8er-Bahn von Kopf bis Herz

  • Hallo--

    ja crevette... Abstand.. den Punkt muss man selbr wollen :wink: Und seine Plan B lebt er , ob du losläßt oder nicht..richtig?! Aber wie gesagt crevette..auh wir müssen unsre eigenen Schritte gehen... ICh hätte nie gedacht, das das Thema Scheidung sich so in meinem Kopf verfestigen könnte.. tut es aber...

    Manchmal kommen die Schritte schneller als man denkt und manchmal braucht es seine Zeit (eben wie bei den trinkenden auch)


    GvlG Tina

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Zitat

    Ach Mist... immer noch das immer gleiche...

    hmhm...stimmt, ich hätte mir was anderes gewünscht für Dich. Ist trotzdem schön, Dich zu lesen!

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo alle zusammen,

    ich bin's wieder einmal. Ich bin so der Typ für bedeutsame Daten und Jahrestage und all so was und heute ist's genau ein Jahr her, dass ich meinen Thread begonnen habe. Irgendwie schon Anlass dazu, wieder einmal etwas zu schreiben, oder? Auch wenn ich nicht mehr so das Bedürfnis dazu habe wie vor einem Jahr. Und Lust auf einen "Jahresrückblick" hab ich auch nicht. Es war kein gutes Jahr. Und besonders optimistisch bin ich auch nicht. Das war's dann also und dabei bleibt's jetzt. Keine schöne Perspektive für die nächsten paar Jahrzehnte... das eine Jahr war scheusslich genug und ich mag nicht mehr, es macht so müde, so traurig zu sein, irgendwie...

    Vielleicht macht's auch müde, so spät noch wach zu sein und Jahrestags-posts zu verfassen. :roll:

    Liebe Grüsse,

    eine schrecklich müde c.

  • guten morgen crevette,

    dann gratuliere ich mal zum jahrestag im forum.
    vielleicht ist es ja doch ein anreiz für dich billanz zu ziehen?
    wenn ich zurück denke als ich her kam warst du sehr oft hier,ich hab ja da erst angefangen was für mich zu tun.ich hab oft bei dir gelesen und hätte dich manchmal gern durch de pc gezottelt um dich zu schütteln,lach.ja das rumpelstilzchen.
    ich hab gelernt das NUR ICH SELBER was ändern kann in meinem leben.hab auch lange gebraucht das zu begreifen aber ich denke ich bin auf gutem weg.
    ich hab da gestern von bigbee einen satz mitgenommen.sinngemäss.
    ich will lernen mich selbst auszuhalten und die realität zu akzeptieren.
    wenn ich alles schlecht sehe wird es auch sclecht.
    vielleicht schaust du ja doch wieder öfter hier rein und teilst dich mit,manchmal sind es so kleine anregungen die mir helfen nach vorn zu schauen.
    ich wünsch dir was.

    glg kathrin

  • Liebe Crevette,

    ich freue mich immer dich zu lesen, Du glaubst gar nicht wie oft ich an Dir rumgeknabbert habe.

    Wenn Du heute keine gute Perspektive hast, was wäre dann für Dich eine schöne Perspektive, mal abgesehen davon auf meinem Grill zu landen?

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo crevette,

    Zitat

    Keine schöne Perspektive für die nächsten paar Jahrzehnte... das eine Jahr war scheusslich genug und ich mag nicht mehr, es macht so müde, so traurig zu sein, irgendwie..

    .

    Na dann wird es aber höchste Zeit, dies zu verändern, wieder wach zu sein, sich wohlzufühlen. Was braucht es bei Dir, damit Du Dich besser fühlen kannst?

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • Hallo crevette..

    schön dich mal wieder zu lesen..

    ich denke, dass die nächsten Jahre einem Prozeß folgen werden.. der dich vielleicht wieder dir selbst nahe bringen wird.. ich gehe meine Schritte...manche auch immer noch noch mit einem Rest-Unnbehagen im Bauch , aber es ist die logische Konsequenz all dessen, was vorgefallen ist und so gehe ich weiter...mal mit Trauer, mal mit Wut und auchmanchesmal mit Leichtigkeit und Frohsinn und gutem Gefühl... :wink:

    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute..

    Tina

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Ihr Lieben,

    schön, dass Ihr mir schreibt und schön, dass Ihr mich lest - und schön, dass Ihr mich anknabbern, auf den Grill packen oder durch den PC zotteln und schütteln wollt. :) Alles prächtige Perspektiven, verglichen mit der einen, nämlich dass wir für immer getrennt sein werden, mein Mann und ich.

    Zitat von kaltblut

    was wäre dann für Dich eine schöne Perspektive

    Zitat von S.Käferchen

    Was braucht es bei Dir, damit Du Dich besser fühlen kannst?

    Was die schöne Persprktive wäre? Was ich bräuchte, damit ich mich besser fühlen kann? - dass wir wieder zusammen sind. Und ich finde auch, dass es dazu höchste Zeit ist! Allerhöchste Zeit!

