Herzilein56 - Verzweifelte Co-Abhängigkeit

  • Und mal noch eine Frage.... hier fühle ich mich auch verantwortlich... er hat am Samstag Geburtstag..... Ich habe das Gefühl ich müsste das mit Ihm feiern, aber innerlich wehrt sich alles dagegen. eigentlich will ich hier eine Grenze setzen, das er merkt, das ich das alles nicht mehr kann und auf der anderen Seite will ich Ihm den Tag nicht versauen.... wie soll ich mit dieser Situation umgehen????

    Heute ist Samstag und er hat Geburtstag.

    Du hattest gefragt , wie du dich verhalten sollst, darauf wusste ich keine Antwort und wollte nichts Falsches schreiben. Ich hoffe, du hast für dich eine Lösung gefunden.

  • Vielen lieben Dank für deine Nachfrage. Ehrlich gesagt, hätte ich besser auf mein Bauchgefühl hören sollen und ihm gar nicht gratulieren sollen. Warum? Ich hatte 2 Tage vorher von einer lieben Bekannten erfahren, das er in der Kneipe war, wo Sie bedient. Er hat sich dort von seiner Putzhilfe abholen lassen, weil er so betrunken war. Ich kenne diese Putzfrau nicht, Drum habe ich die Nachbarin von Ihm gefragt. Diese erzählte mir dann einen Tag vor seinem Geburtstag, das er mit Ihr wohl im Januar mal unten war bei der Nachbarin und Sie gemeinsam ein paar Wein getrunken hatten. Ich war so entsetzt darüber, es klang für mich, als sei diese Frau mehr als seine Putzfrau für ihn. Oder warum übergibt Sie der Nachbarin vor Weihnachten ein Geschenk für Ihn, das die Nachbarin ihm geben soll?? Aber da ich ja ein respektvoller liebenswerter Mensch bin, schrieb ich ihm am Geburtstag einen Glückwunschgruß. Darauf hin antwortete er: Genau so ein sinnloser Tag wie jedes Jahr und er sei ganz in meiner Nähe. Ich antwortete darauf nichts. Dann kam wieder eine Nachricht von Ihm.: ob ich mal vorbei komme. Ich erwiderte: Nein und es ist besser so für uns beide. Darauf hin kam von Ihm: Viel Glück mit deinem Fitnessboy. Ich wusste gar nicht was er meinte, denn es gibt in meinem Leben niemand anderes. Ich antwortet wieder nicht. Dann schrieb er: Undankbarer Mensch. Da ist mir dann der Kragen geplatz und ich antwortet: Ich und undankbar?? Wofür soll ich dankbar sein! Für deine Lügen, deine Untreue, die Beschimpfungen, Filmrisse?? Ich war so wütend über ihn. Dann rief er mich gegen Abend über Video an. Er war vollkommen betrunken... er sagte: Du willst mich ja schon lange nicht mehr, ich bin dir so egal, sonst wärst du jetzt bei mir du falsche Schlange. Ich habe aufgelegt.

    Am späten Abend rief mich die Nachbarin an. Sie ginge jetzt hoch zu Ihm. Er sei wohl übel gestürzt. Als sie hoch ist, lag er auf dem Boden. Ist wohl mit dem Kopf gegen die Tischplatte geknallt. Aber scheinbar nicht verletzt. Sie half ihm auf und in dem Moment ist die Putzfrau gekommen. Der Nachbarin ist der Kragen geplatzt ud hat sie gefragt, welche Rolle sie hier überhaupt spielt. Ob sie die Freundin, eine Freundin oder die Putzfrau ist. Diese erwiderte scheinbar alles 3. Die Nachbarin sagte darauf aha dann Freundin Nr. 2 und ist wieder weg. Mein Freund ist dann wohl nochmal zu Ihr runter. Die Nachbarin hat ihm wohl mächtig die Meinung gesagt, und das es mir gegenüber unverschämt wäre was er da alles macht Er stritt ab, das er was mit der Putzfrau hat und versuchte mich schlecht zu reden. Das ka m aber bei der Nachbarin nicht an. Darauf ist er beleidigt weg. Er hat mich erneut versucht anzurufen. Ich bin nicht ans Telefon. Darauf hin hat er seine Putzfrau scheinbar wieder angerufen und zürückgeholt. Das weiß ich, weil die Nachbarin wohl später erneut nochmal hoch ist und sich Sorgen gemacht hat, ob alles in Ordnung ist... und wer macht die Türe auf? Die Putzfrau. Diese muss aber kurz darauf auch wieder verschwunden sein.


