Beiträge von Hartmut

    Das mit dem Zitieren hast du noch nicht ganz drauf :mrgreen: .

    Erst zitieren, dann unter dem Zitat außerhalb des Rechteckes, erst schreiben, sonst wird es unübersichtlich.

    Keinerlei Drang zu trinken ist eine normale Anfangseuphorie, die es zwar scheinbar leichter macht, aber gerade auch die Gefahr wieder zum Saufen.

    Ich hatte es mir mal so erklärt. Mein Suchthirn macht es mir am Anfang leichter, signalisiert dadurch, dass ich gar kein Alkoholiker bin und jederzeit wieder aufhören kann. Ist eine gefährliche Phase.

    , warum vor allem morgens immer noch meine Hände leicht zittrig sind ???

    Nun, diese Frage kann dir nur ein Arzt beantworten. Es gibt da eine Bandbreite von harmlosen Erkrankungen, die einen Tremor auslösen können. Dein Körper braucht auch eine Zeit, sich an die neue Lebensweise umzustellen.

    . Dass er regeneriert und an sich arbeitet, siehst du, dass nach dieser kurzen Zeit schon dein Schlafverhalten verbessert ist.

    Ich habe im Internet gelesen das dass mit der Schlafstörung bis zu über 2 Jahren gehen kann

    wer alles glaubt, was er an Krankheiten im Internet liest, der sollte aufhören zu lesen.

    Nun zum Trocken bleiben und sich abzusichern, dass der Alkohol nicht griffbereit, ist frage ich mal inwieweit du schon ein alkoholfreies Umfeld geschaffen hast?

    Hallo Achillies,

    wir haben hier mal aus allen Erfahrungen jahrelanger trockener Alkoholiker einen Artikel verfasst, wo sie ein „Newcomer“ sich erstmal orientieren kann. Was es heißt, trocken zu werden und zu bleiben. Schaue dir den mal an und wenn Fragen sind einfach raus damit.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo Achilles,

    willkommen hier im Alkoholikerforum im Vorstellungsbereich.

    Wie der Name schon sagt, tauschen sich hier bekennende Alkoholiker aus, die auch noch eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Sein Trinkverhalten zu überprüfen oder eine Pause machen, kennen fast alle Alkoholiker. Das plötzliche Absetzen nach regelmäßigen Trinken führt in der Regel zu Entzugserscheinungen, die auch mal im Delir, im Tremor oder auch tödlich enden können.

    Deswegen ist da immer ohne Wenn und Aber einen Arzt zurate zu ziehen.

    Jetzt mal zu dir. Wie schätzt dich denn ein. Bist schon Alkoholiker? Wie schätzt du es ein? Und was sind deine Ziele?

    Wenn einer „Faxen“ macht ist es nicht meins darüber hinwegzusehen. Es ist seins, zu erkennen, ob es Faxen sind. Fürsorgliche Warnhinweise kommen ja genügend. Wir sind ja bei der Selbsthilfe oder hat sich da was verändert?

    Jetzt dreht es sich hier in diesem Thread um Neuankömmlinge oder sehe ich das verkehrt?

    Bevor ich Vertrauen geben kann, muss ich dieser Person auch vertrauen. Und wer vertraut denn schon am Anfang einem nassen Alkoholiker, wenn er hier aufschlägt? Ich bin ja kein Freund des Schulterklopfens, weil mal einer ein paar Tage nüchtern ist. Ich belobige auch ganz wenige User in der Anfangszeit. Da ist noch kein Vertrauen aufgebaut.

    Ich verstehe immer noch nicht, wie ich „vorsichtig“ bewerten kann. Hebelt Vorsicht nicht Vertrauen auf?

    Ich denke ,dass auch Erfahrungen dazu gehören um später sagen zu können: hätte ich damals schon dieses Wissen gehabt ,dann hätte ich anders reagiert.

    Jeder braucht gewisse Erfahrungen aber auch "Lernen am Modell" und zwar das, was für jeden sinnvoll erachtet wird.

    Nun hatte ich damals im ersten Versuch auch das Wissen und bin rückfällig geworden.

    Es war übrigens genau dasselbe Wissen, was mich trocken werden ließ. Die Erfahrung daraus ist ganz einfach. Egal wie ich meine Erfahrung rüberbringe, wenn der Gegenüber nicht bereit ist den Fokus auf seine Trockenheit zu legen, nicht bereit ist es als erste Priorität anzusehen, wird er immer eine Krümmel in den Post finden, sich dann mit Händen und Füßen wehren.

    Ich war ja so einer. Meine Gedanken damals. Die spinnen doch alle, die Langzeittrockenen haben doch keine Ahnung, ich bin etwas besonders, ich kann das anders. Ende vom Lied, ich wurde im Biergarten damals rückfällig. Vertrauen zu mir wieder weg.

