Es ist trotzdem schwierig damit zurecht zu kommen, dass ich ihn jeden Tag tot in der Wohnung finden könnte. Wie schlimm es um ihn steht kann ich nicht einschätzen. Zum Wein kaufen reicht es wohl noch immer.
wieweiter - Was tun?
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Dann sieh zu, dass Du bald alles aus der alten Wohnung geholt hast.
Eventuell kann Dir noch jemand dabei helfen und Dich unterstützen? Oder Du mietest Dir für 1 Tag ein größeres Auto.
Je schneller Du nicht mehr jeden Tag dort auftauchen musst, desto besser für Dich.
Und wenn Du meinst, es geht ihm sehr schlecht, dann rufe einen Notarzt und lasse ihn in eine Klinik bringen!
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Er möchte nicht in eine Klinik. Es ist seine Entscheidung.
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Ich fahre jeden Tag hin um nach ihm zu schauen und Dinge zu holen
Achte mal bitte auf die Reihenfolge ..
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Stimmt, aber glaube mir, ich habe Angst davor, dass er irgendwann tot in der Wohnung liegt.
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Heute hatte ich einen schlechten Tag. Ich könnte ständig weinen. Ich kann leider keinen endgültigen Abstand bekommen solange er noch in der von mir gemieteten Wohnung ist. Aber das wird hoffentlich auch vorbei gehen, wie auch immer
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Gestern habe ich einen Tagesausflug mit dem Bus zu einem schönen Weihnachtsmarkt gemacht. Wir waren 60 Frauen und es war sehr schön.
Daher war ich gestern nicht in der alten Wohnung und bin erst heute mittag hin. Es war der Horror. Überall schwarzes Erbrochenes und was auch immer noch. Die Couch, das Bett, das Bad, die Küche und verdreckte Kleidungsstücke und Handtücher. Er stank und war auch verdreckt und hat große Hämatome an Arm und Rücken. Ich habe es geschafft ihn unter die Dusche zubringen und dann sauber in die saubere Hälfte des Bettes bugsiert. Dann hab ich den Rettungsdienst gerufen und sie haben ihn mitgenommen. Mein Adventssonntag sieht jetzt so aus, Wohnung putzen und zig Maschinen Wäsche waschen. Die schlimmsten Teile hab ich gleich in den Müll geschmissen.
Ich bin gerade ziemlich fertig.
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Dann hab ich den Rettungsdienst gerufen und sie haben ihn mitgenommen.
Das hast Du völlig richtig entschieden, wieweiter!
Nun wird ihm mehr oder weniger geholfen und weiteres bestimmt in die Gänge gebracht!
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Liebe wieweiter, das hört sich grauenvoll an. Gut, dass er jetzt in der Klinik ist. Die Wohnung ist gekündigt, oder? Ich würde im Kliniksozialdienst gleich morgen Bescheid geben, dass er keine Wohnung hat und auf die Straße entlassen wird. Ggfls. mit dem Vermieter klären, dass der Mietvertrag sofort aufgehoben wird, Schloß gewechselt - also alles so, dass er nicht mehr zurück kann. Und er sollte das auch selbst wissen, nachdem er durch die Entgiftung hoffentlich einen klaren Kopf bekommt. Dann kann er Hilfen beantragen, kann mit dem Sozialdienst klären ob er wo hin kann.
Also ich denke es ist wichtig, dass du dich jetzt komplett raus ziehst. Dich nicht wieder einbinden lässt. Diese Situation jetzt "nutzt", so befremdlich sich das anhört.
Ich stelle es mir emotional so schwer vor das zu sehen und auszuhalten. Die Bilder im Kopf. Der Geruch.
Natürlich habe ich Angst, dass es mir auch bald so geht. Alles schnürt sich zu.
Ich hoffe du kannst trotzdem heute Abend wieder durch atmen und zu dir selbst finden. In deiner kleinen, gemütlichen, sicheren Mini-Bude.
Alles Liebe, Jump! 🏵️
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Ich kann mich Jump nur anschließen. Das ist für Dich eine unzumutbare Situation, die Dir hoffentlich die nötige Entschlossenheit bringt, zu verhindern, dass Du dem noch einmal ausgesetzt wirst.
Ich wünsche Dir das wirklich sehr.
LG Cadda -
Danke für Euren Zuspruch, es tut gut.
Also ich denke es ist wichtig, dass du dich jetzt komplett raus ziehst. Dich nicht wieder einbinden lässt. Diese Situation jetzt "nutzt", so befremdlich sich das anhört.
Liebe Jump, das werde ich versuchen. Es ist ja nicht das erste Mal und selbst die Dame vom sozialen Dienst im Krankenhaus meinte beim letzten Mal dafür sei sie nicht zuständig. Ich bleibe dran. Es geht so nicht mehr.
Ich hoffe du kannst trotzdem heute Abend wieder durch atmen und zu dir selbst finden. In deiner kleinen, gemütlichen, sicheren Mini-Bude.
Ich hätte ja heute in der großen Wohnung bleiben können, aber ich hatte das Bedürfnis "nach Hause " in die kleine Wohnung zu gehen. Es ist wirklich ein Schutzraum für mich.
