Beiträge von Yankee1974

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Alexander,


    vielleicht würde es Sinn machen erst einmal mehr für sich zu sein und das Ganze einmal für sich zu verarbeiten, so geht es mir, ich bin derzeit öfters alleine und dann reflektiere ich alles und bespreche dieses dann bei der Suchthilfe. Meine Wahrnehmung hat sich in den letzten Wochen verändert. Ansonsten würde ich es erst einmal nur Personen sagen, wo ich hundertprozentig Vertrauen habe, nicht das es die Runde macht. Schritt für Schritt.

    Also es wird einfach nur das gesehen, was er mit mir mitgemacht hat.

    Hallo Eldamalu,


    den Schuh zieh Dir mal nicht an. So einfach kann er es sich und seine Familie nicht machen. Und wenn diese es tun, dann haben diese das Problem nicht erkannt, man wird sehen wo das hinführt! Dann denke nun an Dich und Deine Kinder! Nehme es an und gestalte Dein Leben. Ich habe meinen Partner auch verloren, weil ich es so richtig verbockt ( ich war besoffen und mir ist die Hand ausgerutscht) habe. Er ist sofort gegangen, es hat mir die Füße weggerissen und mich so richtig wachgerüttelt. Seit diesem Tag ( 08.07.2022) hatten wir nur vereinzelt Kontakt um alles abzuhandeln, Nun seit gut 4 Wochen ist es still, ich habe noch versucht Kontakt aufzunehmen. Keine Möglichkeit. Ich habe das nun für mich angenommen, er hat echt gelitten und er hat ein Recht seinen Weg zu gehen, auch wenn ich darunter leide. Ich für mich habe nun alle Kontaktdaten gelöscht und versuche mich nun auf mich zu besinnen und meine Baustellen anzugehen. Lass Dich nicht unter kriegen und gehe Deinen Weg, es wird besser werden.

    selbst wenn er einsichtig werden würde und eine Therapie und alles mögliche macht, er wird nie wieder der "alte " sein.

    Dann beginnt für beide ein neues und ganz anderes Leben.

    Na man kann sich aber auch trennen und schauen was die Zeit bringt. Vielleicht läuft alles zum Guten. Jeder Mensch entwickelt sich weiter und dieses ist ja auch in einer Ehe unter normalen Umständen so. Es ist immer ein Prozess. Aber erst einmal sollte der Alkoholiker es einsehen und sich helfen lassen. das ist rein meine Meinung.

    Wenn der Partner es nicht einsieht bist du machtlos.

    Auch wenn ich auf der Alkoholikerseite bin, es ist so. Mir hätte keiner helfen können. Auch wenn ich erst am Anfang bin, ich denke viel darüber nach und versuche mich in mich reinzuversetzen. Es musste bei mir so Knallen, sonst würde ich jetzt immer noch trinken. Im Endeffekt hatte dieser Knall was Gutes.

    meinst du es wäre so oder so den Bach runtergegangen

    Guten Morgen Eldamalu,

    ich wollte damit sagen, keiner hat Schuld, keiner hat "Fehler" gemacht. Ich für mich denke jetzt im nachhinein es ist eine Ausnahmesituation für Beide. Wenn dann gebe ich mir als Alkoholiker die Schuld, ich habe es so nicht wahrgenommen wie mein Partner. Ich habe Veränderungen realisiert, weniger Nähe, keine Gespräche mehr. Aber ICH habe nichts verändert und meinen Partner somit dem Ganzen weiterhin ausgesetzt. DU solltest bei Dir keine Schuld/ Fehler sehen. Wenn der Partner es nicht sehen will, das er ein Problem hat, dieses aber auch nach langer Zeit des Austausches miteinander nicht sehen will, nicht in Angriff nimmt, ist der beste Weg zu gehen, bevor es so wie bei mir war, das ich einmal eine Backpfeife gegeben habe und die Beziehung komplett zerstört ist. Ich kann ihn sehr gut verstehen "mittlerweile". Nur ist es wie es ist und ich muss es akzeptieren und für mich schauen, wie mein Weg ist.

    Hallo,


    auf das Nüchtersein kannst Du auch Stolz sein, bei mir sind es 11 Wochen. Wobei ich nicht so den Drang habe. Das klappt ganz gut, außer ich bin emotional irgendwie mit mir und meinem Expartner beschäftigt. Das kam aber erst 2 mal vor und dann habe ich mich halt abgelenkt. Ansonten ist der Schlaf bei mir auch besser. Verrückt was einem so auffällt und was man vorher an sich nicht so wahrgenommen hat.

