05062015 - Ich weiß nicht weiter

  • Guten Morgen !

    Ich bin neu hier , und alles läuft gerade aus dem Ruder bei mir .
    Ich trinke viel zu viel Alkohol . Gestern war ich mit meinem Mann beim Wellness wo ich mal wieder auch viel zu viel getrunken habe . Sodass wir im Streit nach Hause gegangen sind . Leider kam es die letzten Wochen immer wieder vor . Bereits seit einigen Jahren habe ich immer wieder mit Zuviel Alkohol zu tun . Es ist Phasen weise es ist auch nicht so das ich süchtig bin . Ich kann ohne Alkohol .. denke ich ..

    Mein Mann möchte ausziehen eine räumliche Trennung . Er sagt er kann das nicht mehr . Sein Vater ist letztes Jahr an den Folgen von Alkohol verstorben auch ich bin sehr stark durch meine Familie vorbelastet . Ich möchte einfach glücklich mit meinem Mann und unseren zwei Kindern sein . Ohne Alkohol

    Ich weiß keinen Ausweg mehr .
    Ich habe auch Angst das mit die Kinder weggenommen werden wenn ich mir aktiv Hilfe suche .

  • Guten Morgen

    Willkommen im Alkoholiker Forum.

    Sein Trinkverhalten zu überprüfen ist immer gut. Und wenn ich das so lese, scheinst du auch in der Spirale festzustecken. Nun hast du dich hier in einem Alkoholiker Forum angemeldet, was das Wort selbst sagt: Alkoholiker.

    Siehst du dich als Alkoholiker und was sind deine Ziele in Bezug auf das Trinken?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich weis nicht ob ich alkoholiker bin . Ich hoffe nicht aber ich frage mich wie es ist komplett auf Alkohol zu verzichten .
    Ich habe schon oft mir vorgenommen weniger zu trinken aber es ist jedes Mal wieder eskaliert deswegen sehe ich nur eine Lösung . Komplett auf Alkohol zu verzichten .
    wie ist es bei den anderen ? Kann man alkoholiker sein und trotzdem ab und zu Alkohol trinken oder muss man für immer verzichten

  • Man ist entweder Alkoholiker oder nicht, und tief im Inneren wissen Alkoholiker das auch. Viele, die gerade erst am Anfang ihres Weges stehen, wollen es oft nicht wahrhaben. Denn das würde bedeuten, sich einzugestehen, dass man etwas nicht unter Kontrolle hat, was einen jahrelang geprägt hat. Menschen, die keine Alkoholiker sind, suchen in der Regel keine Hilfe – sie hören einfach auf zu trinken

    wie ist es bei den anderen ? Kann man alkoholiker sein und trotzdem ab und zu Alkohol trinken oder muss man für immer verzichten

    Andere sind unwichtig. Suchst du eine Lücke weiter zu trinken?

    Als Alkoholiker ist das vorbei. Alles andere ist nur Wunschdenken. Ganz oder gar nicht. Übrigens, ich trinke seit fast 18 Jahren keinen Alkohol und da ist kein Verzicht. Verzicht ist nur der Suchgedanke: Nichtsüchtige müssen ja nicht saufen oder denken, es ist Verzicht.;)

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ich habe schon oft versucht aufzuhören oder weniger zu trinken eher gesagt . Leider ist es immer nach ein paar Wochen gescheitert .
    Mein Vater ist zur Zeit in einer suchtklinik zum Entzug und meine Mutter war auch alkoholikerin. Also irgendwie steckt es in mir .
    Mein Mann überlegt derzeit auszuziehen weil wir uns verloren haben durch meinen Alkohol . Ich weis einfach nicht wo ich anfangen soll ?
    Ich habe zwei Kinder zu Hause . Um die ich mich auch immer gut kümmer . Ich habe Angst wenn ich mir Hilfe suche das meine Kinder weggenommen werden

  • Guten Morgen 05,

    Ich konnte zuerst auch nicht sagen, dass ich Alkoholiker bin. Dass ich alleine aus der Spirale nicht mehr raus komme, habe ich tief im Innern gewusst.
    Alle Versuche sind bei mir gescheitert. Sie konnten nicht funktionieren, weil ich süchtig bin.
    Du fragst dich wo du stehst? Wenn du nicht süchtig bist, dann gehe in dich und führe dir vor Augen, was mit deinem Leben passieren wird, wenn du so weiter machst und lass den Alkohol "einfach" stehen.
    Du wirst selbst wissen oder merken ob du Alkohlikerin bist oder nicht.

    Viele Grüsse
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -


  • Ich habe schon oft mir vorgenommen weniger zu trinken aber es ist jedes Mal wieder eskaliert

    Alkoholiker sein bedeutet nicht, dass man jeden Tag Alkohol trinkt. Das ist aber die „Definition“ dafür, die viele im Kopf haben.
    Sehr typisch dafür ist aber der Kontrollverlust. Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert oder weniger trinken. Mein Mann konnte nach 2-3 Gläsern Wein nicht mehr aufhören, es eskalierte dann immer, ähnlich wie anscheinend bei dir.