    Unglaubllich was da ablief. Ich fühle mich wie traumatisiert. Am nächsten Tag also Sonntag schickte er mir ein Video aus einem gemeinsamen Urlaub wo wir noch schöne Zeit hatten. Ich reagierte nicht drauf. Darauf schrieb er keine Antwort ist auch eine Antwort. Meine Antwort: Genau. Und spare dir weitere Vorwürfe jetzt, denn das ist mehr als unangebracht. Eigentlich hätte ich ihn blockieren müssen, habe es aber nicht gemacht. Und ich frage mich, warum ich es nicht mache??


    Die Nachbarin hat mich gesternn angerufen und gefragt wie es mir geht und das ich ihn fallen lassen soll Sie bekommt unsere On Offs seit über einem Jahr mit und hat mir schon mehrmals geraten micht zu trennen, weil er sich nicht ändern wird und auch mit dem Trinken nicht aufhören wird. Ich bin nicht die erste der das mit Ihm passiert.

    Ich bin immer noch ganz geschockt und das ist die Lehre daraus, das ich ja anständig sein muss und gratuliere. Das macht mich alles so wütend und ich bin enttäuscht, zutiefst verletzt und kann es immer noch nicht alles fassen, wozu ein Mensch fähig ist.

  • Ich bin ein böser Mensch.

    Ich wusste schon bei Deinem Nick Herzilein im Prinzip, was da für eine Geschichte kommt. Und Du bestätigst das jetzt.

    Brauchst Du das, damit Du dich selbst magst?

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Meinst du warum ich Ihm gratuliert habe?? Oder kannst du mir das vielleicht etwas näher erleutern?☺

    Wenn es gemeint ist, warum ich gratuliert hatte, hängt wahrscheinlich damit zusammen, das ich mich wirklich dadurch besser fühlte. Darf ich mal wissen, was du gemacht hättest?? Manchmal verliert man den Blick für die Realität.

  • das ich ja anständig sein muss und gratuliere.

    war es wirklich der Anstand oder hast du tief in deinem Inneren auf eine Reaktion gehofft?

    Die Frage musst du mir nicht beantworten, dir aber vielleicht mal selber, nur für dich stellen.

    Aktion hat oft Reaktion als Folge. Gerade bei einem noch nassen Alkoholiker, der sich nur um sich selber dreht und seinen Frust gerne an anderen Menschen ablässt, die seiner Meinung nach an allem Schuld sind.

    Ich kann von mir sagen, dass ich in meiner nassen Zeit sehr viele Dramen provoziert habe. Aber natürlich hatte ich selber nie einen Anteil daran *ironie off*

    Deine Aktionen sind für ihn das gefundene Fressen. Und dich zieht es mit hinunter, wie du jetzt merkst.

  • war es wirklich der Anstand oder hast du tief in deinem Inneren auf eine Reaktion gehofft?

    Die Frage musst du mir nicht beantworten, dir aber vielleicht mal selber, nur für dich stellen.

    Aktion hat oft Reaktion als Folge. Gerade bei einem noch nassen Alkoholiker, der sich nur um sich selber dreht und seinen Frust gerne an anderen Menschen ablässt, die seiner Meinung nach an allem Schuld sind.

    Ich kann von mir sagen, dass ich in meiner nassen Zeit sehr viele Dramen provoziert habe. Aber natürlich hatte ich selber nie einen Anteil daran *ironie off*

    Deine Aktionen sind für ihn das gefundene Fressen. Und dich zieht es mit hinunter, wie du jetzt merkst.

