" Fliegender Stern s Geschichte "

  • Hallo ihr alle.....

    Doro : Ich habe keine Erinnerung an das Leiden meiner Mutter....dasist auch eine Fähigkeit von mir,alles auszublenden,mir alles schön zu reden....

    Ich habe nur ihr Verhalten erlebt. Ihre bedingungslose Anpassung an meinen Vater. An eines erinnere ich mich:
    Die große Liebe also diezweit Frau hat sich nach 15 Jahren von meinem Vater getrennt.
    Mein VAter kam nach Hause.....und war krank. Krank vor Schmerz und Kummer. Er lag eine Woche im Bett undnstand nicht auf....ICh dachte, er ist wirklich krank.
    Und meine Mutter??? Meine Mutter hat ihn gepflegt!!!!
    Ist doch auch abartig!!!!!

    Meine Mutter hat keine gute Meinung über uns Töchter. Sie verurteilt uns, unseren Lebensstil....Sind auchschon Wörter wie " ihr seid ne Schande" gefallen.....
    " Es kann nicht immer nur an den Männer liegen, dass ihr das nicht hinbekommt..."
    Nicht schön.....

    Wir denken halt zum Glück auch irgendwann bisssl an uns und nicht nur an die Männer und was im " Dorf geredet wird...."

    Keine Ahnung Doro, wie gesagt, ich bin auf Spurensuche.....

    Vielleicht hat mein Ex auch einfach bei mir eine ganz, ganz schwache Stelle getroffen.....

    Ineinem gebe ich dir so vollkommern recht: in ihrer Fähigkeit uns durch Manipulation und sinnloses geschwätz an sie zu binden...darin sind sie meister!!!

    Ich glaub du hast das auch mal " psychische Gewalt genannt und das sehe ich ganz genauso....

    Ich hoffe auch, dass wenn Zeit vergeht, ich mich endlich mal wieder spüre und mir die Augen richtig aufgehen....
    Ich hoffe es wirklich von ganzem Herzen.....

    Wehe, wenn die beiden und ihr nicht REcht behalten....:-) :) :)

    Euer Fliegender Stern

  • Hallo Gotti, danke für deine Nachricht...
    Ich bleibe dran, an der Therapie,hatte schon damals eine, als mein Vater gestorben war..
    Habe das Thema tod nicht verkraftet....

    Der Tod war jede nacht in meinem Schlafzimmer, hab ihn richtig gespürt, etwas ganz Böses, Dunkles....
    Aber das ist zum Glück vorbei..

    Ich brauche die Therapie, genauso wie dieses Forum. Weil alleine schaffe ich das nicht, ich kapituliere vor mir selbst.....

    Hätte ich euch und Therapie nicht,wäre ich immer ncoh mit ihm zusammen und würde ihm jedes Wort glauben...dass mache ich ja manchmal jetzt ncoh...:-(

    JA schimpft mich, ich weiß...

    Auch wenn ich von meiner Mutter den Satz in hysterischer Stimmlage höre:

    "Glaubst du es ist für mich als Mutter TOLL, wenn ihre Tochter wegen einem MANN zur Therapie muß ???"

    Ich bleib dran....:-)
    FS

  • Hallo Fliegender Stern, Hallo meine "Mädels" und alle andern :)

    na da bist Du ja kräftig am Aufräumen und Sortieren in Dir.

    6 Monate, wow, da hast Du ja was vor Dir, doch ich stimme zu, hört sich vernüpftig an. Habe nch eine kleine Gehhilfe für Dich. Was hälst Du davon, dass Du Dir eine kleine Dose hinstellst, in die du jeden Tag, andem, Du Dich nicht meldest etwas rein tust, z.B. einen EUR, Du könntest Dir dann nach 2 Wochen einen ersten Blumenstrauss für Dich als Belohnung kaufen. Ein kleiner Anreiz um Dich von Deiner Sucht zu befreien.

    Ja, gestern habe ich mich mit XY getroffen. Ich habe ihn gebeten ob er bereit sei, MIR zuzuhören. Ich wollte von ihm Empathie :-). Ja, dass würde er gerne tun. Es war nicht einfach, aber es ging. Er hat es ausgehalten, sich meine Dinge anzuhören, ohne aus meiner Wohnung zu rennen. Hat mich dabei auch gesehen und gehört. Zwar nicht wirklich empathisch, zumindest mitfühlend. Und ich habe es geschafft sachlich bei mir zu bleiben, ohne laut zu werden. Und da waren Dinge, für die hätte ich ihn noch vor einem halben Jahr erscho........ war einigermaßen stolz auf mich.

