Beiträge von Sensual

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Liebste Saphira,


    und das darf genau so sein! Du bist ein Mensch mit einem riesigen Herz, eine so liebevolle Seele! Lass Deinen Schmerz raus,lass alles raus. Irgendwann fühlt es sich nicht mehr ganz so schwer an, ein Gefühl der Befreiung schleicht sich sein. Ich wünsche mir für Dich, du hast Menschen um Dich, die Dir zuhören, Dich auffangen.


    Du hast etwas ganz anderes verdient, DU bist es wert! Und das wartet da draußen auf dich.


    Fühl dich ganz ganz fest umarmt 🤍

    Liebe Saphira,


    ich kann dich sehr sehr gut verstehen, wir alle hier. Plötzlich bricht die Illusion einer intakten Familie zusammen, die man sich doch so anders für sich und die Kinder gewünscht hat. Da lässt sich schwer umschalten und weggucken. Ich persönlich halte es für wichtig allen Gefühlen Platz zu machen, sie zuzulassen. Sie dann aber auch einzuordnen und zu sortieren.

    Schreibe sie auf!

    Mache einen „Eimer“, wo Deine Gefühle Dich betreffend rein kommen. ZB dein Schamgefühl, dein Versagensgefühl, Herzschmerz etc.

    Einen weiteren Eimer für deine Gefühle, ihn betreffen. Dein Ausgebrannt sein, was du alles getan hast, was ER Dir und den Kindern angetan hat etc.

    Einen dritten Eimer für deine Gefühle bzgl der Kinder.

    So hast du all deine Gefühle in der „Hand“ und nun sortierst du sie! Sortiere sie nach Verantwortlichkeit! Du wirst sehen, dein Eimer und der der Kinder wird leerer und leerer, während sich sein Eimer füllt und überquillt. Vllt hilft dir das symbolisch, um loslassen zu können, das Dich keine Schuld trifft!

    ER hat sich für diesen Weg entschieden, ER hat das zerstört, was war!

    Du hast an allen Stellen versucht zu retten, was vllt noch zu retten gewesen wäre. Aber auch das hat er nieder getreten. Ob nun krank oder nicht.

    Gäbe es seine Sucht nicht und er wäre so mit dir umgegangen, würdest du die Schuld sicher nicht bei dir suchen oder?

    Löse dich von der Illusion, die Sucht sei für alles verantwortlich. Hinter der Sucht steckt ein Mensch, der sich entweder dafür oder dagegen entscheidet. Der nicht dauerbesoffen ist und auch „klare“ Momente hat. Und in genau diesen entscheidet er sich auch für genau diesen Weg, der Dir und den Kindern weh tut und einfach nur lähmt.


    Ich habe eine ganze Weile nach der Trennung gebraucht (die übrigens von ihm aus ging,nachdem ich ihm erneut eine Chance geben wollte und mich wieder habe einfangen lassen), zu akzeptieren, was er eigentlich für ein Mensch geworden war oder möglicherweise auch schon vorher war. Fakt ist, es war nichts mehr von dem über, den ich kennengelernt hatte. NICHTS! Und das obwohl er nüchtern war und sich von seiner Sucht erneut befreien wollte. Selbst Monate danach, zeigte sich seine Persönlichkeitsstörung und ich hatte endlich begriffen und konnte komplett loslassen.

    Das, was Dir jetzt widerfährt, was du jetzt durchzustehen hast, wird dich dir selbst so viel näher bringen, sich derart wachsen lassen und innerlich ruhiger werden lassen, das ist aktuell unvorstellbar und schon gar nicht zu fühlen. Aber vertrau darauf! Wir sind hier so so viele, die Ähnliches erlebt und durchgestanden haben, die ähnlich fühlten und dachten, wie du jetzt.

    Das emotionale wird weniger, wird leichter, das rationale wird mehr. Deine Stärke ist bereits da und will raus, sie wird den Weg auch finden. Dein Innerstes ist auch da und kämpft unüberhörbar um Dich! Du wirst dich selber ganz schnell wiederfinden. Mir ging es auch so. Ich wusste nicht mehr, wer ich eigentlich bin.

    Gib DEINEM Prozess die Zeit, die nötig ist. Fokussiere Dich nur auf Dich und die Kids. Er hatte seine Zeit und Chancen!


    Hole alle Gefühle hoch und sortiere sie!Hab den Mut Dich denen zu stellen.


    Kraft, Mut und Erkenntnis schicke ich Dir.

    Ich sags ja - er ist nicht mehr zurechnungsfähig. Ich glaube nicht, dass das nur der Alkohol ist und auch nicht, dass er wirklich so bösartig ist. Er ist schwer krank. Vielleicht doch noch ein Gehirntumor?

