Vorstellung - 15 Tagen Nüchternheit

  • Lieber Hartmut, ja ich habe dich falsch verstanden. Danke für deine Rückmeldung und auch dir Gracia danke ich für deine Worte.

    Ich habe hier unheimlich viel gelernt, gerade von der Sichtweise der Alkoholiker über ihre altes und ihr neues Leben. Die Richtlinien über Risikominimierung und ähnliches sowohl bei den Alkoholikern als auch bei den Co-abhängigen enthält meiner Meinung und meiner Erfahrung nach so viel Wahres und Wertvolles. Die Arbeit, es ins Eigene zu übersetzen, bleibt aber immer beim Einzelnen.
    Es tut mir leid, aber sowohl das Lesen im Angehörigenbereich als auch nun hier in diesem Thread empfinde ich im Augenblick als unheimlich frustierend. Es tut mir einfach nicht gut und ich werde auf jeden Fall eine längere Pause einlegen.

    Aber ohne Euch hätte ich mich aus meiner langjährigen destruktiven Beziehung sicher nicht lösen können und heute ein zufriedenes Leben leben (trotz AOn, trotz Beratung bei der Suchthilfestelle, trotz 3 er frustierender Ansätze bei Psychotherapeuten zu 80 Euro die Stunde)

    LG oldie

  • hallo

    sorry jonas ich benutze jetzt mal deinen thread einfach.

    hier treffen grade verschiedene meinungen und ansichten aufeinander und schon fühlt man sich beleidigt und unverstanden, du oldie willst dich sogar komplett zurück ziehen.

    anstatt das hier dann mal als übung zu sehen. wir hier wissen um unsere krankheiten und haben auch immer irgend wen der uns beisteht. in der "freien wildbahn" ist das anders, da gibts auch gegenwind. keinen der weiß wie man sich fühlt und keinen der neben einem steht. was macht ihr da? übt doch einfach mal damit umzugehen das andere menschen andere meinungen haben und das auch ok ist. was für mich falsch ist kann doch für den anderen richtig sein. mir hat es geholfen mal einen moment die finger von den tasten zu lassen, zur not ne runde um block zu gehen, dann noch mal nachdenken und dann erst reagieren. meist war das dann schon nicht mehr nötig weil ich was kapiert habe. lernt doch auch bitte einfach mal konstruktives streiten, bzw diskutieren.

    noch mal sorry jonas, passte nur grade.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Zitat von Tina

    mir gefällt die Motivation für die Alkoholabstinenz von Dir, Jonas, nicht besonders. Solange ich für andere aufhöre zu trinken (und dabei ist vollkommen egal, wie alt der andere gerade ist), laufe ich Gefahr, dass ich mit der Faust in der Tasche auf das Ende des Ereignisses warte (hier die musikalische Ausbildung des Enkels), um wieder trinken zu können.

    Guten Morgen Tina,

    das ist in vielen Faällen gewiss so, wie du es hier beschreibst. Ich habe in mehren Exkursen deutlich gemacht, dass ich meine Existenz verabscheue. Mir wurde das Glück, nicht geboren zu sein, nicht zuteil. Ich habe aber meiner Tochter etwas versprochen, und das werde ich halten. Deshalb habe ich mich zum Leben verurteilt.
    Wenn ein talentloses Kind von unwissenden, aber überehrgeizigen Eltern zum Erlernen eines Instrumentes gezwungen wird, ist das ein schwerer Fehler, der mir allerdings nicht passieren kann. Sollte sich mein Enkel überraschender Weise als talentlos erweisen, werden weder meine Tochter noch ich eine Unterrichtung forcieren. Der Begabte muss auch nicht gezwungen werden. Eher muss man ihn bremsen. Gestern war der Enkel bei mir. Ich habe mit der linken Hand wiederholt das bekannte Kanon-Thema von Pachelbel gespielt (Kanon und Gigue D-Dur) und ihn ermuntert, dazu zu fantasieren, er hatte ja fast die gesamte Tastatur zur Verfügung. Es war interessant zu beobachten, wie er zunächst kindliche Cluster spielte, dann nach einer Weile aber harmoniefremde Töne "aussortierte" und sich der Folge D-A-H-Fis-G-D-G-A harmonisch näherte. Bisher spricht nichts gegen eine musikalische Begabung.

    LG Jonas

  • Hallo Jonas,
    ich verabschiede mich für geraume Zeit und wollte deshalb mal bei Dir reinschaun.


