specht - Vorstellung

  • Hallo zusammen,

    ich halte mich an dieser Stelle recht knapp, da ich aus beruflichen Gründen nicht erkannt werden darf. Ich bin Jahrgang 1993 geboren und habe seit ich Anfang 20 bin Schwierigkeiten mit Alkohol.

    Es grenzt an ein Wunder, dass ich noch keine ernsteren Probleme (Führerschein, Firma) deswegen hatte. Sobald ich einmal anfange etwas zu trinken kann ich nicht mehr aufhören. Es artet dann in ein mehrtägiges Besäufnis aus, das nur deshalb endet, weil ich eine Verpflichtung habe, üblicherweise die Arbeit.

    Ich suche hier jemanden, der ähnliche Schwierigkeiten hat, sie in den Griff bekommen hat, und dem gegenüber ich regelmäßig Rechenschaft ablegen kann. Vielleicht findet sich ja jemand.

    Liebe Grüße

  • Hallo Specht,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Es ist gut, dass Du Dir Gedanken um Deinen Alkoholkonsum machst.

    Das, was Du beschreibst, nennt man Kontrollverlust. So ging mir das in nassen Zeiten auch. Sobald ich einmal angefangen hatte zu saufen, konnte ich nicht mehr aufhören.

    Hier muss niemand den anderen Rechenschaft ablegen. Wir sind eine Selbsthilfegruppe und jeder ist für sich selbst da und hilft sich selbst, jedoch mit Unterstützung von anderen, trockenen Alkoholikern, die schon eine Weile abstinent leben.

    Du schreibst von Schwierigkeiten mit Alkohol.

    Siehst Du Dich selbst als Alkoholiker?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo,

    ja, ich sehe mich selbst als funktionierenden Alkoholiker. Ich habe in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht, meinen Konsum zu reduzieren, allerdings ohne Erfolg. Ich bin nun zu der Erkenntnis gelangt, vollends abstinent leben zu wollen.


    LG

  • Kontrolliertes Trinken funktioniert für einen Alkoholiker nicht.

    Die Alkoholsucht kann nur mit der Abstinenz gestoppt werden. Aber nur nicht trinken reicht in der Regel nicht, dazu gehört schon einiges mehr.

    U.a. ein Gespräch mit dem Hausarzt, eine begleitete Entgiftung und im Anschluss der Austausch mit anderen, trockenen Alkoholikern, entweder vor Ort oder auch hier in unserer SHG, ein alkoholfreier Haushalt, etc.

    Ich lasse Dir zum Anklicken und Lesen einen Artikel da. Darin enthalten ist auch der Artikel über den kalten Entzug, den solltest Du Dir auch durchlesen:

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Specht,

    bitte schreibe im Vorstellungsbereich nur bei Dir im Thema!

    Danke!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Wann hast Du zuletzt Alkohol getrunken, Specht?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Dann lies Dir bitte noch den Artikel über den kalten Entzug durch, Specht.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Bis zum Gespräch mit D/einem Arzt empfehlen wir generell moderat weiter zu trinken, damit man nicht in den kalten Entzug kommt. Denn der kann lebensgefährlich werden.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ein solches Gespräch mit dem Arzt hatte ich bereits vor einiger Zeit.

    Er verwies mich an die AA oder Suchthilfe, was ich allerdings bis heute noch nicht in Anspruch genommen habe, in der Hoffnung, der Schwierigkeit alleine Herr zu werden.

    Deswegen habe ich mich hier angemeldet.

  • Hi specht. Alleine entziehen ist viel zu gefährlich und kann tödlich enden. Sprich nochmal mit deinem Arzt. Vielleicht hast du dein Alkoholproblem nicht ernst genug rübergebracht?

    Gruß, Hera

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Hallo,

    wie Eingangs beschrieben, ist es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich, längere Zeit auszufallen, um bspw. eine stationäre Therapie zu machen.

    Außerdem gefährdet eine solche Diagnose in der Krankenakte meine Karriere, da ich dem Arbitgeber regelmäßig meine "Zuverlässigkeit" nachweisen muss.

  • Mein Arzt hat sich auch einfach nicht ausgekannt und mir das gleiche geraten, wie Dir geraten wurde.

    Ggfs. kannst Du über die Suchtberatung einen Arzt finden, der sich auskennt.

    Übrigens habe ich später meinem den Artikel über den kalten Entzug in ausgedruckter Form mitgebracht. Er hat ihn vor meinen Augen gelesen. Das kannst Du ggfs. bei Deinem auch machen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Hallo Specht,

    es ist gut, dass du dein künftiges Leben alkoholfrei leben möchtest.
    Alles andere geht auch gar nicht. Die Alkoholsucht geht ja nie wieder weg. Sie wird immer da sein, lediglich stoppen kannst du die Sucht - mit absoluter Abstinenz.

    Ohne Arzt zu entgiften kann sehr schnell richtig schlimm enden, bis hin zum Tod.
    Selbst irreparable Schäden, die durch einen kalten Entzug entstehen können, ist nichts, womit das eigene nüchterne Leben beginnen sollte.
    Du musst dafür in keine Klinik, entgiften geht auch ambulant. Nur sollte das in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

    Außerdem gefährdet eine solche Diagnose in der Krankenakte meine Karriere, da ich dem Arbitgeber regelmäßig meine "Zuverlässigkeit" nachweisen muss.


    Wenn du deine ‚Zuverlässig‘ nachweisen musst, wird dein Arzt auch deine ‚Zuverlässigkeit‘ bestätigen, wenn er dich für ‚zuverlässig‘ hält. Irgendwelche Diagnosen darf er dem Arbeitgeber gar nicht mitteilen.

    wie Eingangs beschrieben, ist es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich, längere Zeit auszufallen, um bspw. eine stationäre Therapie zu machen.


    Ich persönlich habe in der Zeit, in der ich getrunken habe, bedeutend öfter bei der Arbeit gefehlt als seit dem Tag, an dem ich nüchtern wurde.
    Ich habe keine Therapie gemacht. Mir hat diese Selbsthilfegruppe immer ausgereicht.

    Du kannst alles und du musst gar nix. Du bist erwachsen und für dich selbst verantwortlich.
    Nur ist es nicht am besten, den sichersten Weg zu wählen? Und der geht nun mal über den Arzt.

    Ein neues nüchternes Leben mit so vielen Gründen beginnen zu wollen, warum was auf gar keinen Fall geht, finde ich nicht besonders hilfreich.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Guten Abend Specht,

    wann hast Du zuletzt Alkohol getrunken?

    Und ist Dein Plan eine lebenslange Abstinenz?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Sehr gut, Specht! Meinen Glückwunsch zu 10 Tagen Abstinenz!

    Wichtig ist, dass man den Haushalt alkoholfrei hat, am Anfang Feierlichkeiten, auf denen Alkohol konsumiert, meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!

    Hier ist der Bewerbungslink für den offenen Bereich:

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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