Carmen22 - Tag 5 ohne Alkohol hat begonnen

  • Ein gewisses Unverständnis von außen wird es immer geben. Nicht Süchtige können es schlecht verstehen.

    Und die Leute, die selbst ein Problem damit haben, sind mit Rechtfertigungen, oder dem Versuch Dich zum Trinken zu überreden beschäftigt.

    Aus dem Grund musst Du selbst dafür sorgen, dass es Dir gut geht und Deine gesetzten Grenzen eingehalten werden.

    Aber das läuft ja schon ganz gut, wie ich gelesen habe.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ein gewisses Unverständnis von außen wird es immer geben. Nicht Süchtige können es schlecht verstehen.

    Und die Leute, die selbst ein Problem damit haben, sind mit Rechtfertigungen, oder dem Versuch Dich zum Trinken zu überreden beschäftigt.

    Aus dem Grund musst Du selbst dafür sorgen, dass es Dir gut geht und Deine gesetzten Grenzen eingehalten werden.

    Aber das läuft ja schon ganz gut, wie ich gelesen habe.

    Egal ob mit einer Sucht oder auch psychischen Problemen, stößt man meistens auf Unverständnis. Da habe ich mich dran gewöhnt .

    Sie wissen gar nicht, was es für ein Kampf ist gegen diese Sucht zu arbeiten. Wenn man druck hat und die Gedanken sich fast nur um Alkohol drehen. Es ist so anstrengend nicht nachzugeben. Aber diesmal möchte ich es schaffen . Es ist ein schwerer Weg. Aber ich weiss wofür und es lohnt sich.

    Und mit euch, habe ich eine tolle Unterstützung ☺️

  • Wenn man druck hat und die Gedanken sich fast nur um Alkohol drehen

    Ich habe erkannt, dass ich Alkoholiker bin. Ich werde aus diesem Grund nie mehr trinken. Deswegen haben die Gedanken an Alkohol bei mir sehr schnell nachgelassen. Wozu auch?


    Ich brauch mir keine Gedanken, um etwas zu machen, was ich sowieso nicht tue.
    Wenn du merkst, dass solche Gedanken aufkommen, sofort stoppen.


    Das ist die Suchtstimme, und die spreche ich dann direkt an. Aber nicht in Form einer Diskussion, sondern ich Sch…e sie innerlich an, dass sie auf der Stelle den Mund zu halten hat. Und zwar so lange, bis sie Ruhe gibt. Das geht erstaunlich gut.


    Das hat auch dazu geführt, dass sie immer ruhiger und seltener geworden ist. Jetzt fällt mir Alkohol meistens erst abends ein, wenn ich ins Forum schaue. Oder eben hier lese. Und das ist auch gut so, denn ganz vergessen möchte ich nicht, dass ich Alkoholiker bin. Das würde zu Leichtsinn führen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Egal ob mit einer Sucht oder auch psychischen Problemen, stößt man meistens auf Unverständnis. Da habe ich mich dran gewöhnt .

    Hi Carmen,

    aufgrund einer traumatischen Kindheit und Jugend habe ich wiederkehrende, teils schwere Depressionen. Eine Persönlichkeitsstörung und PTBS wäre mir diagnostiziert worden, brauchte offiziell aber nie.

    Mit Deinem psychischen Päckchen musst Du besonders auf Dich aufpassen. Sprich auf jeden Fall mit Deinen Therapeut*innen und Ärzt*innen. Das verschafft Dir auch Sicherheit, dass die Therapie auf die Tatsache das Du nun trockene Alkoholikerin bist angepasst wird.

    Bei mir waren die ersten zehn bis zwölf Tage schwierig. Körperlich ging es mir in den ersten Tagen schlecht, wurde dann aber rasch und stetig besser. Seelisch war es eher Achterbahn und hat gerne Mal schnell gewechselt. Du hast, wie ich gelesen habe, eine Bedarfsmedikation, die kannst Du dann ja auch nach Bedarf nehmen. Nach drei Wochen war alles wieder ziemlich gut.