    Dennoch sehe ich auch, wo ich Fehler gemacht habe und habe das auch vernünftig und versöhnlich kommuniziert.

    Hallo,


    Fehler, hmm, ich denke der eine Part ist Alkoholabhängig, also krank und der andere Part, sowie ich es hier verstehe auch, also Co-Abhängig. Dann würde ich das nicht als Fehler bezeichnen. Man hat ja nur auf das was man da erlebt reagiert. Vollkommen menschlich. Zum Thema Kinder, ich bin, enschuldigt mich, froh keine zu haben, wenn ich drüber nachdenke was ich meinem Partner mit meiner Alkoholsucht angetan habe, weiß ich nicht wie es mir derzeit psychisch gehen würde, wenn ich wüsste meine Kinder hätten auch unter mir gelitten. Ich mache mir schon genug Gedanken um meinen Expartner. Wenn Kinder im Spiel sind, denke ich, kann es nur heißen weg, bis er entweder trocken ist oder es bleibt so. Nicht das die Kleinen ihr ganzes Leben damit belastet sind. LG

    dass ich keinen Partner brauche um mich glücklich und gut zu fühlen.

    Hallo,

    tja schweres Thema für mich mit dem ohn ihn sein. Ich bin Alkoholiker, nun seit 11 Wochen trocken. Alles soweit gut, mein Partner hat sich getrennt, ist ausgezogen und wir haben keinen Kontakt mehr. Ich habe jetzt auch alle Kontakte und Emails/Nachrichten gelöscht. Eingentlich würde ich gerne wieder mit ihm zusammenkommen ( Lebensliebe). Problem ist nur, wie gesagt, zum einen kein Kontakt und zum anderen, aus meiner Sicht. Ich kann nicht versprechen ich trinke nie wieder und ich habe Angst meinen Partner wieder in diese Situation mit rein zu bringen. Ich war mir der Probelmatik als ich getrunken habe nie bewusst was ich meinem Partner antue. Irgendwie ausgeblendet.

    Genau so ist es, als Partner ist man irgendwie immer unter Spannung, ist er heute normal, hat er wieder getrunken, gibt es wieder Streit usw.. Genau das und die Hilflosigkeit ist das Schwierige daran. Und das macht auf Dauer krank.

    Hallo Mollyfisch,


    tja so ist es wohl, mein Partner ist nicht mehr weggefahren, ist zuhause geblieben, damit wenn er nach hause kam, nicht der Alte ( ich) besoffen in der Ecke hockt und meckert. Ich habe lange versucht über Flachmänner meinen Konsum einzuschränken, bis 300 ml Wodka alles ok, drüber wurde ich dann nicht zu ertragen. Leider ist mir das dann so einmal, ok, zweimal die Woche entglitten und das in den letzten 6 Monaten, vorher war es besser. Ich denke schon er hat viel gelitten. Tja, aber wie gesagt, es wird Dir als Alki nicht bewusst.

    Wie hat ein Teilnehmer aus der AA mal gesagt: ab und an hat man das Gefühl, Coabhängige sind noch viel kaputter als Alkoholiker und es fällt ihnen noch schwerer, loszulassen.

    Hallo Mona,


    ist das echt so, wenn ich das hier alles lese bin ich ganz schön schockiert, wie es sich für den Partner darstellt. Ich möchte nicht sagen, ich war einfach als ich gesoffen habe, aber ich war von 7 Tagen 5 "normal" vom Verhalten würde ich sagen. Aber ich denke mein Partner war immer auf Habacht... Ach, Scheiße was dass alles mit uns anrichtet und man es lange nicht so wahrnimmt. Ich versuche mich relativ viel derzeit zu reflektieren, schön ist das teilweise nicht, aber das ist wohl so.

    Was es ist weiß ich nicht……aber es tut mir gut…….

    Hallo, ich denke es einfach mal rauslassen. ich bin zwar hier auf der anderen Seite, aber einfach nur zu sagen, so ist es gerade, kann sehr befreiend sein. Man kann ja sonst im normalen Alltag nicht darüber so offen sprechen wie hier. Weil das auch keiner so nachempfinden kann, der nicht in dem Thema steckt oder Betroffener ist. Reden/Schreiben hilft der Seele und dann kann man nach und nach schauen was man macht, oder?