    Zitat

    Ich habe in mehren Exkursen deutlich gemacht, dass ich meine Existenz verabscheue.


    ich wünsche Dir von ganzem Herzen, daß Deine Einstellung zu Dir selbst niemals die Beziehung Deines Enkels zu Dir und Deine Beziehung zu ihm belastet.


    LG Nys

  • Zitat von dorothea


    (...)anstatt das hier dann mal als übung zu sehen.
    noch mal sorry jonas, passte nur grade.

    doro

    Guten Morgen, Dorothea,

    nur nicht entschuldigen, bitte. Ein erfrischender Disput ersetzt drei Tassen Kaffee. Ich habe schon den Eindruck, dass die Foristin "vom anderen Ufer" mir einen Gegenbesuch abstatten und ihre Leidensschwester(n) "rächen" wollte. Dazu hat sie einige meiner Textpassagen aus ihrem Kontext gelöst, den Subtext ignoriert und dann tendenziös kommentiert. In einer politischen Talkrunde wird ja kaum anders verfahren.
    Interessant ist übrigens deine Frage zur unterschiedlichen Reaktionen der Foristen bei männlichen und weiblichen ModeratorenInnen. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass für nicht wenige Trunksüchtige Gewalt gegen Männer allabendliche Freizeitbeschäftigung in der Stammkneipe war. Am nächsten Morgen traf man sich dann vor der Ausnüchterungszelle, küsste sich auf die verbeulten Wangen und feierte beim Frühschoppen Versöhnung (ähnliche Verläufe auf verbaler Ebene lassen sich hier beobachten). Gewalt gegen Frauen spielt dann schon in einer anderen Liga. Da brechen dann Reste der Wohlerzogenheit hervor, der Forist zieht einen Scheitel, stellt seinen Kaffee auf einen Untersetzer ("nimm den Untersetzer!") und antwortet dann devot und höflich als hätte Mutter persönlich ein Machtwort gesprochen.
    Vielleicht müsst ihr euch einfach "vergendern"? Du trägst einen schönen griechischen Namen (doro theou = Gottesgeschenk). Doro Theos wäre die männliche Form und bedeutet das Gleiche.
    Hartmut könnte als Hartmutter(!) genauso agieren wie bisher. Alle Foristen würden sofort kuschen.

    LG Jonas

  • Zitat von Nys


    ich wünsche Dir von ganzem Herzen, daß Deine Einstellung zu Dir selbst niemals die Beziehung Deines Enkels zu Dir und Deine Beziehung zu ihm belastet.
    LG Nys

    Hallo Nys,

    vielen Dank für deine guten Wünsche. Zum Glück ist das nicht zu befürchten. Meine Tochter kennt sich sehr gut aus, und Diskussionen über das Absurde und Möglichkeiten seiner Überwindung finden häufig statt. "Der Mensch in der Revolte" kann ich wohl nicht sein, und zu einem Pascal'schen Sprung in den Glauben wäre ich auch völlig ungeeignet. Aber ich habe ja Frank (garcia) gegenüber schon eingeräumt, dass die Versenkung in Kunstwerke mich Existenz lustvoll erleben lässt. Und um es berlinerisch zu sagen: Bischen ist ja och nischt jar nischt.
    Dir wünsche ich eine angenehme forum-freie Zeit.

    LG Jonas

  • Dorothea, deinen Rat, zuerst etwas Wasser den Fluß hinunterfließen zu lassen, bevor ich eine Antwort schreibe, werde ich beherzigen.
    Ich bin in meinem realen Leben als sehr faire, wenn auch manchmal harte Diskutantin bekannt, die nie (oder fast nie) ad personam agiert - das war ja auch eine wesentliche Kompetenz in meinem Beruf.

    In diesem Fall habe ich Hartmuts Worte falsch verstanden, was aufgrund des Geschriebenen durchaus nicht absurd wäre. Wenn es aber so gemeint gewesen wäre, würde ich auch nach Überschlafen meine Konsequenz als nicht überzogen ansehen.

    Danke aber für die Erinnerung an Richtlinien für eine faire Diskussion.


    ---------------------------------------------

    Ethanol,

    Du wirfst mir einen Schuh hin und versuchst mich zu psychologisieren - Rächerin der Leidensgenossinnen ":o
    Du erwartest doch nicht, dass ich darauf antworte?

