Beiträge von Morgenrot

    Hallo Starkemom,

    Herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Zum Glück ist kaum Schnaps mit im Spiel,


    im Bier ist auch Alkohol und wenn er eine gewisse Menge Bier trinkt, macht es auch ne halbe Flasche Schnaps.
    Du siehst also, was er trinkt ist egal.

    Trau deinen Wahrnehmungen, denn es ist wichtig, wie du es empfindest und nicht die anderen.
    Die anderen müssen nicht mit ihm zusammenleben, und können nicht beurteilen, was es mit dir macht, wie es dir und den Kindern geht.
    Das sollte im Vordergrund stehen.
    Gehe bitte nicht davon aus, das deine Kinder nichts merken, das ist fast immer anders.
    Die Kinder wissen meist sehr genau, was da geschieht.

    Weißt du, es mag böse klingen aber im nachhinein kann ich gut verstehen, warum ich damals mit offenen Armen von meiner Schwiegermutter aufgenommen wurde, sie war wahrschinlich froh, das sich jetzt eine andere um ihr Problemkind kümmert.
    Sie hatte immer neue Entschuldigungen für ihn, die Fehler machte ich.

    Hol dir Hilfe, geh zur Suchtberatung, die beraten auch Angehörige, und steig aus, aus dem vertuschen und vor allem, wenn deine Kinder fragen, sag ihnen die Wahrheit.


    lg Morgenrot

    Hallo Beno,

    Zitat

    Sie wird in einem "Stressgespräch" immer sehr laut, wenn sie sich nicht mehr richtig rechtfertigen kann, oder meint in die Ecke getrieben worden zu sein. Dabei rede ich schon mit "Engelszungen" und überschütte sie nicht mit Vorwürfen! Ich möchte meinen Sohn hierbei raushalten und versuchen die Gespräche mit ihr alleine zu führen.


    Das könnte auch von mir stammen. Soviel Engelszungen kannst du gar nicht haben, um einen nassen Alkoholiker von seinem Stoff wegzureden.
    Das gelingt nicht.
    Mit hat der Nasse Alkoholiker mit der Flasche in der Hand gesagt, das er nicht trinke, so verzerrte sind ihre Wahrnehmungen, denn er meinte es in dem Moment ernst.
    Ich habe auch immer nach günstigen bzw. nüchternen Zeitpunkten Ausschau gehalten um dann "in Ruhe" zu reden, meistens morgens.
    Irgendwann hat mich dann ein guter Freund daruaf gebracht, das es für einen nassen Alkoholiker keine nüchternen Momente gibt.
    Sei es der Restalkohol, oder das der Alkohol als Nervengift, schon die Wahrnehmungen und den Geist vernebelt hat.
    Ich dachte aber, bei mir sei das alles anders. Bis ich es verstanden hatte und mir klar wurde, es bringt nichts mit einem nassen Alkoholiker irgendwelche Abmachungen und Vereinbarungen zu treffen, ihn interessiert in der Hauptsache das er nicht beim trinken gestört wird.


    lg Morgenrot

    Hallo Beno,

    Zitat

    Du meinst also, ich sollte nicht noch länger warten, um die Situatiom meinen Sohn zu erklären? Ich bin da hin und her gerissen.


    das mußt du letztendlich selbst entscheiden. Ich wollte dir damit sagen, das es nichts schlimmeres für ein Kind gibt, wenn es das Gefühl hat das seine Wahrnehmungen falsch sein sollen.
    Ich wollte das bei meinen Kindern nie tun, aber im Strudel des vertuschens hab ich es getan.
    Meine Kinder sind heute erwachsen und wir lernen darüber zu reden.
    Ich wünsche dir einen schönen Arbeitstag, und find es gut, das du in den geschützten Bereich möchtest.


    lg Morgenrot

    Hallo Beno,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Ich kann dir nur ans Herz legen deinem Sohn in kindgerechter Form die Wahrheit zu sagen.
    Er merkt was mit seiner Mama los ist, und er braucht da deine Offenheit.

    Du kannst deine Frau nicht zu einem Therapeuten "schleppen" wenn sie nicht will, wenn sie ihr Problem nicht sieht, bist du machtlos. Das ist leider so, und das tut auch erst einmal verdammt weh.
    Du kannst nur etwas für dich und deinen Sohn tun, damit es euch besser geht.


    lg Morgenrot

    Hallo Honeymaker,

    ich finde es gut, das du für dich Aktivitäten startest, auch das hilft dem Hamsterrad zu entkommen.
    Ich kann mich noch gut an meine ersten Feiern ohne "ihn" erinnern, das war toll, niemand auf den ich "aufpassen" muußte, ich konnte so feiern wie ich wollte.


    lg Morgenrot

    Hallo emmi,

    du kannst überall deine Fragen stellen.

