Carl Friedrich - Diesmal wird es klappen

  • hallo Hartmut

    genauso siehts aus, es ist ein gesamtgesellschaftliches problem und das meinte ich mit "eigenverantwortung". es beginnt doch schon in der kindheit, was wird vorgelebt der umgang mit alk zum beispiel, dass rauchen und und und...das wird nicht durch steuern und abgaben reguliert, sondern es wird vorgelebt. die gesellschaft müsste sich grundlegend ändern und das heißt auch über den tellerrand zu schauen wie wir miteinander umgehen. meine psychologin meinte mal vor jahren schon, wenn wir alle wieder einander mehr zuhören würden und nicht so oberflächlich wären, bräuchten wir weniger seelenklempner...es liegt also an uns selbst diese gesellschaft besser zu machen, weg von diesem konsumdenken und egoismus. und wenn wir diesen punkt vielleicht mal irgentwann erreicht haben, werden die menschen auch nicht mehr so schnell zur flasche greifen. davon bin ich fest überzeugt:)

  • es beginnt doch schon in der kindheit, was wird vorgelebt der umgang mit alk zum beispiel, dass rauchen und und und...das wird nicht durch steuern und abgaben reguliert, sondern es wird vorgelebt.

    Wow. Wenn das mal nicht zu kurz gedacht ist.

    Dann hätte ich niemals geraucht wie‘n Räuchermännchen in der Weihnachtszeit und ich wäre auch nie Alkoholiker geworden. Mir ist das nämlich überhaupt nicht vorgelebt worden…… weder in meiner Kindheit noch später in meinem Umfeld.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Wow. Wenn das mal nicht zu kurz gedacht ist.

    Dann hätte ich niemals geraucht wie‘n Räuchermännchen in der Weihnachtszeit und ich wäre auch nie Alkoholiker geworden. Mir ist das nämlich überhaupt nicht vorgelebt worden…… weder in meiner Kindheit noch später in meinem Umfeld.

    Bei meiner familie schon...auch im umfeld

  • Wow, dann bist du der erste Mensch den ich „kenne“, der unbeeinflusst aus eigenem Antrieb Alkohol und Zigaretten gekauft , dann ja auch alleine zu Hause konsumiert und später dann abhängig geworden ist.

    Dann hätte ich niemals geraucht wie‘n Räuchermännchen in der Weihnachtszeit und ich wäre auch nie Alkoholiker geworden. Mir ist das nämlich überhaupt nicht vorgelebt worden…… weder in meiner Kindheit noch später in meinem Umfeld.

  • Ich verstehe die Diskussion nicht.
    Ein Vergleich der Alkoholsuchtprävention zwischen Schweden und Deutschland zeigt die Unterschiede deutlich auf.
    Die Frage ist, welches Ziel soll erreicht werden?

    Schweden: "Drastische Eindämmung des Alkoholkonsums aus gesundheitlichen Gründen".

    Deutschland: ich kann kein Ziel erkennen, ausser einem liberalen/marktwirtschaftlichen Ansatz mit starkem "kulturellen Einfluss"/Lobby der auf Eigenverantwortung setzt.
    Bei einem Volkswirtschaftlichen Schaden von über 50 Mrd. Euro pro Jahr, ist das ein zweifelhafter Ansatz.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Wow, dann bist du der erste Mensch den ich „kenne“, der unbeeinflusst aus eigenem Antrieb Alkohol und Zigaretten gekauft , dann ja auch alleine zu Hause konsumiert und später dann abhängig geworden ist.

    Was den Alkoholkonsum betrifft, ist das tatsächlich so gewesen. Unbeeinflusst aus eigenem Antrieb Alkohol gekauft , alleine zu Hause konsumiert und später dann abhängig geworden.

    Zigaretten waren damals, als ich noch ziemlich jung war, einfach cool.

