Fragen an einen Alkoholiker

  • Liebe orangeblau,

    Was waren denn eure jeweiligen Entzugserscheinungen während der nassen Zeiten, also nicht beim Beginn der Abstinenz, sondern währenddessen? Wie hat sich die Sucht für euch bemerkbar gemacht? Wird das immer schlimmer mit der Zeit? Wie kann man sich das vorstellen?

    Warum ist das für dich wichtig, das zu wissen? Es hat doch im Grunde genommen für dich keinen Nutzen.

    Versuch bitte den Fokus wieder auf DICH zu richten, in den Kopf eines Süchtigen zu blicken nutzt dir nicht wirklich was. Denn darauf hast du keinen Einfluss und es ist kaum nachvollziehbar, was da abgeht. Wenn du es nicht selbst an dir erlebt hast.

    Das meine ich nicht böse.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • …also ich finde diese Offenheit u Ehrlichkeit unserer trockenen Alkoholiker sehr wertvoll… da sie ehrliche u authentische Einblicke gewähren… DANKE euch Allen die hier „sich“ beschrieben haben.

    Ob es mir was nützt und MICH weiterbringt, liegt einzig an mir.

    Ich geh jetzt wieder in „meinen Garten“.

  • Liebe orangeblau,

    Warum ist das für dich wichtig, das zu wissen? Es hat doch im Grunde genommen für dich keinen Nutzen.

    Versuch bitte den Fokus wieder auf DICH zu richten, in den Kopf eines Süchtigen zu blicken nutzt dir nicht wirklich was. Denn darauf hast du keinen Einfluss und es ist kaum nachvollziehbar, was da abgeht. Wenn du es nicht selbst an dir erlebt hast.

    Das meine ich nicht böse.

    Liebe Grüße Aurora



    Danke, du hast Recht.


    Mir tut es trotzdem gut meine Fragen stellen zu dürfen und sie loswerden zu können auf die ich von meinen geliebten Menschen nie offene und ehrliche Antworten bekommen habe. Bilde ich mir zumindest ein.

    Wenigstens habe ich hier das Gefühl, dass ich mit meinen Fragen nicht nerve, nur aggressiv angefahren, ignoriert, abgewertet oder sonst was werde, sondern man mir auf Augenhöhe normale Antworten gibt.


    Danke an alle für die Antworten.


  • Mir tut es trotzdem gut meine Fragen stellen zu dürfen und sie loswerden zu können auf die ich von meinen geliebten Menschen nie offene und ehrliche Antworten bekommen habe. Bilde ich mir zumindest ein.

    Wenigstens habe ich hier das Gefühl, dass ich mit meinen Fragen nicht nerve, nur aggressiv angefahren, ignoriert, abgewertet oder sonst was werde, sondern man mir auf Augenhöhe normale Antworten gibt.


    Danke an alle für die Antworten.

    Ich danke dir für deine Fragen und genau aus dem Grund wie du es beschreibst finde ich es klasse, hier die Möglichkeit zu haben, Antworten zu bekommen.

  • Mir tut es trotzdem gut meine Fragen stellen zu dürfen und sie loswerden zu können auf die ich von meinen geliebten Menschen nie offene und ehrliche Antworten bekommen habe. Bilde ich mir zumindest ein.

    Solche Fragen sind verständlich, aber sie halten das Co‑Verhalten am Leben. Solange man sich damit beschäftigt, was Alkoholiker denken, fühlen oder warum sie etwas tun, bleibt man weit weg von sich selbst. Fragen haben ihren Platz , aber sie haben auch Grenzen.

    Denn irgendwann geht es nicht mehr um Erkenntnis, sondern um Ablenkung von der eigenen Verantwortung.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Liebe orangeblau,

    Warum ist das für dich wichtig, das zu wissen? Es hat doch im Grunde genommen für dich keinen Nutzen.

    Versuch bitte den Fokus wieder auf DICH zu richten, in den Kopf eines Süchtigen zu blicken nutzt dir nicht wirklich was. Denn darauf hast du keinen Einfluss und es ist kaum nachvollziehbar, was da abgeht. Wenn du es nicht selbst an dir erlebt hast.

    Das meine ich nicht böse.

    Liebe Grüße Aurora


    Da kann ich hinzufügen, da ging es zwar um Trinkmengen aber das "dahinter" ist das ähnlich:

    Ich nenne bewusst keine konkreten Zahlen oder Entzugserscheinungen weil Andere Menschen dazu neigen dann "meine Grenzen" zu "ihren Grenzen" zu machen statt sich Gedanken über ihre eignen Grenzen zu machen.

    Und es eben niemand anderem was bringt zu wissen wo "meine Grenze" war außer vielleicht mir und meinem Arzt ...