    Liebe Saphira,


    um ehrlich zu sein, ich bin ziemlich sicher es liegt am Alk. Meiner hatte selbst nüchtern irgendwann völlig irre Vorstellungen und wurde mehr und mehr psycho!!! Aber so richtig! Selbst bei der Trennung lebte er in einer völligen Parallelwelt, war der Meinung wir BEIDE seien Schuld, dass die Beziehung endet, konnte aber nicht benennen welches genau mein Part daran war. Aber er wolle mir ein guter Freund sein, er liebt mich ja schließlich etc… und er hätte mich nicht betrogen und belogen, niemals! 😂😂😂 im Suff sagte er mir deutlich „ich bin in keiner Beziehung und ja, ich will Frauen kennenlernen“…nun habe ich erst kürzlich eine von genau denen per Zufall kennengelernt!


    Was ich dir damit sagen will…wie fortgeschritten seine Sucht bereits ist, wie kaputt das Hirn und seine Psyche bereits sind, kannst du nicht wissen und nicht erahnen. Sehr wahrscheinlich spielen da auch massive Persönlichkeitsstörungen eine erhebliche Rolle, ob nun ausgelöst durch den Alkmissbrauch oder aus anderen Gründen. Dieser Mann ist nicht nur suchtkrank, sondern auch psychisch kaputt!

    Begib Dich nicht wieder in die Gedankenschleife „Hirntumor oder nicht“. Akzeptiere wie bösartig und irre er sich JETZT gibt! Natürlich möchte man sich an irgendwas halten, was nicht zu seinem wahren ich gehört, aber die Fakten liegen auf dem Tisch! Und was heißt schon wirklich kennen….das wahre Gesicht zeigt sich oft erst, wenn man dem Menschen den Rücken kehrt…


    Ich wünsche dir alle Kraft, die es braucht, jeden Mut, für dich und deine Kids einzustehen! Verlasse diese verkorkste, kranke und schädigende Welt und komme wieder auf die schöne Seite des Lebens.


    Ich habe auch nicht gedacht, das ich mich je so wirklich davon erholen kann. DOCH! Es dauert, es zwickt, aber mit der Zeit beginnt das fassungslose Kopfschütteln über die Vergangenheit und das Lächeln über das hier und jetzt.


    Ich umarme Dich aus der Ferne! DU schaffst das, lass dich nicht beirren und stell dir die Frage „wieso, weshalb, warum ist er so und so, ist er so krank usw“ NICHT mehr! Die Antwort darauf ist, WEIL. Und dieses Weil ist sein Vermächtnis!

    Ich sags ja - er ist nicht mehr zurechnungsfähig. Ich glaube nicht, dass das nur der Alkohol ist und auch nicht, dass er wirklich so bösartig ist. Er ist schwer krank. Vielleicht doch noch ein Gehirntumor?

    Starchen..tue das, was du für richtig empfindest, nimm mit und auf, was du hier für dich annehmen kannst und magst.

    Ich würde dir gerne sagen „freue dich bitte nicht zu früh“…dieses Rumgebrabbel im Suff ist oft einzig und allein Selbstmitleid! Nichts anderes Und ich behaupte, erst recht keine Einsicht…aber ich kenne das Gefühl der inneren Euphorie „ah, eeeendlich. Sooo vernebelt ist er ja nicht, ist j doch nicht so schlimm, wie ich annahm…“ usw…der nächste Schlag steht bereits in der Startlöchern. Vergiss nicht, morgen ist Samstag, somit auch noch eine Möglichkeit Stoff zu besorgen und Tanken gibt’s ja auch noch. Ob es bisher nur die 3 Dosen Bier waren..bezweifle ich ganz stark, besonders nach dem Gefasel…nach 3 Bier ist man nicht so dicht, nicht als Trinker…


    Sprich aus, was du auszusprechen hast bei ihm! ABER bitte stütze dich nicht auf seine Worte und sei nicht enttäuscht, wenn es wieder nichts wird…da ist er noch lange nicht und du ja auch nicht.


    Ich wünsche jedem mit Hoffnung, es tritt so ein wie gehofft und gewünscht…aber….

    Danke für eure Antworten.

    Erstmal: mit "ansonsten haben wir eine harmonische Beziehung" meinte ich den Zustand ohne Alkohol, sprich den normalen Alltag von morgens bis abends. Hier sind wir ein eingespieltes Team und harmonieren wunderbar miteinander. Der Alkohol spielt hier "nur" abends, am Wochenende (hier je nachdem was anliegt und gerne schon am Nachmittag, aber in der Regel auch eher abends) und im Urlaub eine Rolle. Man könnte sagen, er ist nüchtern mein Traummann. Ich liebe ihn!

    .

    Liebe Starchen, ein Alltag mit einem Alkoholiker ist niemals nie normal! Von morgens bis abends…bisher deines „Wissens“ nach NUR am Abend und am Wochenende, dann schon mal Nachmittags , im Urlaub bitte JEDEN Tag…tut mir leid, aber DAS hat mit normal nichts zu tun! Auch wenn ich verstehe, was Du damit ausdrücken wolltest, aber du verharmlost bereits jetzt schon seine Sucht.

    Was glaubst du, wo es endet?


