen würde.

    unsere liebe hat also quasi keine zukunft. eine liebe ohne zukunft hätte ich mit dem xy auch gehabt...
    er will an seinen lebensumständen und verpflichtungen auf keinen fall etwas ändern.

    wie auch in der "beziehung" zum xy kommen mir immer wieder zweifel, ob ich das denn unter diesen umständen überhaupt so haben will.

    alles in allem also erschreckend viele parallelen...

    ist das jetzt eine co-abhängigkeit ohne den abhängigen? oder seh ich da gespenster?

    viele grüße
    pintura

    huhu,

    genau diese fragen stelle ich mir auch!

    ich habe seit einigen monaten (ich weiß gar nicht so recht, wie ich es nennen soll; es ist definitiv mehr als eine affäre, aber trotzdem keine beziehung) sagen wir mal "sehr engen kontakt" zu einem mann, in den ich vor fast 20 jahren ziemlich heftig verliebt war und den ich seitdem immer sehr mochte und schätzte.

    meine liebe zu ihm ist neu entflammt und jetzt stärker denn je.

    und das beste: er ist gesund! ich weiß daß ich mich auf ihn verlassen kann, ich weiß daß er sich am nächsten tag noch erinnert worüber wir geredet haben, ich weiß daß er immer noch derselben meinung sein wird wie am vortag, ich weiß daß er alles was er sagt auch wirklich so meint.
    vertrauen, zuverlässigkeit, sicherheit... das sind so wunderbare dinge, deren existenz ich schon völlig vergessen hatte.

    er sagt daß er mich auch liebt, aber dieser gedanke kommt in meinem kopf einfach nicht an.
    ich habe riesige schwierigkeiten, daran zu glauben, obwohl ich weiß daß er mich nicht belügt.

    vielleicht liegt es daran daß ich ihn all die jahre nur aus der ferne verehrt habe und mir immer sicher war daß da von seiner seite aus nichts ist und auch nie etwas sein wird - ein glaubenssatz, der sich in meinem kopf festgesetzt hat.

    vielleicht ist es auch mein mangelndes selbstbewußtsein in dieser hinsicht, auch ich habe ganz oft den gedanken daß ich unmöglich gut/attraktiv/interessant/liebenswert genug für ihn sein kann. und dieser gedanke ängstigt mich dann so sehr, daß ich wie gelähmt bin und tatsächlich nur noch dämliche, unattraktive und unliebenswerte dinge tun und sagen kann.

    vielleicht kommt es auch daher, daß ich eigentlich noch nicht bereit bin, mich auf etwas neues einzulassen. und ginge es jetzt nicht ausgerechnet um ihn, den ich so lange schon so toll finde, hätte ich es auch nicht getan.

    vielleicht ist es auch alles zusammen.

    auf jeden fall kann das nicht so bleiben!

    jetzt habe ich nach so vielen jahren (endlich und völlig unerwartet) die gelegenheit, meinem traummann nahe zu sein, kann es aber oft nicht wirklich genießen weil ich irgendwie befangen und unentspannt bin.
    damit stehe ich mir selbst - und dadurch uns beiden - total im weg.

    wie schaffe ich es, einen schritt in die richtige richtung zu machen, damit wir ausreichend platz haben, unsere liebe zu leben und zu erleben?

    viele grüße
    pintura

    huhu,

    auch auf die gefahr hin, daß ich mich wiederhole:

    die grundtechnik
    1. ich verspüre den wunsch zu rauchen.
    2. ich habe die freiheit zu rauchen.
    3. ein zug, und ich werde rauchen.
    4. für den moment entscheide ich mich, meinen wunsch zu rauchen einfach zur kenntnis zu nehmen.
    5. ich entscheide mich so, damit ich mir folgende vorteile sichern kann: (hier beliebige vorteile des nichtrauchens einfügen)

    klappt seit silvester ganz hervorragend :)
    mein größter persönlicher vorteil durch das nichtrauchen: kein gestank mehr!
    wenn ich heute auf der straße an jemandem vorbeigehe der gerade eine raucht, und ich mir vorstelle daß ich mich noch vor einem halben jahr freiwillig diesem widerlichen mief von innen und außen ausgesetzt habe, wird mir schlecht.
    ich bin so froh daß ich nicht mehr stinken muss!