    Ziemlich schnell landeten wir natürlich bei unseren Lieblingsthemen, die uns seit 6 Jahren begleiten. Nähe Distanz. Alle Verletzungen stehen dann wieder vor der Tür. Er ist ja genauso verletzt wie ich und ich habe ihn auch verletzt. Wo viel Liebe ist, ist auch viel Schmerz....

    Ach ja und er ist beim Arzt gewesen, ihm wäre schon klar, dass das so mit seinem Alkohol nicht weiter geht man wunder und staune ;-), der hätte ihm gesagt, er könne kontrolliert trinken!!!!!!! Da der Arzt ein guter Freund von mir ist, mußte ich ihn natürlich gleich anrufen, ob er das XY wirklich gesagt hätte: hat er natürlich nicht.

    Das mal eben in Kürze.

    Ich lese mich jetzt etwas bei Euch durch und komme dann mit schlauen Ratschlägen, okay ;-).

    Seid gedrückt ihr Lieben, Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo Martha,schön von dir zu lesen....

    Die Idee mit der Dose sit toll,werdeich machen, investiere aber lieber in Schuhe...dauert halt länger, aber 6 Monate sind ja auch verdammt lang...

    ICh habe im Momemt ( TOI, TOI, TOI, hoffentlich bleibt dsa so)
    absolut nicht das Bedürfnis mich bei ihm zu melden. Das würde mich nur um Wochen zurückwerfen denke ich....

    Ich denke viel an ihn, ja, aber anrufen niemals!
    Allein seine Stimme zu hören ne, ne...

    Und solange er sicht nicht meldet, was er seit Sonntag nicht gemacht hat, wird das auch so bleiben...

    Bin mir sicher, er hat das jetzt schon auch eingesehen, dass es nicht mehr geht und das eine Unverschämtheit wäre, jetzt wieder an meiner tür zu klopfen...

    Aber was meint ihr zu meiner Frage bzw der Aussage meiner therapeutin

    bezüglich des trocken sein ??

    MArtha, dein Mister XY ist ja cool,das hätte wohl gern, kontrolliert trinken zu können....aber ist doch Bullshit! Meine MEinung...

    Gut, dass du ihn nicht erschossen,meintest du erschossen hast:-)

    Ist doch ein guter Schritt für dich!!!
    Bin auch immer so impulsiv....

    Ja und Deine GEfühle? War s okay?
    Nur wenn du wilst, erzählen meine ich...

    Freue mich auf weitere Unterstützung :)

  • Ich stimme Deiner Therapeutin zu, er ist zwar jetzt trocken, aber wie lange noch? Ich meine wenn ich mich recht erinnere hat er richtig viel getrunken, tagsüber und täglich, oder?

    Die Schuhe werden bestimmt super schön, ich denke es werden richtig tolle Stiefel!!!!!!!!!!!!!!!

    Weißt Du, für XY war dass glaube ich ein riesen Schritt. Er war das erste Mal in seinem Leben nach 20 Jahren Alkoholkonsum hinter sich freiwillig beim Arzt und nicht weil Martha Schätzchen gesagt hat, er muß dahin. Er ist ja nicht jeden Tag voll und wenn er jetzt aufhören würde, könnte er es noch ambulant super gut schaffen. Doch die Vorstellung gar nicht mehr trinken zu können, ist bestimmt nicht leicht. Also ich fände das auch komisch, dazu schlürf ich auch zu gerne mal ein paar Bierchen oder einen Vino.

    Meine Gefühle sind gemischt. Ich sehe halt auch meine Rolle. Bei uns beiden ist es so, dass wir sehr ähnliche Dinge aus der Vergangenheit in uns tragen, die uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Und ich spüre meinen alten Schmerz, der durch ihn ausgelöst wird und den kann nur ich heilen. Weißt Du in unseren Streits habe ich ihn auch immer übelst nieder gemacht, ihn versucht dafür verantwortlich zu machen und das geht natürlich auch nicht. Alkohol hin oder her.........