    So ein Entzug ist körperlich und seelisch echt anstrengend. Gefühlt war bei mir manchmal alles auf Vollgas. Ich habe versucht mich so gut es geht zu schonen. Und obwohl ich tatsächlich kaum etwas gemacht habe, war ich oft sehr erschöpft.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Danke , ich kann nicht so gut beschreiben was in mir vorgeht. Das konnte ich noch nie. Du hast es gut beschrieben.

    Für aussenstehende bin ich nur die "irre" weil ich ja nicht so einfach vergessen kann, was ich erlebt habe.

    Die letzten Jahre kam der Alkohol oben drauf. Wollte diese negativen Gedanken einfach nur weg spülen, wenigstens eine kurze Zeit löschen. Naja, aber es ist wie gesagt nur eine kurze Zeit und auf Dauer würde ich ganz kaputt gehen.

    Der körperliche Entzug ist heute schon viel besser. Wenn die Gedanken und Gefühle wieder zu stark werden, nehme ich mein Bedarf.

    Es tut gut zu lesen, daß Außenstehende das verstehen. Danke

  • Hi nochmal Carmen,

    ich finde Du machst das gut. Und ich finde es sehr mutig von Dir, dass Du Deine Alkoholsucht angehst. Dich hier angemeldet hast und von Dir erzählst. Das ist Dein Faden und hier kannst Du alles schreiben, was Dich auf Deinem jetzt trockenen Weg beschäftigt.

    Ich habe wie Du Alkohol ab einem bestimmten Zeitpunkt als eine untaugliche Selbstmedikation genutzt. Und ich wusste und habe von Anfang an gespürt, dass das nach hinten losgeht. Trotzdem habe ich es ca. 9 Jahre durchgezogen. Verrückt? Na klar! Aber ich kann es jetzt nicht mehr ändern. Deshalb konzentriere ich mich jetzt ganz darauf, ohne Alkohol weiter durch das Leben zu gehen. Und mir ging und geht es in diesen dreieinhalb Monaten in meiner Welt meistens gut oder okay.

    Ich habe hier durch Lesen und Schreiben sehr, sehr viel für mich gelernt. Weil hier einfach ein Riesenerfahrungsschatz versammelt ist. Und das wirklich tolle ist, dass hier Menschen schreiben, die schon viele viele Jahre trocken sind und die deshalb eben wissen, wie ich am Besten den Rest meines Lebens trocken bleibe. Ich schreibe jedenfalls in meinem Faden über alles, was mich beschäftigt. Das entlastet mich und das ist für mich zunächst das wichtigste. Und dann schreiben andere etwas dazu oder ich lese woanders etwas, was mir weiterhilft. Und so hangele ich mich Schritt für Schritt voran.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Danke für deine Antwort 3,5 Monate ist ne Leistung. Vor allem mit der vorerkrankung.

    Ich werde das hier auch als "faden" nutzen und ich hoffe er zieht sich bis zu dem Ergebnis. Ich bin so glücklich mich hier angemeldet zu haben, endlich Menschen die einen verstehen ohne Vorurteile.

  • aber sie wissen nicht das ich mich hier angemeldet habe.

    Nein, sie sollten es auch nicht wissen, dies hier ist deine SHG und nur für dich.

    Hi Carmen,

    ich komme noch einmal auf diese beiden Zitate zurück weil die mich beim Lesen verwirrt haben. Ich habe mir nahestehenden Menschen und übrigens auch meiner Ärztin erzählt das ich in einer Online Selbsthifegruppe bin ich hätte Ihnen auch erzählt wenn ich in einer echten Selbsthilfe bin. Aber das ist eben mein Umgang. Was Nayouk mit dem sie sollten es auch nicht wissen meint ist glaube ich das es nicht gut wäre wenn sich z.B. Dein Mann hier auch anmelden würde weil Du dann nicht mehr frei schreiben könntest. Ich würde auch nicht wollen das sich mir nahestehende Menschen hier anmelden. Habe aber auch diesbezüglich keine Bedenken.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo Carmen,

    auch von mir ein herzliches Willkommen 💐

    Ich finde das total klasse, dass du erkannt hast, dass du Alkoholikerin geworden bist und nun auch nüchtern leben willst.

    Mein Problem ist halt auch nach Hilfe zu fragen, weil ich , wenn es mir richtig schlecht geht, gar nicht weiß was mir gerade gut tut und welche Art von Hilfe ich brauche. Hab es dann immer mit Alkohol versucht ...naja, die Zeiten sollen jetzt vorbei sein!!