    Ich kann keinen das Vertrauen zurückgeben, was er verloren hat. Wenn ich anfangen würde, so wie ich es geschafft habe, in vorsichtige Post zu schnüren, den User da abholen, wo er ist, dann begebe ich mich in den Bereich Trockenlegen wollen und dann sind es nicht mehr meine Erfahrungen.

    Wenn ein Alkoholiker mit diesen Gedanken hier herkommt, er möchte doch bitteschön so oder so sich behandelt fühlen und alle um ihn herum sollen, doch versucht sein, ihn das richtige zu schreiben, weil er nur so sein Vertrauen zurückgewinnt, dann geht er es verkehrt an.

    Ich sage es mal in meiner Art und Weise von Herzen kommend. Mein Fokus liegt nicht primär helfen zu wollen, vielmehr dass, der Gegenüber erkennt, dass er nur sich selbst helfen kann.

    Ich hatte mein Vertrauen zurückbekommen, weil ich den Weg gegangen bin und mir dadurch bewiesen habe, dass nicht alles verloren ist.

    Tun muss man tun, waren meine Worte damals. Die Signatur habe ich auch von einem Hardliner der besonderen Art übernommen. Spedi hieß er. Vielleicht kennt ihn noch einer.

    Der Zeitpunkt war wohl noch nicht der richtige.

    Das sehe ich auch . Es sind in den Jahren hier sehr viele gekommen und eben noch nicht so weit waren. Eben noch nicht ihren Tiefpunkt erreicht hatten. Noch zu viel Vertrauen da war, es anders zu schaffen.

    Leider sterben auch welche, die das Vertrauen, in sich nicht wieder finden.

    '

    Noch etwas dazu, wenn ich jeden einzelnen Begriff, der irgendwann mal durch das Forum gelaufen ist, auf die Goldwaage gelegt und in die Bestandteile zerlegt hätte, hätte ich mich zwar an die Empörungswelle anschließen können und mit den Wölfen geheult, wäre aber kein Stück weiter in meiner eigenen Alkoholgeschichte gekommen.

    Ich persönlich finde es schon erschreckend, wie sich manchmal echauffiert wird und wie explizit auf die Etikette geachtet wird ,die man selbst in den nassen Jahren vermissen ließ.

    Hat aber jetzt nichts mit dem nassen oder trockenen Denken zu tun. Eher was das der eine oder andere sich reinwaschen will? Sich abgrenzen? Ich weiß es nicht.

    Wenn nun jemand,der schon einige trockene Jahre hinter sich hat einen Hinweis gibt,hier oder da besonders vorsichtig zu sein, wäre es doch klug es zu versuchen, trotz Bedenken, trotz Misstrauen. Was kann schon passieren?

    Nun hatte ich mein Vertrauen in mich verloren, egal wie sanft oder hart ich mit mir umgegangen bin. Hat nicht geholfen, dass ich das saufen gelassen habe. Egal ob auch aus dem Umfeld, mit Engelszungen oder harte Worte, haben nicht geholfen. Vertrauen war weg.

    Ich kam hier nach einem schweren Rückfall wieder an, hatte alles ignoriert, was mir im Vorfeld hier im Forum zugetragen wurde. Ich wusste nur das der nächste Rückfall für mich dann das Ende gewesen wäre. Zumindest die Sichtweise meiner damaligen Situation.

    Nun frage ich mal in die Runde. Was bedeutet jetzt vorsichtig mit mir zu sein?

    Ich mache nicht mehr draus, was die Wörter, speziell in der Alkoholsucht, bedeuten.

    Ich vergleiche sie nicht mit irgendwelche Erinnerungen an etwas anderes. Sie sind für mich einfach nur Bestandteile der Alkoholkrankheit. Ich unterteile die Begriffe nicht in gut oder schlecht, sondern ordne sie als Symptom meiner Krankheit ein. Sie helfen mir zu erkennen, inwieweit ich mich Richtung aktiver oder inaktiver Sucht bewege.

    Diese ganze Diskussion, dass ich mich deswegen angegriffen in einem Forum fühle, was speziell für Alkoholiker ist, die Ihre Sucht gestoppt halten wollen verstehe ich überhaupt nicht.

    Verharmlostendes, beschönigendes, Erlaubnis erteilendes Verhalten, all das hat sich für mich genauso verletzend angefühlt, wie das offene ausleben der Sucht

    Wer diese „spezielle“ Hinweise, in einem Alkoholiker Forum als verletzend ansieht, hat nicht verstanden, um was es hier geht. Es geht eben nicht um zu verletzen. Es geht darum, mit einem Wort den Zustand zu beschreiben, um eventuell eine Gefahr für sich zu erkennen. Es ist fürsorglich gemeint. Es geht dabei um sucht frei oder eben Rückfall. In manchen Fällen eben dann mal tödlich.

    arum war die "trockene" Phase nie "mehr wert" als die Nasse?

    Wenn ich es als Krankheit ansehe, gibt es eben kein „mehr oder weniger“ wert. Es gibt eben nur nass oder trocken. Dieses normale Bewertungssystem greift bei nass und trocken nicht.