    Sei Dir mal sicher, jede und jeder Angehörige hat seinen alkoholkranken Partner geliebt und lange nicht wahrhaben wollen, das sich eben dieser Mensch mehr und mehr verabschiedet.

    Ich träume immer mal wieder von meinem, wie er zu Beginn war…diesen jenigen vermisse ich auch noch heute, obwohl ich mich knallhart ehrlich frage, ob es ihn so wirklich gegeben habe oder ich es nur so wollte. Nüchtern war bei uns lange auch alles toll…so dachte ich.


    Du mutmaßt wie er reagieren würde, wenn du ihn konfrontierst…wieder tänzelst du rum. 😬

    Du solltest ein ganz ernsthaftes Gespräch führen aus DEINER Sicht. Lege ihm die Antworten nicht in den Mund oder greife vor. Mach deutlich, das Worte keine Taten sind, aber nur diese zählen. Sprich aus, wie und was du fühlst, was es mit Dir macht. Überlege dir aber auch, was deine Grenzen sind, was passiert, wenn er Dich weder ernst nimmt, noch eine Bereitschaft zeigt irgendwas zu tun…

    Schon als wir uns kennenlernen, hat mein Freund jeden Abend seine 2-3 Halbe getrunken. Als er dann zu mir zog, haben wir unsere Verliebtheit zelebriert und auch oft abends zusammen was getrunken am Wochenende. Anfangs hat er gelegentlich abends unter der Woche mal 1-2 Bier dann zusätzlich getrunken. Zwischendurch wurde es immer mal mehr, so dass es auch bereits einige Male Thema war und es daraufhin auch immer mal so Absprachen gab, dass z.b. unter der Woche nichts getrunken wird. Das hat nie lang gehalten und wurde kontinuierlich mehr. Seit einem Jahr ca. wird es definitiv zu viel für mich. Wenn wir irgendwohin gehen, uns mit Freunden treffen, ist er allen anderen immer weit voraus was den Pegel angeht und mir wird das oft unangenehm. Er wird dann echt schwierig, nie gewalttätig oder so, aber empfindlich und man muss aufpassen, was man sagt, weil er schnell eingeschnappt ist. Irgendwann ist er dann einfach weg... ins Bett gegangen. Egal, ob noch Besucher da sind oder so.

    Wenn es irgendwohin geht, wo er fahren muss, hat er schlechte Laune, weil er dann nicht trinken kann. (Macht er, aber man merkt halt seine Unzufriedenheit damit)

    Jetzt hatten wir gerade 3 Wochen Urlaub und es ist kein Tag vergangen, wo er nicht getrunken hat. Und das auch nicht knapp. Er sitzt stundenlang mit seinem Bier und Handy auf der Terasse, während um ihn herum das weitere Familienleben stattfindet. Gestern z.b. eine Kiste Bier gekauft, heute halb leer... 10 Halbe seit gestern abend und er ist noch nicht fertig.

    Mir fällt es schwer, das kommentarlos mit anzusehen und so sag ich zwischendurch auch immer mal was. Aber das geht hier rein, da raus...

    Ich erhoffe mir durch den Austausch hier Denkanstöße und Tipps, wie ich mich besser abgrenzen kann, um nicht darunter zu leiden.


    Naja, ich denke (weiß), dass Worte allein nicht ankommen werden. Er wird sich dadurch nur in die Ecke gedrängt fühlen. Wenn ich durch Verhaltensweisen zeige, dass es so nicht geht -so hoffe ich- wird er vielleicht anfangen selber drüber nachzudenken und selber was ändern wollen. Dafür führen wir im nüchternen eine zu Gute Beziehung, als dass er gut mit diesen Veränderungen leben könnte. Da bin ich mir sicher.


    Eines vorab, jeder entscheidet selber, was für ihn eine harmonische Beziehung bedeutet, wie diese gelebt wird etc. Du leidest jedoch darunter, das er in Eurem Urlaub jeden Tag trinkt, sich zurück zieht und für sich und dem Bier ist. Harmonische Beziehung?


    Bei dir dreht sich jetzt bereits schon alles um ihn und sein Trinken. Du hast festgestellt, es wird mehr. Wenn du ihn darauf ansprichst, interessiert es ihn nicht, du fürchtest, er fühlt sich dann in die Ecke gedrängt. Nochmal die Frage harmonische Beziehung?


    Mag ja sein, das es für dich ok ist nicht gesehen und gehört zu werden in einer Beziehung, nicht auf Augenhöhe zu existieren. Aber dann gäbe es ja kein Problem oder irre ich?


    Deine durchdachten Verhaltensweisen ermöglichen ihm doch genau so weiter zu machen, noch besser, es ist dann keiner vor Ort um zu mäkeln und zu meckern. Mit Abgrenzung hat das für mich nun absolut nichts zu tun, eher damit, es ihm so bequem wie möglich zu machen, ebenso auch dir, um Konflikten und der Wahrheit aus dem Weg zu gehen.

