Sun - Auf dem guten Weg

  • Da wir keinen kalten Entzug begleiten möchten, melde Dich bitte erst, wenn die Entgiftung durch ist. Man geht so von 7-10 Tagen aus.

    Im Vorstellungsbereich wird schon manchmal kurz berichtet, z.B. wie ein Arzttermin gelaufen ist, die Freischaltung für den Austausch erfolgt aber auch in den Fällen erst nach der Entgiftung, denn es spielt keine Rolle, ob 2 oder 4 Flaschen Wein. Der Austausch findet zwischen den Usern statt, die gar nichts mehr trinken und entgiftet sind.

    Das ist nicht nur bei Dir so, sondern grundsätzlich. Bitte hab Verständnis.

  • Hallo sun,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Unter Artikel, im blauen Balken oben im Forum, findest Du z.B. "Der Notfallkoffer" und auch die "Grundbausteine für ein nüchternes Leben". Die können Dich bei Deinen weiteren Schritten in

    eine trockene Zukunft gut unterstützen.

    Wichtig ist, dass man den Haushalt alkoholfrei hat, am Anfang Feierlichkeiten auf denen Alkohol konsumiert

    meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!

    Hier ist der Bewerbungslink für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo sun,

    schön, dass du heute deinen 11 nüchternen Tag hast.

    Und schön, dass du nicht weggelaufen bist, sondern dich hier austauschen möchtest.

    Wie geht es dir an deinem 11 nüchternen Tag?

    Ist dein Zuhause alkoholfrei?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hinter dem Bewerbungslink kommt, dass ich keine Berechtigung habe und mich erst vorstellen soll. Also hier nochmal etwas neu beginnen?

    Zitat

    Unzureichende Berechtigungen

    Der Zutritt zu dieser Seite ist dir leider verwehrt. Du besitzt nicht die notwendigen Zugriffsrechte, um diese Seite aufrufen zu können.

  • Hallo Sun,


    ja das kann vorkommen . Ich schaue mal nach . Eventuell hast du dich schon früher mal beworben und bist auf der Warteliste wegen deines kalten Entzug gekommen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Sun,

    nun hat es geklappt. Bist freigeschaltet und schon in den richtigen Bereich verschoben. Einen schönen Austausch wünsche ich dir.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hartmut Yep. Danke!

    Tja, wie geht es mir. Im Haus ist nichts, mein Mann hatte tatsächlich alles weggekippt. Und ich bin gestern nur mit echten Lebensmitteln aus dem Supermarkt gekommen. Aber es zehrt. Immer und immer wieder regt sich das Verlangen.

    Ich habe Sorgen vor der übernächsten Woche. Ich fahre in Urlaub, wohne in meinem Camper. Das ist eine sehr gewohnte Trinksituation, die ich noch nicht "umdeuten" konnte. Auf dem Sofa und im Bett habe ich Dinge verändert, um vom Alk-Setting wegzukommen. Im Camper kann man da nicht viel machen. Ein paar Kleinigkeiten müssen aber sein. Da muss ich diese Woche noch mal drinliegen und schauen. Jetzt wird er erstmal startklar gemacht und eingeräumt.

    Also einerseits grandiose Vorfreude auf 4 Wochen Skandinavien und andererseits Respekt und Unsicherheit. Zumindest würde Trinken dort finanziell echt weh tun...

    Ansonsten hab ich gelesen und gelesen und gelesen. Hier und auf vielen Seiten mehr. Irgendwo habe ich einen Bericht zu Sucht und ADS gefunden. Und mich in so vielen Punkten wiedererkannt. Alk ist nicht meine einzige Sucht. Nur wird zumindest die eine davon nicht so genannt und nicht so wahrgenommen. Also gab es auch nie wirkliche Auseinandersetzung damit. Sie hat aber einen direkten Bezug zu ADS.