    Zitat

    Das Problem ist, das ich überhaupt nicht weiss wie ich nun damit umgehen soll, wenn er am Freitag nach Hause kommt.


    ich gehe davon aus, das dein Vater zur Entgiftung im Krankenhaus war, oder?
    Dort stellen sich die Selbsthilfegruppen, die es im Umfeld gibt vor, also bekommt er da schon wichtige Tipps, und er kann sich nach der Entlassung sofort einer Gruppe anschließen, wenn er eine ernsthafte Abstinenz anstrebt.
    Du kannst ihm da als Angehörige nichts abnehmen.

    lg Morgenrot

    lieber Zerfreila,

    schön das du dich mal gemeldet hast, aber schade, das es bei dir im Moment nicht so läuft.
    Trotzdem wünsche ich dir noch ein gutes und gesundes Neues Jahr, und hoffe, das sich einiges klären wird.


    lg Morgenrot

    Hallo Schalträgerin,

    schön, das du jetzt hier angekommen bist.

    Das wichtigste war für mich zu verstehen, das meine Gefühle richtig sind, denn die werden uns ja sehr oft abgesprochen.
    Ich kenne da auch sehr viele Aussagen, wo ich wieder ins zweifeln gekommen bin.


    lg Morgenrot

    Hallo Rabenweibchen,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Zitat

    Im Augenblick schwebe ich so ein bisschen im Niemandsland und frage mich habe ich mich selber nie wirklich wichtig genommen oder vielleicht viel zu wichtig???


    Wo glaubst du, hast du dich zu wichtig genommen?
    Ich kam mir zum Schluß vor, wie eine Marionette, ich habe alles getan, damit der Alkoholiker aufhört zu saufen.
    Ich war am Ende und habe an Selbstmord gedacht. Als mich die Suchtberaterin fragte, wie es mir geht und was ich gerne möchte, bin ich in Tränen ausgebrochen, weil ich überhaupt keine Ahnung hatte, was mir gut tun könnte.
    Ich war ja immer nur für andere da gewesen.
    Genau darin liegt aber auch ein sich selbst zu wichtig nehmen, sie nannte es den "Größenwahnsinn der CO`s. "
    Ich gehe ja davon aus, das ich mit meinem Kümmern etwas bewege, ich will etwas erreichen und natürlich sollen auch alle anderen sehen, was ich für eine tolle Kümmerfrau bin und was ich alles mitmache.
    Ich nahm alle Verantwortung auf mich, es mußte doch laufen.
    Nur, von den anderen kam gar nichts. Erst als ich selbst aktiv wurde, und für mich etwas ändern wollte, offener wurde und nicht mehr alles vertuscht habe, da kamen Reaktionen und Hilfen.
    Du mußt aktiv werden, es tut kein anderer für dich.
    Ich habe kleine Schritte gemacht, teilweise sehr kleine.
    Der erste war, das ich mich mal in ein Cafe gesetzt habe, einen Cappu getrunken habe, und es mir genau 5 min erlaubt habe.
    Da wurde mir nochmal sehr deutlich, das ich was ändern muß.
    Ich habe mich auf den Weg gemacht, und tue heute Dinge, die ich mir nicht hätte vorstellen können, aber am Ziel bin ich noch nicht.

    lg Morgenrot

    Hallo Karl,

    ich halte den "Versuch" deiner Frau für Augenwischerei, um dir mal wieder was zur Beruhigung hinzuwerfen. Ein kleines Häppchen, denn damit sind wir CO`s ja schon zufrieden.
    So war es jedenfalls bei mir, es brauchte nicht viel und alles an Hoffnung lebte wieder auf. Kannst du vergessen, das funktioniert nicht mit einem nassen Alkoholiker.
    Deine Kinder wissen längst alles, unterschätz die mal nicht. Während du ihnen noch die schöne Welt vorgaukelst, registrieren die schon lange.
    Das haben mir meine beiden erwachsenen Kinder hinterher erzählt, aber erst dann, als ich nichts mehr vertuscht habe.
    Ich habe mit ihnen genau das gemacht, was ich nie wollte, ihre Wahrnehmungen widerlegt um ihnen einen Vater zu erhalten, der schon lange keiner mehr war.


    lg Morgenrot

    Hallo Nathan,

    habe gerade deine Geschichte gelesen, und wollte dir einen Gruß da lassen. Ich wünsche dir und deiner Frau Mut und Kraft für die nächsten Tage und Wochen.
    Ich denke an euch


    lg Morgenrot

    Hallo Elpida,

    Zitat

    Es ist wirklich unfassbar wie sehr sie ihr Leben von ihm abhängig macht.