    A) er hat einen Termin beim Arzt gemacht

    B) er hat die nächste AA Gruppe gesucht die ein Meeting an dem Tag hatte und ist hingegangen

    C) er hat Therapie stellen im Internet gesucht und sich für den nächsten Tag einen Termin für den Anruf gemacht

    Hallo, ja so war ein auch bei mir, Arzt, Suchthilfe, Motivationsgruppe von der Suchthilfe aus und nun demnächst ambulante Therapie und dann auch Treffen der AA´s. Schritt für Schritt. LG

    Hallo Natze,

    bei mir war es eher ein einschneidenes Erlebnis, so dass ich nicht mehr trinken möchte. Ich habe so keinen richtigen Druck, nicht das ich nicht ab und an gerne würde, aber ich lenke mich dann gut ab und dann geht das auch schnell wieder. Um das Rückfällig mache ich mir auch nicht so die Gedanken. Ich sehe es Tag für Tag. Das klappt ganz gut. Nicht zu große Hürden aufbauen. LG

    Hallo Natze,


    der Arztbesuch ist sehr wichtig, ich habe mir dort auch Hilfe geholt und er hat mich gut unterstützt. Ich bin nun fast 9 Wochen trocken, eine ganz andere Welt ;-). Zittern hatte ich nicht, aber der Kopf und einen total trockenen Mund, und ich habe geschwitzt. das vergesse ich nicht mehr. Deswegen suche Dir die Unterstützung. Ich bin auch wöchentlich bei der Suchthilfe und besuche eine Motivationsgruppe um trocken zu bleiben. Da hat man sehr viel Zuspruch und man merkt man ist nicht alleine. LG

    Ich frage mich auch sehr oft!!!! warum sich einige Partner/innen so was alles antun und für mich ist bei einigen Geschichten hier auch klar vor Augen, Trennung, alles andere geht doch gar nicht.

    Na, Trennung muss doch nicht immer sein, ein Bekannter meiner Schwester hat schwerst gesoffen, durch ein Erlebnis wurde er wachgerüttelt und er hat dann seinen Weg gefunden mit Unterstützung seiner Ehefrau, die kurz davor war zu gehen. Mittlerweile ist er 40 Jahre lang trocken. Ich habe jetzt öfters Kontakt zu ihm und er unterstützt mich. Mein Freund musste gehen, da gebe ich jedem Recht, Natürlich vermisse ich ihn und hätte ihn gerne hier und seine Unterstützung. Genauso bin ich zerissen, ob ich wenn es sich wieder einrenken sollte , die Beziehung wieder aufleben lassen möchte. Es war nie meine Absicht ihm weh zu tun, weder Emotional noch körperlich. Es ist halt ein schweres Thema. Auch für mich als Alkoholiker.

    meistens ist es nicht nur der eine Vorfall, der eine Trennung herbei führt. Es sind die vielen kleinen Dinge und eine Situation, die das fass dann zum überlaufen bringt.


    Dein Partner ist vielleicht auch ziemlich traurig, geschockt, wütend etc und braucht seine Zeit das ganze zu verarbeiten. Das kann ich nur mutmaßen, schließlich ist er nicht hier.

    Aber vielleicht versuchst du auch, seine Seite zu verstehen.

    Na sicher es gab mal Streit, auch wegen dem Trinken. Sicher hat er sein Leben geändert/ angepasst, ich denke das haben wir Beide nicht mitbekommen und war auch nicht von mir gewünscht. Ich war aber nicht jeden Tag Hackedicht. Ich hatte gehofft ich bekomme es in den Griff wenn ich reduziere, das hat aber so gar nicht geklappt. Und sicher hat der Vorfall das Ganze dann zum Ende gebracht. Nun ist es wie es ist und ich muss damit durch. Ich habe mir viele Gedanken gemacht wie er sich gefühlt haben muss und tue dieses immer noch. Ich kann mich eigentlich ganz gut reflektieren, Das Thema geht mir auch sehr Nahe, was ich ihm da zugemutet habe.

    „ich wäre auch gegangen“

    Na Herr oder Frau Mexico sieht es ja anscheinend so generell... Das Zitat der Alkoholiker ist Scheiße kommt von mir, weil ich es teilweise so empfinde es wäre besser man hat ein gebrochenes Bein als gerade etwas was viele Menschen nicht verstehen. Ich verstehe es ja selbst nicht, warum ich gerade keine Kontrolle habe und zuviel getrunken habe.