  • Ich habe zwei Kinder zu Hause . Um die ich mich auch immer gut kümmer . Ich habe Angst wenn ich mir Hilfe suche das meine Kinder weggenommen werden

    Wenn Du süchtig bist und Deine Sucht nicht stoppst, brauchst du immer mehr Alk, um die gewünschte Wirkung zu erreichen, dann kannst Du Dich immer weniger um deine Kinder kümmern und bist ihnen dazu noch ein schlechtes Beispiel, wie deine eigenen Eltern.

    Das Sorgerecht (nach der Trennung) riskierst du also nur, wenn du nichts tust.

    Mein dringender Rat, auch wenn Du noch nicht überzeugt sein solltest, dass Du süchtig bist und dies nur durch lebenslange Abstinenz stoppen kannst: Lies hier regelmäßig im offenen Bereich bei den Alkoholikern und bei den erwachsenen Kindern von Alkoholikern - allein schon deinen Kindern zuliebe!

    Da kannst du viel für dich lernen und eines Tages sogar fühlen, dass es nur das Suchthirn ist, das uns das Weglassen von Alk als "Verzicht" hinstellen will.

    Alles Gute!

  • Ich weis nicht ob ich alkoholiker bin . Ich hoffe nicht aber ich frage mich wie es ist komplett auf Alkohol zu verzichten .

    Ich habe gerade neulich eine Psychologin gehört, die der Meinung war: Wenn wir uns nicht mehr vorstellen können, für den Rest des Lebens komplett auf Alkohol zu verzichten, dann ist das der Beweis, dass wir psychisch abhängig vom Alkohol sind.

  • Vielen Dank für eure ganzen Antworten .
    Ich glaube es war richtig mich hier anzumelden um mich austauschen zu können . Und ihr gibt mir wirklich tolle Ratschläge . Vielen Dank dafür :)

    Es fällt mir sehr schwer einzugestehen das ich ein Problem habe . Ich will auch wirklich was ändern und keinen Alkohol mehr trinken . Meine Kinder sollen nicht das gleiche durchmachen wie ich damals .
    Aber ich glaube alleine schaffe ich es nicht für immer zu verzichten . Ich trinke seit meiner Jungend schon Zuviel Alkohol jetzt bin ich 30.

    Aber ich traue mich auch Nicht zu anonymen alkoholiker treffen zu gehen . Ich wohne in einem Dorf und habe zu sehr Angst das Leute reden werden und es Auswirkung auf meine Kinder hat .

    Was waren eure ersten Schritte ? Der Wille ist ja immer da … die ersten Tage ..

  • Das Aufarbeiten kommt später, jetzt geht es erst mal uns Stoppen.

    Das kannst und musst du nicht allein schaffen, aber auch nicht in eine Selbsthilfegruppe/SHG vor Ort wie die AA gehen, wenn Du nicht möchtest. Denn wir sind auch eine SHG und online immer erreichbar.

    Mitlesen kannst du hier das Wichtigste, aktiv austauschen allerdings erst, wenn du dich aks Alkoholikerin siehst und lebenslang abstinent bleiben möchtest.

    Da fragt bestimmt noch mal ein Moderator bei dir nach.

  • Bevor wir hier mit dem Austausch weiter machen, das ist der Vorstellungsbereich, in dem wir feststellen wollen, ob der jeweilige uster zum passt.

    Das sind bekennende Alkoholiker mit dem Wunsch einer lebenslangen Abstinenz.

    05062015 Lese dich zunächst hier ein und werde dir erstmal bewusst ob es auf dich zutrifft . Schau in dich und gib uns Bescheid, ob du Alkoholiker bist und eine lebenslange Abstinenz anstrebst.

    Ab da geht es auch erst weiter

    Hier ist ein Link zum Lesen.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ich habe einfach so ein schlimmes Gefühl . Ich frage mich wie es soweit kommen konnte und wie ich meinen Mann und meinen Kindern das alles antun konnte .

    Willkommen hier!

    Das gestern war wohl dein Schockmoment und jetzt bist du voller Panik, alles zu verlieren. Komm an, lies dich ein, hier ist immer jemand da.

  • Es ist nicht leicht, sich selbst einzugestehen, dass man ein Problem hat, aber es kann gleichzeitig auch eine große Erleichterung sein, den ersten Schritt in Richtung Veränderung zu wagen.

    Ein vertrauensvolles Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin, bei dem man offen über die eigene Situation spricht, ist ein wichtiger Startpunkt., Dabei kann besprochen werden, wie eine medizinisch begleitete Entgiftung aussehen könnte, um den Körper sicher vom Alkohol zu befreien. Da ein plötzliches Absetzen des Alkohols Entzugserscheinungen auslösen kann, ist eine professionelle Begleitung besonders wichtig.

    Hast du einen Arzt?

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ich bin alkoholikerin und möchte ein Leben ohne Alkohol !

    Ein Alkoholiker:in kann die Krankheit durch uneingeschränkte Abstinenz stoppen und kann deshalb keinen Alkohol mehr trinken.
    Du siehst dich als Alkoholikerin und strebst eine lebenslange Abstinenz an, habe ich das richtig verstanden?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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