    Das ist eine gute Fragee und beantworte ich ganz ehrlich... ja es ist immer noch der Funke Hoffnung das alles gut wird und er sich ändert bzw. aufhört zu trinken aus Liebe. Ich finde es so informativ dann man nicht nur die Meinungen von anderen Co-Abhängigen bekommt sondern auch mal den Einblick von der anderen Seite. Danke für die ehrliche Worte. Und genauso ist es was einen fertig macht...ständig diese Dramen von Ihm. Er ist immer nur das Opfer und die Menschen um Ihn herum, die IHm eigentlich nur zur Seite stehen wollen und helfen, sind die Bösen. Das ist wohl für jemanden wie mich gar nicht zu verstehen.... es fühlt sich einfach nur schrecklich an, weil man hilflos ist. Und ja, die Nerven liegen blank und ich weiß auch, das ich solche Aktionen nicht verdient habe sondern etwas besseres... Aber so war ich schon immer... Helfersyndrom. X/

  • hallo Herzilein,

    diese Sätze kommen mir alle noch so bekannt vor. Es zeigt so genau diese Gedankenschleifen in denen wir festhängen .

    ja es ist immer noch der Funke Hoffnung das alles gut wird und er sich ändert bzw. aufhört zu trinken aus Liebe.

    diese Hoffnung hatte ich auch, aber kein nasser Alkoholiker hört aus Liebe auf zu trinken, sie brauchen erst einmal eine Krankheitseinsicht.

    Er ist immer nur das Opfer und die Menschen um Ihn herum, die IHm eigentlich nur zur Seite stehen wollen und helfen, sind die Bösen.

    dito, und es wird immer wieder betont, damit eben dieser wohlmeinenden Mensch sich gedanklich wieder mit seinen angeblichen Fehlern auseinandersetzen. Dann hat der nasse Alkoholiker erst mal wieder eine zeitlang Ruhe zum Saufen. Das wird dann zu einem Kreislauf, der dich immer weiter mit runter zieht.

    das ich solche Aktionen nicht verdient habe sondern etwas besseres...

    natürlich hast du etwas besseres verdient, aber das kommt leider nicht angeflogen. Es ist dann an dir Grenzen zu setzen und etwas für dich zu tun. So lange ich diesen Gedanken hatte, war ich gefühlt noch in meiner Opferrolle. Dagegen hilft nur aktiv werden.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • bzw. aufhört zu trinken aus Liebe

    Da kann ich Dir von "der anderen Seite" ganz klar schreiben das Du da vergeblich hoffst. Die Sucht ist stärker als Emotionen oder Bindungen solange sie bedient wird. Worte, die der andere hören will, alles Schall und Rauch. Im nassen Zustand gelten andere Regeln und Zustände, da wäre für Liebe oder Selbstliebe kein Platz.

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Herzilein,

    es ist super, dass du das für dich so ehrlich reflektieren kannst. Da bist du wirklich auf einem guten Weg. Mir hat es immer sehr geholfen zu wissen, warum ich etwas mache. Nur wenn ich mein Problem kenne, kann ich auch dagegen angehen.

    ja es ist immer noch der Funke Hoffnung das alles gut wird und er sich ändert bzw. aufhört zu trinken aus Liebe.

    das kann ich gut verstehen und es ist auch in den meisten Fällen wohl so. Das ist ganz ähnlcih wie bei mir als Alkoholiker. So lange ich immer noch die Hoffnung hatte, dass ich irgendwann wieder normal trinken kann, hatte ich höchstens Trinkpausen mit viel Quälerei, Dramen etc. Erst als ich diese Hoffnung, diese Hintertür ganz fest verschlossen hatte und wirklich tief in meinem Inneren wusste "ich kann nie wieder normal trinken" konnte ich trocken werden. Inzwischen bin ich über vier Jahre sehr glücklich trocken. Aber der Weg dahin war von vielen Dramen, Verletzungen und Selbstlügen gepflastert. Du willst gar nicht wissen, wieviele Beziehungen ich in dieser Zeit hinter mir gelassen habe......

    Und genauso ist es was einen fertig macht...ständig diese Dramen von Ihm. Er ist immer nur das Opfer und die Menschen um Ihn herum, die IHm eigentlich nur zur Seite stehen wollen und helfen, sind die Bösen.