    Nein, ich würde ihn heute nicht mehr erschiessen, dazu mag ich ihn viel zu sehr :)

    Drück Dich

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Er ist ja nicht mehr trocken, trinkt ja wieder seit Auszug aus meiner Wohnung!!

    JA,Konsum war richtig groß.....
    Drei Jahre lang, jeden Abend nach Arbeit 6-8 Bier auf nüchternen MAgen, danach gegessen und erbrochen...Igitt...
    Am Wochenende meist mehr und ja, auch morgens und tagsüber...
    Er war auch nie der Trinker, der nen Pegel brauchte und man es ihm nicht angemerkt hätte...

    Nein, er wirkte dann immer richtig betrunken...gelallt, komisch gelaufen, komische Sachen gesagt, stundenlange Monologe, gejammert, sich selbst bemittleidet, mich gar nicht mehr gehört, irgendwann total fertig eingepennt....auch tagsüber...War dann zu nix mehr fähig....Ich hab dann was gekocht in der Zeit, um ihn zu stärken....:-(

    ISt das viel Konsum?

    ICh habe ihn zum Ende der Beziehung auch mit Vorwürfen uberhäuft....:-(
    ICh wußte vorher nie, dass ich zu solch Ausbrüchen fähig bin,aber da hat sich wohl ziemlich viel angesammelt....
    Und alsich endlich mal den Mund aufmachte, war er auch trocken.....
    ICh kam mit seinem Unverständnis mir gegenüber nicht mehr klar,also meine angst vor einem Rückfall und die schlimmen Erinnerungen.

    ICh hab ihn mal angeschrien: " VErdammt, ich unterstütze dich doch auch beim nicht trinken, habe dir so oft verziehen, soviel ertragen und du schaffst es nicht, mich zu verstehen?? DAs ich einfach angst habe???

    ICh hab mir doch einfach nur so gewünscht, dass er mich versteht und sich in mich einfühlen kann!!!!!!!!!!!!!

    Er: HAb mich doch entschuldigt, was willst du mehr?"

    NE, hat er nicht verstanden, bin kompliziert, spinne, er braucht ne starke Frau und die ganze Leier eben....

    Meine Freundin hat malzu mir gesagt: " Weißt du, leider stelle ich fest, dass er auch ohne Alkohol ein Ar....ist. Und das hab ich leider befürchtet..."

    Ach Martha..... wann wird s besser....??

  • Lieber Fliegender Stern


    das ist NATÜRLICH viel zu viel, mehr geht nicht!!!!!!!!!!! Das ist totaler Alkoholismus und logisch bombadierst Du ihn mit Vorwürfen und da ist richtig und gut so.

    Mein XY hat 10% von dem konsumiert, was Deiner konsumiert hat, dass sind andere Verhältnisse, ich denke, dass ist schwer miteinander zu vergleichen. Wenn ich Dich richtig lese, war er dauerbreit, da kann er sich in keine einfühlen, das siehst Du schon daran, dass er sich einfach auf Dein Sofa haut und pennt!

    Und er braucht keine starke Frau, sondern einen klaren Verstand und einen guten Therapeuten, sorry, is so!!!!!

    Es wird besser, wenn Du bereit bist die Realität zu sehen! Auch wenn er jetzt nicht trinkt, das heißt gar nichts. Und meinst Du, wenn er aufhört zu trinken, dass er es lassen wird, seine Filmchen nach dem S... zu gucken? Dass er mit seiner Computersucht aufhören wird? hast Du da Bock drauf? Willst Du das Deinem Sohn zumuten?

    Sei mal ganz doll gedrückt, wir waschen Dir weiter den Kopf und zeigen Dir die Blumen an der anderen Straßenseite :)

    Ich muß jetzt ganz schnell ins Bett, bin erschöpft, bis morgen. Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Wisst ihr und weißt du Martha,ich wollte nur einmal, nur einmal,dass ich das Gefühl von ihm bekomme, dass meine Gefühle, meine Ängste vor einem zweiten Rückfall,meine Angst vor seinen Lügen, in seinen Augen eine DASEINSBERECHTIGUNG haben!!!!

    Sie hatten ihre Berechtigung!

    Ich wollte mir nicht mehr einreden lassen, dass ich EMPFINDLICH UND ANSTRENGEND bin.

