Yoyo - Hallo, ich bin die Neue :-)

  • Hallo ihr Lieben,

    ich bin die Neue. 😉 Ein neues Mitglied von vielen. Das Forum wird nach meinem Durchstöbern ja doch recht rege besucht. Ich bin also nicht alleine. đŸ‘‹đŸ»

    Zu mir und dem Grund, warum ich hier auftauche. Wo fĂ€ngt man an? Ich bin gerade an einem Punkt der Selbsterkenntnis angekommen. Ich habe auf ziemlich ĂŒble Weise spĂŒren mĂŒssen, das mein Alkoholkonsum mich auf Dauer ins Grab bringen wird und vorher mein komplettes Leben (das was noch ĂŒbrig ist) zerstören wird. Ich stand an einem Punkt, an dem ich so verzweifelt war, das ich suizudal wurde. Denn fĂŒr mich ging es weder vor noch zurĂŒck.

    Wann hatte ich den ersten Kontakt mit Alkohol? Über die Frage hab ich viel nachgedacht. Als Kind. Alkohol zu trinken war in meiner Familie normal. Und so hab ich schnell festgestellt, das man Alkohol trinkt, wenn man erwachsen ist. Das erste Mal getrunken habe ich auch als Kind. Zu Silvester- ein kleines GlĂ€schen Sekt fĂŒr die Kinder. HĂ€tten meine Eltern gewusst, was spĂ€ter mit mir passiert, hĂ€tten sie das nicht getan)
    Das erste Mal selbst Alkohol gekauft und mit Freundinnen getrunken habe ich mit 12 Jahren. (FĂŒr mich heute unvorstellbar, wie klein ich noch war)

    Ich wĂŒrde behaupten, das ich ein relativ selbstreflektierter Mensch bin. Und so fiel mir schon mit 17 Jahren auf, das mein Alkoholkonsum irgendwie „nicht normal“ ist. Ich habe auch in jungen Jahren bemerkt, das ich ihn nutze, um GefĂŒhle wie Ängste, Sorgen, Wut und alles was es noch so gibt zu „ertrĂ€nken“ und mich nicht weiter damit auseinander setzen zu mĂŒssen.

    Dann kam die starke Sturm- und Drangzeit. Ich habe in einer Großstadt gelebt und habe so ziemlich alles mitgenommen. Manche Dinge sind so unglaublich peinlich, demĂŒtigend
. Das ich heute auch 20 Jahre spĂ€ter nicht darĂŒber nachdenken kann. Also habe ich eigentlich mein ganzes Leben lang getrunken. FrĂŒher nur am Woe, irgendwann auch in der Woche- und jetzt ganz am Ende jeden Tag. 1-2 Flaschen Wein. Meistens zwei. Ich kann ja nichts stehen lassen.

    Vor ca 15 Jahren habe ich das erste Mal mit einem Arzt ĂŒber meine Alkoholprobleme gesprochen. Er gab mir ein Medikament, welches Übelkeit nach dem Konsum von Alkohol auslösen sollte. Geholfen hat es null.
    Ich hab mich immer damit zufrieden gegeben, das ich schon irgendwie kontrolliert trinken kann. Hat natĂŒrlich NICHT funktioniert. Bis vor kurzem hab ich immer noch daran festgehalten, bis der persönliche Supergau kam und ich das erste Mal in meinem Leben vor der Weggabelung stand. Auf der einen Seite war der Wegweiser fĂŒr die Hölle, auf der anderen fĂŒr das Leben.
    Ich habe mich fĂŒr das Leben entschieden und nun seit ĂŒber 1 Monat nichts mehr angerĂŒhrt. Das erste Mal in meinem Leben habe ich begriffen, dass ich NIE mehr trinken darf. Es sei denn, ich möchte doch zur Hölle fahren.

