Auszeit - Albtraum Alkohol

  • Hallo, ich bin durch Zufall auf diese Seite gekommen weil ich in Internet nach Hilfe für Angehörige von Alkoholkranken suche. Mein Mann trinkt seit ewigen Zeiten, 2x private Entzugsklinik (sehr teuer) und 1x von der Kasse bezahlt.

    Ich dachte seine Krebserkrankung die er seit 1,5 Jahren hat lässt ihn endlich aufwachen, aber jetzt trinkt er wieder des öfteren 1 Flachmann morgens.

    Ich kann einfach nicht mehr

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir einen Rat geben

  • hallo Auszeit,

    herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Mit deinen geschilderten Erfahrungen bist du nicht alleine, und es ist gut, dass du dich hier angemeldet hast.

    Du kannst für deinen Mann nichts tun, solange er selbst keine Krankheitseinsicht hat.

    Ich glaube dir sofort, dass du nicht mehr kannst, aber du bist hier nicht alleine. Kennst du denn noch Dinge, die dir gut tun, und die du gerne mal wieder tun würdest? Sicher hast du, wie viele hier so einiges wegen ihm zurück gestellt.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest, klicke unten auf den Link und schreib noch einen kurzen Satz dazu, damit wir dich freischalten können.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Auszeit,

    auch von mir herzlich Willkommen im Forum.

    Bitte eröffne kein neues Thema, sondern schreibe einfach hier unten weiter. Deine Beiträge habe ich zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt.

    Bitte klicke den Link an, den dir Morgenrot geschrieben hat. Dann wirst du für die Teilnahme im Forum freigeschaltet.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • er wird trinken, mit oder ohne dich. Du kannst ihn nicht davor bewahren, auch wenn du dich noch so sehr anstrengst. Du steuerst stattdessen mit ihm auf den Abgrund zu.

    Es wird auch die Zeit kommen, wo ihm die Hunde egal sind, für einen nassen Alkoholiker wird der Alkohol immer Priorität haben.

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ich habe Angst wenn ich mich trenne daß er sich zu Tode trinkt

    Hallo Auszeit!

    Wenn er keine Einsicht zeigt und seine Sucht angeht wird er sich auch zu Tode trinken wenn du bleibst. Die Sucht ist oft so stark dass vom Alkoholiker getrunken wird egal was passiert.

    Es geht hauptsächlich um dich, ihm kannst du nicht helfen.

    LG Marie

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Ausszeit,

    Wir hatten unseren ersten Hund kurz bevor mein Mann anfing zu trinken und dieser Hund hat auch darunter gelitten den die Tiere können das unterschiedliche Verhalten nicht einordnen . Mal sagt der Betrunkene so und dann so , dann sollen sie plötzlich dieses Kommando beachten und wenn sie es nicht machen weil Hund in dem Moment nicht einsieht dass er Sitz machen soll weil der Betrunkene einfach beweisen will dass er Macht hat über das Tier usw.

    Es gab manche unschöne Dinge . Ich hatte zu der Zeit eine Hundetrainerin da und die bestätigte das. Sie hatte sich von ihrem Ehemann wegen Alkohol getrennt.

    Mariexy

  • Hallo,

    da wir noch im Vorstellungsbereich sind, bitte nichts mehr posten sondern abwarten, bis Auszeit sich für den Austausch angemeldet hat.

    Lieber Gruß Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Linde66 20. März 2025 um 20:15

    Hat den Titel des Themas von „Albtraum Alkohol“ zu „Auszeit - Albtraum Alkohol“ geändert.
  • Hallo Auszeit,

    ich habe dich jetzt für die Teilnahme am Forum freigeschaltet und dein Thema in den Angehörigenbereich verschoben.

    Hier kannst du dich jetzt mit den anderen austauschen.

    Du kannst überall schreiben, nur bitte die ersten 4 Wochen nicht bei den neues Teilnehmern mit den orangeroten Namen.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch und wenn dir etwas unklar ist, melde dich einfach.

    Du kannst immer unterm letzten Beitrag unten in das leere Feld schreiben und dann das blaue "Antworten" anklicken.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Eigentlich fing das alles vor ganz vielen Jahren an . Ich bin jetzt 67 Jahre und seit 37 Jahren verheiratet und habe 2 Erwachsene Kinder.

    In jungen Jahren haben wir beide viel Alkohol beim feiern getrunken.

    Es war normal zum essen Bier zu trinken, und oft einen Schnaps hinterher.

    Irgendwann fand ich aber versteckte Schnapsflaschen und war sauer darüber .

    Ich Kämpfe seit dieser Zeit mit meinem Mann dass er den Alkoholkonsum minimiert.

    Seit 5 Jahren ist er in Rente, seit 1 ,5 Jahren hat er Krebs, (im Moment krebsfrei nach chemo)

    In regelmäßigen Abständen kommt er morgens vom betrunken vom Hundegassi nach Hause. (Er trinkt nur Schnaps)

    Er belügt mich wenn ich ihn darauf anspreche. Ich habe einen Alkoholtester gekauft da ich dachte wenn ich ihn zeige dass er mich anlügt, was ich total mies finde, wacht er auf.

    Er hat 3x Entziehung hinter sich, 2x privat, was uns finanziell fast ruiniert hat, einmal während Corona., 9 Wochen.