    Nichtsdestotrotz fünktioniert Nüchternwerden und -bleiben langfristig natürlich nur mit Eigeninitiative.
    Der Preis war mir beim Lieferservice egal, wenn ich 3 oder 4 Pizzen bestellt habe, damit ich 2 Flaschen Wein bekomme.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Nee, ich fand Zigaretten cool, mein Umfeld überhaupt nicht, aber Zigaretten sind hier auch nicht das Thema.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich verstehe die Diskussion nicht.
    Ein Vergleich der Alkoholsuchtprävention zwischen Schweden und Deutschland zeigt die Unterschiede deutlich auf.
    Die Frage ist, welches Ziel soll erreicht werden?

    Schweden: "Drastische Eindämmung des Alkoholkonsums aus gesundheitlichen Gründen".

    Deutschland: ich kann kein Ziel erkennen, ausser einem liberalen/marktwirtschaftlichen Ansatz mit starkem "kulturellen Einfluss"/Lobby der auf Eigenverantwortung setzt.
    Bei einem Volkswirtschaftlichen Schaden von über 50 Mrd. Euro pro Jahr, ist das ein zweifelhafter Ansatz.

    Ähm 11 mio. vs 83 mio. Einwohner? Ich hab bekannte dort und alk hat dort tatsächlich einen anderen stellenwert. Aber du vergleichst äpfel mit birnen. Mal abgesehen von der dunkelziffer in schweden, sprich schwarzbrennerei. Darüber spricht man nur nicht laut. Selbst wenn würde schweden nicht mal im ansatz an unsere volkswirtschaft ranreichen.

  • Ich habe auch Bekannte;)
    Schwarzbrennerei wird es immer geben. Wenn man beide Volkswirtschaften normiert betrachtet, hat Deutschland ein grösseres Alkoholproblem.
      Carl Friedrich hat auf die Studie PHI abgehoben, über die ich auch gelesen hatte, da landet D auf Platz 17 von 18, Alkohol war einer von 3 Parametern.

    Da sich eine weitere Diskussion nicht von Politik trennen lässt, schlage ich vor, dass wir es dabei belassen.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • War noch mal schnell in der Stadt was erledigen und habe beiläufig in den Vorraum eines Getränkemarktes geschaut. Bierpreise (die Sonderangebote für sog. Premiummarken Pils) wie vor 10 Jahren, der Kasten 20 x0,5l für 10.99 zzgl. Pfand. Die Dumpingpreise sprechen für sich und bestätigen die zitierte Publikation. Das Zeug ist viel zu billig.

    Und Steuern sind da auch noch drauf, u.a. 19% MWSt.

  • Guten Abend.

    Natürlich könnten höhere Preise die Sucht nicht verhindern. Aber ganz sicherlich dazu beitragen, z.B. jungen Leuten den Einstieg zu erschweren!

    Als Eltern ein Vorbild sein reicht nicht immer. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Rauchen und/oder Alkohol war kein Thema. Im Gegenteil. Ich wurde sogar gewarnt, aufgeklärt usw. Alkoholikerin wurde ich trotzdem. Nicht unerheblich war da definitiv, dass das Zeug an jeder Ecke zu Billigpreisen zu haben war.

    Die Preise sind hier wo ich lebe übrigens in den letzten Jahren nicht wirklich teuerer geworden. Das ist mir ebenfalls aufgefallen.

    Natürlich gibt es Eigenverantwortung. Davon haben aber gerade einige junge Leute, die erst anfangen erwachsen zu werden und beginnen, Alkohol zu probieren, manchmal noch nicht so viel.

    Wie dem auch sei… jeder kann doch seine persönliche Meinung dazu haben.
    Deshalb kann ich auch nicht nachvollziehen, weshalb hier so aggressiv auf das Thema reagiert wurde und finde das auch echt überflüssig.

    LG Carina

  • Beide Baustellen existieren für mich ja gleichzeitig und nicht entweder oder. Selbstverständlich liegt es in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen einen gesundheitsschädlichen Konsum (Nikotin, Alkohol, Zucker, Fett etc.) zu vermeiden...oder eben nicht.

