Beiträge von Alex_aufdemweg

    Ausser mir haben auch viele Andere keinen Alkohol getrunken.

    Ja, das ist mir früher auch gar nicht aufgefallen. Das doch erstaunlich viele Leute keinen Alkohol trinken.

    Allerdings reicht ein einziger, der vor Dir sitzt um Dein Suchthirn anzusprechen. Da können 50 andere nichts trinken.

    und Geselligkeit eben.

    Wenn Du keinen Alkohol trinkst, bist Du nicht gesellig? Da musste ich jetzt darüber nachdenken.

    Und ja. Ich kann nicht mehr über jeden dämlichen Witz lachen. Und tatsächlich nervt mich dann das dann Gelache über jeden Sch...
    Wenn das unter "Geselligkeit" fällt, dann stimmt das.

    Bin kein Fan mehr von oberflächlicher Geselligkeit. Damit kann ich leben. :)

    versuchen, solche Veranstaltungen zu meiden. Dazu bin ich einfach noch nicht gefestigt genug.

    Streiche "versuchen". Sonst wird das nichts.

    Wenn Du gefestigt genug bist, wirst Du freiwillig auf solche Veranstaltungen nicht mehr wollen. Wieso, habe ich oben ja gerade geschrieben.

    Sie wird nichts trinken wenn ich mir ihr Filme schaue oder Ausgehe,

    Das ist schon mal sehr gut. Sie wird sich mit der Zeit daran gewöhnen. Für sie ist es ja auch neu. Manchmal dauert es etwas, bis den Leuten dämmert, dass es wirklich dauerhaft ernst gemeint ist.

    Du hast mich daran erinnert, wie überrascht ich war, als ich andere Getränke im Supermarkt gekauft habe. So viele Geschmacksrichtungen. Kannte ich doch nur Bier und meistens auch noch aus der PET-Flasche. Habe damals sehr viel ausprobiert.
    Am Ende wurde es dann doch Tee und wenn wir mal wo essen, ein Johannisbeerschorle. Da ich aber nur noch trinke wenn ich Durst habe und Trinken im Allgemeinen nicht mehr als "Belohnung" ansehe, ist es mir auch einfach nicht mehr so wichtig. Das hat aber gedauert.
    In der ersten Zeit hatte ich an die 4 Liter abends getrunken. Das gibt sich und jetzt ist es eine Tasse. Und manchmal wird die nicht leer.

    Ach übrigens. Ich habe so gut wie nie Schnaps getrunken. Aber wenn nichts mehr da war, stand ich plötzlich im Keller und die Flasche hin mir am Hals. Also bringt das Argument "war nicht mein Getränk" recht wenig, wenn der Suchtdruck anklopfen sollte.

    bin nicht die Geduldigste

    Wie war das? Als die Geduld verteilt wurde, stand ich hupend im Stau.

    Zu 6. Handarbeit passt doch. Du musst nicht gleich Vollgas geben.

    Wie lange geht denn diese Entgiftung? Zu Beginn wirst Du ja dann bereits drei Wochen nüchtern sein. Das ist etwas ungewöhnlich.

    Willkommen beast,

    Warum? Ich fühl mich schlapper, müder und verkaterter als die letzten Tage

    Ging mir heute Morgen auch so. Meine Nase war auch zu. Dachte, ich werde krank. Jetzt ist es aber wieder besser.

    Kann gut sein, dass Dein Immunsystem gerade besonders am Arbeiten ist. Vieles hängt nicht unbedingt damit zusammen, dass kein Alkohol getrunken wird.

    Dass Du Dich nicht aufraffen kannst, kann gut mit Deinem Dopaminhaushalt zusammenhängen. Alkohol hat an den Rezeptoren angedockt und das muss sich jetzt anfangs erst wieder normalisieren. Da kannst Du ggfs. auch mit Deinem Arzt mal darüber sprechen.

    Wird sich mit der Zeit sicher beruhigen.

    Hast Du schon etwas aus den "Grundbausteinen" für Dich umsetzen können?

    was bringt es Dir zwischen lauter angetrunkenen Freunden zu sitzen

    Im ersten Jahr ist es ratsam, darauf zu verzichten. Und dann bist Du wahrscheinlich so trocken, dass Dir das angesoffene Geschwätz zu blöd geworden ist. Ich fühle mich dabei überhaupt nicht mehr wohl. Deswegen habe ich auch nicht das Gefühl auf etwas zu verzichten.