    gruß
    pintura

    huhu cocomel,

    Zitat von cocomel

    danke für deine Meinung.Habe auch mal deine Geschichte nachgelesen und du hörst dich schon sehr gefestigt uns stark an.Wie war das bei deinem Partner,hat er viel getrunken und wie regelmässig.Tja,ich denke auch nicht,dass sich mein Freund schon wirklich mit seiner Problematik auseinandergesetzt hat.


    ich weiß gar nicht wie viel er wirklich immer so getrunken hat, da wir ja nie rund um die uhr zusammen waren. in den drei monaten die er bei uns gewohnt hat, hat er sich sicherlich sehr zusammengerissen. es gab in der zeit zwei tage an denen er nüchtern geblieben war: mein geburtstag und der unseres kindes. den rest der zeit hier waren es wohl "nur" 2 oder 3 bier am abend.

    Zitat

    Hattet ihr in eurer Beziehung durch den Alkoholkonsum auch andere Probleme wie wir,die durch den Konsum verursacht wurden,ausser dem Zwischenmenschlichen schwierigen Zusammenleben?Z.B Geldprobleme,Arbeit etc.


    natürlich war er immer pleite, das ist wohl völlig klar.
    hier bei uns konnte er mietfrei wohnen, aber das ungestörte trinken war ihm wichtiger. deshalb ist er wieder ausgezogen und zahlt dann eben doch lieber miete.

    Zitat

    Macht dein Expartner Anstalten,dass er dich zurück möchte, "bemüht" sich?


    siehe meinen letzten rückfall. das waren alles nur leere worte, von ernsthaften bemühungen keine spur. wir haben seit über 3 monaten gar keinen kontakt mehr - und das ist auch gut so!

    gruß pintura

    huhu miriel,

    ich hatte auch diesen einen letzten, kurzen, aber heftigen rückfall gebraucht um zu erkennen daß es für mich schlicht nicht möglich ist, weiter mit ihm kontakt zu haben. weil es mir nicht gut tut!

    ich hatte damals gesagt daß ich ihm nur gegenübertreten werde wenn er nüchtern ist und er hat sich auch tatsächlich daran gehalten. aber ich habe gemerkt was es für eine anstrengung für ihn war.
    auch hatten wir etliche verabredungen, die er dann mehr oder weniger kurzfristig absagen mußte weil er doch nicht anders konnte als zu trinken. das war alles andere als schön und ich habe endgültig eingesehen daß es keinen sinn hat.

    dann habe ich ihn gebeten, mich in dem sozialen netzwerk, über das wir am meisten kontakt hatten, zu blockieren. dadurch daß er mich blockiert hat, kann auch nur er die blockierung wieder rückgängig machen und ich weiß daß er das niemals tun wird.
    seine handynummer habe ich mir nie gemerkt und aus meinem handy gelöscht.
    also wäre die einzige möglichkeit ihn zu kontaktieren ein brief oder ein besuch. einen brief hatte ich mal geschrieben, ihn aber zum glück nicht abgeschickt. und einfach dort auftauchen würde ich niemals!

    mit anderen worten: das thema ist durch! ich bin ihn endgültig und für alle zeit los! ich bin endlich frei und das tut mir so unbeschreiblich gut. ich freue mich immer wieder aufs neue darüber daß ich mir all die gedanken und sorgen nicht mehr machen muss und mich endlich ohne einschränkungen auf mich und natürlich auf mein ("unser" kann man ja nun wirklich nicht sagen) kind konzentrieren kann.

    der kontaktabbruch war das beste was ich tun konnte und ich bin zutiefst dankbar für diese einsicht!

    gruß pintura

    huhu cocomel,

    Zitat von cocomel

    Aber er sagt immer, dass er sich mit mir ne Zukunft aufbauen will,Familie etc.


    das hat mein xy auch immer mal wieder gesagt.
    und? was war???
    ich wurde schwanger, habe das kind bekommen, war von anfang an alleinerziehend und er zahlt noch nicht mal unterhalt.
    er hat unser kind seit anderthalb jahren nicht gesehen - und das nicht etwa weil ich etwas dagegen gehabt hätte...

    Zitat

    ihn daran zu erinnern,wenn er mal nicht daran denke würde kein bisschen helfen und ich solle mir sparen ihn an Sachen zu erinnern.

