FE_Pilot - Mein erster Aufschlag - Vorstellung

  • Hallo,

    möchte mich und meine Beweggründe, diesem Forum beizutreten, gerne vorstellen.

    Gehe auf die 60 zu stehe noch im Berufsleben und war jetzt über 6 Wochen in einer Entzugsklinik.
    Das heißt, ich bin jetzt über 40 Tage trocken, allerdings in einem geschützten Raum und werde morgen zum Sonntag entlassen.

    Ich gehe optimistisch, weil ich doch in der Klinik viel über meine Sucht bzw. Krankheit gelernt habe.
    Allerdings auch mit einer ordentlichen Portion Respekt und Demuth, weil nun die Zeit "draußen" mit ihren ganzen Problemen wieder auf mich zukommt.

    Hatte vor 7 Jahren schon einmal einen Entzug, war dann 3 Jahre trocken und habe eigentlich aus Leichtsinn und Übermut wieder angefangen.
    Motto: Was soll schon passieren nach so langer Zeit, habe doch alles im Griff.

    Dass dies nicht funktioniert, habe ich jetzt auch eingesehen- Nach ein paar familiären Rückschlägen, war es nach weiteren 4 Jahren schlimmer als je zuvor.

    Ich hoffe, dass ich nun durchhalten kann und gehe auch mit ganz anderen Gedanken an das Thema ran.

    In der Selbsthilfegruppe suche ich den Austausch mit anderen Betroffenen und auch Hilfe, wenn es mir in der Abstinenz schlecht gehen sollte.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mich in Eurem Kreis aufnehmt.

    Beste Grüße

    FE_Pilot

  • Hallo FE Pilot,

    herzlich Willkommen im Forum. Hier hast du immer Ansprechpartner und kannst dich austauschen.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo FE Pilot,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe!

    Gut, dass Du Dich in ärztliche Betreuung begeben und einen qualifizierten Entzug gemacht hast.

    Drei Jahre waren ja schon eine lange Zeit. Dass es nicht funktioniert, doch mal wieder etwas zu trinken und das irgendwie kontrollieren zu können, hast Du ja gemerkt. Alkoholikern ist es nicht möglich, kontrolliert zu trinken. Was willst Du dieses Mal anders machen?

    Hier im Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Wie sieht es da bei Dir aus, trifft das für Dich zu?

    VG Sue

    You will bloom if you take the time to water yourself 🌷

  • Hallo,

    danke für Eure schnellen Antworten.

    Ja ich musste mir besonders in den letzten Wochen vor der Klinik eingestehen, dass ich (wieder) voll Alkoholiker bin bzw. das nie wirklich losgeworden bin. Das brauchte man mir in der Klinik dann nicht weiter zu erklären. Jetzt ist es so und ich erkenne das an.

    Tja, was will ich dieses mal anders machen? Ich glaube ich gehe viel ernsthafter an das Thema ran, die Erkenntnis, dass "nie wieder Alkohol" tatsächlich "NIE wieder" bedeutet, hatte ich vor 7 Jahren so noch nicht. Ich gehe die Sache und die sogenannte Abstinenzentscheidung viel ernsthafter an. Habe nach der Klinik schon einen Psychologen, der mich weiter behandelt. Neben meiner Familie und ein paar wirklich guten Freunden, die zu mir stehen, soll auch diese Selbsthilfegruppe ein Baustein sein.

    Wie schon geschrieben, ich gehe das Thema dieses mal mit deutlich mehr Respekt und Demuth an.

    Würde mich freuen, wenn Ihr mir helfen könnt und meinerseits würde ich mich auch gerne in die Gruppe einbringen.

    Erst mal muss ich ankommen und mich orientieren.

    Wie gesagt, stehe ganz am Anfang. Morgen gehts aus der sicheren Klinik in die raue Wirklichkeit.

    Liebe Grüße und schönen Sonntag

    FE_Pilot

  • Guten Abend FE-Pilot,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen Glückwunsch zu Deiner 40-tägigen Abstinenz und Deiner Entscheidung weiterhin, d.h. lebenslang abstinent zu leben.

    Deine Schilderung liest sich sehr gut und auch zuversichtlich, dass Du es diesmal schaffst und an Dir arbeitest.

    Und mit unserem Forum hast Du ein weiteres Standbein, um Dich auszutauschen und auch von anderen, trockenen Alkoholikern zu lernen.

    Mir tut dieses Forum, auch nach den vielen Jahren der Abstinenz, noch immer gut.

    Für den Austausch im offenen Bereich klicke den folgenden Link an und schreibe einen kurzen Satz, wir werden Dich dann schnellstmöglich freischalten, damit Du Dich auch gleich zu Hause mit uns austauschen kannst.

    Bewerbung - Alkoholiker Forum

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hamlo FE_Pilot,

    schön, dass du uns gefunden hast.
    Ich finde es super, dass du deinen nüchternen Weg nach der Kliunicht alleine gehen willst. Du musst ihn auch gar nicht alleine gehen.

