Liebe Leo,
herzlich willkommen im Forum!
Ich glaube, ich bin da noch ganz am Anfang des Prozesses, mir überhaupt zu erlauben mir einzugestehen, dass es mir mit der jetzigen Situation nicht gut geht.
Ich musste auch erst lernen, meinen Gefühlen wieder zu trauen. Dass mir jedes Gefühl etwas mitteilen möchte. Zum Beispiel die Wut, wenn mein Ex mich wieder angelogen hatte. Dann ließ ich mir einreden, dass ich übertreibe. Dabei wollten mir meine Gefühle sagen "hier stimmt was nicht, es geht dir nicht gut". Diese Wut dann irgendwann zu nutzen und zu zulassen. Die Traurigkeit zu akzeptieren, dass ich eben nicht in meiner Traumbeziehung lebe, wie ich sie mir vorgestellt habe...all das sind Teile des Prozesses. Zu dir zu finden und auf dich zu schauen. Was brauchst du um glücklich zu sein? Kannst du dir eine Partnerschaft in der Alkohol einen größeren Stellenwert einnimmt als du, auf Dauer vorstellen? Das sind Fragen, die ich mir ehrlich beantwortet habe. Nun hat mein Ex aufgehört zu trinken (als Alkoholiker sieht er sich nicht), nur war dann trotzdem nicht alles wieder gut. Niemand weiß, wo dein Partner steht, was du für dich brauchst und wie es für euch weitergeht. Aber wie Aurora schreibt, ab jetzt geht es hoffentlich vorwärts und raus aus der Dauerschleife!
LG,
Anni