    Du hast dich hier angemeldet. Das ist ein ganz großer Schritt. 👍
    Irgendwas mit Alkohol lösen hat ja in der Vergangenheit nicht funktioniert. Warum sollte das im Jetzt und im Morgen funktionieren?

    Wenn du den letzten Satz mal anders formulierst …in etwas so: Die Zeiten sind jetzt vorbei … wie liest sich das für dich?

    Habe so ein schlechtes Gewissen und schäme mich für das was ich alles im Suff gemacht habe. Bekomme das gerade irgendwie nicht hin weg zu räumen... ist wie eine Bremse in mir.

    Mein Gott, was habe ich die letzten Jahre nur gemacht?

    Das kenne ich so gut.
    Mir hat es sehr geholfen, all meine Gedanken aufzuschreiben. Das tat weh und war sehr tränenreich. Aber es hat mir auch immer mehr bewusst gemacht, dass ich krank geworden bin. Alkoholkrank.
    Langsam lernte ich zu akzeptieren, dass ich Alkoholiker geworden bin … und das auch für immer bleiben werde.
    Ich kann nicht ändern, was war. Aber ich kann jetzt dafür sorgen, dass ich alles besser mache.

    Meine Familie weiß das ich mich als alkoholikerin sehe , aber sie wissen nicht das ich mich hier angemeldet habe.

    Ist das denn schlimm?

    Ich habe niemandem von diesem Forum erzählt.
    Das ist meine Selbsthilfegruppe und ich möchte nicht, dass irgendwer aus meiner Familie hier mitliest.
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich zum Thema Alkoholsucht hier besser verstanden werde. Also schreibe ich auch hier. Hier weiß jeder, wovon ich schreibe.
    Auch bin ich sehr vorsichtig, wenn es darum geht ,wem erzähle ich was‘. Nicht jeder muss alles über mich wissen, über meine Krankheiten schon mal gar nicht.

    Ich bin schon manchmal so stolz auf mich und meinen nüchternen Weg, dass ich es so gerne in Welt rausschreien möchte, aber ich finde auch, dass vieles hier, und nur hier, besser aufgehoben ist.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hi Carmen,

    ich komme noch einmal auf diese beiden Zitate zurück weil die mich beim Lesen verwirrt haben. Ich habe mir nahestehenden Menschen und übrigens auch meiner Ärztin erzählt das ich in einer Online Selbsthifegruppe bin ich hätte Ihnen auch erzählt wenn ich in einer echten Selbsthilfe bin. Aber das ist eben mein Umgang. Was Nayouk mit dem sie sollten es auch nicht wissen meint ist glaube ich das es nicht gut wäre wenn sich z.B. Dein Mann hier auch anmelden würde weil Du dann nicht mehr frei schreiben könntest. Ich würde auch nicht wollen das sich mir nahestehende Menschen hier anmelden. Habe aber auch diesbezüglich keine Bedenken.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ich habe bewusst niemanden etwas gesagt, weil ich das hier als meine Hilfe sehe offen zu schreiben. Ich habe schon so viele Anläufe gehabt nicht mehr zu trinken, es aber nie geschafft. Selbst wenn ich es meinem Mann erzählen würde, würde er mir wohl auch diesmal nicht glauben. Nur diesmal möchte ich es schaffen und dank diesem Forum scheint es auch besser zu gehen. Heute vor 1 Woche habe ich das letzte mal getrunken und ich bin schon was srolz☺️

  • Hallo Stern,

    Danke für deine liebe Begrüßung und deine lieben Worte.

    Das tat gut zu lesen.

    Wenn du den letzten Satz mal anders formulierst …in etwas so: Die Zeiten sind jetzt vorbei … wie liest sich das für dich?

    Ja, das liest sich natürlich besser. Und die Zeiten sind jetzt auch vorbei

    Mir hat es sehr geholfen, all meine Gedanken aufzuschreiben.

    Das mache ich auch seit einer Woche. Habe mir ein kleines Tagebuch angelegt.

    Ich kann nicht ändern, was war. Aber ich kann jetzt dafür sorgen, dass ich alles besser mache.