    Aber der Staat hat ja mit Steuern exakt eine Option "zu steuern". Das ist kein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen sondern mMn in neudeutsch ein "Mindset" mit Strahlkraft. Wenn Produkte mit medizinisch belegten schädlichen Folgen für den menschlichen Körper stärker sanktioniert werden setzt sich vielleicht auch mit der Zeit dieser Gedanke in der Gesellschaft fest.

    Hätte mich teurer Alkohol davon abgehalten zu saufen? Nö. Ich hatte mir ja auch mit teureren Spirituosen erfolgreich den "Genusstrinker" zusammengebastelt. Letzten Endes hilft mir das nicht mehr und hat für mich auch keine Relevanz für meine Trockenheit. Aber ich würde mir tatsächlich wünschen, dass weniger Menschen wie ich in die Sucht rutschen und da wir ja auch hier immer von Risikominimierung reden:

    In einem Land, in dem dieser Aspekt der Gesundheit nicht von Lobbys gesteuert wäre, wäre die Zahl der Süchtigen VIELLEICHT geringer.

  • In der Schule, das war so anfang der 2000er, hatten wir eine Aufklärung zu Drogen von einem Arzt in einem Krankenhaus. Dort wurde auch gesagt, wie schädlich und tödlich Tabak ist. Die "coolen" Jugendlichen damals, haben direkt danach die schultern gezuckt, eine geraucht und trotzig gelacht. Da hat das überhaupt nichts bewirkt.

    Ich hingegen , der damals brave und schüchterne Schüler, bin später Alkohol- und Nikotinsüchtig geworden.

    Ich bin der Meinung es sollte UNBEDINGT gesetzlich stark reguliert werden. Canabisbesitz sollte zudem wieder verboten werden. Es ist überaus schädlich, wenn Jugendliche das Zeug konsumieren (Gehirnentwicklung) und da so leicht ran kommen.

    Der Staat sollte seine Schutzpflicht bei Alk. und allen anderen Drogen soweit ausdehnen und umsetzten wie möglich (gem. GG um Sinne der Verhältnismäßigkeisprüfung usw.).

    Einmal editiert, zuletzt von Maeron (8. Dezember 2025 um 21:14)

  • Danke, Carl, für das Thema.

    Auch Immer wieder spannend. Kaum liegt das Thema Sucht auf dem Tisch, sprudeln Lösungsansätze, Kritik, Besserwisserei und die üblichen „man müsste, man sollte“-Sprüche. Aber selbst aktiv werden? Passiert selten. Am Ende wird theoretisiert, analysiert, zerredet und trotzdem ist jeder froh, seine Meinung zu haben.

    Dann wieder ab in die Schublade, bis das Thema wieder hochkocht und alle gefragt sind, um zu reden und zu diskutieren. Wer kennt diesen Kreislauf nicht?:saint: Ich kenne ihn, ich beteilige mich ja auch.:whistling:

    Viel warten darauf, dass sich irgendwas „von selbst“ bewegt. Ab und zu klappt das sogar meist nur, weil irgendwann jemand einfach angefangen hat. Dabei wäre es simpel. Wer etwas verändern will, muss handeln. Nicht reden, machen.

    Na, wer kennt meinen alten Spruch nicht, den ich seit 19 Jahren runterbete: „Tun muss man tun.“ Der Satz ist so simpel, dass er schon wieder weh tut.:mrgreen:

    Wie immer fühlt sich der eine oder andere angesprochen, der andere hat mehr Ausreden als Motivation, und der Nächste erklärt sich grundsätzlich für nicht zuständig. Alles gut. Muss nicht jeder. Es reicht völlig, wenn wenigstens die, die am lautesten schreien, irgendwann auch mal etwas machen.

    Das Gute hier im offenen Bereich. Jeder Beitrag zieht Kreise. Vielleicht nicht immer mit der Wirkung, die man sich wünscht, aber er wird gelesen. Überall im Netz. Selbst kleine Impulse setzen etwas in Gang, auch wenn sie erstmal unscheinbar wirken.