    Ich habe den konsequenten Weg fĂŒr mich genutzt. Ich habe Familie/ Freunde eingeweiht (Die das Problem auch schon gesehen haben) hab mir mehrere Anlaufstellen gesucht und bin mir klar, das „nicht trinken“ nicht reicht.
    Bei mir gibt es seit Kindheitstagen sehr viele Baustellen. Der Alkohol ist fĂŒr mich ein Symptom der VerdrĂ€ngung. Nun muss ich hingucken.
    Ich gehöre glĂŒcklicherweise zu den Menschen, die sich ab dem Tag des nicht trinkens super gut fĂŒhlen. Ich bemerke sehr schnell, wie gut ich mich in meinem Körper fĂŒhlen kann und wieviel Energie ich doch eigentlich habe. Hinzu kommt, dass ich kein schlechtes Gewissen mehr haben muss, keine Heimlichtuereien mehr, kein Kater mehr, keine Panikattacken mehr usw usw. Ich fĂŒhle mich momentan einfach nur befreit.
    Aber- ich weiß natĂŒrlich- wie sehr ich aufpassen muss. Deshalb bin ich hier. FĂŒr einen Austausch.
    Ich habe mich vor Ort fĂŒr eine Gruppentherapie angemeldet. Aber bis ich dort „einziehen“ darf, wird es noch etwas dauern.

    Soviel erst mal zu mir.

    Liebe GrĂŒĂŸe und ein đŸ‘‹đŸ»


    Yoyo

  • Hallo Yoyo,

    super, dass du schon ĂŒber einen Monat abstinent lebst.

    Du sprichst von Alkoholproblemen, hast dich aber in einem Alkoholiker-Forum angemeldet.

    Bist du Alkoholiker oder hast du ein Alkoholproblem?

    Viele GrĂŒĂŸe

    Stern

    ⭐

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hÀttest.

  • Ist alkoholabhĂ€ngig denn was anderes als Alkoholiker? Oder als alkoholkrank?

    Ist ein AlkoholabhÀngiger kein Alkoholiker?

    Was macht dir Angst, dich als Alkoholiker zu bezeichnen? Ist es ‚nur‘ der Begriff als solches oder verbindest du etwas ganz schlimmes mit dem Wort?

    Ich wusste schon ganz lange, dass ich Alkoholiker bin.
    Manchmal habe ich auch so fĂŒr mich gesagt: alkoholabhĂ€ngig oder alkoholsĂŒchtig. Klang fĂŒr mich weniger ‚schlimm‘ als Alkoholiker.
    Alkoholiker sind doch die, die besoffen hinterm Bahnhof hocken, stinken, keine Arbeit haben, vielleicht noch nicht mal eine Wohnung
. DAS war nicht das, wo ich dazugehören wollte 
.und doch gehöre ich genau da dazu. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass ich nicht stinkend hinterm Bahnhof gehockt habe und noch Arbeit und Wohnung hatte 
.besoffen war ich trotzdem immer. Weil ich Alkoholiker bin und deshalb saufen musste. Alkoholiker bin ich noch heute, zwar 2 Jahre und 9 Monate nĂŒchtern, aber trotzdem Alkoholiker. Und das werde ich immer bleiben.
    Diese Erkenntnis und das Akzeptieren, dass das so ist, lĂ€sst mich zufrieden nĂŒchtern bleiben.

    Viele GrĂŒĂŸe

    Stern

    ⭐

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hÀttest.

  • Nein. Es ist nur die Begrifflichkeit, die ich nicht mag.
    Ich hatte Depressionen, hab mich aber nicht als Depressive bezeichnet. Genauso hab ich eine diagnostizierte Persönlichkeitsstörung. Aber auch nach dieser „benenne“ ich mich nicht. Ich bin fĂŒr meine Begriffe keine Alkoholikerin, sondern ich bin ich. Aber ich bin alkoholsĂŒchtig. Ebenso bin ich oft depressiv gewesen. 😅 Ich glaube, das mag nun fĂŒr den ein oder anderen kompliziert und merkwĂŒrdig klingen. Aber ich kann mich ja nennen wie ch möchte. Bleiben wir bei alkoholsĂŒchtig.