    Aber das alles hat nix gebracht, kurz danach war alles beim alten.

    Er geht auch regelmäßig zur Selbsthilfegruppe. Das ändert auch nichts.

    Ich wollte ihn immer helfen, trocke zu werden. Aber ich kann und will nicht mehr.

    Aber es tut sooo weh weil ich weiß dass er sich dann zu Tode trinkt.

    So das war für den Moment ein grober Zusammenblick über meine Situation

    Liebe Grüße Auszeit

  • Hallo Auszeit,

    Ich wollte ihn immer helfen, trocke zu werden. Aber ich kann und will nicht mehr.

    du kannst ihm nicht helfen trocken zu werden, dass muss ganz alleine von ihm kommen. Er trinkt sich auch neben dir zu Tode, du hast überhaupt keinen Einfluß. Das klingt sicher sehr hart und kalt, aber es ist so. Du kannst es noch so gut meinen mit ihm, er wird es nicht anerkennen. Du mußt ihm nicht beweisen dass er säuft. Der Alkotester war sicher auch für dich wichtig, oder? Viele Menschen, die mit einem nassen Alkoholiker leben, können ihren Wahrnehmungen nicht mehr vertrauen, und greifen zu solchen Mitteln

    Du kannst nur etwas für dich tun, damit es dir besser geht. Was könntest du für dich tun? Hast du eine Idee? Das muß nichts großartiges sein. Ich habe mit einem Cappuccino in einem Cafè angefangen. Das war damals eine Überwindung für mich, aber ich bin Schritt für Schritt weitergegangen.

    Wie geht es deinen Kindern, meine sind auch lange erwachsen und beide sind relativ früh ausgezogen. Sie haben alles mit erlebt, eine "heile" Welt die ich ihnen erhalten wollte, die aber schon lange kaputt war.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ich habe angefangen z.B. das alleinige Spazierengehen allein zu genießen und nicht mehr neidisch auf Paare zu sehen. Einkaufsbummel nur ansehen oder mal was anprobieren was ich mir nicht leisten konnte mich wohlwollend im Spiegel dazu betrachten. Mir meinen eigenen freundeskreis zu schaffen. Ich bin zur Sportgymnastik z.B., von der Kirche angebotenen Veranstaltungen z.B. Frauenfrühstück. Ich werde nicht auf meinen mann angesprochen wegen seines Alkoholproplems ,die kennen ihn alle . Ich werde bei den meißten wegen mir selbst anerkannt so habe ich mir mein eigenes Leben aufgebaut.

    Mariexy

  • Hallo Auszeit,

    ich hab eine ähnliche Geschichte. Ich war 26 Jahre mit meinem ersten Mann zusammen. Wir haben die ersten Jahre viel zusammen getrunken, es gab auch, da meine Urfamilie sehr groß war, immer was zu feiern. Mir ist sehr lange garnicht aufgefallen, wie sich bei ihm was verändert hat, nach und nach. Irgendwann wurde es mir zuviel weil er auch unter der Woche trank, immer eine Fahne hatte.

    Ich Kämpfe seit dieser Zeit mit meinem Mann dass er den Alkoholkonsum minimiert.

    Das fing bei mir dann auch so an. Ich begann ihn zu kontrollieren und zu konfrontieren. Zu Schimpfen, streiten, drohen.

    Er belügt mich wenn ich ihn darauf anspreche. Ich

    Er hat das immer abgestritten, irgendwelche merkwürdigen Argumente gehabt. Zum Beispiel, er hätte keine Alkoholfahne, das wären Enzyme im Magen, er hätte nur Apfelsaft getrunken. Oder, er wäre nicht betrunken sondern erschöpft gewesen. Ich wäre wohl blöd, hätte Unrecht usw. Und ich war dann verwirrt, was ich nun glauben sollte. Meinen Wahrnehmungen hab ich irgendwann nicht mehr getraut.

    Und heute weiß ich, ich wollte es auf eine Art auch glauben, was er sagte. Ich wollte, dass alles gut wird und ich mich nur mehr anstrengen müsste.

    Ich wollte ihn immer helfen, trocke zu werden. Aber ich kann und will nicht mehr.

    Ich dachte auch, ich müsste einfach mehr tun, ihn durch Reden überzeugen oder durch Druck, oft hab ich mit Trennung gedroht. Oder dann wieder ihm das Leben angenehm gemacht. Es hat nix gebracht.

    Er wollte nichts ändern. Und irgendwann hab ich aufgegeben und bin gegangen. Weil ich nicht mehr wollte und konnte.

    Es ähnelt sich immer wieder, wie Beziehungen zwischen Alkoholikern und Coabhängigen ablaufen.

    Die Erkenntnis, dass ich nur mir selbst helfen kann und nichts für ihn tun kann hat mich sehr entlastet. Vor allem auch die Erkenntnis, dass ich keine Schuld daran hatte, dass er trank. Er war süchtig und die Sucht hat ihn dazu gezwungen. Da kann keiner was ändern außer der Abhängige selbst.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Auszeit,

    Der Wohnungsmarkt ist leer und mit 2 Hunden ist es fast unmöglich etwas bezahlbaren zu finden.

    Und ich liebe unser Haus mit Garten

    Also? Wie geht der Satz weiter?

    Er trinkt ja nunmal und hört wohl auch nicht auf.

    Was nun?

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

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