    Das ist bei Alkoholikern wirklich sehr häufig der Fall. Du kannst aus diesen Dramen aussteigen. Das ist zwar nicht ganz einfach, aber bleib einfach hier, schreibe und lese. Vielleicht öffnet das nach und nach weiter deine Augen. Ich wünsche es dir von Herzen. :)

  • Weißt du was ich nicht verstehe?? Er hatte bereits vor 3 Jahren Halskrebs. Gott sei Dank wurde er wieder gesund... Er stand kurz vor dem Grab. Wahrscheinlich kommt die Einsicht erst wenn es schon zu spät ist.

    Aber Danke für den Denkanstoß, Ruhe zum Saufen zu gewinnen.... so habe ich das noch gar nicht gesehen...denn es war jetzt zum Schluß wirklich so, das ich nur noch die Klappe gehalten haben, weil ich nicht nerven wollte und nur noch beobachtet und es hat sich nichts geändert, er hat in meinem Beisein weiter getrunken Mittlerweile habe ich begriffen, das man einen Alkoholiker gar nicht dazubringen kann, 1-2 Tage gar nichts zu trinken. Denn Sie brauchen es ja, hat nur lange gedauert bis ich das erkannt habe, genauso wie ich jetzt erkannt habe , das ich mich selber retten muss um nicht mit unter zu gehen. Es ist nur sehr sehr schwer das umzusetzen, ich merke nur mittlerweile das mich die Wut da raussteuert. Mir wurde immer gesagt, ich wäre die Frau seines Lebens, aber die Taten sind leider anders. Was nutzt es mir einen Urlaub geschenkt zu bekommen um mir dann mit an zu sehen, wie er sich täglich betrinkt. Oder ein Kuscheltier geschenkt zu bekommen.... als Trost.... Kein Trost für mich. Er hinterlässt sehr tiefe Wunden in mir.

  • Hallo Herzilein!

    Als ich mich von meinem trinkenden Ehemann getrennt habe war ich in deinem Alter. Damals hatte ich jegliche Hoffnung aufgegeben dass er jemals aufhört zu trinken. Ich konnte mir auch nicht vorstellen weiterhin so zu leben. Ich war mit meinen Nerven und Kräften am Ende.

    Was erhofft du dir von deinem Partner, so wie es aussieht wird er in nächster Zeit bestimmt nicht zur Besinnung kommen.

    Wir machen uns ja oft zum Spielball des Partners und verzeihen immer wieder in der Hoffnung dass sich etwas ändert. So gehen die Jahre ins Land und es wird höchstens noch schlimmer.

    Du schreibst dass du ein Helfersyndrom hast aber daran könnte man ja arbeiten und dagegen steuern.

    Ich habe nie bereut mich getrennt zu haben ich lebe ein schönes Leben und bin sehr zufrieden. Wäre ich nur viel früher ausgebrochen ich hätte mir viel Leid und Kummer ersparen können.

    Mal ganz ehrlich jemand der so etwas veranstaltet wie dein Partner den könnte ich gar nicht mehr ernst nehmen.

    LG Marie

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Herzilein,

    es ist super, dass du das für dich so ehrlich reflektieren kannst. Da bist du wirklich auf einem guten Weg. Mir hat es immer sehr geholfen zu wissen, warum ich etwas mache. Nur wenn ich mein Problem kenne, kann ich auch dagegen angehen.

    das kann ich gut verstehen und es ist auch in den meisten Fällen wohl so. Das ist ganz ähnlcih wie bei mir als Alkoholiker. So lange ich immer noch die Hoffnung hatte, dass ich irgendwann wieder normal trinken kann, hatte ich höchstens Trinkpausen mit viel Quälerei, Dramen etc. Erst als ich diese Hoffnung, diese Hintertür ganz fest verschlossen hatte und wirklich tief in meinem Inneren wusste "ich kann nie wieder normal trinken" konnte ich trocken werden. Inzwischen bin ich über vier Jahre sehr glücklich trocken. Aber der Weg dahin war von vielen Dramen, Verletzungen und Selbstlügen gepflastert. Du willst gar nicht wissen, wieviele Beziehungen ich in dieser Zeit hinter mir gelassen habe......