    NatĂŒrlich impliziert alkoholsĂŒchtig und Alkoholiker/in das Selbe.

    Lg

  • Das Wort Alkoholikerin wird dir hier bei uns im Alkoholikerforum öfters begegnen. :wink:

    Herzlich Willkommen bei uns.

    Liebe GrĂŒĂŸe, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Yoyo,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen GlĂŒckwunsch zu Deinem Entschluss vor 4 Wochen abstinent leben zu wollen.

    Jedoch ist so, dass sich hier bekennende Alkoholiker austauschen, die eine lebenslange Abstinenz wollen.

    Wie hast Du das bei Deiner Familie, etc. kundgetan? Ich bin ab jetzt abstinent, ich trinke keinen Alkohol mehr oder wie hast Du das gesagt?

    Was wirst Du sagen, wenn eine wichtige OP bevorsteht und die Ärzte Dich befragen, damit sie informiert sind?

    Denn bei einem Alkoholiker wirken die Medikamente usw. nicht mehr so wie frĂŒher, weil der Körper seine Grenzen im Grunde nicht mehr kennt. Ebenso kann man verschiedene Medikamente, die Alkohol enthalten, nicht mehr einnehmen, weil dann die Gefahr eines RĂŒckfalls gegeben ist.

    Und darĂŒber mĂŒssen die Ärzte Bescheid wissen.

    Kannst Du noch nicht einmal vor Dir selbst sagen: Ich bin Alkoholikerin?

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elly,


    ich bin bekennend alkoholsĂŒchtig und strebe eine lebenslange Abstinenz an. Das habe ich oben umschrieben. Da ich begriffen habe, das ich nicht kontolliert trinken kann. Dies bedeutet, es gibt nur zwei Wege. StĂ€ndig saufen wie bisher- mit allen Konsequenzen oder keinen Alkohol mehr anrĂŒhren. Ich kann hier leider auch nicht alles aufschreiben, da ich hier im offenen Bereich bin.
    Ich bin schon seit geraumer Zeit in der Institutsambulanz und bei der Suchtberatung in Behandlung. Bis zu diesem Punkt musste ich aber alleine kommen.
    Durch meine Versuche, kontrolliert zu trinken hat sich alles nur noch mehr zugespitzt. Da der Druck stark erhöht war, die Kontrolle zu erreichen. Mit meiner Familie und Freunden hatte ich da schon GesprĂ€che. Ich habe ihnen quasi alles erzĂ€hlt. Das ich heimlich trinke, wie hoch mein Leidensdruck ist, das ich das alles nicht mehr aushalte, depressiv werde- Was der Alkohol mit mir macht. Ein HĂ€ufchen Elend. Dann kam noch mal der Knall. Ich bin zum GlĂŒck auf sehr viel VerstĂ€ndnis aller gestoßen und werde dahin gehend unterstĂŒtzt.
    Ich habe mich jetzt noch in der Diakonie fĂŒr eine Langzeittherapie entschieden. Hier muss ich auf Ursache Forschung gehen. Mit einer Klinik stehe ich auch in Kontakt, falls es ambulant nicht klappen sollte.
    Momentan halten sich aber die guten GefĂŒhle und ich habe ein klares Ziel vor Augen. Und das heißt „alkoholfrei“.
    Über sĂ€mtliche Medikamente usw hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Da ich keine nehme. Werde deinen Tipp aber im Auge behalten.

    Lg Yoyo

  • Hier ist ja noch der Vorstellungsbereich.

    Wenn du dich als Alkoholiker sehen kannst und dich hier austauschen möchtest, klicke bitte auf den Link und teile uns das kurz mit.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du wirst dann fĂŒr den offenen Bereich freigeschaltet und kannst dich hier dann mit anderen Alkoholikern austauschen.

    Viele GrĂŒĂŸe

    Stern

    ⭐

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hÀttest.

  • Hallo ihr Lieben,


    ich traue mich jetzt auch mal. Ich bin 40+ und bin Alkoholikerin. Seit 10 Tagen habe ich nichts mehr getrunken und ich erhoffe mir, hier Austausch zu finden.

