Beiträge von Hartmut

    Hall zusammen,

    Nach dem Wegstellen der Flasche und den ersten Schritten ins trockene Leben empfehlen wir die Zeit, die man zum Saufen gebraucht hat, mit sinnvollen Zeiten zu ersetzen.

    Hin und wieder haut jemand die Bemerkung raus.

    „Aufpassen, dass es keine Suchtverlagerung wird“ Da frage ich mich „Wo fangt sie an wo hört sie auf, wenn die Sucht doch schleichend ist? Mir war alles recht, um nicht mehr saufen zu müssen.

    Wird da sich da nicht nur einer Floskel bedient oder woran bemerke ich die Suchtverlagerung?

    Ist für CO auch interessant, inwieweit die Zeit, die der Alkoholiker ihnen genommen hat, anders verwenden. Oder gibt es da keine Suchtverlagerung.

    Wie habt ihr das „danach“ erlebt?

    Eventuell berufsbedingt..? Kfz-Meister....immer auf der Suche nach Gründen/Fehlern in allen Systemen. Jetzt steht das eigene System erneut am Diagnosegerät. Es gibt neben den wissenschaftlichen Erklärungen auch sehr gute Beschreibungen,

    Um mal an dieser Metapher festzuhalten. Da gibt es einen entscheidenden Unterschied. Es lassen sich nicht, wie beim KFZ, alle Sensoren im Hirn auswechseln.

    Ich mache das mal am Reifenkontrollsystem fest. Ich muss immer wieder selbst kontrollieren ob nicht ein schleichender Plattfuß vorliegt. Ich kann mich nicht auf die Sensoren verlassen, auch wenn ich sie verstehe. Vernachlässige ich es dann hat das eventuell gravierende Folgen.

    Mit dem Tod einiger vertrauten Personen, im Jahr 2016, habe ich die Nachsorge vernachlässigt.


    Jetzt schaffst Du das allein....dachte ich....nein falsch...das Thema Alkoholiker war in Vergessenheit geraten.

    Gleichzeitig türmte sich ein Berg von juristischen, geschäftlichen, gesundheitlichen und privaten Dingen auf, die meinen Traumjob zum Albtraum werden ließen und meine Existenz gefährdeten. Am 25.7.2019 schlug das Suchtgedächtnis zu.

    Mich würden folgende Fragen umtreiben

    Schlägt das Suchtgedächtnis nicht auch zu, wenn ich mir selbst Gründe zurechtlege um wieder Saufen zu wollen? Wollte ich einfach wieder Saufen?

    Gibt es wirklich, außer der Sucht selbst, Gründe um wieder zu Saufen? Da der Rückfall im Kopf anfängt, kann das nicht auch schon weit vor den Ereignissen gewesen sein?

    Bin mir sicher, Du kennst sie alle

    irgendwann war es mir zuviel aber hilfreich. Mehr eventuell später dazu.

    Ich werde dich gleich für den offenen Bereich freischalten . Wenn du willst verschiebe ich diesen Vorstellungsthread in den richtigen Bereich . Oder willst du eine neuen Thread eröffnen?

    Hallo Topema,

    willkommen in unserer Online- Selbsthilfe-Gruppe,

    nicht jeder schafft so schnell wieder den Absprung und verreckt an einem Rückfall. Schön das du wieder unter den Lebenden bist.

    Wie lange bist du nun wieder trocken?

    Seit dem beschäftige ich mich so intensiv wie nie zuvor, mit den Abläufen im Gehirn bzw. dem Hyothalamus, biochemischen und neurologischen Prozessen und Rückfallgründen

    Ist eine Never Ending Stroy für mich, jedoch frage ich mich immer wieder wie sinnvoll es ist , etwas zu erkennen, was nicht zu erkennen ist? Viel wichtiger, zu begreifen ist.

    Aber wenn man seht jung zusammen kommt, und der Partner/ in noch nicht alk.abhangig war? Und sogar die Alkoholiker im Umfeld bedauert hat?

    Krankhaftes Verhalten aus verkehrt verstandener Hilfe entwickelt sich mit der Zeit. Da ist es bei CO und Alkoholiker ähnlich. Man will oder kann es im ersten Moment nicht erkennen.

    Aber das Trinken liebt er mehr,

    Bei mir war das nicht der Fall. Ich musste trinken und das hatte sicherlich nichts mit Liebe zu tun.

    Das schlimme am Alkoholismus sind nicht nur die geistige oder körperliche Folgen . Es gibt auch keine Entschuldigung oder Rechtfertigung für ein krankhaftes Verhalten. Es gibt nur ein Verstehen was die Krankheit bedeutet. Dazu gehört jedoch auch, ein eingestehen selbst hilflos für den Anderen zu sein.

    Hallo zusammen,

    Wir haben wieder die Unterteilung Erste Schritte für EKA für den offenen Bereich hinzugefügt um auch  Erwachsene Kinder  Alkoholiker eine Plattform zu bieten.