    Ich wollte verstanden werden. Ja und ich wollte, ich gebe es ehrlich zu, ich wollte dass er weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, was ich als alleinerziehende Mutter auf mich nehme!!!

    Ich wollte, dass er weiß, dass das bestimmt nicht jede Frau MITMACHEN würde!!!

    DAs es ein verdammt harter, langer Weg für beide ist und kein Spaziergang ist.
    Das was passiert war, konnte ich nicht einfach mit einer Entschuldigung abtun und zur Tagesordnung übergehen!!!!!

    ISt das arrogant so zu denken?Oder ist es nicht menschlich?

  • Das was Du Dir von ihm wünscht, ist menschlich und das darfst du Dir WÜNSCHEN!

    Leider gehen nicht immer alle Wünsche in Erfüllung und ich kann Deine Traurigkeit und Deinen Missmut so verstehen....

    ...Du brauchst unbedingt neue Stiefel :-), die alten Schuhe sind jetzt ausgelatscht!

    Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Lieber Fliegende Stern,

    es ist manchmal schon erschreckend, wie ähnlich wir uns sind! Wir haben die gleichen Gefühle empfunden, die gleichen Wünsche gehegt!

    Aber weißt du was mir dabei bewußt wird? Es war für mich auch ein Reiz und Ansporn zu hören, dass ich was besonderes bin, WEIL ich bei ihm geblieben bin trotz dieser ganzen furchtbaren Sachen.

    Glaub mir, selbst wenn er Verständnis für deine Ängste zeigst, denkst du trotzdem im Hinterkopf, dass er es gar nicht verstehen kann! Weil er hat sich selbst nie so wahrgenommen wie Du ihn gesehen und erlebt hast! Es wird dir nichts bringen!

    Nur von uns kannst du es glauben, denn hier haben alle das gleiche erlebt!

    Ich drück dich ganz doll!

    Dein Blaubärchen

  • Hallo Fliegender Stern,

    ich hab auch ewig darum gerungen, von ihm sowas wie Verständnis und Einfühlung zu bekommen.
    Eine Anerkennung, dass ich gelitten habe unter ihm.
    Oder Dank.
    Oder einfach eine anständige Entschuldigung. Eine aufrichtige.
    Reue.
    Irgendwas in der Art wäre wie ein Pflaster auf meiner SEele gewesen.

    Ich hatte mich ja schon mal getrennt und dann wurde er trocken und danach hab ich ihm das irgendwie abgerungen, aber ich denke, er hat mir nur erzählt, was ich hören wollte, in Wirklichkeit hat ihn meine Seite an der Geschichte nie wirklich interessiert.

    Es hat mich lange Zeit irritiert und wütend gemacht.
    Ich hab gelernt, dass ich nichts von ihm erwarten kann, wenn er betrunken ist. Aber wieso er im "trockenen" (oder Trinkpausen-)Zustand nicht dazu in der Lage war: Ich weiß es nicht. Er hat einfach die Opferrolle gepachtet, da lässt er nichts anderes zu.
    "Ich bin ja nicht der einzige, der Fehler gemacht hat" - diesen Satz hab ich auch zu hören bekommen.

    Mittlerweile erwarte ich es auch nicht mehr wirklich von ihm. Ich habe es akzeptiert, dass er so ist.
    Das geht aber wohl auch nur deshalb, weil ich nicht mehr so verzweifelt bin. Deshalb kann ich quasi großzügig sein und sagen: Nun gut, du bist eben so.

    Und dann ist ja noch dieses Problem: Alkoholismus ist eine Krankheit. Inwieweit ist er überhaupt verantwortlich zu machen für seine Handlungen, die im Rahmen der Sucht geschehen?
    DA hab ich mir schon manch einen Knoten ins HIrn gegrübelt und bin zu keinem rechten Ergebnis gekommen.

    So, jetzt aber ins Bett,
    schöne Grüße
    Doro

  • Zitat

    Aber weißt du was mir dabei bewußt wird? Es war für mich auch ein Reiz und Ansporn zu hören, dass ich was besonderes bin, WEIL ich bei ihm geblieben bin trotz dieser ganzen furchtbaren Sachen.

    Das ist ein guter Gedanke, wie ich finde.
    Ich hab für mich auch das Gefühl, dass ich diese Wahnsinns-Beziehung so lange geführt habe, weil ich mich als was Besonderes gefühlt habe. Besonders belastbar irgendwie.
    Ich hab mir im Leben schon häufig den schwierigen Weg gewählt, als wenn ich das brauche, um mich gut zu fühlen.
    Blöd eigentlich. Ganz schön blöd.