    Möchtest du auf meine Frage antworten, ob dein persönliches Umfeld, insbesondere deine Töchter nicht nur über deine Persönlichkeitsstörung informiert sind und auf diesem Gebiet arbeiten, sondern auch über deine Alkoholerkrankung und deine Absicht, dich daraus zu befreien?

    -------

    Viele Wege führen nach Rom; manche sind steiniger und kurviger, wobei im Apennin viele abzweigende Gassen in die Irre führen können.
    Aber auch Sonderwege mögen zum Ziel führen, sehr, sehr selten aber auch das gibt es zweifellos.

  • Hallo Oldie,

    ich wurde auch erst aufmerksam durch meine Moderatoren Kollegen gemacht das es missverstanden werden kann . Ich bin ja eher ein Verfechter "Schuster bleib bei deinen Leisten" was die Sucht betrifft. Co zu CO und Alkoholiker zu Alkoholiker. Es war aber aus meinen Augen ein berechtigter Gegenbesuch. Frag mich einfach wenn was nicht klar ist . Ich belle ja nur, beiße aber nicht :)

    Hallo Jonas,

    was macht denn deine Abstinenz? Kommst du damit klar, hast du Verzichtsgedanken oder wie verhält es sich mit dem alkoholfreien Umfeld ? Ich halte dich für einen sehr hoch intelligenten Menschen und frage mich ob es da nicht schwieriger zu akzeptieren ist Alkoholiker geworden zu sein. Das würde mich mal interessieren.

    Ich denke auch das keiner Kuschen muss aber zum Kuscheln bin auch nicht geeignet :) (jedenfalls nicht in einem Alkoholikerforum)

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Zitat von Hartmut


    Hallo Jonas,

    was macht denn deine Abstinenz? Kommst du damit klar, hast du Verzichtsgedanken oder wie verhält es sich mit dem alkoholfreien Umfeld ? (...)frage mich ob es da nicht schwieriger zu akzeptieren ist Alkoholiker geworden zu sein. Das würde mich mal interessieren.

    Hallo Hartmut,

    mir geht es gut. Verzichtsgedanken habe ich überhaupt nicht. Es fällt mir schwer, meine Dummheit, besonders meine Unaufmerksamkeit und Fahrlässigkeit zu akzeptieren. Aber es ist nun einmal passiert, ich habe 160g Alkohol/Tag in meine Routine eingebaut, objektiv viel zu viel.
    Ansonsten beobachte ich mich im Hinblick auf Suchtverschiebungen und baue meine Aversions-Konditionierung weiter aus. Die Konditionierung durch Auslösen von Ekel, Übelkeit und Erbrechen (mit dem Ziel, Angst vor dem Trinken zu entwickeln) selbst ist ja nichts Neues. Aber die Behandlung mit - edit, Medikamentenkürzel entfernt, Linde - ist mit Recht umstritten und konnte mich nie überzeugen. Neben den immer möglichen Komplikationen und oft fehlender Compliance (der Kranke behauptet, das Medikament zu nehmen, tut es aber nicht) sehe ich einen methodischen Fehler: damit die Konditionierung erfolgen kann, muss der Kranke wiederholt, oft über einen langen Zeitraum Alkohol trinken. Ich versuche nun durch die schon dargestellte Methode, eine Aversion gegen Alkohol ohne Medikamente zu erreichen. Mein Umfeld ist alkoholfrei.

    LG Jonas

  • Hallo Jonas,

    Zitat

    Es fällt mir schwer, meine Dummheit, besonders meine Unaufmerksamkeit und Fahrlässigkeit zu akzeptieren

    ging mir am Anfang auch so bis ich es als Krankheit anerkannt hatte. Ab da war es keine Schuldfrage mehr für mich. Ich halte auch ganz wenig davon, nach der Entgiftung, systemisch mit irgendwelchen Pillen die "Nebenwirkungen " des Trocken werden zu unterstützen. Hat den faden Beigeschmack, den Alkohol mit einer Tablette zu ersetzen.

    Mein Ziel war und ist die "geistige" Loslösung vom Alkohol das dieser jeglichen Stellenwert, außer das er mich umbringt, verliert. Was mir dabei hilft , nicht alles bis auf den i Punkt zu analysieren oder es verstehen zu wollen. Mal ein kurzer Abriss.

    Danke für deine Rückmeldung .

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Zitat von Poster

    Hi Jonas

    Trinkst Du pro Tag 160 g Alk, oder wo baust Du diesen ein ?