    Aber leider stimmt es nicht, dass nur ich selber etwas ändern kann in meinem Leben. Schön wär's und ich weiss ja auch, wie's eigentlich gemeint ist, so im Sinne von Selbstbestimmtheit und Selbstverantwortung. Aber das ist eben nicht alles im Leben - ausser, man sitzt auf einer einsamen Insel und bildet sich auch noch ein, man sei selber für's Aufgehen der Sonne und deren Untergang verantwortlich. Ist aber nicht so, oder? Also kann ich selber nichts dran ändern.

    Klar kann ich alles mögliche anstellen, dass es mir gut geht, dass ich Spass habe, dass ich mich wohlfühle und und und - aber das, was ausmacht, dass das ganze Positive nur oberflächlich wirkt und in mir drinnen trotzdem etwas kaputt ist, das kann ich nicht selber ändern. :(

    Zitat von Pandora

    ich will lernen mich selbst auszuhalten und die realität zu akzeptieren.
    wenn ich alles schlecht sehe wird es auch sclecht.

    Mich selbst auszuhalten? Was bedeutet das?

    Die Realität zu akzeptieren - aber gleichzeitig soll ich nicht alles schlecht sehen, weil es sonst schlecht wird??? Die Realität ist aber schlecht. Und wenn ich sie mir "schöndenke", damit es auch schön wird, dann bedeutet das doch, dass ich sie so nicht akzeptiere, oder? Oder versteh ich da was falsch? Für mich ist da ein Widerspruch drin, sorry.

    Zitat von Tihaso

    Prozeß [...].. der dich vielleicht wieder dir selbst nahe bringen wird

    Und was bedeutet "mir selbst nahe"? Ich weiss echt nicht, wie ich mir selber nicht nahe sein kann. Wie das gehen soll. Ich versteh den Begriff aber ich weiss nicht, worauf ich ihn anwenden könnte.

    Ich versteh so viele dieser schönen Gedanken und eingängigen Phrasen immer noch nicht. Oder sind die gar nicht zum Verstehen? Sind die gar nicht wahr, sondern nur so als "Stimmungsmacher" gedacht? Manchmal hab ich das ungute Gefühl, dass sie so gebraucht werden. Weil's so gut klingt. Weil's aufmunternd wirkt. Aber mir fehlt so ein Bisschen was an Substanz dahinter. Sorry, aber wenn alles schlecht wird, weil ich es schlecht sehe, dann müsste in der Umkehr ja auch aller gut werden, wenn ich es gut sehe - oder? Tut es aber nicht. :roll:

    - Ihr seht, ich bin wieder voll dabei, alles in Frage zu stellen und das ist eigentlich nicht, was ich möchte. Weil das Dinge sind, die Euch viel bedeuten und Euch wichtig sind und die Ihr mir geben möchtet. Und dann ist es nicht ok, wenn ich alles so "abschmettere". Und dabei möchte ich's ja gar nicht "abschmettern"! Bloss verstehen möcht ich's! Und vielleicht seh ich dann ja auch, dass es wahr ist, wenn ich's verstanden hab. ???

    Falls Ihr überhaupt noch diskutieren mögt, dann freu ich mich sehr auf Eure Antwort. Und sonst meld ich mich sicher auch wieder, irgendwann mal, so zum up-date. Auf jeden Fall liebe Grüsse,

    c.

  • Hallo Crevette,

    Zitat

    Oder sind die gar nicht zum Verstehen?

    Ich denke du kannst sie nicht verstehen, du musst sie erst fühlen um sie verstehen zu können.

    Mein Satz ist ja....hinschauen und nicht hinfühlen, bei dir scheint es genau anders herum zu sein. :roll:

    Ich meine jetzt zu dir hinfühlen und nicht im Außen bei anderen.

    Lieben Gruß
    Elocin

  • Zitat von Elocin

    Mein Satz ist ja....hinschauen und nicht hinfühlen, bei dir scheint es genau anders herum zu sein. :roll:

    Ich meine jetzt zu dir hinfühlen und nicht im Außen bei anderen.

    liebe Elocin, schon wieder etwas, das ich nicht verstehe: was bedeutet "zu mir hinfühlen"? Ich fühle doch, was ich fühle. - oder wie ist das gemeint? Ich weiss doch, was ich fühle. Was ich brauche. Was mir gut tut. Was mir weh macht. Usw. - Aber das reicht nicht, oder wie? Was muss ich denn bei mir selber erfühlen???

    Sorry, ich versteh's wirklich nicht. Ist nicht böse gemeint.

    Liebe Grüsse,

    c.

  • Hallo crevette,

    ja du fühlst sie ,aber das sind glaube ich Gefühle die du von anderen abhängig machst. So kommt es mir jedenfalls vor.