    Also, jetzt aber gute Nacht,
    Doro

  • Hallo Ihr Lieben....

    Ja auch das muß ich mir eingestehen:Es war ein gutes Gefühl gebarucht zu werden, obwohl man ja in der realität nicht gebraucht wurde...mAN Bekam nur das Gefühl.......

    GEbraucht hat er seine Süchte und ne Dumme, die sein Ego geputzt hat und ihn aufgebaut hat, wenn ersich wieder von der ganzen Welt ungerecht behandelt gefühlt hat......

    Ja auch das konnte ich anfangs so gut...

    Die Beziehung ging eigentlich ab dem Zeitpunkt kaputt,andem ich angefangen habe, ihn nicht mehr in allem zu verstehen und zu trösten...

    Sondern ich habe meine berechtigte Kritik kundgetan...Ich wurde ihm unbequem, dass dürfen frauen bei ihm wohl nicht...

    Zitat von ihm: Eine muslimische Frau würde niiiiie so mit ihrem Mann reden"

    Ich bin aber deutsch und das ist gut so :)

    Martha, vielleicht hast du es überlesen...
    Jetzt, seitdem er bei mir ausgezogen ist, TRINKT ER JA WIEDER !

    Und seine Computerspielchen und Filmchen hat er auch während trinkpause gemacht, Ersatzsüchte vielleicht...

    Aber nochmal meine Frage: Du hast von schwerem Alkoholismus gesprochn,als ich weiter oben im Thread seine Trinkgewohnheiten beschrieben habe...

    Sehen das die anderen hier auch so? ISt das viel Konsum?

    Aber warum konnte er dann 3-4montaige Trinkpausen einlegen, ohne Entzugsklinik, ohne körperliche Entzugserscheinungen? Okay, er hatte oft Kopfschmerzen,leichten Schwindel und Einschlafstörungen, war als unausgeglichen, ruhelos,unzufrieden....GEhört das auch dazu?

    Vielleicht liest das hier jetz auch jemand, entschuldigung für den Ausdruck, mir fällt kein andere ein, von " der anderen Seite" und kann mir bissl Aufklärung geben?? Wäre nett...

    Weiß garnicht, warum mir das so wichtig ist, ist es aber wirklich....Hoffe es geht euch gut...
    Euer Fliegender Sterm

  • Hallo Fliegender Stern

    Zitat

    er hatte oft Kopfschmerzen,leichten Schwindel und Einschlafstörungen, war als unausgeglichen, ruhelos,unzufrieden...

    Das SIND Entzugserscheinungen!

    Anfangs geht das bei einem Alkoholiker noch mit den Trinkpausen, irgendwann nicht mehr.

    Das ist ja das doofe: Der Alkoholiker hat bei jeder "gelungenen" Trinkpause das tolle Aha-Erlebnis, quasi den "Beweis", daß er "jederzeit" aufhören kann wenn er will. :roll: Sich in Sicherheit wiegend trinkt er dann weiter... Als Co greift man ja gerne zu jedem Strohhalm und glaubt den vermeintlichen Beweisen.

    Aber wie gesagt, irgendwann bricht diese ganze Konstruktion zusammen.

    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Fliegender Stern,
    ich bin einer von der anderen Seite ;)

    Was ist schwerer Alkoholismus?
    Was ist leichter Alkoholismus?

    Warum spielt das eine Rolle?

    Ich kann Alkohol nicht kontrolliert trinken. Konnte ich noch nie. In der ersten Zeit habe ich nicht sooo viel getrunken. War das leichter Alkoholismus?
    Bei mir ist es jedenfalls über die Jahre immer mehr geworden. Habe von ca. 15 J. an bis zum 31. Lebensjahr getrunken. Am Ende rund um die Uhr. Ich musste trinken. Bis zum endgültigen Zusammenbruch.

    Macht das für Dich als Co. Einen Unterschied, ob Du Dich um einen „leichten“ Alkoholiker kümmerst oder um einen „schweren“?

    Bist Du beim „Leichten“ auch nur leicht Co-abhängig?