    Train to survive

    survive to train

  • Solange man sich damit beschäftigt, was Alkoholiker denken, fühlen oder warum sie etwas tun, bleibt man weit weg von sich selbst

    lach, ist das nicht Co-Co?

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Solche Fragen sind verständlich, aber sie halten das Co‑Verhalten am Leben. Solange man sich damit beschäftigt, was Alkoholiker denken, fühlen oder warum sie etwas tun, bleibt man weit weg von sich selbst. Fragen haben ihren Platz , aber sie haben auch Grenzen.

    Denn irgendwann geht es nicht mehr um Erkenntnis, sondern um Ablenkung von der eigenen Verantwortung.


    Habe mich doch getrennt und alle Säufer losgelassen, obwohl ich nicht wollte.
    Leicht ist das nicht.

    Ich trage eine riesen Verantwortung ganz alleine. Auch mein Leben hat der Alkohol immer wieder zerstört und viel Leid bei mir verursacht.

    Wenn du schreibst fühlt man sich fast schon schuldig, dass man Menschen liebt.


    Frage ich eben nix mehr.

  • Mal meine Sicht auf das Ganze:

    Ich mache es nicht zu meinem Problem, wie Co von ihrem Trinker wegkommt. So wenig wie es das Problem von Co ist, wie ich als Trinker aufgehört habe.

    Aber ich glaube, es kann nützlich sein, ziemlich neutral darzustellen, wie aussichtslos das sein kann, einen Trinker retten zu wollen, weil ich als Trinker überhaupt keinen Bedarf gesehen hab, dass mich jemand retten müsste. Ich war mit mir im Reinen, dass ich gesoffen habe, bis ich eben an den Punkt kam, dass ich selbst aufhören wollte. Und der kam ganz sicher nicht deswegen, weil mich da jemand rausholen wollte.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Ich mache es nicht zu meinem Problem, wie Co von ihrem Trinker wegkommt. So wenig wie es das Problem von Co ist, wie ich als Trinker aufgehört habe.

    Ja, du bist ja auch kein Suchtforum;) Hier geht es einfach darum, Wege durch Austausch aufzuzeigen. Und wie nützlich das ist, entscheidet immer derjenige, den es betrifft. Der eine sieht es ein, der andere bekommt eine Info und entscheidet später, ob sie für ihn hilfreich ist.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Und wie nützlich das ist, entscheidet immer derjenige, den es betrifft.

    eben. In dem Fall würde ich sagen, das entscheidet die Fragestellerin.

    Zu meiner Frau habe ich auch gesagt, ihr Helfersyndrom ist ihr Problem. Nicht meins. Nur weil sie was will, muss ich das noch lange nicht machen. Denn jedem gehört sein Leben sich selbst, und alles, was jede/r macht, ist die Gestaltung seines eigenen Lebens. Sie darf ihres genau so wegwerfen wir ich meines. Das führte letztendlich dazu, dass sie ihre Gefühle weniger von mir abhängig machte, und letztlich zu mehr Freiheit innerhalb der Beziehung.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • ben. In dem Fall würde ich sagen, das entscheidet die Fragestellerin.

    Genau das würdest du sagen

    Wir betrachten die Sache hier aus einer anderen Perspektive. Nicht jede Antwort ist eindeutig „richtig“ oder „falsch“, aber der Thread heißt nun mal Fragen an einen Alkoholiker.

    Wenn dieselbe Frage immer wieder in anderer Form gestellt wird und die Antworten längst dastehen, kann man das auch in den eigenen Thread verlagern.

    Jeder Alkoholiker tickt anders, deshalb kann auch nicht jede Frage persönlich und passgenau auf eine konkrete Situation beantwortet werden.

    Gruß Hartmut

    ------------------

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    Trocken seit 2007

  • lach, ist das nicht Co-Co?

    Nicht lustig.


    Ich wollte übrigens niemanden retten, naja meine Familie.

    Das ist nicht einfach wenn man sich mit 2 kleinen Kindern (6 und 2 damals) trennt, weil man MUSS, weil ER zu blöd ist Verantwortung zu übernehmen. fast Vollzeit-Arbeit, Kredit, Kindererziehung, alles alleine und das weitere fast 20 Jahre. Mein Leben hat es auch versaut.

    Ist das wirklich Co und Helfersyndrom, wenn man sich das als Frau 1-2 Jahre anschaut und versucht ihm bewusst zu machen was er uns antut????

    Ich lasse mir definitiv nicht mangelndes Verantwortungsbewusstsein vorwerfen.

    Viele unbeantwortete Fragen bleiben trotzdem und ganz viele schlechte Gefühle

  • Wenn Fragen so drängend in einem sind, müssen die doch irgendwo hin. Ich kenne das auch von mir. Ich war verwirrt, verängstigt. Und auch besorgt. Mir hat es geholfen, in der Anfangszeit, hier sehr viel bei den Alkoholikern zu lesen.