    Auf dieser Spur werde ich jetzt weitersuchen. Es würde so unglaublich viel im Alltag erklären. Eigentlich hat es das jetzt schon. Donnerstag hab ich einen Hausarzttermin. Da werde ich alles das erwähnen. Diverse sehr umfangreiche Tests zeigen jedenfalls sehr deutlich auf ADS.

    Muss nur aufpassen, dass ich nicht alles darauf schiebe und nicht mehr verantwortlich sein muss.

  • Dass dein Mann alles weggekippt hat, zeigt doch, dass er dich unterstützt. Das finde ich klasse.

    Ich habe Sorgen vor der übernächsten Woche. Ich fahre in Urlaub, wohne in meinem Camper. Das ist eine sehr gewohnte Trinksituation, die ich noch nicht "umdeuten" konnte.

    Fährst du alleine in den Urlaub?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • . Also gab es auch nie wirkliche Auseinandersetzung damit. Sie hat aber einen direkten Bezug zu ADS.

    Muss nur aufpassen, dass ich nicht alles darauf schiebe und nicht mehr verantwortlich sein muss.

    Nun gibt es viele Begleitumstände, die eine Sucht begünstigen, aber es ändert ja nichts am IST Zustand. Ich finde deine Schlussfolgerung daraus schon deswegen bemerkenswert.

    Das gehört in die Kategorie Suchtaufarbeitung, wenn es jemand braucht, möchte oder ihm ein besser Gefühl gibt, das Warum für sich zu finden.

    Jedoch am Anfang war es mir wichtig erstmal eine gewisse Stabilität aufzubauen und das mit der größtmögliche Risikominimierung, bevor ich mich diesem Thema widmete.

    Ich ging da recht pragmatisch nach Schema F vor, analog der Grundbausteine. Kennst du sie? Was mir Bauchschmerz bereitete, lies ich erstmal weg. Hat ja alles seine Zeit. Wollte ja trocken leben (lernen) und nicht schon in der ersten Zeit rückfällig werden.

    Mir stand da auch die eigene Überzeug manchmal im Weg, denn ich war im nassen Glauben hängengeblieben und dachte alles im Griff zu haben .

    Im ersten Jahr empfehlen wir unstabilen Situationen, wie Feste feiern, Urlaub gehen und vieles mehr zu unterlassen. Diese Zeit zu nutzen um nüchtern zubleiben und gleichzeitig ein neues trockenes Leben aufzubauen.

    Schaue dir mal die Grundbausteine an, falls noch nicht geschehen.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Im ersten Jahr empfehlen wir unstabilen Situationen, wie Feste feiern, Urlaub gehen und vieles mehr zu unterlassen.

    Hallo Hartmut,

    Auch ich werde mit meinem Wohnwagen in Urlaub fahren und allein. Da ich den Wohnwagen erst neu habe, verbinde ich kein Konsum damit. Unter Kontrolle stehe ich ja zuhause auch nicht, bin alleine. Mir ist bewusst, das auf Campingplätzen getrunken wird, aber muss man denn allen Scheiss mitmachen? Und in der heutigen Zeit sollte die Akzeptanz, das man keinen Alkohol trinken möchte, bei den Leuten angekommen sein.

    Gruss

    Eddi

    Beurteile niemanden so einfach, du weisst nicht ,was er schon durchgemacht hat. :/

    Was man fertig hat, kann man nicht vergessen haben! :D

  • Da ich den Wohnwagen erst neu habe, verbinde ich kein Konsum damit.

    Bei dir so.

    Ich habe Sorgen vor der übernächsten Woche. Ich fahre in Urlaub, wohne in meinem Camper. Das ist eine sehr gewohnte Trinksituation, die ich noch nicht "umdeuten" konnte.

    Bei Sun so.

