Danke Kazik für deinen Beitrag und den Tipp. Ich denke nämlich auch ich sollte ihr erstmal bewusst machen wie schwer mein Alkoholthema ist. Sie hatte mich heute ermahnt doch nicht zu schreiben mit irgendjemand während wir unterwegs waren. Ich sagte zu ihr ich schreibe nicht mit jemanden,ich bin auf dem Forum angemeldet. Trotzdem das Handy weg getan,ist ja auch nicht so toll. Sie war trotzdem gleich ganz ergriffen...vielleicht war das schon ein guter Hinweis für sie wie ernst das Thema eigentlich ist. Ich werde so schnell wie möglich es mit ihr besprechen...kann ich natürlich aber nicht vor meinem Kind machen🙈 und ja ich fühl mich gerade etwas überfordert,weil ich gerade am liebsten jeden Konflikt/Diskussion meiden möchte...ist aber wichtig, ich hoffe wirklich ich kann es Schritt für Schritt alles schaffen😌und ich hoffe die SHG wo ich nächste Woche hingehe ist auch nochmal ein guter Ort für mich.Ich glaube ich werde dort erstmal nur gucken und zuhören.
melodyx Keine Täuschung mehr
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Dann erkläre ihr das mit der Alkoholikerin noch mal in Ruhe. Und dass es wichtig ist, dass nichts in der Wohnung ist.
Anschließend lass es einfach in ihr arbeiten. Manchmal braucht es etwas Zeit, um das Neue zu verarbeiten.
Bei mir ging auch nicht alles an einem Tag.Wechselmodel usw. sind gute Ziele. Aber immer einen Schritt nach dem anderen und das Wichtigste zuerst.
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Das mit der Einsamkeit und dem alten schlechten Umgang kenne ich. Scheiß Situation. Vieleicht lernst du in der SHG ja Leute kennen die dir gut tun und mit denen du connecten kannst.
Ich würde es auch unbedingt deiner Mutter erzählen, dann versteht sie dich und kann dich unterstützen. Unterstützung ist sehr wichtig!!
Und Alkohol kann echt deppressiv machen. Man kommt nicht vorran, betäubt sich nur. Es ändert sich nichts- höchstens ins negative.
Das Forum hier hat mir sehr geholfen. Bin auch nicht lange hier.
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Hallo,ich hoffe ich bin jetzt im richtigen Forumsbereich. Ich hatte in meiner Vorstellung bereits geschrieben,dass ich gern an meinen inneren Glaubenssätzen zum Thema Alkohol arbeiten möchte bzw mich darüber austauschen wie da andere empfinden/denken. Dabei geht es mir um meine Gedankengänge die mich bewegen zu trinken und Situationen dazu die mich triggern diesen Gedanken wieder Aufzugreifen. Es sind letztlich erlernte Suchtgedanken die mir große Versprechungen machen,aber niemals halten. Sogar am Ende das Gegenteil bewirken.
Ein wirklich hartnäckiger Gedanke ist,dass so gut wie alles mit Alkohol mir mehr spaß machen wird. Es ist wie ein kontrollierbarer Schalter,den ich betätigen kann jederzeit,wenn ich mich besser fühlen möchte. Komische Party mit fremden Leuten-schalter an. Langweiliger Abend und einsamkeit-schalter an. Probleme im Leben(Partner,Arbeit,Kind etc)-schalter an. Dann konnte ich mich besser fühlen ohne wirklich etwas dafür zu machen, also außer mir dieses Gift einzuflößen und die Umkehr am nächsten Tag zu ertragen(den Moment bezahlen)🙈 gut,da war jetzt nicht nur spaß als gewünschte Emotion bei der aufzählung eben. Ich sollte beim Thema bleiben...ich beobachte viel und sehe auch bei anderen,dass Alkohol genutzt wird um Freude zu fühlen oder spaß mit anderen zu haben. Da ich sehr introvertiert bin greift der Mechanismus auch bei mir so gut. Ich möchte gerne einen neuen Glaubenssatz/Gedanke dazu finden,welcher für mich rational logisch und erleichternd ist,habe aber noch keinen gefunden. Ich möchte meine eigenen Gedanken gern ernst nehmen und nicht einfach wegschieben und sagen sie sind halt einfach falsch...das lässt sie nicht verschwinden. Bisher habe ich nur so Fragmente im Kopf wie " der Alkohol schafft nur die Illusion,dass es jetzt schöner ist" oder "den einen angenehmen Moment bezahlt du mit mindestens zwei schlechten Tagen" ...aber das besiegt ihn noch nicht ganz. Vielleicht hat jemand noch eine Idee oder möchte mir seine/ihre Erfahrung mitteilen.