    LG
    Elocin

  • Liebe Elocin

    danke für die Antwort, das versteh ich schon besser. Aber manche meiner Gefühle sind nun mal von anderen abhängig. Das bedeutet aber nicht, dass ich sie von anderen abhängig mache!

    Also unter "von anderen abhängig machen" verstehe ich, dass ich etwas fühle, weil das jemand anderem so passt. Wie wenn ich meine Pläne für's Wochenende von jemandem abhängig mache. Also ich passe mein Wochenende jemand anderem an. Und so würde ich meine Gefühle jemandem anpassen wollen. - aber das geht doch nicht!

    Ich kann doch meine Gefühle nicht nach anderen richten! Die sind doch einfach da, so wie sie sind. Wenn ich traurig bin, dann kann ich doch nicht fröhlich sein, nur weil das jemandem passt! Ok, ich kann so tun als ob. Das ja. Aber das Gefühl, mein eigenes Gefühl, das ist doch echt und da kann ich noch so tun, als ob ich das Gegenteil fühlen würde, es ist einfach nicht so.

    Was allerdings mit meinen Gefühlen passiert, ist, dass sie beeinflusst werden durch das Verhalten anderer. Wenn jemand etwas tut, das mich wütend macht. Oder traurig. Oder glücklich. Dann sind das Gefühle, die meine eigenen sind, aber die ausgelöst werden von etwas "draussen". Und diese Gefühle kann ich auch nicht "anpassen", die entstehen, weil ich so fühle. Weil ich so bin.

    Manches macht mich traurig und manches glücklich und anderes macht mich wütend oder macht mir Angst. Aber das kann ich niemandem anpassen. Sonst wär ich ja nicht mehr ich! :) - und das ist so etwa das, was ich unter "nahe bei sich sein" verstehe. Und das bin ich doch.

    Und das macht ja auch aus, dass es mir so mies geht. Wenn ich nicht bei mir wäre, dann würde ich die Trauer und den Schmerz nicht so spühren, oder?

    Oder versteh ich's immer noch falsch?

    Liebe Grüsse,

    c.

  • Guten morgen crevette,

    du schreibst, dass du nicht verstehst, was die Schreiberinnen hier dir sagen wollen. Ja, das kann ich gut nachvollziehen, da es mir genauso ging. Ich war doch bloß die heftig Liebende, die wollte, dass ihr Freund aufhört mit der Sauferei. Er war doch schließlich der Kranke. Und mir gings schlecht. Tu was für dich, bleib bei dir.... das, was du als eingängige Phrasen bezeichnest, waren Ratschläge, die gut und richtig waren, die ich zu der Zeit aber nicht in der Lage war anzunehmen, weil ich meine eigene Krankheit nicht realisiert hatte. Ich weigerte mich geradezu, diese anzuerkennen. Denn – ER war ja krank und es wäre alles gut gewesen, wenn ER endlich aufgehört hätte zu trinken.

    Gut. Ich versuch es jetzt mal mit Klartext, auch auf die Gefahr hin, dass ich hier wieder als herzlos, wenig einfühlsam und überfallartig bezeichnet werde. Dein Freund trinkt und zwar so lange, wie ER das will. Ob du daran stirbst vor Kummer, ob du dich auf den Kopf stellst und mit den Beinen wackelst, DU WIRST DARAN NICHTS ÄNDERN. Punkt!

    Du bist traurig, müde, ausgepowert und beklagst die schlechten Aussichten für die nächsten Jahrzehnte. Hallo? Wer, außer DIR, hat denn Einfluss auf DEIN Leben? Du machst dein Wohlbefinden und deine Zukunft davon abhängig, ob er aufhört zu trinken oder nicht. Wohlgemerkt, DU KANNST dich ausruhen, erholen und dafür sorgen, dass deine Zukunft wieder besser aussieht, ganz alleine dadurch, dass DU DEINE Situation veränderst. Das würde vielleicht bedeuten, dass du sowohl seine als auch DEINE Krankheit anerkennen musst als etwas, was sich durch deinen Willen nicht beeinflussen lässt. Die Krankheiten sind da. DEINE kannst du in Angriff nehmen und dafür sorgen, dass du gesund wirst. SHG, Therapie und dich selbst wichtig nehmen. Für dein Befinden selbst sorgen und nicht davon abhängig machen, ob er trinkt oder nicht.

    Du fühlst dich schlecht. Guck mal genau hin, warum du dich schlecht fühlst. Seine Trinkerei ist es, um die sich alles dreht. Ja, wenn das so ist, warum machst du dann nicht den Abflug? Dann hast du seine Trinkerei aus DEINEM Leben und kannst anfangen, daran zu arbeiten, warum du in deinen Gefühlen derartig von ihm abhängig bist. Sicherlich sind es DEINE Gefühle. Aber sie hängen ursächlich nur mit IHM zusammen. Du lässt dich durch sein Verhalten leben. Es ist eine Illusion, dass du ihn vom Trinken wegbringst und dann euer Leben eitel Freue und Sonnenschein ist. Das ist ein massiver Realitätsverlust.