    Lg

    der Poster

    Hallo Poster,
    ich muss mich für die elliptische Darstellung entschuldigen. Ich trank 160g Alkohol/Tag.

    LG Jonas

  • Hallo Jonas!

    Zitat

    Speranza hat Folgendes geschrieben:

    Ob es jetzt unbedingt neurotisch ist sich so zu verhalten sei mal dahingestellt das festzustellen gehört in die Hände eines Fachmannes.

    Guten Morgen, Sperenza,

    unbedingt. Die Angst vor Zurückweisung begleitet die Foristin nach eigenen Angaben schon seit ihrer Schulzeit, vielleicht schon viel länger. Hier wären analytisch orientierte Einzelgespräche mit einem Fachmann, der möglichst eine Lehranalyse absolviert haben sollte, indiziert. Es wäre sonst nicht ausgeschlossen, dass die nächste Beziehung einen ähnlichen Verlauf nimmt, auch wenn der Partner nur übermäßig viel Tütensuppen trinkt.

    LG Jonas

    Ich schreibe jetzt lieber in deinem Thread weiter ich möchte Uschis Thread nicht "zerschiessen". Was mich jetzt mal brennend interessieren würde wie du zu deinen psychologischen Einschätzungen kommst und dann auch direkt eine Behandlungsmethode vorschlägst.

    Ich habe schon viele Aufnahmegespräche mit psychisch Kranken geführt und kann nach diesen Gesprächen nur vermuten was dem Betreffenden fehlt. Um hinter die Fassade zu schauen bedarf es viel mehr als zwischen den Zeilen zu lesen.

    Natürlich hat Co-Abhängigkeit nicht nur mit alkoholkrankem Partner zu tun die Störung ist beliebig ausweitbar auf alle Lebensbereiche.

    Aber nicht jeder ist neurotisch oder hat grosse Defizite in der Kindheit erlebt.
    Für mich reicht es mein Fehlverhalten zu erkennen und daran zu arbeiten.

    Auf weiteres würde ich mich nie einlassen denn in der Vergangenheit rumzusuchen und ewig nach dem "Warum" zu fragen würde mich nicht weiterbringen. Ich schaue nach vorne und lebe im Heute und Jetzt und arbeite in der Gegenwart an mir.

    Aber ich spreche ja für mich und jeder Mensch ist anders. Fatal finde ich es nur anderen Menschen die hier ein paar wenige Beiträge schreiben Diagnosen zu stellen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo !

    Zitat von Speranza

    Fatal finde ich es nur anderen Menschen die hier ein paar wenige Beiträge schreiben Diagnosen zu stellen.

    Fatal, sicher auch häufig sehr falsch und unter Umständen äußerst gefährlich ! Danke für den Beitrag, Speranza !

    Grüße
    Tina

  • Zitat von Speranza


    Ich habe schon viele Aufnahmegespräche mit psychisch Kranken geführt und kann nach diesen Gesprächen nur vermuten was dem Betreffenden fehlt. Um hinter die Fassade zu schauen bedarf es viel mehr als zwischen den Zeilen zu lesen.

    (...)
    Auf weiteres würde ich mich nie einlassen denn in der Vergangenheit rumzusuchen und ewig nach dem "Warum" zu fragen würde mich nicht weiterbringen.

    Hallo Sperenza,

    Du hast viele Aufnehmegespräche mit psychisch Kranken geführt, interessierst dich aber nicht für die Ursachen der Erkrankung, für das "Warum". Dieser Ansatz ist mir ganz neu. Übrigens hatte ich Uschi1985 angesprochen, und du hast mir innerhalb ihres Threads geantwortet. Aber das ist unwichtig. Uschi1985 leidet nach eigenen Angaben(!) unter der Angst zurückgewiesen zu werden seit ihrer Schulzeit. Als Fachfrau wird dir der Unterschied zwischen Angst und Furcht (anderer Ausdruck: Realangst) geläufig sein. Wenn ich einer unter 100 Bewerbern bin, habe ich Furcht, bzw. Realangst, zurückgewiesen zu werden. Diese Realangst ist begründbar, denn die Chance, angenommen zu werden, ist nun einmal gering. Die ständige Angst zurückgewiesen zu werden deutet auf eine Neurose hin.
    Dass es hier grundsätzlich um Vermutungen und niemals um Diagnosen geht, habe ich an anderen Stellen deutlich zum Ausdruck gebracht.

    LG Jonas

  • Hallo Jonas!