    Ist ihm klar, wie sehr du darunter leidest, ist es ihm wichtig, das es DIR gut geht? Was wäre denn deine Konsequenz, wenn es ihn nicht interessiert und genau so weiter macht, es mehr und mehr wird? Du suchst nach Wegen genau das auszuhalten. Wenn das deine Definition einer harmonischen Beziehung ist, ist doch alles gut. Dann schränke Dich und Dein Leben ein, indem DU etwas „verlassen“ musst, damit ER nichts ändern muss. Noch trinkt er vllt nicht vor den Kindern, aber muss es erst so weit kommen?


    Du grenzt dich damit nicht ab, du vermeidest klare Grenzen, in der Hoffnung, ihm wird dadurch etwas bewusst. Bei allen Geschichten hier wirst du sehen…das ist ein Satz mit x.


    Wenn er doch meistens klar ist, wie du schilderst, äußere doch mal, wie du dich bei all dem fühlst. Das er dir unangenehm, peinlich ist, wie er ist, wenn er trinkt und das sich das immens stört! Was er bereit ist zu tun!


    Ich wünsche Dir alles erdenklich Liebe!

    Verstehe ich das richtig, dich stört SEIN Konsum, ER hat offensichtlich ein massives Problem und DU überlegst, was du besser machen kannst, damit du SEINEN Konsum besser aushalten kannst? DU willst Veranstaltungen verlassen oder gar nicht erst hin, weil ER sich nicht im Griff hat?

    Prima! DU richtest DEIN Leben nach SEINEM Problem aus. Was besseres kann ihm doch gar nicht passieren! So kann er sich gemütlich, ohne Gemecker seiner Sucht hingeben und du machst das Alles schön mit.

    Lediglich bitte vor den Kindern nicht…was genau erhoffst Du Dir durch Deine Rücksichtnahme und Dein Rumtänzeln um SEIN Problem, von dem er schlichtweg nichts hören will?

    Ich will dir keine Hoffnung und Illusion nehmen Fuchsi…ich dachte genauso und wenige Wochen nach Aufenthalt Nr 5 oder 6 in mehreren Jahren In der Entzugsklinik, Tagesklinik und Langzeittherapie, gewappnet mit dem Notfallkoffer und allen Werkzeugen, die er so lernte in den Therapien, hatte er sich wieder und wieder fürs Saufen entschieden. Erst fürs Saufen, dann fürs Lügen, dann fürs Betrügen…unter Beteuerung wie sie er mich doch liebte und er endlich da raus will. Es war alles da, was er hätte nutzen können. Job, absolut stabiles Umfeld, verständnisvolle Partnerin, usw…sagte er selbst immer. Dennoch hat er sich für den anderen Weg entschieden. Ich glaubte ihm zu Beginn unseres Kennenlernens bis zum Ende. Dann war ich am Ende! Und habe beinahe 1 Jahr gebraucht um wieder bei mir anzukommen!


    Bitte laufe da nicht so naiv und gutgläubig rein. Du hast keine, wirklich nicht den Dunst einer Vorstellung, was da alles auf dich zu kommen mag und was es mit dir macht…


    „Nur“ weil er jetzt im Entzug ist, heißt das leider noch gar nichts. Auch wenn er eine Weile nichts trinkt..hat meiner wochenlang nicht…auch nicht direkt nach dem 3wöchigem Aufenthalt in der Klinik…aber als er dann wieder anfing, war es schlimmer als ich bis dahin erlebt habe.


    DU kannst ihn weder retten, noch davon abhalten. Das müssen wir Angehörigen uns auf die Fahne schreiben. Du verlierst nur…und zwar dich selbst.


    Du bist sicher nicht in ein solches Forum gekommen, weil alles noch so easy ist für Dich und du nur mal so hören bzw. lesen wolltest. Hör mal in dich rein, was dich ehrlich im Inneren wirklich in ein Forum wie dieses bewegt hat.

    hallo orangeblue,


    Lies dir deine Beiträge bitte selber von vorn durch und dann diesen von dir. Merkst du was? Er hat dich genau da, wo er Dich haben will. DU traust dir und deiner Wahrnehmung nicht.


    Jetzt aber mal völlig unabhängig davon, das er definitiv ein Alkoholproblem hat…angenommen er wäre kein Alkoholiker, meinetwegen sogar von einem Arzt/Psychologen offiziell bestätigt. Was genau macht das für dich für einen Unterschied??? DU bist nicht glücklich, DICH stört sein Komsum, sein Verhalten den Kindern gegenüber, DIR gegenüber als Partner, Ehemann. Wozu braucht es hier überhaupt die Diagnose Alkoholiker???

    Warum siehst du nicht die Fakten, die dich dich so fühlen lassen? Warum hat es wichtig, ob du nun richtig liegst oder nicht? An was genau hältst du fest?

    Es spielt doch gar keine wirkliche Rolle, ob er süchtig ist oder nicht- oder wäre eure Ehe, das Familienleben und Du damit auf einen Schlag gesund, normal und glücklich?