    Aber dieser Realitätsverlust bewahrt dich davor, endlich hilfreiche Schritte für dich zu unternehmen. Ein gesunder Mensch würde sich das nie solange angucken. Der hätte schon lange gesagt, sieh zu wie du mit deiner Sauferei klarkommst, ich mach das Spielchen nicht mehr mit. Ich bin raus.

    Du aber erzählst hier immer etwas von Liebe, von Gefühlen und findest seit einem Jahr tausend Argumente, warum du die Verantwortung für dich selbst nicht übernehmen kannst. Du versteckst dich hinter den Lamenti über seine Sauferei. Denn ansonsten müsstest du ja für dich etwas verändern. Und davor haben wir Co´s ganz schön Angst. Aber solange der Andere die Schuld an unserem schlechten Gefühl hat, müssen wir selber nix tun. So, wie du es hier immer wieder schreibst. Du schreibst du kannst uns nicht verstehen, was wir schreiben, was wir dir sagen wollen. Ich denke, du WILLST es nicht verstehen. Weil dir dann womöglich jemand sagen könnte, ja, wenn du so nicht leben willst, dann jammer hier auch nicht rum, sondern tu was. Du schreibst, du KANNST nicht. Zeigst uns also ein hilfloses, Opfer-crevettchen, das der Sauferei und schlechten Behandlung seines Alkis ausgeliefert ist. Bist du aber nicht, wenn du es nicht willst. Aber das würde ja bedeuten, DEINE eigene Abhängigkeit von ihm anzuerkennen und etwas dagegen zu tun. Aber du hast das ja alles im Griff und bist auch nicht abhängig. Schuld hat ja nur dein Alki. Hmmm.... irgendwie kenn ich das....(ich bin doch kein Alkoholiker, ich trink einfach nur gern, kann jederzeit aufhören, du bist doch selber krank mit deiner ewigen Rummeckerei, würdest du nicht immer meckern, würde ich nicht trinken). Nicht anders lese ich dein Verhalten. Du bist ja nicht abhängig, du fühlst dich nur so schlecht, weil er trinkt usw., usw. .

    Du zeigst dich hier als absolut abhängig und realitätsverleugnend. ES LIEGT NICHT AN IHM, DASS ES DIR SCHLECHT GEHT. ES IST GANZ ALLEIN DEIN DING, DAFÜR ZU SORGEN, DASS ES DIR BESSER GEHT. DEINE VERANTWORTUN! Egal, ob er trinkt oder nicht.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo crevette..


    traurig sein- Trauer spüren.. sich dem Unabwendbaren stellen und akzeptieren: ER HAT SICH FÜR DEN ANDEREN WEG -DEN OHNE DICH- ENTSCHIEDEN.. das alles ist eine Entwicklung, die nur möglich ist mit dem Annehmen.. Ich fühl auch Trauer ..Wut und manchmal auch Hilflosigkeit.. wenn ich an das Vorbei unserer Beziehung denke.. ist denk ich mal auch normal.. Mein Noch hat sich oh auch enschieden: Gegen uns..Für en Alk und für seine Neue alte Liebe...Ich lebe im Jetzt und ich will ein Leben führen, welches mich zufrieden macht.. und in der Rückblende sehe ich heute auch die vielen gegenseitigen Verletzungen und die vielen Studen in wechen ich mich selbst verlor, um meinem Gefühl nach einem gemeinsamen Leben Raum zu geben..

    Schau mal auf die Wunden, die er dir zugefügt hat..die du auch gerne weiterhin in Kauf zu nehen scheinst..

    Ich denke, Elocin hat es schon gut beschrieben und wie ich dir damals schon öfter schrieb, jeder braucht seine eigene Zeit, um de Weg zu gehen... vielleicht schafft aber deine eine oder andere Gedankenansatz es, diesen Prozeß zu beschleunigen..

    Ich wünsche es dir... gvlG Tina..

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Liebe Mö, liebe Ette, liebe Tihaso!

    Vielen Dank für Eure Antworten - ich geh mal der Reihe nach:

    Zitat von Mö

    Was genau macht Dich denn traurig, was ist der Auslöser dafür?

    Traurig macht mich die Tatsache, dass mein Mann und ich nicht mehr zusammen sind. Ganz grundlegend. Wenn draussen schönes Wetter ist, dann macht es mich traurig, dass ich jetzt nicht was mit ihm unternehmen kann, spazierengehen, picknicken, irgendwas. Oder ich erinnere mich an etwas, das wir zusammen erlebt haben und es macht mich traurig, dass diese Erinnerung jetzt schmerzhaft ist, satt angenehm zu sein.

    Zitat von Mö

    Kannst Du an der Situation was ändern, dafür sorgen, das es Dir besser geht?

    Nein, eben nicht, ich kann ja nicht machen, dass wir wieder zusammen sind. Dazu braucht es ja zwei.