    Ich sehe es auch nicht so, daß der Co-Abhängige nur um den Alkoholiker kreist. Ich glaube, viel von meinem Verhalten, was ich später für mich als Co-Verhalten einordnen konnte, hatte sehr wohl mit mir zu tun. Ich kreise um den Alkoholiker, weil ich Leidensdruck habe. Sorge um den anderen ja, aber eben auch Sorge um das eigene Wohlbefinden, daß den Bach runtergeht.

    Ich hatte das Glück, daß ich meine Fragen direkt an den Süchtigen gestellt habe. Und ihr könnt mir glauben, ich habe das für mich genutzt. Daß er mich nicht belog, sondern ziemlich freimütig davon erzählte, was in ihm vorging. Es ist unvorstellbar, daß jemand sein Leben wegwirft, wo doch alle Gründe dagegen sprechen. Das wollte ich verstehen. Nicht im Sinne eines rationalen Nachvollziehens, sondern um eine Ahnung von der Macht zu bekommen, die die Sucht hat. Und daß ich keine habe. Ich musste das hören, und zwar veranschaulicht hören.

  • Wenn Fragen so drängend in einem sind, müssen die doch irgendwo hin. Ich kenne das auch von mir. Ich war verwirrt, verängstigt. Und auch besorgt. Mir hat es geholfen, in der Anfangszeit, hier sehr viel bei den Alkoholikern zu lesen.

    Ich sehe es auch nicht so, daß der Co-Abhängige nur um den Alkoholiker kreist. Ich glaube, viel von meinem Verhalten, was ich später für mich als Co-Verhalten einordnen konnte, hatte sehr wohl mit mir zu tun. Ich kreise um den Alkoholiker, weil ich Leidensdruck habe. Sorge um den anderen ja, aber eben auch Sorge um das eigene Wohlbefinden, daß den Bach runtergeht.

    Ich hatte das Glück, daß ich meine Fragen direkt an den Süchtigen gestellt habe. Und ihr könnt mir glauben, ich habe das für mich genutzt. Daß er mich nicht belog, sondern ziemlich freimütig davon erzählte, was in ihm vorging. Es ist unvorstellbar, daß jemand sein Leben wegwirft, wo doch alle Gründe dagegen sprechen. Das wollte ich verstehen. Nicht im Sinne eines rationalen Nachvollziehens, sondern um eine Ahnung von der Macht zu bekommen, die die Sucht hat. Und daß ich keine habe. Ich musste das hören, und zwar veranschaulicht hören.


    Danke!

    Darum ging es mir!


    Meine Alkoholiker haben es bevorzugt zu lügen, mich anzuschreien, mich zu ignorieren, mir die Schuld zuzuschieben, Problem bestreiten etc.


    Mir hätte es WAHNSINNIG geholfen, wenn man nur ein einziges Mal ein richtig offenes und ehrliches Gespräch mit mir führt und das versuche ich hier nachzuholen, mit anderen Leuten, die die Lage kennen.

    Nicht weil ich helfen will oder so, ich habe beide losgelassen, sondern weil ich die Menschen geliebt habe, viel Sorge hatte, sehr gelitten habe und das Saufen auch (langfristige) Konsequenzen für mein Leben hat.

  • Genau das würdest du sagen

    Wir betrachten die Sache hier aus einer anderen Perspektive. Nicht jede Antwort ist eindeutig „richtig“ oder „falsch“, aber der Thread heißt nun mal Fragen an einen Alkoholiker.

    Wenn dieselbe Frage immer wieder in anderer Form gestellt wird und die Antworten längst dastehen, kann man das auch in den eigenen Thread verlagern.

    Jeder Alkoholiker tickt anders, deshalb kann auch nicht jede Frage persönlich und passgenau auf eine konkrete Situation beantwortet werden.


    Warum gibts denn das Thema „Fragen an Alkoholiker“ überhaupt, wenn man sowieso immer nur als Co lächerlich gemacht wird von dir?

  • Warum gibts denn das Thema „Fragen an Alkoholiker“ überhaupt,

    Das wurde nun mehrfach erklärt. Falls du weiter diskutieren möchtest, bitte ich dich, dies ein letztes Mal in deinem Thread zu tun..

    wenn man sowieso immer nur als Co lächerlich gemacht wird von dir?

    Ich kann deine Emotionalität verstehen, aber bitte lass diese Unterstellungen. Nur weil etwas nicht sofort eingeordnet werden kann, muss man nicht direkt in Konfrontation gehen. Es ist absoluter Unsinn, das so zu interpretieren.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

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