Mery. Hi, ich stelle mich vor

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • hallo zusammen


    ein neuer Tag. bisher ging es gut ohne den alk, ich konnte auch soweit gut die noch rumstehenden leeren flaschen ignorieren. morgen packe ich dann alles weg, aber wegfahren werde ich sie erst später. solage ich im entzug die beruhigungsmittel nehme sollte ich ja nicht autofahren.


    zwei fragen habe ich aus aktuellem anlass.


    -kopfschmerzen: seit zwei stunden habe ich kopfschmerzen, vorher war es ein zittern das nun weg ist. ich trinke viel, war mittags bisschen an der luft, aber es geht nicht weg. soll ich es aushalten oder kann ich zum beispiel eine paracetamol nehmen?


    -erholung vs. tatendrang: entzug ist entgiftung. tue ich meinem körper etwas gutes oder schlechtes, wenn ich mich für das eine statt dem anderen entscheide? ist es genau so von vorteil , wenn es mir danach ist, auf dem sofa zu liegen und zu lesen, oder den keller auszumisten wenn ich mich danach fühle? ich hoffe ihr versteht wie ich das meine...


    aktuell fühle ich mich müde. nicht erschöpft, sondern wohlig müde. als würde ein teil stress abfallen... angenehmes gefühl .

  • Hartmut

    Hat den Titel des Themas von „Hi, ich stelle mich vor“ zu „Mery. Hi, ich stelle mich vor“ geändert.
  • Hi. Es geht von vorne los…


    Gestern sagte ich noch, wie gut ich die leeren flaschen die umstanden ignorieren konnte. Bis ich gestern abend beim küche aufräumen in zwei flaschen noch einen resten wein gesehen habe. Und dann konnte ich nicht anders als sie zu trinken.


    Ich bin ja so dumm. So dumm. Unendlich dumm.


    Also ist heute der neue tag eins… hoffentlich wirklich der letzte.


    Bin ich die einzige? Oder habt ihr sowas auch schon durchgemacht?

  • Hallo Mery,


    ich habe das zigmal durchgemacht. Wieder und wieder. Das war unendlich frustrierend. Ich glaube der häufigste Eintrag in meinem Tagebuch lautet "heute bin ich wieder bei Tag 1".


    Der Grund war einfach, dass ich quasi kaum etwas geändert habe. Ich habe einfach nur nicht getrunken.

    Ich bin dann über Zoom in eine SHG gegangen und seitdem ist es bei mir anders. Ich kann seit über 10 Monaten das erste Glas stehen lassen und fühle mich gut dabei.

    Schlechte Tage habe ich genug, aber ich bin jeden Tag so demütig dankbar, dass ich diese Hölle hinter mir habe in der ich trinken musste. Jeder Tag ist für mich etwas total besonderes ohne Alkohol.


    Viellicht musst du auch etwas mehr für deine Genesung tun. Ich bin fast täglich in min. einem Meeting, verbinde mich täglich telefonisch mit einer trockenen Freundin und lese nebenbei noch viel Literatur und bin in Foren unterwegs. Das klingt jetzt vielleicht nach viel, aber es ist für mich alles ein wunderbares Geschenk was ich noch oben drauf bekommen habe, Zu meiner Trockenheit.


    Du kannst ja mal ein paar Ideen sammeln, was du für dich noch verändern kannst.


    LG


    Twizzler


    edit:

    Ganz wichtig für mich ist auch ein alkoholfreies Umfeld. Ich möchte keinen Alkohol in meiner Wohnung haben, weil der Griff danach viel zu einfach ist.

    Vor einigen Monaten habe ich eine Flasche Sekt zu meinem Geburtstag von Nachbarn geschenkt bekommen und die stand 10 Minuten hier bis mein damaliger Partner hier war und ich habe ihm sofort gesagt, dass die weg muss. Entweder er schüttet sie weg (ich wollte es nicht wegen des Geruchs) oder er stellt sie sofort in sein Auto.

    Ich bin Alkoholikerin und so sehr ich meine Trockenheit auch liebe, traue ich mir da noch überhaupt nicht über den Weg.

  • Also neuer Tag 1.


    & danke, dass du allen demonstriert hast, wie wichtig ein alkoholfreies Umfeld ist. ;)


    Wenn du weiter aufräumst, hol dir eine eingeweihte Person ins Boot, die für dich die Alksachen beseitigt.

    Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns.
    Vor uns liegen die Mühen der Ebenen. (Bert Brecht) 8)

  • Danke für eure mutmachende worte



    Nun Mery, was ich wissen möchte ob sich deine Ziele verändert haben? Strebst du weiterhin eine lebenslange Abstinenz an?

    meine ziele haben sich nicht verändert. ich will den alkohol für immer aus meinem leben entfernen. und ich freue mich darauf am montag mit meiner psychotherapeutin darüber zu sprechen

    Wenn du weiter aufräumst, hol dir eine eingeweihte Person ins Boot, die für dich die Alksachen beseitigt.

    ich habe vorhin die einzige noch vorhandene flasche alkohol weggeschüttet. es war ein schoko-chili-likör, den ich schon seit 2 jahren nicht getrunken habe weil da zucker drin ist und ich auf den konsequent verzichte seit meiner magenop. das ist doch verrückt! wie kann ich da so konsequent sein und mit dem alk so dumm. aber hey... ICH KANN stark sein.

    ah und mein schrank, den ich als hausbar gebraucht habe ist seit 10 minuten in den kleinanzeigen. ich ziehe bald um und das ist der richtige zeitpunkt um mich von dem ding zu trennen.


    Viellicht musst du auch etwas mehr für deine Genesung tun. Ich bin fast täglich in min. einem Meeting, verbinde mich täglich telefonisch mit einer trockenen Freundin und lese nebenbei noch viel Literatur und bin in Foren unterwegs. Das klingt jetzt vielleicht nach viel, aber es ist für mich alles ein wunderbares Geschenk was ich noch oben drauf bekommen habe, Zu meiner Trockenheit.


    Du kannst ja mal ein paar Ideen sammeln, was du für dich noch verändern kannst.

    ich habe mir am donnerstag bücher gekauft, heute will ich damit anfangen zu lesen. ich will mich mit dem thema beschäftigen und verstehen was da in einem vorgeht.


    ich ziehe nächsten monat in meine eigene schnuckelige eigentumswohnung, ich bin sicher dass das mir auch helfen wird für den neustart.

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