    Das mit den Gefühlen, wie Du es beschreibst:

    Zitat von Mö

    hatte ich auf einmal so Gedanken wie *Dir kanns doch nicht gut gehen, wenn ER sich so mies fühlt!!!*

    das kenne ich nicht so. Es hat mir sicher oft die gute Laune verdorben, wenn mein Mann mies drauf war und darum irgendwas ins Wasser fiel. Aber ich hab sicher nicht meine Gefühle unterdrückt oder verändert, um sie seinen Gefühlen anzupassen. Und Schuld an seinen schlechten Gefühlen hab ich nur dann, wenn ich wirklich was gemacht hab, das diese Gefühle ausgelöst hat, oder? Aber ob das, was ich gemacht hab ok war oder nicht, das definieren ja nicht seine Gefühle, sondern das ist entweder ok oder es ist nicht ok. Also z.B. wenn er wütend ist, weil ich ans Steuer sitze und ihn nicht fahren lasse, weil er getrunken hat, dann bin ich zwar "Schuld" dran, dass er wütend ist, weil ich ihn nicht fahren lasse, aber ich mach mir absolut keinen Vorwurf draus. Wenn er aber wütend ist, weil ich ihm vorwerfe, er habe gesoffen, dabei stimmt es wirklich nicht, dann bin ich "Schuld" dran, dass er wütend ist und er hat auch recht, das nicht ok zu finden, weil die Anschuldigung falsch war. - so seh ich das.

    Und mit meinen Gefühlen ist's doch auch so. Die hab ich auf Grund von irgendwelchen Vorkommnissen oder Situationen und nicht, weil ich sie haben sollte oder haben möchte oder jemand anderes möchte, dass ich sie hab.

    Liebe Mö, es ist süss, dass Du mir mein Lachen zurück wünschst. Es ist ja nicht weg. Es ist schon da. Aber irgendwie fehlt immer was. Wie soll ich das sagen? Also wenn ich mich normalerweise auf einer Skala von 1-10 glücklich fühlen kann, dann ist's jetzt, als ob es einfach nur noch bis 5 geht. Ok, 5 ist auch super, ich weiss, ich beklage mich auf sehr hohem Niveau. Aber weh tut's trotzdem.

    Und liebe Ette, ich hoffe, Du meinst nicht, dass ich Dich als "herzlos, wenig einfühlsam und überfallartig" bezeichne, wenn Du mir Klartext schreibst! Tu ich bestimmt nicht! Ich bin nicht hier, um mich betüdeln zu lassen - ist zwar auch nett, so von Zeit zu Zeit ;) bringen tut's aber nix. Und auch wenn mir vieles nicht passt und ich vieles gern anders hätte, kann ich doch anerkennen, was Sache ist. Aber manches versteh ich wirklich nicht.

    Ich stimm Dir ja auch bei: klar, kann ich nichts dran ändern, dass er trinkt, solange er trinken will. Egal was ich mache. Weiss ich!

    Aber ich versteh wirklich nicht, wie das gemeint ist:

    Zitat von Ette

    Wer, außer DIR, hat denn Einfluss auf DEIN Leben?

    Es ist doch ganz einfach nicht zutreffend, dass jeder nur alleine auf sein eigenes Leben Einfluss hat! Echt jetzt, das ist doch einfach nicht wahr!

    Mein lärmiger Nachbar oben an mir hat Einfluss auf mein Leben, wenn ich nicht pennen kann, weil er Party macht die ganze Nacht. Meine Chefin hat Einfluss auf mein Leben, weil sie mir nicht dann Urlaub gibt, wann ich ihn haben will. Meine Erbtante hat Einfluss auf mein Leben, wenn sie mir zwei Millionen vermacht. Und der Staat hat Einfluss auf mein Leben mit den zwei Millionen, wenn ich die Hälfte als Steuer wieder abgeben muss. :) Ok, alles ganz blöde Beispiele, aber alle möglichen Leute haben doch Einfluss auf mein Leben, ich leb doch nicht im Vakuum!

    Aber egal, darum geht's nicht, sondern darum, dass ich meine Situation verändere.

    Zitat von Ette

    ES IST GANZ ALLEIN DEIN DING, DAFÜR ZU SORGEN, DASS ES DIR BESSER GEHT.

    - aber wie denn, wenn meine Situation nur durch etwas verbessert werden kann, auf das ich keinen Einfluss habe?

    Wenn es mir nur gut geht, wenn ich Tennis spielen kann (blödes Beispiel, ich kann nicht mal Tennis spielen, aber egal! :)) dann kann ich ja auch nicht alleine dafür sorgen, dass es mir gut geht - es braucht doch eine zweite Person, damit das mit dem Tennisspielen klappt! :roll:

    Die einzige Möglichkeit, die ich hab, dass es mir gut geht, auch wenn ich keine zweite Person zum Tennis finde ist - dass ich mir was anderes zum Gutgehen suche, als Tennis. Irgend was, das ich alleine machen kann. Stimmt. Perfekte Lösung. Bloss, dass es hier um was anderes geht, als um Tennis. Und da ist's nicht so leicht, einfach eine Alternative zu dem zu finden, was man eigentlich im Leben wollte... Und ja, der Gedanke macht Angst...

