Beiträge von Stern

    Hallo viholi,

    Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich sehe mich als Alkoholiker. Das macht mich im Moment sehr traurig, weil ich diese Erkenntnis lange nicht im vollem Maße begriffen hatte.

    Ich finde es Klasse, dass du das schreibst.
    Also nicht, dass dich das traurig macht, sondern vielmehr, dass du jetzt begriffen hast, was es heißt, Alkoholiker zu sein.

    Ich hatte ja schon lange gewusst, dass ich Alkoholiker geworden bin, mit dem Saufen aufhören konnte ich aber erst, als mir das ganze Ausmaß deutlich machen und das auch akzeptieren konnte.

    Die Alkoholsucht wird immer bleiben. Das ist nicht zu ändern, nicht zu korrigieren, nicht rückgängig zu machen.
    Aber, und das durfte ich selbst erfahren, diese Krankheit geht zu stoppen. Es ist möglich, einen Stillstand der Sucht zu erreichen und du hast den Grundstein dafür schon gelegt. 👍

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    ob ich diesen Satz selbst mal aus vollem Herzen und mit allen Konsequenzen, Stichwort Eigenverantwortung, sagen kann...? Derzeit für mich eine theoretische Wahrheit.

    Das liegt doch an dir.

    Mit dem Nüchternsein wurden meine Gedanken klarer, meine Wünsche größer.
    Als ich noch abhängig saufen musste, was mein einziger Wunsch, dass ich das nicht mehr machen muss….dass ich nicht mehr saufen muss. Diesen Wunsch konnte ich mir mit Hilfe dieses Forums erfüllen.
    Es lag an mir, mir diesen Wunsch zu erfüllen, es lag an mir, hier von den Erfahrungen der Anderen und von der Kritik hier zu lernen. Ich habe, seit ich mich hier angemeldet habe, nie daran gezweifelt, dass ich das schaffen werde, auch zufrieden nüchtern zu werden und zu bleiben.
    Und mir den klaren Gedanken kam mein Überlebungswille zurück. Mein Leben ist zu wertvoll, um es mir von Anderen bestimmen zu lassen, oder von Anderem…. und damit meine ich: dem Alkohol.


    Ich bin Herr meiner Gedanken …und meines Handelns.
    Das ist keine theoretische Wahrheit. Schau mal genauer hin.

    Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie es dann ist, sollte ich in Zugzwang kommen, mich gegenüber Bekannten erklären zu müssen oder zu wollen

    Nur du alleine entscheidest, wem du was erzählen willst. Müssen tust du schon mal gar nix.

    Ich sehe keinen Zugzwang bei mir …noch nie …und von daher muss ich mir da auch gar nix vorstellen, was in diese Richtung gehen könnte. 🤔

    Ich bin Herr meiner Gedanken …und meines Handelns. Wer will da für mich anderes bestimmen?

    Bei neuen Kontakten halte ich mich automatisch von Leuten fern, die ein gestörtes Verhältnis zum Stoff zeigen, den anderen sage ich, wenn ich überhaupt noch mal gefragt werde, dass ich nichts trinke. Das wird bislang so akzeptiert. Nachfragen hat es schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gegeben.

    Das ist bei mir genau so.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute, die lediglich hin und wieder mal ein Glas Wein (oder was anderes) trinken, gar nix hinterfragen, wenn ich sage: „Danke, für mich bitte ein Wasser.“
    Das ist dann einfach so.

    Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.

    sondern generell ist es ein krankhafter Perfektionismus, der mich gute Leistungen nicht anerkennen lässt

    Ist ‚Perfektionismus‘ nicht schon ein fürchterliches Wort?
    Und ist ,Perfektionismus‘ nicht immer auch krankhaft?

    Vielleicht kannst du deiner Frau das genau so sagen?

    Sie hat ja recht.. Genau das hab ich ja immer getan. Wenn es unbequem wurde hab ich mich aus dem Staub gemacht und mich besoffen. Das war bei mir immer so eine impulssituation


    Wichtig finde ich, dass du dich nicht in Alkohol flüchten willst.

    Ich wünsche dir, dass ihr noch mal reden könnt, bevor du mit dem Hund auf‘s Sofa gehst.
    Pass gut auf dich auf.