    Das ist bei Alkoholikern wirklich sehr häufig der Fall. Du kannst aus diesen Dramen aussteigen. Das ist zwar nicht ganz einfach, aber bleib einfach hier, schreibe und lese. Vielleicht öffnet das nach und nach weiter deine Augen. Ich wünsche es dir von Herzen. :)

    Das bin ich auch nur, weil ich mir eine Therapeutin genommen haben, die viel mit mir innere Kind Heilung macht. Am Anfang habe ich niemals an das innere Kind geglaubt. Erst nach meiner narzisstischen Ehe und dieser Beziehung hier, habe ich mich reflektiert und mir wird ja praktisch im Außen gespiegelt, wo meine Schwachpunkte liegen. Ich habe jegliche Selbstliebe verloren, keine Wertschätzung mir gegenüber mehr, sonst hätte ich beide Beziehungen erst gar nicht bis zur Eskalation ausgehalten. Meine beiden Männer wussten bzw. wissen genau welche Knöpfe Sie drücken müssen um mich zu manipulieren. Es ist nur ein schwerer innerlicher Kampf das zu erkennen, auszuhalten und sich selber komplett neu zu reseten. Das kostet sehr viel Kraft und Mut. Du bist sehr tapfer und mutig und Respekt das du es geschafft hast. Du hast dir selber eingestanden, das du ein Problem hast. Dazu gehört sehr viel Mut. Drama kenne ich zu genüge und diese Phasen der Depressionen und Selbstmitleid von Ihm. Anfangs habe ich ihm das alles auch abgennommen. Aber jetzt merkt er auch, das sich sein Schauspiel durchschaue und das hat Ihm gar nicht gefallen. Dann kamen Aussagen wie: Du bist so frech geworden, du hast dich so verändert. Du bist nicht mehr die Frau die ich mal kennengelernt habe. Das Kratzt natürlich ungemein Am Selbstbewusstsein. Und man traut seiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr. Gehirnwäsche vom feinsten. Weißt du ich erkenne das auch alles, will es aber nicht wahr haben. Ich habe wohl noch viel Arbeit an mir vor mir. Es tut mir so gut, hier ehrliche offenen Meinungen zu bekommen, das hilft mir schon mein verlorenes Selbstvertrauen Stück für Stück wieder zu bekommen.

    Danke für deine lieben Zeilen. <3

  • Hallo Marie,

    wie lange hast du es denn ausgehalten, wenn ich fragen darf?? Ich mache das jetzt 2 Jahre mit, und bin jetzt schon nervlich fertig. Ich war auch letzt Woche bei der Suchtberatung und habe jetzt eine Phsychotherapeutin genommen.

    Ich glaube auch nicht mehr daran, das er was ändert. Er ist 56 Jahre und trinkt schon seit der Bundeswehrzeit. Dadurch hat er seine Frau , seine Kinder und sein Haus verloren. Aber angeblich sind ja alles die anderen Schuld. Von seiner Ex-Frau habe ich vor ein paar Wochen erfahren, das auch Sie in der Co-Abhängigkeit gesteckt hat. Der Todesstoss in Ihr Herz kam , als der handgreiflich gegen Sie und die Kinder wurde. Einfach nur schrecklich so etwas zu hören. Deshalb war ich bzw. bin ich auch so fertig. Eine Situation nach der anderen, wo ich immer wieder enttäuscht werde. Ich glaube ich muss noch ganz schön viel jetzt an mir arbeiten, das ich das alles verarbeiten kann. Was du geschrieben hast mit Ihn gar nicht mehr ernst nehmen hat mich gerade mal etwas wachgerüttelt. Das Stimmt und er scheint mich auch gar nicht mehr ernst zu nehmen, weil ich ja alles mitmache. Danke das war ein sehr guter Ansatz für mich.