    Problematisches Trinken hab ich eigentlich schon fast immer an den Tag gelegt. Ich bin damit aufgewachsen, dass Alkohol normal ist. Das es dazu gehört, das Leute die nicht trinken langweilig sind und man eben bei jeder Gelegenheit einen hebt.
    Als Kind war ich die meiste Zeit amĂŒsiert darĂŒber, die GĂ€ste meiner Eltern bei ihren Partys stockbetrunken zu erleben. Die waren plötzlich alle so lustig und albern.
    In meiner Jugend (heute wĂŒrde ich eher sagen Kindheit) habe ich glaube ich so mit 13 Jahren angefangen, auf Partys zu trinken. Relativ schnell kam auch Gras dazu. Damit hatte ich aber zum GlĂŒck nie ein problematisches VerhĂ€ltnis. Dann gab es eigentlich jedes Woe „Sit- Ins“, bei denen grundsĂ€tzlich getrunken wurde. Unter der Woche und am Woe.
    Tja
 und das erste Mal gemerkt, das ich „anders“ trinke ist mir tatsĂ€chlich schon mit 17 aufgefallen. Damals waren es noch nicht die Mengen (Wobei ich meinen ersten richtigen Rausch schon mit 15 hatte). Ich glaube, in mir hat schon etwas angepieckst und mir gesagt, dass ich den Alkohol vor allem benutze, um meine GefĂŒhle zu „kontrollieren/nicht aushalten zu mĂŒssen“- sie zu betĂ€uben. Wir waren damals 2 Wochen im Urlaub. Ich hab 14 Tage jeden Abend getrunken. Da schrillten schon die Alarmglocken. Das Ganze zog sich dann weiter. Mit Anfang 20 zog ich in eine Großstadt. Es war ein regelrechter Partymarathon. Jeden Freitag los- teilweise durchgemacht und am Samstag Abend wieder los. Totaler Raubbau am Körper. Unter der Woche hab ich auch schon getrunken. Meist ne halbe Flasche Wein am Abend und da folgten auch schon die ersten Konflikte mit Partnern.
    Komischerweise hatte ich immer Partner, die selbst viel zu viel getrunken haben. Vermutlich sucht man sich unterbewusst seinesgleichen. Der Konsum steigerte sich dann immer weiter und am Ende, mit Ende 20 landete ich bei ca 1-2 Flaschen Wein am Tag.
    Verwunderlich ist, das ich irgendwie immer noch alles hin bekommen habe. Ich hab meine Ausbildung gemacht, spĂ€ter noch ein Studium (meine Diplomarbeit hab ich mehr betrunken als nĂŒchtern geschrieben) - ich hab mich immer durchgekĂ€mpft. Obwohl ich eigentlich schon gar keine Kraft mehr hatte.

    Dazu kam, dass mich der Alkohol schrecklich depressiv gemacht hat. Ich war regelmĂ€ĂŸiger Besucher von Psychiater und Kliniken.
    Lange habe ich aber geglaubt,- eigentlich fast mein ganzes Leben- dass ich einfach so bin. Falsch, depressiv- nix mehr zu machen.
    Noch mal richtig abgestĂŒrzt bin ich wĂ€hrend Corona. Ich war so isoliert. Ewigkeiten alleine zu Hause. Das hat mir den Rest gegeben und ich hab begonnen, tagsĂŒber zu trinken. Ein Glas Wein zum FrĂŒhstĂŒck
. Und dann wars eh egal. Ich bin also eine weitere Stufe auf der Alkoholikerleiter erklommen. Leider. In der letzten Phase wurde ich zunehmend unangenehm zu meinen Mitmenschen. Zumindest zu einigen. Meiner Familie, Freunden. Ich hab Dinge gesagt, die sich nicht wieder gut machen lassen. Daraus resultieren SchuldgefĂŒhle und der Strudel fĂ€ngt von vorne an.
    Mein Trinkverhalten am Ende ist wohl der typische „Spiegeltrinker“. Ich war nicht oft richtig betrunken, da meine Toleranz schon jenseits von Gut und Böse waren.