    Es war eigentlich gut gemeint und ohne Hintergund von mir.Ich versteh seine Reaktion nicht,irgendwie halt total negativ.Hab ihm dann geantwortet,dass ich mir blöd vorkomme,weil anscheinend egal,was ich sage ihn alles im Moment runterzieht und ich mich dann auch nit melde,dann brauch er sich auch nicht an mich zu erinnern.

    Schon gehts wieder rund im Kopf,was ist los,was hab ich jetzt falsch gemacht und und und


    vergiß es einfach. er wird immer alle schuld auf dich oder auf andere schieben, das ist bestandteil der krankheit.
    egal was du tust oder sagst, und egal wie gut du es gemeint hast, er wird immer einen blickwinkel finden, aus dem er dir die schuld in die schuhe schieben und dir vorwürfe machen kann. du wirst immer diejenige sein, die irgendwas falsch gemacht hat. er ist nicht in der lage, die dinge anders zu sehen.

    Zitat

    Darauf hab ich ihn gefragt,was er genau besser machen würde oder will,denn meiner Meinung nach hatten wir mmer nur Probleme wegen einer Sache (extra nicht Alkohol gesagt).Darauf kam dann zurück,dass er weiss,dass weiss,dass wir immer wegen Alkohol Probleme hatten und ich ihm das nicht mit jeder SMS unter die Nase halten müsse,was ich gar nicht getan habe.Was hältst du davon?


    er fühlt sich wegen allem angegriffen, selbst wenn du das wort alkohol gar nicht erwähnst. er weiß selbst ganz genau daß du absolut recht hast, aber muß "aus prinzip" dagegen halten, denn sonst könnte er ja genauso gut anfangen, sich mit seiner problematik auseinander zu setzen. aber die angst davor ist größer als alles andere. ich würde sagen er ist noch sehr weit von seinem tiefpunkt und der damit verbundenen einsicht entfernt.

    Zitat

    Er verstand es und sagte,ich hätte recht und er würde das tun,was nötig ist,um wieder normal zu werden und dass er mich auch liebt. Steckte ihm was quer oder war er warum und wegen was auch immer schlecht gelaunt meinte er dann, er würde Entzug machen,wann er es für richtig hält und wann es angebracht ist. Mal so,mal so.


    es gibt in einer "beziehung" mit einem alkoholiker nichts, worauf man sich jemals verlassen kann, abgesehen vom alkohol.
    wenn er sagt, er will das tun, was nötig ist, dann bedeutet das daß er selbst entscheidet, was nötig ist. und vor allem, wann es nötig ist. und das kann er sich stündlich anders überlegen.
    er wird für jede situation immer das killer-argument parat haben, warum es gerade jetzt nicht möglich ist, irgendwas zu tun - außer wie gewohnt weiter zu saufen. zumindest darauf kannst du dich verlassen.

    Zitat

    Ich weiss es auch nicht,ob er sich mit seinen Problemen wirklich auseinandersetzt.Im Moment denke ich nicht,weil er einfach zu viel um die Ohren hat,die Arbeit,private Nebenarbeit,die Wohnung,das alles ohne Führerschein,Geldsorgen,wie organisert er was etc.Er sagt er ist einfach müde,kaputt und ausgelaugt und fertig und ich denke daher hat er mir gegenüber so reagiert.Fandest du das als aggressiv?Aggressiv is bei ihm noch ne Nummer extremer.Ich hatte mir erhofft,dass er sagt,dass er es schön findet,dass ich anrufe oder sowas.Er schrieb mir dir Tage,dass er mich noch liebt und mich nicht aufgeben will,aber ich hätte diese Situazion ja so gewollt und gedrängt und mit Bedingungen verbunden und was das jetzt alles noch bringen würde in dieser besch... Situation?Er wäre froh,dass er noch Freunde hat,ansonsten fühler er sich allein.

    Nächste Woche ist sein Geburtstag und ich weiss auch nicht,wie ich mich da verhalten soll.Sein Geschenk hab ich schon länger hier liegen.
    Man kann selten mit ihm richtig reden,er blockt gern ab,verschiebt ein Gespräch auf den nächsten Tag oder sagt,man müsse ja nicht alles totreden.Manchmal wenn er zugänglic ist,ist er einsichtig.Er sagt auch immer,er weiss dass alles seine Schuld ist und war,aber er das,was in der Vergangenheit war,leider nicht mehr rückgängig machen könne.Er könne nur versuchen,es besser zu machen,was er auch wolle. Bis jetzt waren es immer nur Worte,Versprechungen.Er hats zwar etwas besser in den Griff gekriegt seit diesem Jahr bis jetzt im März,als er 2x wirklic auffiel.Natürlich hat er schon was getrunken,aber nicht über die Stränge geschlagen und ich denke auch manchmal heimlich.