    Tihaso, was Du sagst berührt mich. Und weisst Du, wenn Du von diesen Wunden sprichst

    Zitat von Tihaso

    Schau mal auf die Wunden, die er dir zugefügt hat..die du auch gerne weiterhin in Kauf zu nehen scheinst..

    dann kommt es mir so vor, als ob die Wunden, die vorher da waren ganz verschwunden sind in der einen, die ich jetzt abgekriegt hab durch die Trennung. Weisst Du, wie ich meine? Wie wenn vorher viele kleine Schnitte da waren und dann kommt ein reisengrosser Schnitt drüber weg und die kleinen gehen drin auf und ich seh sie nicht mehr und spür sie nicht mehr... Das ist nicht gut... Und es ist auch nicht gut, dass ich die Verletzungen vor vorher jetzt sehr gern in Kauf nehmen würde, wenn nur die Verletzung durch der Trennung nicht mehr wäre. Es dürfte doch gar keine Verletzungen geben... :(

    ... puuuh, schon wieder so spät... ich hör mal lieber auf jetzt!

    Schlaft gut und liebe Grüsse,

    c.

  • Guten Morgen crevette,

    als ich dein Posting las, musste ich schmunzeln. Denn – die Argumentation hätte echt von mir sein können – früher.

    Tennis – bei mir war es Badminton. Kann ich auch nicht alleine spielen. Musste ich mich um einen Partner kümmern. Der hatte manchmal keine Zeit. Sich um den Platz zu kümmern schon gar nicht. Also fiel es öfter aus, das angedachte regelmäßige Spielen. Mir macht aber die Bewegung Spaß. Inzwischen spiele ich gar kein Badminton mehr – leider. Aber ich fahre, wenn es mein Arm wieder erlaubt, viel mit dem Rad und auf jeden Fall gehe ich die meisten Wege zu Fuß oder aber ich gehe bei diesem Wetter schon morgens früh eine größere Runde, die mir dann mindestens so viel Spaß macht wie Badminton zu spielen. Ich habe für meine Bewegung gesorgt auch ohne Partner. Ich hätte natürlich auch grummelnd zu hause sitzen können und den unzuverlässigen Badminton-Partner verteufeln können. Hätte mir aber weder Bewegung gebracht noch Zufriedenheit. ICH habe dafür gesorgt, dass ich trotzdem meine Bewegungseinheiten habe.

    Dein lärmender Nachbar - bitte ihn freundlich, etwas ruhiger zu sein. Beschwer dich beim Vermieter. Und wenn alles nix nützt, wer hindert dich daran, dir eine neue Wohnung zu suchen? Nun kannst du natürlich sagen, das wäre mit finanziellem Aufwand und viel Arbeit verbunden. Ja, ist es. Aber - was ist dir deine Ruhe wert? Wenn sie dir sehr wichtig ist, dann wirst du sicherlich den Aufwand nicht scheuen. Der ist natürlich deutlich unbequemer, als das Aushalten und darüber zu klagen, dass der Nachbar lärmt. Doch es ist DEINE Möglichkeit, deine Situation zu verändern.

    Und so kann ich jedes deiner Beispiele, wo du nach deiner Meinung keinen Einfluss hast, umkehren. Du hast natürlich recht, es gibt Umstände um mich herum, die kann ich nicht verändern und wenn ich mich noch so anstrenge. Ich kann aber meine Sichtweise und den Umgang damit verändern dahin gehend, dass es mir trotz der vermeintlich widrigen Umstände gut gehen kann. Ich muss einfach akzeptieren, dass die Welt nicht so funktioniert, wie ich es mir wünsche. Und auch ein trinkender Partner nicht. Ich kann aber lernen, Dinge, die ich nicht verändern kann, zu akzeptieren. Das ist sehr entlastend, weil es mir Energiereserven erschließt, die ich sonst dafür verpulvern würde, mich über die Dinge aufzuregen.

    Es ist dein gutes Recht, über eine Beziehung, die nicht klappen kann, traurig zu sein. Aber selbst wenn du bis zu deinem letzten Stündlein darüber traurig bist, wird sich die Situation dadurch nicht ändern. Du hast dann einfach ein trauriges Leben hinter dir. Und es ist deine Entscheidung, welchen Raum und welche Zeit du dieser Trauer einräumst.