    Vor zwei Jahren hab ich es geschafft, 3 Monate nicht zu trinken. Auf den Tag genau habe ich dann wieder angefangen. An ZufÀlle glaube ich nicht.
    Danach folgen ein paar „halbherzige“ Versuche. Ich wollte es- aber ich habe es nicht geschafft.

    So, und heute ist Tag 10 ohne Alkohol. Und ich bin in dieser „ fĂŒr mich schon bekannten Hochphase“. Ich fĂŒhle mich super und könnte BĂ€ume ausreißen. Ich weiß aber auch, wie vorsichtig man in dieser Phase sein muss.
    Vor ein paar Tagen wollte ich einkaufen und Zack- kam der hĂ€ssliche Weintroll und flĂŒstert mir ohne Vorwarnung: „ So schlimm war es doch gar nicht. Du kannst doch jetzt ein Glas Wein trinken“. Ich wurde von den Gedanken regelrecht ĂŒberrollt. Ich hab mir dann auf dem Weg zum einkaufen mein Mantra runter gebetet und war mĂ€chtig stolz, nichts gekauft zu haben. Bisher war das in den 10 Tagen zum GlĂŒck das einzige Mal.
    Wie ich versuche es diesmal zu schaffen? Ich hab eine neue Fortbildung begonnen. Bin also schon mal von morgens bis nachmittags eingespannt. Auf der Arbeit oder so hab ich zum GlĂŒck nie getrunken. Von daher kommt mir da auch kein Gedanke. Ich versuche außerdem gerade viel fĂŒr mich selbst zu tun. Ich pflege mich ausgiebig, mache wieder Sport und versuche gesund zu essen. Koche wieder selbst. Alles Dinge, die mir in den letzten Jahren abhanden gekommen sind. Ich hab eigentlich nur noch auf meinen Körper drauf gekloppt. Mit allem was geht.

    Mir geht es also gerade ziemlich gut. Und ich hoffe, das bleibt auch so.

    Liebe GrĂŒĂŸe bis dahin


    Yo-Yo

  • Hallo Yo-Yo,

    willkommen in unserer Selbsthilfegruppe!

    Bald wird sich ein Moderator um Dich kĂŒmmern ... ein klein wenig Geduld...

    Wo willst Du hin, was ist Dein Ziel? Lebenslange Abstinenz?
    Siehst Du Dich selbst als Alkoholikerin?

  • Guten Abend Yo-Yo!

    Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen GlĂŒckwunsch zu 10 Tagen ohne Alkohol.

    Hast Du einen Àrztlich begleiteten oder kalten Entzug hinter Dir?

    Wie geht es Dir körperlich und auch seelisch momentan?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Danke fĂŒr den lieben Willkommensgruß 😊

    Ich sehe mich selbst als Alkoholiker. Mehr Alkoholiker geht quasi gar nicht. Mein Ziel ist die lebenslange Abstinenz. Ich bin mir total bewusst, dass mich jeglicher Konsum von Alkohol in der Zukunft wieder genau dahin bringen wĂŒrde, wo ich gerade her komme. In die Alkoholhölle. Und das möchte ich auf keinen Fall mehr. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich irgendwann daran sterben werde, wenn ich nicht aufhöre. Gerade die Depressionen durch den Alkohol haben mir schwer zu schaffen gemacht.