    Er sagte immer,dass er mit mir vollkommen zufrieden ist und nur mit mir eine Familie gründen möchte usw,aber mit sich selbst unzufrieden wäre.Nur warum hat er dann nach so vielen Rückschlägen,Arbeitsverlust,Führerscheinverlust,Tränen und Streit bei uns und in seiner Familie,das Leid,dass er ja sieht,was er uns antut noch nichts unternommen?


    er setzt sich kein bißchen mit seinen problemen auseinander - weil er es nicht kann.
    es gibt für ihn so viele gründe warum es genau jetzt einfach nicht geht, viel um die ohren, stress, sorgen, zu wenig geld, kein führerschein, und dann zu allem überfluss auch noch eine frau die nix besseres zu tun hat als ihm mit ihren ständigen vorwürfen auf den geist zu gehen... all diese dinge eignen sich wunderbar als ausreden. von diesen ausreden ist er überzeugt - das ist bestandteil der krankheit. nimm es nicht persönlich.

    seine liebesbekundungen solltest du besser auch nicht persönlich nehmen. seine liebe ist die flasche, dann kommt erst gaaaaanz lange nichts und irgendwo ziemlich weit hinten dann du.
    du machst ihm zwar in gewisser hinsicht das leben etwas bequemer, aber ganz oft bist du auch einfach nur lästig. das ist dann, wenn er mal wieder nicht diskutieren will, abblockt und versucht, dich mit irgendwelchen versprechungen zu vertrösten.

    das von dir beschriebene "etwas besser in den griff kriegen" seinerseits bedeutet für ihn eine riesengroße anstrengung; diesen zustand über eine längere zeit aufrecht zu erhalten ist so gut wie unmöglich.

    es gibt nichts was du für ihn tun kannst.
    sei um deiner selbst willen konsequent, brich den kontakt ab, halte dich fern von ihm, sieh zu daß du dich aus diesem teufelskreis befreist.
    kümmere dich um dich, damit hast du ja bereits angefangen. tu dir selbst so viel gutes wie du nur kannst.

    alles andere hat keinen sinn.

    viele grüße
    pintura

    hallo alle,

    es geht mir zur zeit so unglaublich gut!
    ich mag gar nicht mehr daran zurückdenken wie fertig ich war und wie schlecht es mir mit diesem gräßlichen xy ging.

    jeder, die noch mit sich hadert, kann ich nur raten: nimm deine beine in die hand und lauf! alles andere hat einfach keinen sinn.

    vielen dank an alle hier, an deren erfahrungen ich teilhaben durfte, und die mir damit den nötigen letzten schubs in die richtige richtung gegeben haben.

    ich wünsche mir wirklich daß es so bleibt.

    dankbare grüße
    pintura

    hallo frozen tears,

    danke für deinen beitrag, ich stimme dir zu 100% zu.

    es gab immer mal wieder zeiten, da konnte der xy sich so einigermaßen bemühen, die gleichgültigkeit mir und allem anderen gegenüber nicht ganz so deutlich zu zeigen. das war mit sicherheit viel zu anstrengend für ihn, als daß er es so über längere zeit hätte aufrecht erhalten können.
    ich habe in diesen zeiten immer wieder große hoffnung geschöpft, aber die jedes mal darauf folgende enttäuschung war im nachhinein betrachtet viel zu anstrengend für mich, als daß ich es so über längere zeit hätte aufrecht erhalten können ;)

    ich weiß daß er während der phasen in denen wir getrennt waren, immer mal wieder andere frauen am start hatte. bei denen war die schmerzgrenze wohl nach wesentlich kürzerer zeit bereits erreicht, denn diese "liebesbeziehungen" hielten immer nur wenige monate oder sogar nur wochen.

    ich persönlich würde es mittlerweile nicht mehr als liebesbeziehung bezeichnen, wenn mein gegenüber mir nichts außer gleichgültigkeit entgegenbringen kann, wie sehr auch immer ich mich um ihn bemühe.
    ihm ist es doch völlig egal, ich bin beliebig gegen andere frauen austauschbar, die einzige konstante in seinem leben ist und bleibt die bierflasche.