    Wenn das bei Dir bis jetzt nicht so ist, solltest Du einfach auf die Erfahrungen der anderen vertrauen.

    Abends habe ich zum Beispiel gar kein Bedürfnis mehr.
    Außer … heute.

    Das kann auch gut die Nachwirkung Deines Besuches dieser Party sein. Das Suchthirn vergisst nicht so schnell, wenn es etwas für sich gebrauchen kann.

    Viele haben natürlich getrunken, es gab reichlich Wein

    Auch wenn nicht gerade Wein Dein Lieblingsgetränk war. Die Wirkung auf die anderen Gäste, hast Du ja gesehen.

    Ich selbst kann mich erinnern, dass ich gerne auch mal zu irgendetwas anderem gegriffen habe, wenn mir das Bier ausging. Weil ich mal wieder gehofft hatte, dass ich mit weniger auskommen würde.

    abhängig von der Partnerin

    An der Stelle solltest Du ansetzen. Wenn das Suchthirn trinken will, ist jede Ausrede recht.

    Es ist wichtig, die Verantwortung für Dich zu übernehmen und die Schuld nicht bei anderen zu suchen. Auch die Partnerin hält Dir das Glas nicht an den Mund und zwingt Dich zu schlucken.

    Das ist ganz alleine Deine Entscheidung.

    Ich hatte zeitlebens belastende Beziehungen. Und ich habe viele Jahre getrunken. Weil ich Alkoholiker bin. Das war die Sucht. Meiner Ex gebe ich da keine Schuld.

    Es gibt z. B. auch viele Menschen, die gerade eine Trennung durchleben und nicht saufen. Solange ich nach Ausreden suche, wird es sehr schwer.

    Also, schau auf Dich und ziehe es durch. Die Grundbausteine sind eine gute Anleitung dazu.

    Komische Welt kaum trinkt man mal nicht mit ist man komisch....

    Den trinkenden Kollegen ist es unangenehm. Jeder weiß, dass Alkohol nicht gut ist. Da wollen sie lieber, dass Du mittrinkst.

    Und ja ich wollte auch nicht daneben stehen und zu schauen.

    Das wäre auch sehr schlecht gewesen. Denn das nimmst Du auch mit heim. Kann Dich tagelang noch triggern. Also alles richtig gemacht. :thumbup:

    Bei mir selbst war es dann irgendwann auch noch so, dass ich diese angeheiterte (falsche) Art und dieses "alles ist so witzig", nicht mehr ausgehalten habe.

    einen Weg finden mein ganzes denken um Alkohol zu ändern

    Das auf alle Fälle.

    Ich sehe das inzwischen so. Alkohol ist ja ein Zellgift. Es löst die Membran jeder Zelle auf, mit der es in Berührung kommt. Daher ist er auch ein 1 A Putzmittel. Weil er auch alle Bakterien tötet. Alles, was lebt.

    Die Natur hat sich das so ausgedacht, damit sich faules Obst usw. zersetzt. (Gärung) Und der Mensch kommt auf die "schlaue" Idee und schüttet sich das rein. Und die zerstörerische Wirkung im Gehirn wird dann fälschlicherweise auch noch als angenehm empfunden.

    Ich meine, die Sprache wird z. B. schlechter (Lallen), weil zu viele Gehirnzellen im Sprachzentrum abgestorben sind. Und dann dauert es etwas, bis andere Verbliebene das übernehmen können.

    Das ist mein Denken zum Alkohol. Zum Glück hat sich das rasch so festgesetzt. Und es ist ja auch die Wahrheit.

    Natürlich wusste ich das vorher auch schon und ich habe gesoffen. Aber jetzt muss ich nicht mehr trinken und ich will es auch auf keinen Fall mehr. Da haue ich mir lieber mit dem Hammer auf den Daumen. Das geht schneller. Und lenkt auch einwandfrei von aktuellen Problemen ab. ;)

    Mit dieser Einstellung brauche ich keine eiserne Disziplin. Es fällt mir ja auch nicht schwer, mir nicht extra auf den Daumen zu schlagen.

    Deswegen ist es jetzt ein sehr entspanntes Leben. Ich bin vor allem hier, um nicht zu vergessen, dass irgendwo in mir noch die Suchtstimme schlummert.

    Auch meide ich Orte, wo getrunken wird. Und, weil ich betrunkene Menschen nicht aushalten kann. Kann auch gut sein, dass es daran liegt, dass sie mein früheres Selbst spiegeln.

    Hui. Das war jetzt aber eine ausführliche Erklärung über mein "Denken" über Alkohol.