    Du sorgst dafür, deinen Kindern ein normales Leben vorzuspielen…Vorspielen? Sie haben ein normales Leben verdient. Ja, die Umstände sind alles andere als einfach, ja, finanziell mit dem Rücken an der Wand stehen, ist sch…. Aber du lebst in Deutschland. Du wirst nicht samt Kindern auf der Straße stehen und Lösungen finden sich immer, auch wenn man mal durchs tiefe Tal muss, man kann den Berg auch wieder erklimmen. und das ist etwas, was du deinen Kindern vorleben solltest, aber sicher nicht Leid und Traurigkeit auszuhalten, um ggf. ein Haus halten zu können. Was lebst du ihnen damit vor?

    Normales, harmonisches Familienleben mit Papa gibt’s doch bei euch gar nicht…eine glückliche und zufriedene Frau bist du ebenfalls nicht.


    Dreh dich doch bitte nicht weiter im Kreis und löse Dich mal von einer möglichen Diagnose, weil sie im Grunde irrelevant ist, wenn du dir die Frage stellst, wie du und deine Kinder leben wollt vs der Ist-Zustand.


    Verzeih, wenn meine Worte emotional kühl wirken…

    Ich will dir nicht zu nahe treten…ich lese bei dir jetzt mehrfach, du bist so traurig, weil du mit ihm nicht mehr auf Konzerte oder Festivals gehen kannst, das hat euch immer so verbunden…war das die Basis eurer Beziehung?! Für mich klingt das viel mehr danach, dass du dir selbst etwas vormachst, das ziemlich gewaltig und innerlich hoffst du weiter.. ich verstehe ja, wenn man sagt mir fehlt der Partner, der er einst war, mir fehlt der Mensch…aber wenn dich die Musikgeschichte so traurig macht, aus der Bahn wirft, da findet sich doch jemand anderes, der deine Leidenschaft teilt. Verstehe gerade nicht so ganz, woran du genau so festhältst..muss ich ja aber auch nicht.

    Grundsätzlich find ich es schwierig einen kranken Menschen von vornherein als Partner auszuschließen. Gibt schließlich auch viele Menschen mit Depressionen, ADS etc.

    Ich will den Alkoholismus nicht beschönigen. Ich möchte mir aber auf jeden Fall angucken wie er "nüchtern" ist und ob seinen Worten Taten folgen.

    hi fuchsi,


    Ich verstehe dich, ich und auch viele andere haben exakt genauso gedacht und gefühlt. Ich hatte ihm auch gesagt, er solle anrufen, zu mir kommen, wenn er wieder saufdruck etc bekommt…glaube mal nicht, das ein einziger Anruf oder dergleichen kam! Starke Depressionen und die Sucht drehen sich häufig im Kreis. Du kannst dich gar nicht auf etwaiges vorbereiten und die Distanz halten. Ebenso erwarte nicht den Menschen, den du einst „kennengelernt“ hast, sollte er den Weg wirklich schaffen. Ihr kennt euch ja noch nicht sonderlich lang, auch wenn es sich anders für dich anfühlt.

    Ich war überzeugt meinen zu kennen, hatte vollstes Vertrauen, glaubte zu wissen, wer er wirklich ist…weißt du warum?…ich wollte überzeugt sein. Ich wollte das diese Beziehung klappt, wir so glücklich bleiben bzw wieder werden, wie wir es die ersten Wochen waren. Ich wollte die Illusion nicht aufgeben endlich den Richtigen gefunden zu haben. So schnell waren meine Gefühle so unsagbar intensiv für ihn…

    Ehe du dich versiehst, hockst du mitten in der Spirale. Egal wie stark du bist, wie selbstbewusst…Manipulation, Lug, Betrug, Täuschung, Demütigung, herbe seelische Verletzungen bringen auch mental starke Seelen schneller zu Fall als man vermutet. Ich dachte zu Beginn, ich habe alles unter Kontrolle. Gar nix hatte ich. Ich wusste ja gar nicht, was wirklich ab ging! Selbst nach der Trennung kamen noch Sachen raus…ne…unwürdig einfach.


    Deswegen sagte ich ja, WENN er den Weg wirklich geht und es schafft, kann man sich ja anders und neu kennenlernen. Aus Selbstschutz würde ich höchstens eine freundschaftliche Basis bieten, anders wirst du dich nicht abgrenzen können, erst recht nicht emotional.

    Ich finde gut, dass er immerhin schon erkannt hat, dass er süchtig ist und auch in Therapie ist. Er hat angeboten, mich nächste Woche mit zur Therapie zu nehmen.

    Dann soll wohl zeitnah eine 6-monatige Reha folgen.

    ich glaube fast, er möchte sich helfen lassen aber es geht nicht, weil er in seiner letzten Beziehung keine Unterstützung erfahren hat. Er macht alles mit sich aus.

    Ich habe zB auch angeboten, mich anzurufen, wenn er das Gefühl hat was trinken zu müssen oder vorbeizukommen.

    Liebe Fuchsi,


    Mein Ex hat mir recht schnell die Wahrheit über seine Sucht anvertraut, auch er war zuvor mehrfach im Entzug, Therapie, Tagesklinik.