    : Ich gehe ins Restaurant, setzte mich vlt sogar extra weit weg vom Kegelklub Extrabreit (sorry, ist nur ein Arbeitsname), weil ich weiß, dass mich die triggern könnten oder sogar aktiv auffordern etwas zu trinken. Waren ja noch bis vor kurzem meine Kumpanen - das wäre trockenes denken?

    Für mich schon. Es geht darum, nasse Gefahren zu erkennen und sie nicht gedanklich, als keine Gefahr einzustufen.

    im grunde müßten wir doch frisch ankommenden nur klar machen das es gefährlich ist sich mit anderen "frischlingen" zu eng zu verbrüdern weil es echte gefahren birgt. da muß ja gar nicht all zu sehr auf die bedrüfnisse des einzelnen eingegangen werden. dieses thema anzusprechen und es mal für alle deutlich lesbar machen war meine intention das hier auf zu machen.

    Doro etwas jemanden klarmachen, was er nicht versteht oder noch nicht verstehen kann, ist brotlose Kunst. Kein Warnschild der Welt hilft einem, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Wir haben die Grundbausteine ganz dick und fett is Forum gehängt und fast jeder 2 zweifelt sie trotzdem an. Wir haben zig weitere Artikel erstellt, hundert Threads mit Diskussionen.

    Erinnere dich mal an unsere Anfänge hier zurück. Da gab es das auch schon. Jedoch haben wir da ganz deutlich gemacht das jeder für sich selbst verantwortlich ist. Sind ja keine Kinder, die hier ankommen.

    Für aufkommender Suchtdruck haben wir den Notfallkoffer. Ich habe die Befürchtung, je mehr wir von außen an den Alkoholiker herantragen, je mehr nehmen wir ihm seine Selbsthilfe ab.

    Paul hat was geschrieben, wie er denkt.

    Wenn mir hier nahegelegt oder geraten würde, im Sinner der Risikominimierung auf die Freundschaft zu verzichten, wäre ich extrem angefressen.

    bei den beiden mädeln jetzt die auslöser für meinen thread hier waren ist es ja wie es aussieht leider dazu gekommen das nun beide weg sind.

    Doro, es wird immer wieder User geben, die uns näher sind, als andere. Es sind auch einige User gegangen, die wieder saufen, aber zuvor hier auf den Putz hauten, weil angeblich vieles hier nicht in Ordnung war oder ist.

    Meist sind es auch User, die erst frisch dabei sind. In der nassen Zeit waren doch auch alle andere schuld, dass ich gesoffen habe. Ich habe im letzten Jahr von 2 User eine PN bekommen, die mir im Nachhinein sagten. Scheiße, ihr habt doch mit der einen oder andern harten Kritik recht gehabt.

    Wenn ich einen schuldigen raussuche, habe ich ja nicht mein Problem gelöst. Alkoholismus schleppe ich ja ein Leben lang mit.

    eider wird er wider dem klaren sprachlichen Verständnis gebraucht.

    wider deinem Verständnis, jedoch sind die Begriffe eben da. Kapitulation vor dem Alkohol ist nichts anderes als anzuerkennen, dass ich damit nicht mehr umgehen kann. Ich unterwerfe mich nicht, ich erkenne es nur an.

    Es reicht schon zu denken, mir macht es nichts aus, wenn neben mir jemand ein Glas Wein trinkt. Ich verharmlose somit die Situation.

    Das sehe ich anders. Wenn im Restaurant z.B. meine Fr...................................

    Ändert jedoch nichts daran, dass es in die Schublade nasses Denken kommt. Ich schrieb ja auch im Nachsatz.

    Unabhängig ob diese nun Folgen hat oder nicht.

    Wenn du damit nichts anfangen kannst, dann ist es eben so. Musst ja nicht. Kannst ja für dich die Begriffe ausblenden. Für andere sind sie hilfreich.

    Ich finde es auch sehr hilfreich, wenn ich Hinweise bekomme, ich könnte „nass“ denken (bzw. ungesund), weil mein eigenes Hirn auch weiterhin im (Um)Lernprozess ist. Und immer rückfallgefährdet bleibt.

    Nun, das sehe ich auch so. Ich bin froh, darauf hingewiesen zu werden. Wenn nicht hier, wo dann?

    Leider sehen es einige als Angriff oder Unterstellung an. Ich bin ja sehr beharrlich, wenn es um meinen Weg geht. Was auch der eine oder andere in die Schublade „Recht haben wollen oder es kann nur meinen Weg geben“ steckt. Was natürlich absoluter Blödsinn ist.

    Ich bin ja nicht gefeit. Ich übersehe da und da auch mal was oder es schleichen sich nasse Gedanken ein. Wenn ich dann nicht gegensteuere, steuere ich wieder automatisch Richtung nächster Bar. Nun sind auch die nassen Gedanken, die einen immer wieder mal überkommen, ein Beweis, Alkoholkrank auch im trockenen Zustand zu sein.