    Ja ich musste mir besonders in den letzten Wochen vor der Klinik eingestehen, dass ich (wieder) voll Alkoholiker bin bzw. das nie wirklich losgeworden bin. Das brauchte man mir in der Klinik dann nicht weiter zu erklären. Jetzt ist es so und ich erkenne das an.

    Du wirst auch immer Alkoholiker bleiben.
    Die Alkoholsucht geht ja nie wieder weg . Die kann lediglich gestoppt werden….mit absoluter Abstinenz. Und auch nur solange es keinen Alkohol gibt.

    Ist das auch dein Ziel?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Guten Abend FE_Pilot,

    schön, dass Du da bist.

    Deine Bewerbung ist eingegangen. Du bist jetzt freigeschaltet und Dein Thread in den Alkoholikerbereich verschoben worden.

    Du kannst jetzt überall schreiben, nur bitte in den ersten vier Wochen nicht im Vorstellungsbereich, bei den anderen Neuankömmlingen.

    Ich wünsche Dir weiterhin einen guten Austausch.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Hallo,

    die erste trockene Woche außerhalb der Klinik ist geschafft, hatte auch keinen besonders starken Suchtdruck.

    Allerdings auch keine schwerwiegenden Probleme, Stress oder Einsamkeit. Schaun wer mal wie das weiter geht.

    Auf jeden Fall konnte ich ein bisschen hier im Forum lesen und merke, dass ich nicht alleine bin. Ihr seid wirklich gut und soweit ich das nach einer Woche beurteilen kann, sind die Erfahrungen und die Berichte sehr hilfreich und machen aber auch demütig- Ich habe Frau, Job und Wohnung noch und bin sehr dankbar, dass mir in der Klinik so gut geholfen wurde. Da sind einige von Euch in viel schlechteren Positionen. Trotzdem hat jeder seinen Sack zu tragen und und bin froh, dass ich Euch gefunden habe.

    Haltet Euch senkrecht!

    Liebe Grüße

    FE

  • Da sind einige von Euch in viel schlechteren Positionen.

    Da musst Du Dir keinen Kopf darüber machen. Du bist ja für Dich hier. (Ich habe einen Koffer mit Rollen und keinen Sack ;) )

    Also ist die Wirklichkeit nicht so rau, wie Du erwartet hast? Ein bisschen Respekt schadet nie.

    Wie geht es weiter? Arbeitest Du schon wieder?

    Wie es funktioniert, weißt Du ja schon. Du warst ja schonmal drei Jahre trocken. Oder ist Dir das damals schwergefallen?

    dass ich nun durchhalten kann

    Wenn das Mindsetting stimmt, brauchst Du nicht "durchhalten".

    Da ist kein Kampf für mich. Es geht mir sehr gut. Ich muss nur bestimmte Dinge beachten und achtsam sein.

    Unterstützt Dich Deine Partnerin? Ist Deine Wohnung alkoholfrei?

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • die erste trockene Woche außerhalb der Klinik ist geschafft, hatte auch keinen besonders starken Suchtdruck.

    Allerdings auch keine schwerwiegenden Probleme, Stress oder Einsamkeit. Schaun wer mal wie das weiter geht.

    Schön, dass du die erste Woche zu Hause nüchtern bleiben konntest. 👍

    Ist es so, dass du dich so von Tag zu Tag hangelst oder warum schreibst du, ‚geschafft‘?
    Geschafft‘ klingt für mich nach anstrengend.

    Verbindest du starken Saufdruck mit verschwiegenden Problemen, Stress oder Einsamkeit?
    Ich habe hier auch oft davon gelesen, dass (starker) Saufdruck auch völlig unangemeldet kommt, wenn gerade alles so richtig schön in Ordnung ist, ein wundervoller Tag zu Ende geht oder etwas was ganz super tolles passiert ist.

    Kennst du schon unseren Notfallkoffer?
    Vielleicht findest du da einige Anregungen, was du in deinen ganz persönlichen Notfallkopper packen kannst.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo zusammen,

    das neue Jahr ist Gelegenheit, Euch für dieses Forum und die vielen sehr hilfreichen Artikel und Diskussionen hier zu danken.

    Ich bin eher ein stiller Mitleser, aber die Erfahrungen und Beiträge hier haben mir sehr geholfen. Es ist nur ein Baustein zur dauerhaften Abstinenz, aber ein ganz wichtiger. Zumindest hat es bislang gefruchtet, Weihnachten und der erste alkoholfreie Silvester seit ich denken kann, sind geschafft.

    Deshalb herzlichen Dank allen Admins, Moderatoren und jedem einzelnen Mitglied, die hier ihre Erfahrungen teilen.

    Da kann man so unglaublich davon lernen und profitieren, sei es vom Neuling in schier ausweglos erscheinenden Situationen, als auch von jahrelangen Abstinenzlern. Hut ab!

    Ich wünsche Euch allen ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2025

    FE_PILOT

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