    Es gibt Dinge, die können wir verändern. Dazu braucht es Mut und Kraft und unseren ganzen Einsatz. Andere Dinge können wir nicht verändern. Mit Gelassenheit und Akzeptanz können wir damit umgehen, dass wir sie nicht verändern können, sie annehmen müssen, wie sie nun einmal sind. Die Einsicht, quasi die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden, das ist die Königsdisziplin, nämlich der Weg zu einem zufriedenen Leben. Ich kann dir schließlich auch nicht sagen, wie du mit deiner Situation umgehen sollst. Ich kann dir zwar Denkanstöße geben, aber nicht deine Gedanken einfach umschalten, dass du all deine Möglichkeiten wahrnehmen kannst. Dinge, Menschen, Umstände sind, wie sie sind. Und es ist in unserer ganz eigenen Verantwortung, wie wir damit umgehen, welchen Einfluss auf unser Leben wir ihnen einräumen.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Liebe Ette,

    ist mir schon klar, dass ich mir's so einrichten kann, dass ich trotz allem immer das krieg, was ich will - indem ich einfach das will, was ich krieg. Sicher sehr zen, aber für mich klappt das nur, wenn ich mir mächtig was vormache.

    Ich bestell ne Pizza und die bringen mir Eisbein mit Sauerkraut - klar kann ich jetzt sagen oh prima, genau was ich schon immer wollte, welche glückliche Fügung des Schicksals! Und wenn ich nicht Badminton spielen kann, dann mach ich was anderes und das ist noch viel besser. Juhui!

    Schön, wenn's wirklich so ist! Aber eher doof, wenn man sich's bloss einredet. Oder?

    Und Eisbein statt Pizza und Joggen statt Badminton sind ja auch nette Alternativen und es geht nur um n Essen und ne Sportart. Wirklich nix gravierendes, wenn man sich da den gegebenheiten anpasst.
    Wenn ich hingegen meine Wohnung verlassen muss, weil einer mich mit seinem Lärm dazu zwingt, dann find ich das schon nicht mehr so witzig. Dann schmeckt mir persönlich das zu sehr nach dem, was wir ja vermeiden wollen, nämlich mein Leben nach den anderen ausrichten müssen.

    Und wenn's dann nicht um Futter oder Sport oder Wohnungen geht, sondern um denjenigen, mit dem man sein Leben verbringen will, dann ist es für mich nicht ok, die Alternative zu akzeptieren. Die gibt's nämlich nicht. Da ist nicht Eisbein statt Pizza, da ist gar nichts statt Pizza.

    Aber klar, das liegt an mir, ob es so ist oder nicht, logisch. Ich könnt auch finden na gut, also das war's und ich schau weiter, s gibt noch andere Jungs auf dieser Welt. Kann ich aber nicht.

    Und wenn das so ist, dann wird es so, wie Du sagst:

    Zitat von Ette

    Du hast dann einfach ein trauriges Leben hinter dir.

    ... ich hab's ja gesagt, dass ich mich nicht besonders auf die nächsten paar Jahrzehnte freue. :(

    Und viel mehr gibt's da nicht zu erzählen und damit hätten wir wohl endlich ausdiskutiert. :) Immerhin etwas!

    Liebe Grüsse,

    c.

  • Hallo Crevette,

    am 31.05. hattest du hier im Forum Einjähriges.

    Macht dich das nicht wütend, nach einem Jahr als Bilanz dastehen zu haben:

    Zitat

    ... ich hab's ja gesagt, dass ich mich nicht besonders auf die nächsten paar Jahrzehnte freue.

    Und viel mehr gibt's da nicht zu erzählen und damit hätten wir wohl endlich ausdiskutiert.

    Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hi crevette,

    ausdiskutiert haben wir nur, wenn Du Dich jetzt trotzig und unverstanden einfach so ausklinkst :wink:

    Kannst Du Deine Gedanken nicht mal in ein paar ruhigen Minuten darauf ausrichten wie das Leben für Dich wäre, wenn Du ungebunden und ohne Sorgenmann durchs Leben gehen würdest ?

    Wie könntest Du Dir dieses Leben vorstellen ? Gäbe es da vielleicht eine lustige, lebensfrohe und abenteuerlustige crevette, die es jetzt schon lange nicht mehr gibt ? Was für Unternehmungen gäbe es für diese crevette ? Wie würde diese crevette leben ? Wie sehe das Umfeld, das Wohnumfeld, die Freunde und die Urlaube aus ? Gab es diese crevette nicht mal ?

    Und jetzt ? Jetzt passt sich crevette den Gegebenheiten an - auch wenn sie ihr nicht mehr gut tun. Sie stellt sich in die Ecke, beklagt ihr Schicksal und fühlt sich heldenhaft, weil sie hart im Nehmen ist und Aufgabe als Schwäche ansieht.

    Wie kann ich mit dem Gedanken leben die nächsten Jahrzehnte unschön und traurig vor mir zu sehen ? Hey, das würde mich in tiefste Depressionen stürzen. Die Sonne wäre dann nicht mehr strahlend und hell. Die Jahreszeiten wären öde und alles was ich mache, mache ich schleppend und lustlos !!