    Ich freue mich, das du es geschafft hast und wieder glücklich bist. Ich weiß das man einiges durchmacht und was das für eine Kraft kostet.<3

  • Ich erkenne mich in deinem Verhalten ein wenig wieder. Ich war 15 Jahre in einer völlig kranken Beziehung gefangen- ohne Alkohol aber mit ähnlichen dynamiken.
    Er hält dir das Stöckchen hin und du springst drüber. Immer und immer wieder. Ganz tief in dir drin gefällt dir diese Opferrolle auch. Er ist durch und durch indiskutabel- das weißt du selbst. Aber wenn du jetzt alles erträgst und immer zu ihm hältst wird er dir am Ende ewig dafür danken und dich auf Händen tragen. Not! Aufwachen Prinzessin, das ist DEIN Leben, das du dir selbst versaust, weil du immer wieder diese wirklich durch und durch nicht hilfreiche Type rein lässt.

    Warum erzählt die Nachbarin dir jeden Schritt? Hast du nicht den Kontakt abgebrochen um NICHT mehr zu wissen, mit wem er was hat, was er säuft und wann er sich den dummen Kopp stößt???

    Der Geburtstagsgruß war wie bei uns Alkoholikern der EINE Schluck aus Höflichkeit weil die Oma Geburtstag hat. Einfach lassen. Blockieren und Nummer löschen. Die Nachbarin hilft dir auch nicht mit ihren Geschichten- sie soll das auch lassen.

    Du musst das nicht alles wissen müssen. Du weißt genug um endlich auszusteigen.

  • Meinst du warum ich Ihm gratuliert habe?? Oder kannst du mir das vielleicht etwas näher erleutern?

    Ich meine, der Name Herzilein deutet auf einen Menschen hin, der lieb und nett sein will und für einen manipulativen Alkoholiker ein gefundenes Fressen ist. Der übersetzt den Namen gleich in "Mit der kann ich es machen"

    Und das ist die Situation, in der Du Dich befindest.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hallo Herzilein!

    Ich war mit meinem Mann 32 Jahre verheiratet. Die ersten Jahre hat er nie zuviel getrunken, angefangen hat es als wir anderthalb Jahre verheiratet waren. Aber er war Quartalstrinker und hatte oft monatelange Trinkpausen.

    Er war aber ansonsten fleißig und wir hatten einen guten Lebensstandard. Bloß die Trinkpausen wurden immer kürzer und die letzten Jahre war er täglich betrunken.

    Er war dann auch oft sehr gemein zu mir und Streit war an der Tagesordnung. Ich habe das sooo lange mitgemacht und immer noch gehofft er besinnt sich. Letztendlich wurde ich krank vor Kummer und mein Selbsterhaltungstrieb hat mich die Beziehung beenden lassen.

    Ich war dann sehr konsequent es gab kein zurück mehr, es gab nur noch mich und mein Wohlbefinden für das ich sorgte.

    Er ist letztendlich vor 8 Jahren am Alkohol gestorben, ich konnte nicht trauern denn zuviel war passiert.

    Ich bin nicht mehr co-abhängig aber passe auf mich auf denn ich habe auch so eine freundliche, gutmütige Seite.

    Wenn du hier bleibst und fleißig schreibst wird sich bestimmt nach und nach deine Einstellung ändern denn was dein XY mit dir macht ist unverschämt, ich hätte ihn schon längst in die Wüste geschickt. Vielleicht wird aus dem Herzilein eine Kämpferin das wünsche ich dir von Herzen.

    LG Marie

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Deine Worte haben mich eben geschockt... was hast du alles durchgemacht. Diese Scheiß Hoffnung hält einen wie im Käfig gefangen..... obwohl die Tür auf steht man kann ja gehen, wenn man möchte... und trotzdem bleibt man. Ein Alkoholiker ist ja kein schlechter Mensch, die Sucht macht Sie dazu, das sie nicht mehr Sie selber sind... aber die Beschimpfungen verletzen zutiefst. Ich kann das gut fühlen, wie es dir ergangen ist. Und das er daran gestorben ist , hat mich jetzt auch wieder einen Schritt weiter gebracht. Und zwar meinen Weg jetzt für mich zu gehen, anstatt daran mit kaputt zu gehen. Passe bitte weiterhin auf dich auf... du hast es verdient glücklich zu sein. Und ja, viele Nachrichten hier stärken mich auf ,meinem Weg endlich wieder glücklich zu werden und wieder die Frau zu werden, die ich einmal war. Vielen Dank liebe Marie für deine Offenheit und ich wünsche dir das aller Beste auf dieser Erde. :*