    Hallo, also wie gesagt ich sehe das anders. Natürlich habe ich eine Grenze überschritten, das hätte mir nicht passieren dürfen und weiter? Was nun, ich habe also keine Chance verdient weil ich Alkoholiker bin und mir einmal die Hand ausgerutscht ist ( das erste und letzte Mal (in 3 Beziehungen über 30 Jahre). Okay, inwiefern ist es dann wichtig das ich vor dieser Backpfeife an die Wand gedrückt wurde und zu Boden gestürzt bin. War das nun Reflex von mir oder Notwehr. Ja, das habe ich nicht erwähnt, weil ich mich eher in der Schuld sehe. Weil ich der jenige war, der den Streit provoziert hat und getrunken hat. Ich bin niemand der nun aufrechnet wer hat was gemacht. Ich habe ein Alkoholproblem. Nun macht es also Sinn zum Schutze der Menschheit Single zu bleiben, damit der nächste Partner nicht in diese Situation kommt. Ok, und sicher kann ich nicht versprechen, dass ich nicht wieder trinke. Aber ich kann versprechen das ich es versuche und an mir arbeite, mir Hilfe hole und das Problem sehe und das ist schon viel mehr als was andere sehen. Jetzt wird jemand sagen, der Co Abhängige konnte gar nicht anders. Und dann mal generell es gibt viele Formen der Co-Abhängigkeit, der Partner kann es sein, aber auch andere Menschen, egal ob im Positiven oder Negativen. Selbst mein Chef, hätte ich einen, könnte es sein wenn er es mitbekommen würde und es nicht anspricht. Ich habe hier Lebenserfahrungen mit Alkoholikern gelesen, die ich erschreckend fand aber die so nicht auf mich zu treffen, Und ich finde bevor hier jemand meint er muss alle Alkoholiker über einen Kamm scheren, erstmal nachdenkt was er schreibt, es sind alles eigene Leben, jedes auf seine Art und Weise. Da kann man nicht immer nur Pauschal antworten, ich wäre auch gegangen oder Alkoholiker sind "Scheiße".

    Trifft auf mich beispielsweise überhaupt nicht zu...ist halt wieder so eine allgemeine Überstülpung, wie der "typische Alkie" so ist.

    Hallo, also ich finde auch, das hier in vielem so eine Art Schema eingesetzt wird. Der Alkoholiker kann keine Gefühle zeigen, gibt anderen die Schuld, will sich nicht helfen lassen, wenn der Partner geht, ist das der beste Weg. Ich denke jeder ist anders und man sollte das auch anders beurteilen. Deswegen bin ich hier nur noch selten.Ich zum Beispiel habe immer gearbeitet, war nie krank, trotz dem Alkohol, Ich habe auch Privat alles gemacht. Ich habe meinem Partner viel geholfen und war für ihn da. Mein größter Fehler war, das Problem nicht wahrzunehmen, es abzutun. Und das mir einmal die Hand ausgerutscht ist, das hätte nie passieren dürfen. Das war mein tragischer Moment, aber es war nicht immer alles schlecht. Auch dieses Wort Co-Anhängigkeit, es stellt das Ganze so negativ dar. Aber meine Schwester, die mit mir zum Arzt gegangen ist, war somit auch Co-Abhängig, dieses auf eine positive Weise. Meine Geschwister sind es wohl auch jetzt und dieses nur weil sie meinen Weg begleiten, für mich da sind. Mein Partner, nun werden wieder einige sagen richtig so, ist nun am 12.08.2022 ausgezogen, seitdem gibt es keinen Kontakt mehr. Ich bin seitdem 08.07.2022 trocken. Ja ich habe viel falsch aber auch vieles richtig gemacht, das Schlimme ist, wenn Du Alkoholiker bist, sehen das viele nicht mehr. Bei meinem Exfreund dreht sich alles nur um Co-Abhängigkeit und das er Angst davor hat. Somit gehen wir jetzt getrennte Wege. Ich werde meinen Weg nun für mich alleine weitergehen und dafür alles tun.

    Vielleicht fühlt man sich auch einfach "nur" nicht geliebt. Wie auch immer es tatsächlich ist, es ist ein schreckliches Gefühl.

    Hallo,


    das kann natürlich sein, ich finde nur ab und an wird hier viel verallgemeinert, natürlich äußert sich jeder aus seiner subjektiven Seite und der andere muss sich dann das Beste daraus ziehen.