    Das alles möchtest Du in Kauf nehmen, nur weil Du nicht bereit bist auch mal andere Gedankengänge aufzunehmen, zu betrachten, zuzugeben, das man lieber morgens lustig und gut gelaunt aufwacht, weil das wieder ein guter Tag werden wird ohne das die "Ohnmacht Alkohol" ihren Schatten auf mein Leben werfen darf ?

    Hm ... es ist Dein Leben crevette. Ich hab mich für Hummer, Genießen, Leben, strahlende Laune, Albernheit und Zufriedenheit entschieden.

    Mr. Alkohol, Mr. Therapie, Mr. Sorgenmann, Mr. Depri, Mr. Unverschämt, Mr. Ich.bin.krank, Mr. Ich-kann-gar-nix-dafür, Mr. Lass.mich.in.Ruh, Mr. Hackedicht, MR. Egoist macht mein Leben nicht mehr traurig. Ich bin nicht mehr mutlos, hoffnungslos und einsam !

    Ich habe mich fürs Leben entschieden. Den ganzen negativen Quatsch habe ich weit von mich geschoben. Es hat viele Monate - jau Jahre - gedauert, aber es hat sich GELOHNT !! In jeder Hinsicht. Man blüht auf, verändert sich und das Schönste daran ist, die Menschen nehmen mich wieder wahr. Ich habe mir einen ganz anderen Stellenwert geschaffen. Jedes Lächeln von mir kommt 100-fach zurück - einfach so - ohne dass dafür irgendetwas verlangt wird.

    Schade, dass Du dies alles weit von Dir weist, weil Du hast ja ein "Sorgenkind" um welches Du Dich intensiv kümmern willst - weiterhin. Auch wenn Du in dem Jahr hier schon mitbekommen hast, dass man zu "dritt" niemals zufrieden und glücklich leben kann. Viele Gedankengänge die Du hier aufgenommen hast nagen an Dir ...gell ? So unbedarft wie Du am Anfang hier warst wirst Du nämlich nie mehr sein.

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du für Dich doch noch einen Weg finden wirst der Dir gut tut. Der Dir zeigt, dass die nächsten Jahrzehnte noch richtig klasse werden können, weil Du das andere so nicht mehr haben willst.

    Grüßle
    Diandra

    Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.

    Überwältigend was geschehen kann,
    wenn sich die Fingerspitzen zweier Menschen
    ganz leicht berühren,
    am richtigen Ort
    und zur rechten Zeit!

  • Zitat von crevette

    Und wenn's dann nicht um Futter oder Sport oder Wohnungen geht, sondern um denjenigen, mit dem man sein Leben verbringen will, dann ist es für mich nicht ok, die Alternative zu akzeptieren. Die gibt's nämlich nicht. Da ist nicht Eisbein statt Pizza, da ist gar nichts statt Pizza.

    Tja, liebe crevette,

    wenn du keine Alternative zu "deinem Alki" akzeptierst, und auch nicht akzeptierst, dass er lieber trinkt als deine Vorstellung von Beziehung zu erfüllen, dann wirst du wohl oder übel weiter lamentieren müssen.

    Zitat von crevette

    Wenn ich hingegen meine Wohnung verlassen muss, weil einer mich mit seinem Lärm dazu zwingt, dann find ich das schon nicht mehr so witzig. Dann schmeckt mir persönlich das zu sehr nach dem, was wir ja vermeiden wollen, nämlich mein Leben nach den anderen ausrichten müssen.

    Genau wie du hier entscheiden kannst, was dir wichtiger ist. Dein ruhiges Leben ohne lärmenden Nachbarn oder aber dem aussichtslosen Bemühen, deinen Nachbarn ruhig zu stellen. Der Nachbar ist, wie er ist. Niemand zwingt dich, das auszuhalten, aber du möchtest es zwingen, dass er nach DEINEN Bedürfnissen lebt.


    Zitat von crevette

    Ich bestell ne Pizza und die bringen mir Eisbein mit Sauerkraut - klar kann ich jetzt sagen oh prima, genau was ich schon immer wollte, welche glückliche Fügung des Schicksals! Und wenn ich nicht Badminton spielen kann, dann mach ich was anderes und das ist noch viel besser. Juhui!

    Schön, wenn's wirklich so ist! Aber eher doof, wenn man sich's bloss einredet. Oder?

    Also mir geht es deutlich besser seit dem „ich mir einrede“, dass manche Dinge sind, wie sie nun mal sind und von MIR nicht verändert werden können. Aber ich kann mich verändern, mir Alternativen suchen, die mich nicht jeden Tag annerven oder mir an die Substanz gehen. Und ich kann natürlich auch das Eisbein einfach zurück geben und das Lokal wechseln. Aber das muss eben jeder für sich selbst entscheiden. Du entscheidest ja augenscheinlich anders als ich oder etliche andere hier. Und das ist dein gutes Recht. Nur verstehe ich dann nicht, weshalb du klagst.

    Ich wünsche dir wenigsten zufriedene Träume, wenn du deinen Traum schon nicht leben kannst.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

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