    Wir sind auch bemüht aus den alten Bereichen die Threads von Kinder dahin wieder zu verschieben, aber bitten jedoch auch um Eure Mithilfe.

    Sollte sich ein EKA sich nicht finden bitte kontaktiert dann das Team

    Hallo Leyla,

    Ist ein Alkoholiker überhaupt (noch) in der Lage, wahre Gefühle für andere Menschen zu haben?

    Ja kann er, jedoch ist die Priorität 1 seine Sucht zu befriedigen. Die Alkoholkrankheit lässt im nassen Zustand auch nichts anderes zu.

    Sucht er sich bewusst einen mitfühlenden, empathischen Partner oder werden solche Menschen wie ich mit unserem Helfersyndrom von ihnen angezogen!

    Ich stelle die Frage mal umgekehrt.

    Sucht sich der CO Partner einen Alkoholiker um sein "Helfer Syndrom" befriedigen?

    Alkohol und die Auswirkungen sind Teufelswerk, da brauchen wir nicht diskutieren aber es liegen in jeden Menschen auch Charaktereigenschaften, die nichts mit dieser Krankheit zu tun haben.

    Wenn ich heute mal in der Stadt oder anderswo mittags oder nachmittags Leute beim Bier sehe, denke ich mir manchmal, wie gut, das ich das nicht mehr brauche und über das Stadium hinweg bin.

    Interessant Carl F. Zwingend ist es nicht aber ist es sinnvoll? (rhetorische Frage)

    Ein Nichtsüchtiger denkt sich sowas jedoch nicht. Ich für meinen Teil hatte sowas auch noch nicht gedacht.

    Hat für mich irgendwie den Touch einer Bestätigung alles richtig gemacht zu haben. Kann ich alles richtig machen bei der Sucht? Was passiert denn wenn mein Suchtgedächtnis mal losschreit. Ich war doch noch nicht über dem Stadium weg?

    Loslösung vom Alkohol heißt für mich nicht nur das Glas wegstellen. Sondern auch jegliche Verbindungen zum Alkohol neutral zu betrachten. Das geht jedoch nicht von heute auf morgen. Ich brauchte Jahre dazu.

    Am Anfang des Weges haben suchtorientierte Gedanken jedoch noch die Überhand ohne das man sie selbst erkennt.

    Sonst kommt noch das Suchtgedächtnis um die Ecke "Siehst du, läuft doch alles gut, dann kannst du ja auch mal wieder was trinken" oder aufkommende Probleme werden verdrängt.

    Es hat ja noch andere Gründe. Jede Post die geschrieben, wird auch gelesen.

    Sei es noch so banal, es können Hinweise enthalten das etwas schiefläuft, was dem „User“ gar nicht für wichtig erachtet.

    Gerade am Anfang des Weges sind den eigenen Gedanken nur begrenzt zu vertrauen. Das „Sucht- Hirn“ ist jahrelang, bei Alkoholiker auf Saufen programmiert.

    Das muss ja erstmal umgeschrieben werden. Genauso bei CO. Sie reagieren auch suchtorientiert. Krankhafte Einprägungen sind da zum Beispiel. „Ich habe oder mache nichts verkehrt, ich will ja nur helfen“

    Mir geht es beim Alkohol ähnlich. Am Strand Bier trinken, bei guter Stimmung auch vielleicht schon am Nachmittag. Wenn ich jetzt andere so sehe frage ich mich: Muss das sein?


    Das sind ganz normale Reaktionen.

    Aber auch ein Zeichen das man damit, für sich, noch nicht ganz abgeschlossen hat. Man will ja irgendwie noch dazugehören aber kann es nicht mehr.

    Dieser Bereich steht für „Hilfe von Außen annehmen“

    Hilfe annehmen heißt für mich auch aktiv dabei zu bleiben.

    Nun gehört ja schon ein gewisser Leidensdruck dazu sich hier für den Ausstauch anzumelden. Schreibt im Vorstellungsbereich lässt sich mit voller Motivation für die zuständige Bereiche freischalten, schreibt die ersten Zeilen, sammelt Erkenntnisse und dann kommt auf einmal weniger. Man weiß nicht mehr was man schreiben soll, bekommt eventuell auch weiniger Resonanz, fühlt sich eventuell auf die Füße getreten.

    Das ist auch „erstmal“ normal. Man lebt weiter und verfällt in den Alltagsstrudel und hält gewisse Situationen nicht mehr erwähnenswert. Jedoch, dass aus meinen jahrelangen Erfahrungen fängt es da an, einen verkehrten Weg einzuschlagen.

    „Nur nicht trinken, reicht nicht“ ist bei Alkoholiker oder "Nur sich vom Partner trennen, reicht nicht" ist auch bei Co keine Floskel.

    Darunter fällt auch sich aktiv und immer wieder über das Thema auszutauschen.

    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wo liegen die sonstige Probleme für einen aktiven Austausch?