    der weg zu dieser erkenntnis war lang und hart, aber jetzt bin ich heilfroh daß ich mir darüber keine gedanken mehr machen muß, und auch daß ich mir derartige enttäuschungen in zukunft ersparen kann.

    viele grüße
    pintura

    hallo miriel,

    das sind alles gedanken, die ich während und nach meinem letzten rückfall genau so auch hatte.
    was ich nicht hatte, ist die distanz von der du sprichst.

    wir hatten über ein halbes jahr keinen kontakt, bevor er sich damals bei mir gemeldet hatte. trotzdem bin ich wieder in die alten verhaltensweisen reingerutscht, wenn auch nur kurz und bei weitem nicht so heftig wie früher. zum glück ist es mir relativ schnell gelungen, mich wieder auf mein eigenes leben zu besinnen, auch aufgrund dessen was ich bisher über die ganze thematik gelernt und verstanden habe.

    am anfang dachte ich auch daß ich diesmal alles anders machen würde, daß ich im vergangenen halben jahr eine ausreichende distanz aufgebaut hätte und ich es diesmal auf keinen fall wieder so nah an mich heranlassen würde. hat natürlich nicht geklappt.

    ich denke es ist ganz ähnlich wie beim alkoholiker, wenn er nach einer gewissen zeit der trockenheit anfängt sich zu sehr in sicherheit zu wiegen. hochgefährlich, sowas.

    ich wünsche dir, daß du es schaffst, die situation einfach nur unbeschadet hinter dir zu lassen - ich könnte es vermutlich nicht.

    viele grüße
    pintura

    Zitat von Nys

    Er, derjenige der alles auf dem Altar des Alkohols opfert und dabei selbst das letzte seiner Opfer sein wird. Er in all seiner Verlorenheit und Unfähigkeit - wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Das hätte ich ihm gern noch gesagt.

    hallo,
    genau das habe ich meinem xy gegen ende unseres letzten kontakts (meines letzten rückfalls), nachdem mir klar geworden war daß sich bei ihm auch diesmal wieder nichts ändern würde, gefühlte 1000x gesagt.
    interessiert hat es ihn nicht.
    am anfang hat er mir sooooo oft gesagt, wie sehr er mich doch immer noch liebt, er hat interesse gezeigt, sein ganzes verhalten erweckte den eindruck daß es ihm ernst ist und er wirklich etwas unternehmen will.
    im laufe der zeit kam immer mehr die gewohnte gleichgültigkeit zurück. am ende wurde alles was ich ihm zu sagen hatte nur noch ignoriert.
    die puste für sowas kann man sich also getrost sparen.
    gruß
    pintura

    mein beileid, liebe renate.

    wenn ich so etwas lese, bekomme ich angst.
    auch wenn ich mit meinem xy nichts zu tun habe, will ich trotzdem nicht daß er stirbt. aber genau darauf arbeitet er hin.

    wir haben keinen kontakt, ich denke normalerweise kaum noch an ihn.
    ich lebe mein leben, er lebt seins. und zumindest mir geht es verdammt gut damit.
    würde ich aber behaupten, es sei mir egal ob er "dahinsiecht" oder "krepiert", wäre das eine glatte lüge.

    etwas betrübte grüße

    pintura

    hallo andreas,

    also mir haben deine beiträge im co-forum sehr geholfen.
    für mich ist es hilfreich zu verstehen, wie die typischen situationen von der "anderen seite" aussehen, da ich ja nicht in den kopf des xy hineinschauen konnte und er von sich aus natürlich auch nie etwas darüber gesagt hat, was tatsächlich in ihm vorging.
    im nachhinein tut es zwar nichts mehr zur sache, aber ich habe das gefühl daß mir das verstehen den prozess des darüber hinweg kommens ein wenig erleichtert.
    wollte ich nur mal gesagt haben.

    danke & gruß
    pintura

    huhu,

    seit ein paar tagen juckt es mich.
    ich verspüre den wunsch, wieder kontakt aufzunehmen um herauszufinden, ob er von seinen beim letzten kontakt geäußerten plänen mittlerweile irgendwas umgesetzt hat.

    und das, obwohl ich die antwort eigentlich schon kenne.
    natürlich ist alles beim alten, natürlich säuft er weiterhin genau wie vorher.