    Ich hab „kalt“ entzogen. Körperlich bin ich auf wundersame Weise nicht abhĂ€ngig. Da staune ich manchmal selbst. Mein Umfeld weiß Bescheid. Ich war lange Zeit bei einer Suchtberatung. Richtig geholfen hat es nicht. Deswegen sattel ich das Pferd diesmal anders auf und versuche es so zu machen, wie es sich fĂŒr mich am besten anfĂŒhlt. Momentan geht es mir sehr gut. Das ist so verrĂŒckt. Ich erlebe meinen Körper wieder ganz neu. Und viel wichtiger- meine Emotionen. Ich hatte am Ende schon eine generalisierte Angststörung. Was ja auch so typisch fĂŒr Alkoholiker ist. Nacht bin ich schweißgebadet aufgewacht vor Panik- Angst vor dem Leben.
    Das ist natĂŒrlich nicht alles weg. Aber ich wĂŒrde mal sagen, an Tag 10 schon um 80% gesunken.

    Liebe GrĂŒĂŸe

  • Das liest sich wirklich gut.

    Denn Alkohol ist ein Nervengift und wirkt auf Körper und Seele. Du selbst hast es erlebt, mit den PanikanfÀllen, etc.

    UnterstĂŒtzen können Dich unsere Artikel, Notfallkoffer und Grundbausteine, die ich Dir hier verlinke zum Anklicken.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Hier ist der Link zur Freischaltung fĂŒr den Austausch im offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte fĂŒr Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Du bist jetzt fĂŒr die offenen Bereiche freigeschaltet, Yo-Yo.

    Und Du kannst ĂŒberall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wĂŒnsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Yoyo,

    willkommen im Forum und GlĂŒckwunsch zu deinem Entschluss und den ersten Tagen deiner Abstinenz.

    Viele was du schreibst, kommt mir bekannt vor: Die Angsttörungen, die dann von alleine verschwunden sind, das "Funktionieren", das Ausschalten der Emotionen, die Trinkpausen...

    Ist dein Zuhause alkoholfrei? Das solltest du unbedingt beachten. Deine Wohnung ist deine sichere Umgebung in der es keinen Alkohol gibt. Auch wenn der körperliche Entzug so gut wie vorbei ist, wĂŒrde ich dir doch einen Arztbesuch empfehlen um dich einmal durchchecken zu lassen. Gerade bei Ärzten solltest du immer angeben, dass du Alkoholikerin bist. Z.B. können BetĂ€ubungsspritzen beim Zahnarzt anders wirken und auch in vielen Medikamenten ist Alkohol enthalten. Das mĂŒssen die Ärztinnen und Ärzte dann beachten.

    Viele GrĂŒĂŸe
    Seeblick

  • Herzlich willkommen in unsere Selbsthilfegruppe, Yoyo ,

    Tag 11;)

    Körperlich bin ich auf wundersame Weise nicht abhÀngig.

    Wie dem auch sei, die Alkoholkrankheit ist in erster Linie eine psychische Erkrankung.
    Jetzt beginnt die eigentliche "Trockenarbeit" fĂŒr dich.

    Zu Anfang war ich sehr unsicher, da ich nicht wusste, was auf mich zu kommt und die Abstinenz erst am Anfang stand.
    Schritt fĂŒr Schritt habe ich mich rangetastet.
    Wenn du die Grundbausteine liest, wirst du feststellen, das Risikominimierung sich wie ein roter Faden durchzieht.
    Ich vermeide alle Risiken in Bezug auf Alkohol um die Zeit, in der ich noch instabil bin, so gefahrlos wie möglich zu gestalten.
    Jeden Tag lerne ich dazu und mit der Zeit konnte ich mir selbst mehr und mehr vertrauen, da ich mich selbst besser einschÀtzen konnte.
    Gib dir diese Zeit, denn sie wird von deiner Psyche gebraucht.

    Viele GrĂŒsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Yoyo ich wollte gerne einen Gruß dalassen und schreiben, dass ich mich in Deinem Eröffnungsthread sehr oft wiedergefunden habe, original. Das hat mich schon berĂŒhrt. Außerdem haben wir uns am selben Tag registriert ;)

    Wie geht es Dir denn heute? Ich war beim Arzt, der mich nun begleitet und suche nach Literatur zum Thema, lese hier im Forum mit.

    Ich wĂŒnsche Dir alles Gute auf Deinem Weg!

    Viele GrĂŒĂŸe

    UltimaRatio1974

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