  • Ich erkenne mich in deinem Verhalten ein wenig wieder. Ich war 15 Jahre in einer völlig kranken Beziehung gefangen- ohne Alkohol aber mit ähnlichen dynamiken.
    Er hält dir das Stöckchen hin und du springst drüber. Immer und immer wieder. Ganz tief in dir drin gefällt dir diese Opferrolle auch. Er ist durch und durch indiskutabel- das weißt du selbst. Aber wenn du jetzt alles erträgst und immer zu ihm hältst wird er dir am Ende ewig dafür danken und dich auf Händen tragen. Not! Aufwachen Prinzessin, das ist DEIN Leben, das du dir selbst versaust, weil du immer wieder diese wirklich durch und durch nicht hilfreiche Type rein lässt.

    Warum erzählt die Nachbarin dir jeden Schritt? Hast du nicht den Kontakt abgebrochen um NICHT mehr zu wissen, mit wem er was hat, was er säuft und wann er sich den dummen Kopp stößt???

    Der Geburtstagsgruß war wie bei uns Alkoholikern der EINE Schluck aus Höflichkeit weil die Oma Geburtstag hat. Einfach lassen. Blockieren und Nummer löschen. Die Nachbarin hilft dir auch nicht mit ihren Geschichten- sie soll das auch lassen.

    Du musst das nicht alles wissen müssen. Du weißt genug um endlich auszusteigen.

    Ich hatte davor eine Ehe mit einem Narzissten. Ich habe 2 Jahre gebrauchtum da rauszukommen. Das hat sehr viel Kraft gekostet und ich hatte 1,5 Jahre Therapie gemacht. Ich war dann richtig stolz auf mich es geschafft zu haben. Als ich dann meinen jetzigen Partner kennen lernte, war ich am #Anfang sehr vorsichtig, aber er hat so ein Charisma das er mich gleich wieder um den Finger gewickelt hatte. Alles weitere wie Lügen, trinken, Untreue kam alles schleichend und ich habe nur verdrängt. Warum?? Vielleicht aus falschem Ego. Das ich mir selber nicht eingestehen wollte, wieder in einer kranken Beziehung zu stecken. Was ich sagen will, ich bin gerade dabei mich selber zu reflektieren und da stecken viele Baustellen in mir. Ich kann mein Umfeld nicht verändern sondern ich muss Grenzen setzen und für mich einstehen. Den Kontakt habe ich seit 3 Wochen schon abgebrochen. Er hat sich immer wieder gemeldet.... klar ich hatte ihn nicht blockiert somit hatte er ja immer noch freie Fahrt. Wie eine Vorrednerin hier schon erwähnt hat ..... eine Aktion bringt ja schließlich eine Reaktion. Man hofft und hofft.. man redet, man streitet, man ignoriert, man trennt sich, man geht wieder zurück, vertraut auf Worte und achtet nicht auf die Taten.... du hast das sehr treffen beschrieben... Ich halte durch und am Ende wird alles gut und er trägt mich auf Händen... eine Selbstlüge..... ich wache Stück für Stück auf.... Der Nachbarin habe ich am Sonntag gesagt, das ich zukünftig nichts mehr von Ihm erzählt bekommen möchte. Das habe ich Ihr untersagt, sonst reißt es die Wunden ja immer wieder auf... ich hoffe ich schaffe es diesmal, der Wille und der Kämpfergeist sind da, ich muss jetzt hart und konsequent bleiben. Er hat mehr wie genug Chancen bekommen und nicht eine genutzt. Nur das mit dem blockieren bekomme ich noch nicht hin... warum ich habe keine Ahnung..... das versuch ich jetzt mal zu ergründen und vielleicht hat hier ja jemand hier eine Ahnung, warum das so ist.... manchmal verstehe ich mich selber nicht und habe das Gefühl ich bin mir selber nichts wert.

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