    Es geht nicht darum, sich einzusperren, aber im Vorfeld sollte man sich schon Gedanken machen, was ich früher und in welcher Situation, ich verstärkt gesoffen hatte. Das ändert sich ja nicht in der ersten Zeit. Nur, weil ich das Glas weggestellt habe. Dem Suchtgedächtnis ist das immer ein willkommener Anlass. Ist ja emotionslos.

    Und in der heutigen Zeit sollte die Akzeptanz, das man keinen Alkohol trinken möchte, bei den Leuten angekommen sein.

    Der war gut. :mrgreen: Ich würde es mal in meinen Worten sagen. Vergiss das. ;)

    Wäre löblich, aber die Welt um mich herum wird nicht trockener, nur weil ich nicht mehr saufe. Ich bin doch dann ein Fremdkörper dort. Entweder man versucht mich wieder ins Boot zurückzuziehen oder sie sorgen schon dafür, dass ich nicht mehr dazu gehöre, Ablehnung ist auch nicht so leicht wegzustecken. Oder?

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ich setze und hoffe auf meine Motivation, die Abende bewusst genießen zu können, am nächsten Tag ausgeschlafen paddeln und radeln zu können. Der Alk hat mir so viele Tage auf den letzten Touren verdorben, so viele Erinnerungen gelöscht. Das will ich so nie wieder haben.

    Was könnte helfen? Wie kommt man am besten durch triggernde Abende, wenn die Gemütlichkeit oder Unruhe nervt? Spazierengehen am Meer, Fotos der Mitternachtssonne, Sterne gucken... keine Chips essen!

    Das Campen ist keine Verführung: ich stehe immer frei, da gibt es nix zu kaufen und niemanden neben mir. Falls doch: klare no-go-Situation, sich neben trinkende Leute zu setzen. Hab ich auch sonst kaum mal gemacht.

  • Was könnte helfen?

    Nimm einen erfahrenen trockenen Alkoholiker mit :mrgreen: Nein, kleiner Scherz.

    Was könnte helfen? Wie kommt man am besten durch triggernde Abende, wenn die Gemütlichkeit oder Unruhe nervt

    Die Faust in der Tasche ballen, um den eventuell aufkommenden Saufdruck aushalten und einen unentspannten Urlaub erleben.

    Du stehst noch ganz am Anfang, da ist die nasse Zeit noch zu frisch um etwas zu empfehlen. Und den Notfallkoffer um sich hängen ist auch nicht das, was entspannt.

    Wenn ich heut noch mit Vorbehalte irgendwo hingehe, sind die ja nicht weg, wenn ich dort bin. Es mag sein, dass es mir dann in diesem Moment nichts ausmacht, aber ich nehme ja alle Sinne mit zurück. Saufdruck und Rückfälle passieren dann schon mal, erst nach Tagen, nach dem Ereignis.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Mir ist bewusst, das auf Campingplätzen getrunken wird, aber muss man denn allen Scheiss mitmachen? Und in der heutigen Zeit sollte die Akzeptanz, das man keinen Alkohol trinken möchte, bei den Leuten angekommen sein.

    Campingplätze wären für mich eine nicht zu bewältigende Herausforderung.

    Da sitzen jeden Abend feiernde trinkende Menschen 20m weit entfernt, fußläufig kann man bis spät Alk kaufen, oft ist ein Restaurant daneben. Ne, den Stress will ich im Urlaub nicht jeden Tag haben.

    Gerade im Camperumfeld ist das Nichttrinken eher selten. Im Gegenteil: ankommen, Bier auf, allen mit dem lauten "Ahhh" mitteilen und jeden Nachbarn dazu einladen.

    Ich will auch nicht immer wieder mit meiner Saftschorle neben den Flaschen und Gläsern sitzen, selbst wenn das akzeptiert wird. Habe erst 9 Monate rum, sooo sicher fühle ich mich längst nicht.

  • Hallo Sun,

    ich finde Deine Einstellung dazu sehr gut.

    Ich hab übrigens die Erfahrung gemacht, dass es solche und solche Campingplätze gibt.