    Zitat

    Du hast viele Aufnehmegespräche mit psychisch Kranken geführt, interessierst dich aber nicht für die Ursachen der Erkrankung, für das "Warum". Dieser Ansatz ist mir ganz neu.

    Natürlich interessiere ich mich für die Ursache und was dahintersteckt aber ich kann nur vermuten und es ist nicht meine Aufgabe das zu hinterfragen das gehört in die Hände des Arztes oder Psychologen.

    Meine Aufgabe ist es den Behandlungsplan (der sehr verschieden sein kann) des Arztes oder Psychologen einzuhalten, den psychisch Kranken zu beobachten und ihm zuzuhören und gegebenenfalls einzuschreiten.

    Natürlich mache ich mir bereits beim Aufnahmegespräch meine Gedanken und ziehe auch Schlüsse daraus. Aber ich wäre nie so vermessen zu sagen dass jemand ein Neurotiker ist weil er seit der Kindheit Ängste hat zurückgewiesen zu werden.


    Zitat

    Die Angst vor Zurückweisung begleitet die Foristin nach eigenen Angaben schon seit ihrer Schulzeit, vielleicht schon viel länger. Hier wären analytisch orientierte Einzelgespräche mit einem Fachmann, der möglichst eine Lehranalyse absolviert haben sollte, indiziert.

    Zitat

    Die ständige Angst zurückgewiesen zu werden deutet auf eine Neurose hin.

    Das sind für mich keine Vermutungen sondern klare Aussagen. Ich hatte mich deswegen eingemischt weil ich es eben für fatal halte anderen die man nicht kennt so etwas zu schreiben.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Ergänzung:

    Es ist auch ein himmelweiter Unterschied ob ich real etwas beobachte und Schlüsse daraus ziehe oder hier im Forum. Real sehe ich mein Gegenüber und seine Körpersprache das ist auch ein wichtiger Aspekt um jemanden grob einzuschätzen.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Zitat von Speranza

    Ergänzung:

    Es ist auch ein himmelweiter Unterschied ob ich real etwas beobachte und Schlüsse daraus ziehe oder hier im Forum. Real sehe ich mein Gegenüber und seine Körpersprache das ist auch ein wichtiger Aspekt um jemanden grob einzuschätzen.

    Hallo Sperenza,

    vollkommen richtig. Deshalb kann nicht deutlich genug gemacht werden, dass es sich grundsätzlich um Vermutungen handelt. Es fällt mir nicht schwer, jede Vermutung mit dem Halbsatz "Ich vermute" einzuleiten. Damit dieser ständig wiederholte Halbsatz den Leser nicht ermüdet, werde ich die üblichen Abkürzungen verwenden. Imho (in my humble opinion) ist ein eine gute Idee. Aber das ist nur mein eg (educated guess).

    LG jonas

  • Zitat von Speranza


    Das sind für mich keine Vermutungen sondern klare Aussagen. Ich hatte mich deswegen eingemischt weil ich es eben für fatal halte anderen die man nicht kennt so etwas zu schreiben.

    Was ist denn so ehrverletzend an einer Neurose? Noch in den 80er Jahren gehörte sie zu den salonfähigen Wunschdiagnosen, ohne die ein Intellektueller sich gar nicht auf die Cocktailparty wagte, schon weil er nicht der einzige ohne Analytiker sein wollte. Heute ist die Neurose nicht mehr en vogue.
    Nun gibt es aber Diagnosen, die über alle Zeiten hinweg sehr unpopulär sind. Die Alkoholkrankheit zählt dazu. Es kostet den Kranken auch nach der Einsicht große Überwindung, sich einem Arzt anzuvertrauen. Es kostet ihn auch Überwindung, sich hier anzumelden und sich mitzuteilen. Besonders schlimm: er kann nicht einmal eine gemütliche Opferrolle einnehmen, denn er hat sich die Krankheit selbst zugefügt. Damit geht also keiner gerne hausieren. Aber auch Lernbehinderte und Schizophrene halten sich eher bedeckt.
    Und wo wir schon von Diagnosen sprechen: ich setze voraus, dass jeder Co-Abhängige im Forum seine Diagnose von einem Facharzt bekommen hat. Denn sonst könnte noch der Verdacht aufkommen, dass es sich teilweise um Selbstdiagnosen handelt. Und das wäre ja wirklich abwegig, unverantwortlich und gefährlich, nicht wahr?

    LG Jonas

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