    Er erzählte mir auch, seine Ex hätte ihn null unterstützt etc und er möchte endlich raus aus der Sucht…Fuchsi…ich mache es hart und kurz: LAUF so schnell du kannst! Lass die Verliebtheit nicht deinen Verstand verblenden!!

    Wenn er irgendwann wirklich trocken ist, längere Zeit, kann er sich ja vllt nochmal melden. Aber den Expartner quasi verantwortlich für einen Rückfall zu machen, zu unterstellen, es hätte keine Hilfeleistung gegeben…sorry, da geht mir echt der Hut hoch! Glaub ihm bitte nicht alles, was er dir so auftischt! Er ist ein erwachsener Mann und es ist SEIN Problem und SEIN Job, die Sucht zum Stillstand zu bringen. Und wenn die Ex ihn deswegen verlassen hat, ist das ihr absolutes Recht! Das Leben mit einem Alkoholiker ist nicht lebenswert, die Worte heiße Luft. Lass nur die Taten sprechen und wenn du dir eine Zukunft mit Kindern wünschst, lauf noch mal schneller!

    Ich weiß, es klingt hart und abgedroschen, aber du verschwendest deine Lebenszeit und sitzt auf einem Pulverfass. ICH würde das meinen Kindern nicht und niemals antun wollen. Die Chance, das es gut geht, wäre mir persönlich zu gering. Du bist noch so jung, tu dir das nicht an. Du bist nach der Beziehung mit einem Alkoholiker nicht mehr dieselbe, du bist gezeichnet und geprägt und das wieder hinzubekommen, weil man all den Mist zugelassen hat, dauert eine ganze ganze Weile. Das macht einfach etwas mit dir.

    Dein Verstand zeigt dir schon die richtige Richtung.


    By the way…obwohl meiner angeblich wollte, war es die Psycho-Hölle auf Erden und ging nicht gut mit uns aus! Ich hatte keinerlei Ahnung, was da auf mich wirklich zu kam, vertraute ich ihm doch…aber mehr und mehr kam die Wahrheit raus..und die fliegt dir auch nochmal doppelt um die Ohren und sitzt…


    Alles Gute!

    Es hört sich so blöd an aber irgendwie warte ich noch drauf ob etwas kommt von ihm, so etwas wie Einsicht und Reue...

    hallo liebe Claudia,


    Ich kann jedes Wort von dir so nachfühlen, mir ging es gefühlsmäßig und auch gedanklich ziemlich wie Dir und etlichen anderen.


    Ich kann dir aus meiner Erfahrung berichten, nicht mal als er nüchtern war oder abstinent wurde und war kam je eine Einsicht oder Reue für das, was er sich alles geleistet hat. Ehrlich gesagt, hat mir das sogar geholfen. Es hat meinen Blickwinkel geändert und meinen Prozess des Loslassens beschleunigt, da ich verstanden habe, er ist auch nüchtern eine arme kaputte Seele, die mir niemals gerecht werden kann.

    Was habe ich mich zu der Zeit über kleine, wirklich Belanglosigkeiten gefreut, wo andere mich völlig verzweifelt anschauten…heute schüttel ich selber mit dem Kopf und zwar heftigst.


    Jetzt interessiert es mich nicht mehr die Bohne ob da eine neue in sein Leben tritt, ob er zu ihr anderes sein wird oder Peng. Zu MIR war er schlecht und widerlich! Alles andere zählt nicht und deutet auch nicht auf meinen Wert hin. So klein ich mich habe machen lassen, das Häufchen Elend und Selbstlosigkeit…das gibt es nicht mehr! Ich bin stärker denn je und so mit mir, jeder der mich blöde behandelt, rote Flaggen zeigt, wird umgehend aussortiert a la „guten Tag und guten Weg“.


    Lass die Zeit die Wunden heilen, dir wird es bald ebenfalls kalt den Rücken runterlaufen bei Gedanken an Vergangenes, an ihn. Lerne DIR zu vergeben und wirklich nur DIR, was du mitgemacht u d gewähren lassen hast. Das war für mich die härteste Nuss rückblickend betrachtet.


    Du schaffst das! Du findest Dich wieder und auch deine Liebe zu dir selbst! Vertraue Dir selbst!

    Ich finde schon das der Alkohol relevant ist, denn, das ist eine Wand, die sich aufbaut, wo man nicht mehr an den anderen rankommt. Der andere verschwindet einfach in der Sucht und ist nicht mehr greifbar. Man geht, weil man sich machtlos fühlt… nicht weil die Liebe weg ist oder sonst was. Und du weißt der andere macht was, was ihn zerstören kann.. usw. Wenn man betrogen wird, hat man zumindest erstmal die Wut. Kann man bestimmt besser beschreiben, aber geht gerade nicht besser.

    Mein Kontext war darauf bezogen, ob es relevant ist, wenn dein Partner dich betrügt mit oder wegen Alkoholeinfluss oder nüchtern.