    Aber wenn Du nicht sicher bist, ist es vollkommen vernünftig, kein unnötiges Risiko einzugehen.

    LG Cadda

  • Entweder man versucht mich wieder ins Boot zurückzuziehen oder sie sorgen schon dafür, dass ich nicht mehr dazu gehöre, Ablehnung ist auch nicht so leicht wegzustecken. Oder?

    Hallo Hartmut,

    Den Urlaub mache ich um meines Willen und nicht, um Leuten zu gefallen. Wenn ich dann ein Einzelgänger bin, dann ist das eben so!

    Aber ich denke, das wird nicht so kommen. Bin ja positiv eingestellt. :mrgreen:

    LG

    Eddi

    Beurteile niemanden so einfach, du weisst nicht ,was er schon durchgemacht hat. :/

    Was man fertig hat, kann man nicht vergessen haben! :D

  • Der Urlaub kam schneller als gedacht, hatte mich glatt um eine Woche vertan.

    Nun sitze ich schon einige Abende an verschiedenen schönen Plätzen vor dem Camper und genieße die Sonnenuntergänge und Aussichten.

    Ein paarmal kam die Lust hoch. Aber im Camper ist nichts. Bin wohl eine der wenigen Urlauber, die keinerlei Alk mit nach Skandinavien nehmen :)

    Geholfen hat bisher immer die Frage "würde ich das Erleben dieses Abends beenden wollen und im Suff versinken, wenn was da wäre?" Nö. Will ich nicht.

    Ich schlafe super, bin 7.00 ausgeschlafen und starte mit Energie in den Tag. Ok, das mit der Energie kommt erst nach dem Kaffee draußen am Meer oder am See.

    Mein erster Urlaub seit Jahren, den ich nüchtern erlebe.

    Es lohnt sich sooo!

  • Der Urlaub ist rum. Es gab keinen Tropfen Alkohol, dafür viele schöne Abende am Meer und auf Bergen. Gelegentliches Flirten mit Leichtbier im Supermarkt, aber kein Kauf. Softeis ist eh viel leckerer!

    Die Lust war da, dann Kopf einschalten, was anderes tun, fertig. Einfacher als sonst.

    Danach mehrere Wochen im Elternhaus und Pflegetätigkeit. Nach dem Tod meines Vaters wurde aller Alk entsorgt. Da wurde echt viel weggeworfen. Also nichts im Haus, einkaufen nur mit Mutter -> keine Gelegenheit. Sie baut zusehends ab, das macht sehr traurig. Worin finde ich nun Trost und Ablenkung? Momentan im Internet. Kurzfristig ok, keine Suchtgefahr.

    Bis hierher konnte ich meinen Rhythmus leben, es gab kaum Herausforderungen, etwas leisten zu müssen. Nun ist wieder Alltag und leider gibt es gesundheitliche Sorgen. Das macht großen Stress, bei vollem Job. Ein paarmal schon hätte ich mich gerne betäubt.

    Bauch krampft, noch mehr Sorgen, noch mehr Anstrengung. Alk würde das Psychische lösen für eine Zeit. Das weiß ich aus Erfahrung. Ich suche also täglich nach Möglichkeiten, den Druck loszulassen. Andere Süchte helfen aus, aber das ist halt auch Mist.

    Stressbewältigung ist die Lernaufgabe.

    Es kostet Überwindung, aber ich sage es jetzt sofort meinem Mann, wenn ich unsicher werde. Sein strenger Blick hilft.

    Und: es gab vorgestern einen Termin bei einer Psychiaterin. Nun hab ich Medis, die sowohl die stark vermutete AD(H)S als auch den Stressdruck beruhigen soll. Bin gespannt. Braucht Aufbauzeit, die wirken nicht schnell.

    Heute hat mir das querbeet Lesen hier geholfen, den Fokus wieder zu finden. Danke!

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