LG melodyx
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Hallo melodyx ,
du bist hier im richtigen Bereich und auch in deinem Faden. Bitte hier keine neuen Threads aufmachen, sonst wird das schnell unübersichtlich.
Ich habe deinen letzten Beitrag hierher kopiert. Bitte bleibe bei diesem Faden im Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker".Wenn du die Überschrift deines Fadens ändern möchtest, dann sage einem Mod Bescheid.
Viele Grüsse
Nayouk
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Es sind letztlich erlernte Suchtgedanken die mir große Versprechungen machen,aber niemals halten. Sogar am Ende das Gegenteil bewirken.
Hallo melodyx und herzlich Willkommen,
Dir ist ja schon selbst klar, dass wenn Du Dein Suchthirn bedienst, nichts davon besser wird. Also das Dir das Suchthirn leere Versprechungen macht und am Ende das Gegenteil bewirken.
Du darfst Deinem Suchthirn einfach keinen Glauben schenken. Du musst Dinge für Dich finden, die Dir Spaß machen und Dich ablenken, wenn das Suchthirn Versprechungen macht. Zu Beginn meiner Abstinenz habe ich viel gelesen, Stricken wieder angefangen, bin Spazieren gegangen und im akuten Notfall habe ich eine Flasche Wasser getrunken.
Mit einem Schalter lässt sich das Suchthirn leider nicht ausknipsen. Das wäre toll, wenn das ginge. Aber wir sind alle hier, da so ein Schalter eben nicht existiert.
Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem trockenen Weg. Nüchtern zu bleiben lohnt sich.
LG
Bibi
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Ich möchte gerne einen neuen Glaubenssatz/Gedanke dazu finden
Was mich betrifft, ich brauche keinen Satz, der mir eine Begründung liefert, warum ich nicht mehr trinken soll.
Wann immer mal Gedanken des Suchthirns kommen, würge ich sie ab, keine Diskussion.
Das einzige, was ich mir auch mal sage ist: "Alkohol ist keine Option!". Punkt, fertig, aus.
Als Glaubenssatz würde ich es nicht bezeichnen. -
Das einzige, was ich mir auch mal sage ist: "Alkohol ist keine Option!". Punkt, fertig, aus.
würge ich sie ab,
So habe ich es auch gemacht. Keine Diskussion mit dem Suchthirn.
Ich weiß, dass ich nicht mehr trinken werde und fertig. Und jetzt ist es erst mal stumm. Schon sehr lange und das soll auch so bleiben. Tot ist die Suchstimme nicht. Sie schläft. Aber schön tief. Irgendwelche nasse Partys könnten sie vermutlich wecken.
Kann es sein, dass Du Dich noch versuchst, selbst zu überzeugen? So liest sich das für mich. Warst Du noch nicht an dem Punkt, an dem Du entschieden hast, es geht so nicht mehr?
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Was, wenn du "es macht mehr Spaß mit Alk" durch "es ist ohne nicht auszuhalten" ersetzt? Vielleicht ein anderer Blickwinkel.
LG, Hera
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Hallo melodyx
Ich habe nie gerne getrunken, muss ich zugeben. Vemutlich habe ich es da leichter als Du. Ich habe es aus Gewohnheit gemacht. Allenfalls kann ich sagen, dass mir die Farbe vom Campari gefällt. Aber Granatapfelsaft ist doch auch ganz hübsch! Nichts wird schöner mit Alkohol, sondern alles nur schwieriger. Stell Dir noch einmal selber die Frage vielleicht, ob es wirklich Spaß ist, nicht mehr ganz Du selbst zu sein?