    Denn wir Angehörigen entschuldigen einfach ALLES mit der Sucht. Das sehe ich heute absolut anders! Hast du gewisse Charakterzüge, andere Züge, kommen die ggf mit dem Alk krasser zum Vorschein und werden schlimmer. Aber Du hast sie auch nüchtern.

    Du klammerst Dich noch immer an die „guten“ Seiten…kennst du diese denn wirklich? Hast du sie ohne die Sucht kennengelernt?

    Ich verstehe Dich, Max. Aber sie hat eine Wahl, völlig unabhängig wie schwer dieser Weg ist.

    Sieh der Realität knallhart ins Auge. Die „guten“ Seiten kommen nicht wieder, wenn es jene tatsächlich derart wirklich gab.


    Dir möchte ich ans Herz legen deine „leeren Eimer“ selber zu füllen. Das kann kein anderer für dich tun! Schau bei dir hin, wieso es so weit kommen konnte, wieso du dich so behandeln lässt und noch immer so klammerst. Wieso ist diese „Liebe“ zu einem Menschen, der Dich benutzt, demütigt, wissentlich und ganz bewusst verletzt, noch so groß? Räume bei dir auf! Jeder ist für sich verantwortlich und auch für sein Glück. Es ist nicht ihr Auftrag Dich glücklich zu machen.

    Banales Beispiel:

    Ist es nicht genau so unfassbar, wenn dir jmd sagt, er liebt dich über alles, betrügt dich dann aber. Ist die Frage ob Alkohol im Spiel irgend relevant?! Nein! Betrug ist Betrug, Angriff ist Angriff und sch….. bleibt sch….. . Sorry. Löse dich von dieser Alkschleife, die hält dich nur in der Hoffnung, die es nicht gibt.

    Max,


    Wo genau liegt der Unterschied? Würdest du dich nicht trennen, wenn sie so wäre wie sie ist und das ganz ohne den Alkohol?

    Wir Angehörigen entschuldigen damit einfach alles! Und das ist falsch! Das steckt ein Mensch hinter und der tut dir das, nicht der Alk als solches. Blende den mal aus und dann schau hin, was bzw. wer da so mit dir umgeht.

    Liebe Anita,


    Du sprichst mir mit allem aus der Seele. Exakt so war es bei mir auch-erschreckend und fürchterlich! Wenn ich an das Gefühl oder eher an die schlechten Gefühle vom letzten Jahr denke, wird mit noch immer ganz anders. Ich möchte nichts, aber auch wirklich nichts davon zurück! Niemals!

    Lieber Max,


    hast mal einen Perspektivenwechsel gewagt?

    Was genau macht dich so sicher, das alles perfekt wäre, würde sie doch endlich das saufen sein lassen? Weißt du wer sie eigentlich ohne ihre Sucht ist? Eben nicht.

    Ich habe auch geglaubt zu wissen, wer mein Ex ist. Ich glaubte, er sei meine große Liebe. Noch nie habe ich zuvor so intensiv empfunden.

    Aber soll ich dir was verraten? Ich habe erst nach der Trennung, als er trocken wurde sein wirklich wahres Gesicht kennengelernt und das mochte ich überhaupt nicht. Mir wurde schonungslos bewusst, er hat diese narzisstischen Züge nicht nur, wenn er gesoffen hatte!!! Das hat mir nochmal ganz anders die Augen geöffnet.

    Heute, fast 1 Jahr später bin ich noch immer traurig- nicht mehr wegen der verlorenen Beziehung, viel mehr meinetwegen, was ich mitgemacht habe, wie ich mich behandeln lassen habe, welchem tiefen seelischen Schmerz ich mich selbst ausgeliefert habe. Um meine Zeit, die ich regelrecht verschwendet habe. Wegen der Wunden in meiner Seele, die ich noch immer heilen lasse! Und das lieber Max, ist kein Mensch wert und das hat auch mit Liebe nichts zu tun!

    Unabhängig davon, ob eine Krankheit vorliegt oder nicht. Das ist kein Freifahrtsschein und keine Begründung für „aber die Liebe“.

    Sie spielt mit Dir, nimmt Dich nicht für voll und du gibst ihr mit deinem nicht loslassen, immer wieder melden etc immer wieder die Gewissheit, sie kann es mit dir machen!


    Ich kann dich so gut verstehen, ich war sehr ähnlich. Obwohl er sich getrennt hat, nachdem er mich wieder eingefangen hatte nach meiner trennung..ich lege dir ans Herz, höre auf den Alk als Entschuldigung für ihre Abarten zu sehen, schau genau hin- sie ist so, das sind Anteile von ihr, die da zum Vorschein kommen und sei dir sicher, die wären auch noch da, wenn der Alk weg wäre.


    Du hast Angst den Moment zu verpassen, wenn sie begriffen hat und aufhören will, weil du nicht mehr da bist, sich dann bei dir meldet. Wird sie vllt auch zügig genau so tun, aber nicht weil sie wirklich für sich begriffen hat, vielmehr weil ihr Co nicht mehr da ist. Aber nicht DU als ihr Partner oder Mann. Oder sie hat bald schon den nächsten Co.