    aber da ist dieser kleine hoffnungsschimmer, nach all dem was er mir gesagt hatte.

    ich will nichts mit ihm zu tun haben, solange sich nichts verändert hat. die vorstellung, ihm gegenüber zu stehen, in sein aufgedunsenes gesicht mit den verquollenen augen zu sehen, und der gedanke an die alk-fahne lösen übelkeit aus.

    zur zeit ist bei mir doch alles gut, warum sollte ich mich so einer unangenehmen situation aussetzen wollen?

    warum kommen mir diese gedanken jetzt und warum lassen sie mich nicht in ruhe?

    bin ziemlich verwirrt gerade. kennt jemand von euch sowas? und wenn ja, was habt ihr dagegen unternommen?

    vielen dank und viele grüße

    pintura

    huhu oldie,

    daß es nicht möglich ist, mit einem trinkenden partner auf gleicher augenhöhe eine beziehung zu führen, habe ich ja nun zu genüge selbst erfahren.
    das ändert aber nichts daran, was ich für den menschen empfinde. allerdings ist mir inzwischen klar, daß ich mit meiner liebe völlig allein dastehe, solange er säuft.
    es ist ein bißchen so, als ob ich aus der ferne in jemanden verliebt bin, an den ich nie herankommen kann. und meine liebe nicht leben zu können ist mir auf dauer zu unbefriedigend.

    die frage ob ich länger hätte warten sollen, bezog sich darauf, daß der letzte kontakt zwischen uns überhaupt nur zustande kam, weil er mir und auch anderen gegenüber geäußert hatte, etwas ändern zu wollen.

    als ich ihn nach seiner motivation gefragt hatte, sagte er daß er es für mich und für unser kind tun wolle. ich bin mir relativ sicher daß er den kontaktabbruch von meiner seite jetzt als willkommene begründung zum weitersaufen benutzt.

    wenn er wirklich etwas hätte tun wollen, hätte er es getan bzw. würde es tun. egal ob wir kontakt haben oder nicht.

    eigentlich alles ganz klar. aber die zweifel kommen trotzdem immer mal wieder...

    viele grüße

    pintura

    huhu lindi,

    dazu hab ich hier ein super buch, ich nehme mal an daß ich den titel nicht nennen darf?
    ich rauche seit anfang des jahres nicht mehr, das ist jetzt zwar noch nicht so lang, aber bisher klappt es ganz hervorragend.
    den zugrundeliegenden denkansatz darf ich doch hoffentlich wiedergeben?

    und zwar geht es darum daß die meisten raucher nicht wegen des nikotinspiegels und schon gar nicht wegen des geschmacks rauchen, auch nicht weil es gewohnheit ist, wie manche sagen.
    sondern sie rauchen wegen dieses klitzekleinen kicks, den sie jedes mal bekommen wenn sie die ersten züge an der zigarette nehmen.
    das suchtgedächtnis verlangt nach diesem kick und der raucher befriedigt das verlangen indem er sich eine anzündet.
    jedes mal wenn er das tut, wird dadurch die verknüpfung im suchtgedächtnis verstärkt.

    bei vielen rauchern ist die verlustangst das schlimmste; das gefühl daß ihnen etwas weggenommen wird wenn sie sich selbst sagen "ich darf nicht mehr rauchen" oder "ich muß aufhören zu rauchen".
    gegen dieses gefühl des zwangs rebellieren viele raucher dann schon von vornherein, indem sie "jetzt erst recht" rauchen wollen.

    in wirklichkeit hat jedoch jeder raucher jederzeit die freie wahl und wird zu nichts gezwungen.

    in der praxis geht das dann so:
    - man verspürt das verlangen zu rauchen.
    - man hält sich vor augen daß man jederzeit die freiheit hat, zu rauchen.
    - man macht sich aber auch klar, daß ein zug an der zigarette bedeutet, daß man weiterhin rauchen wird.
    - dann trifft man die entscheidung: entweder man zündet sich eine an, oder man beschließt, das verlangen zu rauchen für den moment einfach nur zur kenntnis zu nehmen.
    - hat man sich entschieden, macht man sich die vorteile bewußt, die die entscheidung mit sich bringt.

    für mich hat das so bisher ohne probleme funktioniert.

    viele grüße

    pintura


    p.s.: wäre diese technik möglicherweise auch auf andere süchte anwendbar?