Hier habe ich Abstand und komme zur Ruhe.
Alles Liebe
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Ist es denn ein normales Krankenhaus? Keine Psychiatrie? Dort müsste er doch jetzt auch eine Weile bleiben, oder?
Weißt du, es geht auch nicht darum, dass du dort "fragst", ob die was machen, sondern, dass du offiziell mit teilst, dass er wohnungslos ist und keine Angehörigen hat. Was der SD dann macht oder nicht ist dann deren Verantwortung. So würde ich das sagen und mir auch ihren Namen buchstabieren lassen. Vielleicht würde ich das auch schriftlich machen. Und die Ärztin ins CC setzen.
Ich würde außerdem den Sozialpsychiatrischen Dienst informieren. Oder den auch noch ins CC setzen. Also eine Mail an alle.
Vielleicht ist das Schwachsinn was ich hier vor schlage, aber jedenfalls ist mein Impuls, dass du deutlich machst, dass er ab jetzt komplett alleine da steht. Ihm selbst und dem zuständigen Helfersystem. Und fertig.
Ich wünsche dir ganz viel Abgrenzungs-Power 🦸🏼♀️ und eine gute Nacht!
Alles Liebe, Jump! 🏵️
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Da schließe ich mich vollumfänglich Jump! an, wieweiter!
Zieh Dich aus der Verantwortung, Du bist weder verheiratet noch dafür zuständig, wo er wohnen wird, sollte er nochmal aus dem Krankenhaus herauskommen. Er war in Deiner Wohnung zu Besuch und das solltest Du für Dich auch verinnerlichen.
Oder war er dort auch gemeldet?
Auch wenn, die Wohnung ist doch gekündigt, oder nicht?
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Er ist bei mir gemeldet, der Mietvertrag läuft aber auf mich.
Ich wollte die Wohnung kündigen, irgendwie hab ich es noch nicht fertig gebracht, könnte aber die Kündigung morgen noch direkt bei der Vermieterin einwerfen. Ich habe das Gefühl, dass ich noch etwas Zeit brauche um die Wohnung aufzulösen.
Auf einen Monat mehr oder weniger kommt es nicht an. Aber es könnte wirklich wichtig werden als Argument für eine anderweitige Unterbringung. Solange er weiter trinkt, kommt er aber nirgendwo gegen seinen Willen unter. Ehrlich gesagt, das klingt jetzt hart, denke ich er lebt nicht mehr lange.
Aber das weiß niemand und ich werde in der Klinik klar machen, dass er nicht zurück kann.
Es ist eine medizinische Klinik. Er war vor 3 Monaten schon mal dort und wurde dann in die Psychiatrie verlegt. Nach 3 Wochen wurde er stabil entlassen. Er war dann eine Woche abstinent, dann fing er wieder an zu trinken. Seither ging es immer weiter bergab.
Aber jetzt muss ich nach mir schauen. Das hat oberste Priorität.
Liebe Grüße
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Guten Morgen,
Ich glaube ich hab mir ne Erkältung eingefangen. Halsschmerzen und Matschkopf. Ich mag garnicht aufstehen.
Ich konnte gestern mit einem Arzt sprechen, es wird schwierig. Er will Kontakt mit der Psychiatrie aufnehmen aber gegen den Willen von xy geht keine Einweisung.
Das kenne ich alles schon zur Genüge.
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Gute Besserung, wieweiter! 🍀
Jetzt kümmere Dich erstmal um Dich, das ist das Wichtigste.
Du bist nicht für Deinen Ex zuständig, das alles überlasse den Ärzten. Sie entscheiden, wie es weitergehen wird.
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Ich bin seit Mittwoch Corona positiv, es geht mir aber soweit ganz gut.
Xy wurde heute von der Medizinischen Klinik in die Psychiatrie verlegt, jetzt ruft er an und meint der Arzt dort hat gemeint, er weiß gar nicht warum er da sei und wenn die Blutwerte so sind kann er morgen nach Hause.
Es ist nicht zu fassen.
Ich habe das Gefühl ich kämpfe gegen Windmühlen.
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Weiterhin gute Besserung, wieweiter! 🍀
Dein Ex-Partner kann Dir viel erzählen, ob es stimmt, das ist eine andere Geschichte.
Denn wenn er tatsächlich so schlimm erkrankt war/ist, dann ist eine schnelle Heilung eher nicht in Sicht, meinst Du nicht auch?
Überlege Dir jetzt das mit der Kündigung der anderen Wohnung nochmal, sage ihm Bescheid und ziehe es durch. Er soll sich selbst um eine neue Bleibe kümmern.
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Ich habe das Gefühl ich kämpfe gegen Windmühlen
Oh das kenne ich! Die Psychiatrien sind gerade so überfüllt dass sie jeden der nicht akut suizidal ist entlassen. Ich verstehe die Verzweiflung die da entsteht, los lassen wird da noch schwerer. Hoffentlich findest du in all dem Sturm noch kleine Ruhe-Inseln für dich.
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Sie haben ihn tatsächlich entlassen und er ist schon auf dem Weg in die alte Wohnung.
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