    Während sich die verschiedenen Süchte im Laufe der Jahre sich verschoben haben, gibt es einen Bereich, der besonders stark zugenommen hat. Die digitale Sucht.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • hallo Carl Friedrich

    du hast recht:idea: ich hab bei meinen letzten einkäufen mal die "spritpreise" begutachtet:( sie sind wirklich spottbillig. was mich am meisten erschrocken hat war die tatsache, dass eine flasche hochprozentiger billiger war als ein schokoweihnachtsmann:shock: mir fehlen da echt die worte und die leute kaufen wie die verrückten, vielleicht liegt es an weihnachten keine ahnung...ich achte sonst nicht auf sowas wie die preise bei bier oder sonst was. aber wenn man mal genau draufschaut hast du recht;)

    gruss eternal

  • Da las ich heute in der Zeitung ein Interview mit dem Präsidenten der Kassenärzte, Herrn Gassen.

    Er meinte ebenfalls, die Steuern auf Alkohol und Tabak müssten deutlich angehoben und eine Zuckersteuer eingeführt werden, was insbesondere für Softdrinks relevant wäre.

    Mein Vorschlag: Kippen 20 für die Schachtel und Kiste Bier 40. Den Schnaps nicht unter einem Fuffi pro Pulle.


    Jetzt das große ABER: Es wird so nicht kommen. Es sind zu viele Lobbyisten unterwegs und die Anbieter der Produkte haben so ihren Einfluss.

    Eine Bitte: Jetzt hier nicht gleich anfangen zu "plärren" von wegen Selbstverantwortung und Schwarzbrenner. ;)

    Das macht bitte in Eurem thread und nicht hier. Danke.

    Einmal editiert, zuletzt von Carl Friedrich (13. Dezember 2025 um 14:00)

  • Ich ziehe es mal hierher, um den anderen thread nicht zu stören:

    Eine ist, bei weitem nicht jeder Penner ist Alkoholiker.

    Dem stimme ich zu, allerdings haben die meisten Obdachlosen, die ich gesehen habe, ein deutlich sichtbares Alkohol- und/oder Drogenproblem.

    Eine andere, ziemlich gesichert: je höher der Bildungsgrad, desto höher auch der Alkoholkonsum.

    Und genau das bezweifele ich. Ich habe auch mal ein paar Jahre die Uni von innen gesehen und beruflich viel mit "Studierten" zu tun. Diese Gruppe säuft nach meiner Einschätzung nicht mehr, als die Unter- oder Mittelschicht. Sie trinkt nur anders, nämlich unauffälliger.

    Und noch eins, sie raucht weniger.

    Das sind meine rein persönlichen Beobachtungen in den letzten Jahrzehnten in meinem beruflichen und privaten Umfeld. Sie erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

  • Ich nenne es mal Perversion des Suchtgedächtnisses:

    Heute erhielt ich eine Weihnachtsgruß-email eines deutschen Fereinfliegers. Zur Kenntnis genommen und erledigt. Dann dachte ich plötzlich daran, wie ich mich zu Saufzeiten über den Weihnachtsgruß eines Weißbierproduzenten gefreut habe: " Der .... Weißbräu wüncht allen seinen Freunden eine frohe Weihnacht."

    Dieser Gruß bedeutete mir damals mehr als einer aus der Nachbarschaft oder im Kollegenkreis. Ich sagte mir selbst damals: "Oh, darüber freue ich mich wirklich."

    So sehr hatte mich die Sucht mit ihrem Stoff im Griff, dass ich mir so eine Dämlichkeit einbildete.

    Wie sehr doch die Sucht meine Gefühle und meine Denke pervertierte. Es wurde haarklein unterschieden zwischen den "normalen" Wünschen und Grüßen und solchen, die mir die Fortsetzung meines Konsums ermöglichten und farbig schön ausmalten.

  • Das kann ich gut nachvollziehen.

    Ich musste dabei daran denken, wie sehr ich mich immer gefreut habe, wenn der billige TETRA PACK Glühwein nach Weihnachten so richtig reduziert wurde! Da habe ich mich schon vorher drauf gefreut. Schön im Topf , da natürlich noch "Schuss" dazu und dann gib ihn. Alleine.

    Oh man ....

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