    Ich kann dir wie viele andere nur von Herzen empfehlen, mach alle Kanäle dicht! FÜR DICH!


    Habe ich auch gemacht. Die ersten Tage waren schlimm, aber dann wurde es ruhiger und ruhiger und ich hatte endlich die Möglichkeit zu mir zu kommen.


    Max, bald wirst du so viel anders über all das denken und fühlen. Geh durch den Schmerz, lass alles zu, aber schau dir vor allem die schonungslose Wirklichkeit an. Da wartet ein ganz anderes Leben auf dich!


    Fühl dich geherzt!

    Sensual

    Nun da hast du recht , jedoch habe ich aus beruflichen Gründen nicht die Möglichkeit dazu. Weiter kann ich das leider nicht ausführen. Ich kann kein Therapie machen da es mich sonst meinen Job kosten könnte.

    Das andere ist, das ich meine Probleme kenne, ich weiß warum meine psyche instabile ist. Wenn du jeden Tag gesagt bekommst das du scheiße bist und du der Grund für sein Suchtverhalten bist, kannst du das äußerlich vielleicht gut verkraften, aber ein bißchen bleibt immer hängen, auch wenn man es nicht will . Es zerfrisst einen innerlich. Was soll mir die Therapeutin denn raten, "trennen sie sich" ha ha das weiß ich selber, es liegt nicht nur an dem was ich tun soll, was mir jemand von außen mitteilen kann, sondern das ich es umsetze. Am Ende des Tages sitze ich allein in meinen vier Wänden und da sitzt keine Therapeutin neben mir die mir zujubelt. Ich alleine muss die Entscheidung treffen können. Den Weg kenne ich, die Möglichkeiten auch. Es liegt an meinem Selbstwertgefühl was über die Jahre kaputt gegangen ist, ich bin mir nichts mehr wert und daran ändert auch keine Therapeutin was in 30 Sitzungen oder was auch immer.

    Liebe Steffi,


    ich verstehe, was du schreibst. Der Kasusknaksus ist aber, warum konnte dich jemand so behandeln und du bist geblieben?! DA ist der Ansatz und der einzig richtige. Das ist nämlich DEIN Anteil! Und es lohnt sich sich mal genauer anzuschauen. Nur weil du eine Therapie machst, steht das nicht im Gesundheitszeugnis! Nur weil man sich psychologische Unterstützung sucht, hat man keine diagnostizierte Störung oder dergleichen. Wundert mich ein bisschen, deine Aussage. Nimm’s mir nicht übel, klingt für mich eher in die Richtung Flucht, damit du dich mit dir nicht auseinandersetzen musst. Solltest du aber. Für Dich und deine Kinder!


    Ich war auch Angehörige, habe mich so mies behandeln lassen wie noch nie zuvor. MICH hat niemand gezwungen zu bleiben. Jeder hat die Wahl, außer die Kinder. Aber WARUM bin ich geblieben, obwohl mich sein Verhalten Stück für Stück zermürbt hat? Wieso habe ich das zugelassen? Es ist ein leichtes die Schuld nur dem anderen in die Schuhe zu schieben. Aber es gibt immer einen, der tut und auf der anderen Seite einen, der das zulässt.

    Was ich Dir damit sagen möchte…vertraue auf deine Wahrnehmung, deinen Instinkt und dein Innerstes. Dein Bauchgefühl teilt dir bereits alles richtige und wichtige mit. Dein Muster, deine Prägung ist es, die Dich alt bekanntes als vermeintliche Liebe und absolute Vertrautheit glauben und fühlen lässt. Etwas in dir ist aber schon vollkommen auf dem richtigen Weg!! Lass dich darauf ein und vertraue dem Prozess, dem deinem!

    DU hast dich nur um DICH zu kümmern, zu sorgen. Du lässt ihn nicht im Stich, du bist du nur mehr wert, als dich einem Schicksal hinzugeben, welches er bestimmt! Gib die Verantwortung für dich selbst nicht ab und übernehme auf keinen Fall seine für sich selbst. Das ist nicht deine Aufgabe und nochmal weniger in einer Partnerschaft. Das, was ihr dort führt, ist keine Partnerschaft. Du bist seine Tankstelle fürs Ego, für die Fassade. Wenn du es nicht bist, ist es irgendwann eine andere..klingt hart, wollte ich auch nie hören. Ist aber leider Fakt! Er kann handeln, er kann sich Hilfe suchen, sich selbst helfen lernen..aber er muss handeln. Der Alk ist nicht sein einziges Problem. Glaube bitte nicht, das wenn er nur nicht mehr trinkt alles in bester Ordnung ist, das ist es nicht. Im Grunde weißt du gar nicht wirklich wer er ist. Persönlichkeitsstörungen, Sucht etc. hat so so viele Facetten. Verschwende deine Lebenszeit nicht, du hast selber erfahren wie lange man nach ungesunden Geschichten brauchen kann bzw braucht. Das ist es alles nicht wert. Leider.