    Ich nehme mir (halbwegs) feste Zeiten für bestimmte Dinge, die gemacht werden müssen und auch für die Dinge, die ich gerne machen möchte. Gelingt mir nicht immer, denn vor dem iPad kann man die Zelt schon mal vergessen. Und ruckzuck ist es dunkel. So wie du das ja auch schon festgestellt hast. Vor allem, wenn keiner da ist, der einen erinnert, dass die Kiste auch mal ausgemacht werden sollte.
    Das ging mir in der Anfangszeit hier ganz oft so. Ich wollte ja unbedingt ganz viel lernen aus den vielen Berichten hier und wollte absolut ‚Leerlaufzeiten‘ vermeiden. Immer mit irgendwas beschäftigt sein, hat meine Gedanken vom Alkohol weggelenkt.
    Ich habe mir dann zu ganz bestimmten Zeiten eine Internetauszeit verordnet. Um keinen Leerlauf in den Tag zu kriegen, habe ich mir Aufgaben gesucht. Naja, die Aufgaben haben mich gefunden, denn meine Bude war ein Saustall und den wollte ich zu einem schönen gemütlichen Zuhause machen.


    Wie mache ich das heute?
    Wenn ich zur Arbeit muss, fahre ich danach einkaufen und erledige meine Wege, die so zu erledigen sind. Danach ist ja nicht mehr so viel Zeit und die ‚vertrödel‘ ich dann auch schon mal ganz bewusst am IPad.
    Wenn ich Homeoffice habe, entfällt ja mein Heimweg und ich nehme mir direkt zum Feierabend ganz bewusst eine Stunde (oder auch 2) nur für mich …für meine Dehnübungen, Telefonate mit der Freundin, ein paar Striche auf dem Blatt Papier ….

    Auch, wenn‘s noch so spannend ist, den Laptop zuklappen und das machen, was du machen möchtest, schafft unglaublich viel Zeit. Ohne Laptop ist der Nachmittag viel viel länger. :wink:

    Herzlichen Glückwunsch zu 60 nüchternen Tagen 🌹

    Immer kalte Hände, Muskelbeschwerden und Steifigkeit, Verspannungen…. Ich hoffe es ist Teil der Abstinenz und gibt sich irgendwann wieder trotz das ich schon ein paar Jahre auf dem Buckel habe.

    Kenne ich auch, allerdings habe das nie mit der Abstinenz in Verbindung gebracht. Vielmehr ist das meiner Faulheit geschuldet. Wenn ich schön meine Gymnastik- und Dehnübungen mache, ist das besser.

    Bevor die Frage kommt, seither nichts alkoholisches mehr getrunken und auch nichts mehr davon im Haus.

    Davon bin ich jetzt ausgegangen. 🧐

    Den Notfallkoffer griffbereit haben, finde ich eine gute Wahl. Packe dir da ruhig deine eigenen Sachen rein.

    „Der Alkoholismus wird nie in der Vergangenheit verschwinden"

    Diese Erkenntnis ist hart. Auch wenn´s blöde klingt, sie fiel mir schwer. Auch, dass das den Rest meines Lebens begleitend ist.

    Ja, das ist es.
    Mir hat diese Erkenntnis mein Leben gerettet, denn ohne diese Erkenntnis hätte ich es nicht geschafft, nüchtern zu werden und nun schon 2 Jahre und 9 Monate zu bleiben. Und das sehr zufrieden.
    Dass ich Alkoholiker bin, habe ich schon lange gewusst. Aber erst, als ich das akzeptiert habe und mir klar wurde, dass ich diese Krankheit nie wieder los werde, dass ich sie aber stoppen kann, wenn ich abstinent lebe, konnte ich sie auch stoppen. Aber eben auch nur stoppen. Das zu akzeptieren ist hart…..anfangs. Aber was ist die Alternative? Einen Kampf gegen den Alkohol führen? Den kann ich doch nur verlieren.

    Es ist bestimmt ganz besonders schwer, wenn die Mutter nicht mehr da ist.

    Da darf Trauer sein, da dürfen Tränen sein.

    Nein, ich werde deshalb nichts trinken, aber viel weinen.

    Trinken würde dir auch kein Trost sein.
    Du würdest dir deine kostbaren 3 nüchternen Wochen kaputt machen. Diese nüchterne Zeit ist so wertvoll, pass gut drauf auf.

    Ich bin sicher, dass du nüchtern mit dieser schweren Situation auch viel besser umgehen kannst als mit zugedröhnter Birne.
    Es bleibt schwer, aber mit klarem Kopf wirst du die schönen Gedanken an deine Mutter auch spüren können.

    Meine Gedanken sind bei dir.
    Pass gut auf dich auf.


    Glitzer-Flippflopps für den Urlaub sind eine gute Investition in die gute-Laune-Urlaubszeit.