Ganz liebe Grüße
Varu
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Vielen Dank für die antworten.Ich bin auf jeden Fall an dem Punkt, wo ich weiß ich muss ein abstinentes leben führen,sonst klappt es nicht und endet im Chaos. Meine Intention war auch eher an dem Kern zu arbeiten,weil ich glaube neben absoluter Disziplin die natürlich dazu gehört sich falsch entwickelte glaubenssätze auflösen bzw korrigieren lassen. So ein Mantra wie Alkohol ist keine Option find ich gut, das ist eine endgültige Formulierung um den fehlgeleiteten Gedankenstrang gleich zu kappen,da er eh zu nichts sinnvollen führen würde. Bei aller Disziplin denk ich nur ich könnte auch einen Weg finden mein ganzes denken um Alkohol zu ändern ,nicht nur dagegen zu reden und zu unterdrücken. Darum geht es mir, es aufzuräumen und Gedanken zu finden die mir immer wieder bestätigen,dass ein Leben ohne Alkohol schöner ist. Es quasi kontinuierlich erstrebenswert macht ohne ein gefühl von zwang oder einschränkung auszulösen.
Was, wenn du "es macht mehr Spaß mit Alk" durch "es ist ohne nicht auszuhalten" ersetzt? Vielleicht ein anderer Blickwinkel.
Auch ein interessanter weg...ein Art Umkehr. Sobald der auftaucht kann man gleich entscheiden die Situation zu meiden.
Ich hätte vielleicht in Richtung gedacht wie: Spaß durch Alkohol ist nicht echt,sondern eine rein biochemisch ausgelöste Reaktion vom Gehirn.
Oder:Wenn es nur mit Alkohol spaß macht, dann lass es lieber sein...
So in der Art...wenn ich meinen kreierten Satz dann wirklich verinnerlichen und an ihn glaube, könnte ich mir vorstellen dann das thema nicht mehr unterdrücken oder kontrollieren zu müssen,weil einfach eine neue Kerninformation abgespeichert wurde.
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einen Weg finden mein ganzes denken um Alkohol zu ändern
Das auf alle Fälle.
Ich sehe das inzwischen so. Alkohol ist ja ein Zellgift. Es löst die Membran jeder Zelle auf, mit der es in Berührung kommt. Daher ist er auch ein 1 A Putzmittel. Weil er auch alle Bakterien tötet. Alles, was lebt.
Die Natur hat sich das so ausgedacht, damit sich faules Obst usw. zersetzt. (Gärung) Und der Mensch kommt auf die "schlaue" Idee und schüttet sich das rein. Und die zerstörerische Wirkung im Gehirn wird dann fälschlicherweise auch noch als angenehm empfunden.
Ich meine, die Sprache wird z. B. schlechter (Lallen), weil zu viele Gehirnzellen im Sprachzentrum abgestorben sind. Und dann dauert es etwas, bis andere Verbliebene das übernehmen können.
Das ist mein Denken zum Alkohol. Zum Glück hat sich das rasch so festgesetzt. Und es ist ja auch die Wahrheit.
Natürlich wusste ich das vorher auch schon und ich habe gesoffen. Aber jetzt muss ich nicht mehr trinken und ich will es auch auf keinen Fall mehr. Da haue ich mir lieber mit dem Hammer auf den Daumen. Das geht schneller. Und lenkt auch einwandfrei von aktuellen Problemen ab.

Mit dieser Einstellung brauche ich keine eiserne Disziplin. Es fällt mir ja auch nicht schwer, mir nicht extra auf den Daumen zu schlagen.
Deswegen ist es jetzt ein sehr entspanntes Leben. Ich bin vor allem hier, um nicht zu vergessen, dass irgendwo in mir noch die Suchtstimme schlummert.