    das macht die COabhängigkeit aus. Nicht zuletzt ist es die Hoffnung, das der Alkoholiker doch noch trocken wird, diese Hoffnung teibt sehr oft seltsame Blüten.
    Bei mir war es so, das ich meinen Wahrnehmumgen nicht mehr getraut habe, und immer nur gehofft habe.
    Ich finde es gut, das du bei deiner Meinung geblieben bist und wünsche dir jetzt schon einen unbeschwerten Abiball.


    lg Morgenrot

    Hallo Elpida,

    ich kann gut verstehen, das du auf die Manipulationsversuche deiner Mutter sauer reagierst.
    Ich kenne solches Verhalten von mir auch, auf heile Welt machen bis quasi zum umfallen.
    Deine Mutter hat noch nicht erkannt, das sie auch ein Problem hat, deshalb kann sie deine Haltung nicht nachvollziehen.
    Denn spätestens, wenn er nicht mit zur Feier geht, werden Fragen kommen.
    Fragen, denen sie sicher gerne aus dem Weg gehen würde.


    lg Morgenrot

    Liebe Mimulus,

    du hast die Hoffnung und er kann weiter trinken.
    Ich mag auch niemanden als hoffnungslos ansehen, denn jeder hat ja prinzipiell immer die Chance etwas zu verändern.
    Bei mir entstanden aber mit meiner Hoffnung immer neue "Wünsche" von der Seite des Alkoholikers.
    Wenn du das machst, oder so reagieren würdest, ja dann könnte ich. .........
    Immer und immer wieder hab ich es versucht, aber getrunken hat er immer weiter.
    Ich hätte mich beinahe selbst aufgegeben.
    Die angeblich guten Stunden mit einem nassen Alkoholiker, dafür habe ich auch gelebt.
    Nur was sind gute Stunden?
    Wenn er mal nüchtern wirkt? Ich schreibe bewußt wirkt, denn ein nasser Alkoholiker der sich abends zuschüttet ist ja morgens nicht nüchtern.

    Denk an dich und geh auf Distanz.


    lg Morgenrot

    liebe Ratlos,

    ich halte dich erst einmal nicht für Beratungsresistent, denn ich kenne alle deine beschriebenen Gedanken zur Genüge.

    Zitat

    unverändert pendel ich zwischen Hoffnung und Resignation hin und her


    genau dieses Pendeln ist es, was dich festhält und dazu führt, das du zu keiner Entscheidung für dich kommen kannst.
    Es könnte ja doch sein, das er mich gerade jetzt braucht und gerade jetzt etwas ändern will, und dann bin ich nicht da.
    genau dieser Gedanke hat mich immer mehr in die Abhängigkeit hineingeführt. Es kam soweit, das ich abhängig davon war, wie er sich fühlte. Gings ihm gut dann durfte es mir auch gut gehen, wenn nicht, durfte es natürlich auch für mich, nicht schönes geben.
    Es ist ein Kreislauf ohne Ende, wenn du nicht aus diesem Hamsterrad herauskommst.

    lg Morgenrot

    Hallo Karl,

    Zitat

    Egal was ich tue, sie dreht alles so hin, dass sie einen Streit draus machen kann. Am nächsten Tag ist alles vergessen, es darf nichts erwähnt werden und sie kommt liebevoll auf mich zu und küsst mich.


    genauso habe ich es auch erlebt.
    Alles wird so gedreht, das der andere sich schuldig fühlt. Damit gibt der nasse Alkoholiker seine Verantwortung für sich ab.
    Das du deine Frau geschlagen hast, finde ich überhaupt nicht gut. Gewalt ist nie eine Lösung.
    Ist es nicht viel mehr deine Hilflosigkeit, die dahinter steht ? Ich möchte das geschehene damit auf keinen Fall entschuldigen, aber dich ermutigen, da mal hinzusehen.


    lg Morgenrot

    Hallo Ratlos,

    wie geht es dir inzwischen?.

    Warst du mit in der Gruppe? Wenn du neben dem Forum noch eine reale Gruppe brauchst, dann solltest du dir, gerade für den Anfang, etwas eigenes suchen.
    Ich habe damals Menschen um mich herum gebraucht, die wußten wovon ich rede, eine gemischte Gruppe hätte mich überfordert.

    Zitat

    Ich denke mir: er WILL ja aufhören, schafft´s aber momentan einfach noch nicht


    so habe ich Jahrzehnte gedacht, und mich immer weiter verbogen, er säuft heute noch.
    In meinen Augen sind das alles Versuche, dich "bei der Stange" zu halten.


    lg Morgenrot