    Wenn ich Deinen Thread lese, dann habe ich den Eindruck, dass Du mit Deinen Gedanken und Gefühlen sehr bei Deinem Ex. bist. Also für mich liest sich das „schwer“ co-abhängig.

    Das ist sicher am Anfang ähnlich schwer, wie bei den Alkoholikern, die noch „schwanken“ zwischen trinken und trocken sein.

    Nach allem was ich weiß, über Co-Abhängigkeit, hilft wohl auch hier nur die vollständige Kapitulation.

    Nochmal kurz zu meiner nassen Zeit:
    Ich habe alle, meist sehr kurzen, Beziehungen sofort abgebrochen, wenn das Thema Alkohol zur Sprache kam. Niemals wollte ich, dass jemand von außen entscheidet, wann und wie viel ich trinke. Ich hätte auch niemals wegen einer Frau (und wäre sie noch so toll gewesen) aufgehört zu trinken. Ich wäre dann ja vollkommen abhängig von der Frau gewesen. Also von einer totalen Abhängigkeit in die Nächste. Niemals. Am Ende ich hätte ich mich für meine Abhängigkeit gehasst (habe ich auch immer als nasser Alkoholiker) und die Frau, weil sie mir das jeden Tag vor Augen führt.

    Ich wünsche Dir möglichst viel Klarheit und Mut bei Deinen weiteren Entscheidungen!
    Manfred

  • Lieber lieber Flister (Deine Name ist soooooo schön, aber mir heute zu lang :-),

    Ich kann Deine Fragen bezüglich des Alkoholkonsums Deines EX gut verstehen..... kann es sein dass Du es nicht wahr haben willst, dass er ein armer Trinker ist ;-)? Wie Manred schon schreibt, ob viel oder wenig, egal -es ist zuviel!

    Was brauchst Du, damit Du deinen Fokus, auf was anders setzt, als auf ihn?

    Ganz liebe Grüße Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Lieber fliegender Stern,

    Hey, was ist los bei Dir??

    Du suchst ja die rosarote Brille, mhhh?

    Ich habe gerade mal bei Dir gelesen und es ist kein gutes Zeichen, dass Du soviel mit den Gedanken, um Mr XY kreist.
    Davon wird er auch nicht trockener...
    Ich finde es total wichtig, was Manfred hier geschrieben hat.
    1.über die Alkoholabhängigkeit
    2. über die Abhängigkeit zu einer Frau innerhalb einer Beziehung.
    Das er genau das nicht wollte eine feste Beziehung, weil ihm sozusagen die Abhängigkeit zum Alkohol vollends reichte..

    Und Fliegender Stern, wenn Deine Therapeutin davon spricht, das 3-4 Monate Trockenzeit , auch noch ohne Therapieprogramm , nichts bedeutet.
    Das kannst Du ihr mal so direkt abnehmen.
    Wenn Du bei den Alkoholikern liesst oder sonst eine Faustregel suchst. ..bedeutet dass:
    2 Jahre Trocken sein ist ein guter Anfang. Wer es 2 Jahre geschafft hat, kann schon ganz gut damit umgehen.
    Ich bin auch davon überzeugt, das lebensverändernde Massnahmen getroffen werden müssen.
    Und dieses Umlernen und Aufarbeiten ist die eigentliche Schwerstarbeit. Das ist ohne Hilfe kaum zu schaffen.
    Und schau Dir die Rückfallquote mal an; bzw. die wenigen, die es wirklich auf Dauer schaffen, trocken zu bleiben....?!?!!
    Alles andere ist Augenwischerei=Illusion.

    Du siehst doch wie schwer es schon für uns ist, anders zu denken, zu leben im Alltag.
    Wie schwer muss es erst für die sein, die noch auch noch ständig an die Flasche ..denken???

    Ein Psychologe hat mir mal gesagt, es wäre verdammt schwer eine Sucht aufzugeben. Das würden nur ganz ganz wenige wirklich schaffen, weil man extrem willenstark sein muss. Es ist tatsächlich am Ende eine Chrackterfrage!!!
    Schau mal wieviele an den Folgen von Alkoholmissbrauch sterben jedes Jahr.

    Hey, das ist nicht leicht. Es geht hier nicht darum 20 Pfund abzuspecken..


    Wir müssen mal etwas realistisch denken, glaub Ich!