Auch meide ich Orte, wo getrunken wird. Und, weil ich betrunkene Menschen nicht aushalten kann. Kann auch gut sein, dass es daran liegt, dass sie mein früheres Selbst spiegeln.
Hui. Das war jetzt aber eine ausführliche Erklärung über mein "Denken" über Alkohol.
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Hallo Melodyx,
ich bin ein Mensch, der sich immer alles rational erklären möchte, der die Lösung eines Problems im Durchdenken, Ergründen sucht, der seinem Kopf vertraut und seine Gefühle dabei übergeht, sie sich verbietet (das Zulassen von Gefühlen ist ein Teil meiner Suchttherapie).
Hinsichtlich meiner Entscheidung zur dauerhaften Abstinenz reicht mir allerdings das Wissen,
- welche negativen Auswirkungen der Alkohol hatte (z.B. auffälliges Verhalten in betrunkenem Zustand, ein besoffener Sturz, morgendliche Übelkeit mit Brechreiz, Lethargie, Auswirkungen auf meine Organe etc.)
- und welche Vorteile ein abstinentes Leben hat ( mehr Elan, mehr Antrieb, neue Hobbys, mehr Kraft, mehr das Gefühl zu leben, mehr das Gefühl von Freiheit, keine Bedenken, ob ich noch Restalkohol im Blut habe, wenn ich Autofahren muss, keine Ausrichtung meiner Termine nach Trinkmöglichkeiten, Hautveränderungen, Gewichtsverlust, Leberschonung, etc.)
Ich habe mir anfangs zwei Listen dazu gemacht, und ergänze die zweite Liste immer, wenn sich neue Vorteile bemerkbar machen.
Mir wäre die Suche nach tiefgründigen Glaubenssätzen zu anstrengend. Da würden meine Gedanken ständig um diese Suche kreisen, ich würde mich irgendwann als Versagerin fühlen, wenn ich immer noch keinen (übertrieben geschrieben!) super tollen einprägsamen ausgefeilten rationalen Glaubenssatz entwickelt habe, und meiner Sucht aufgrund der Versagensgefühle wieder Raum geben.
Mein neuer Glaubenssatz heißt einfach:„Abstinenz ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn.“
Ich will keinen Alkohol mehr trinken, weil dieser mir nur schadet. Ich möchte ein selbstbestimmtes zufriedenes Leben führen, was ich nur ohne Alkohol und mit Verhaltensänderungen erreichen kann.
Ich wünsche dir, dass du auch, ohne dir den Kopf darüber länger zerbrechen zu müssen, einen passenden Glaubenssatz findest.
LG Kyra
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„Abstinenz ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn.“
Das kann ich nach über vier Jahren unterschreiben.
Ach ja. Und dann hat sich auch die Liste erledigt. Weil ich mich nicht mehr überzeugen muss. Der Satz oben sagt schon alles.
Aber für den Anfang mach ruhig. Schadet sicher nicht.
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Ach ja. Und dann hat sich auch die Liste erledigt. Weil ich mich nicht mehr überzeugen muss. Der Satz oben sagt schon alles.
Ich bin einfach nur erstaunt darüber, was sich im Laufe der Zeit bei mir positiv verändert, und möchte das festhalten. Ich komme mir wie ein kleines Kind vor, das einen leuchtenden Weihnachtsbaum betrachtet.
Und die Liste ist Bestandteil meines Notfallkoffers :). -
Der berühmte Zauber des Anfangs ist doch eine gute Basis für eine zufriedene Abstinenz.
Vor allem, weil das Suchthirn einem doch gern weisgemacht hat, dass ohne Alk alles nichts ist ...
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Der berühmte Zauber des Anfangs
Ja, ich finde, die rosane Brille stand mir auch außerordentlich.

Schon dieses negative Grundgefühl endlich weg zu haben.
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Komische Party mit fremden Leuten-schalter an.
Garnicht erst hin- brauchst keinen Schalter
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Hallo melodyx,
wie geht es dir? Wie ist es dir in den 3 Wochen ergangen?
Liebe Grüße
Kyra
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