    Liebe Grüsse

    Sinnesrausch :!::idea:

  • Sinnesstern, was ist denn mit Dir heute los, ich liege lachend im Sofa......das ist ja total gut:

    Du suchst ja die rosarote Brille, mhhh?
    Ich habe gerade mal bei Dir gelesen und es ist kein gutes Zeichen, dass Du soviel mit den Gedanken, um Mr XY kreist.
    Davon wird er auch nicht trockener...

    (selbst wenn er trocken wird, bitte nicht für FLI-STER :roll:)

    Da fällt mir ein, was mir mein Psychologe zu Abhängigkeitsbeziehungen sagte: 2 Jahre TOTALE Kontaktsperre, wenn man sich wirklich draus befreien möchte, sonst wird das nix! Lass es ein Jahr sein, puh!!!!

    Na dann mal los, oder?

    Liebe Grüße Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Ihr Lieben....

    JA warum istes mir so wichtigß

    Vielleicht weilich auch dass immer von ihm gehört habe, dass er kein Alkoholiker ist, es gäbe schlimmere Fälle...Er könne ja jederzeit aufhören, was er ja 2 malversucht hat..

    Zum schluß bekam er mit, dass ich hier angemeldet bin.
    Er: Kein Wunder, dass du jetzt völlig spinnst, wenn du nur mit " Solchen" redest.. ( Zum Glück hab ich sgemacht...)

    Dann mein Umfeld ( Schwager): Jo, jetzt übertreib net, er verträgt halt nix, war lange Jungeselle, da trinkt man schon mal..Und du,oder wir alle trinken ja auch mal gerne....

    Stimmt,aber doch nicht so, mit totalem Kontrollverlust, bis alles leer ist. Wir trinken aus GEnuß, nciht aus Frust. Wir setzten Alkohol nicht als MEdizin ein..

    Das ist doch ein UNterschied,finde ich.

    ICh glaube auch, es istdeshalb für mich wichtig, weil,oh je wie erklär ich das?

    MArtha du sagst armer Trinker...
    Also gerne bin ich ja wütend, beschimpfe, ja verachte ihn in Gedanken für seine SCH...Trink aktionen...

    Wenn ich aber weiß, dass er wirklich Alkoholiker ist, also medizi nisch bewiesen, süchtig, KRANK!!!! ja dann DARF ich ihn ja nicht beschimpfen, weil eben er nun mal krank ist, habe keinRecht dazu...

    Und dann wieder diese unbändige Wut in mir: Warum sieht er nicht, was ich sehe? Warum, warum macht ernix?
    Wie tief muß er noch stürzen? Ist doch genug passiert..

    ICh meine, wenn ich total breit,mit brennender Kippe auf Couch einschlafe und mich selbst anzünde???
    WAs muß denn noch passieren??

    ICh schreibe heut wahrscheinlich wirr...sorry.

    Liebe MArtha, was muß ich tun, damit der Fokus zu mir zurück kommt??

    ICh bin abstinent und ich warte einfach ab und ich lese euch...

    Lieber MAnfred, vielen, vielen Dank, dass du mich gelesen hast und mir interessante Fragen gestellt hast...

    JA, ich bin wohl schwer Co abhängig.... :cry:
    Ich will das nicht mehr. Es soll weggehen...

    DAnke auch für deine guten Wünsche...zu entscheiden gibt es zum Glück nichts mehr...werde abstinent bleiben...

    Euer Fliegender Stern

  • ah, das ist ja interessant, da kommen wir der Sache ja schon näher.

    Du meinst also, wenn er medizinisch krank ist, DARFST du ihn nicht beschimpfen? Er hat das recht Dich so zu behandeln, bzw,. ist es was anderes für Dich?

    Oder klingeln dann dann CO Knöpfe, dass Du ihn gesunden darfst?

    Fliegender Stern DU bist nicht sein Therapeut! Und solltest auch nie diese Rolle übernehmen. Deswegen funktionieren diese Partnerschaften nicht. Das ist nicht mehr Mann und Frau, das ist eine Rollenverschiebung. Und darum geht es in der CoAbhängigkeit, aus dieser Rolle zu kommen. Verstehst Du was ich meine? Die Paare, die es schaffen, gehen beide aus ihren Rollen raus und können sich dann auf Augenhöhe als Mann und Frau wieder begegnen.

    Liebe Grüße Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

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