    Nein, man kann es leider nicht mehr ändern. Aber es ist wohl alles noch ziemlich frisch, daß mir einiges wohl doch noch vorgeworfen werden kann. Aber wie du sagst. Ich kann ab jetzt nur alles besser machen .

    Ich bin schon manchmal so stolz auf mich und meinen nüchternen Weg, dass ich es so gerne in Welt rausschreien möchte, aber ich finde auch, dass vieles hier, und nur hier, besser aufgehoben ist.

    Das verstehe ich und das kannst du auch sein ☺️

    Ich finde auch das es Dinge gibt die hier besser aufgehoben sind. Und ich bin so dankbar das es das forum hier gibt.

    Danke für die aufbauenden Worte 🤗

  • Jetzt kannst du schon das Wort Woche nehmen und nicht nur Tage und bald kommt der Monat. Du darfst stolz sein.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ja, hört sich gut an ☺️ und etwas Stolz bin ich auch..

    Obwohl ich mich heute irgendwie gar nicht gut fühle.

    Hab wieder ziemliche Kopfschmerzen und bin unruhig, aber auch gleichzeitig schlapp und müde. Ist ein seltsames Gefühl. Müsste unbedingt mit den Hunden raus, die zwar schon im Garten waren,aber ihre morgendliche Runde brauchen.

  • Hallo Carmen herzlich Willkommen hier im Forum und ich wünsche dir gutes Gelingen 🍀

    Jetzt hast du schon einige Tage geschafft. Weiter so 👍 Lies in Ruhe und schreibe viel. Das hilft und du erzielst einen Austausch.

    Vielleicht kann ja auch jemand aus der Familie die Hunderunde übernehmen. Eine tolle Erleichterung ist es schon mal, dass dein Zuhause alkoholfrei ist. Ich wünsche dir einen schönen, neuen Weg.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Herzlichen Glückwunsch zu einer ganzen nüchternen Woche. 💐

    und etwas Stolz bin ich auch..

    Obwohl ich mich heute irgendwie gar nicht gut fühle.

    Du darfst ruhig etwas mehr stolz sein. 😀

    Ich habe aufgehört, mein ‚ganz allgemeines Wohlbefinden‘, was natürlich nicht immer nur super toll ist, immer im direkten Zusammenhang mit meiner Alkoholsucht zu sehen.
    Wenn es mir mal nicht so gut geht, hat das doch erstmal gar nix damit zu tun dass ich Alkoholiker bin. ‚Obwohl‘ hat für ich immer so was häßliches, so was schwammiges, unzufriedenes.
    Auch Menschen, die nie in ihrem Leben Alkohol getrunken haben oder nur ganz selten, fühlen sich mal ,irgendwie gar nicht so gut‘.

    Genieße deinen nüchternen Tag und freue dich auf morgen. Dann wirst du schon über eine nüchtern sein. 😀

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich habe bewusst niemanden etwas gesagt, weil ich das hier als meine Hilfe sehe offen zu schreiben.

    Hi Carmen, das finde ich gut, dass Du das so machst wie es am Besten für Dich.

    Meine Situation ist eine völlig andere. Ich bin in keiner Beziehung. Ich lebe alleine. Ich habe fast ausschließlich alleine gesoffen. Und ich habe ausschließlich nur mir selbst geschadet.

    Ich habe ein soziales Umfeld, welches nicht wusste das ich Alkoholiker bin. Nun weiß mein Umfeld es und damit bin ich fein.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Ich hatte gestern und vorgestern so stark Kopfschmerzen, dass ich jeweils eine Tablette genommen habe. Und ich bin bei 169 Wochen. 😅

    Nehme gar nicht gerne welche. Weil ich meine glänzende Leber nicht belasten möchte.
    Bei mir kommt das, wenn es nachts plötzlich mehr runter kühlt. Oder sonst was. Hat definitiv nichts mit Alkohol zu tun.
    Da frage ich mich immer, wie ich die vielen Jahre morgens, mit dickem Kopf, überstanden habe.


    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Na, das stimmt. Ihr habt recht. Heute ist es auch wieder viel kühler als gestern. Vielleicht deshalb die Kopfschmerzen wieder.

    Heute Nachmittag hat mein Mann einen Tisch beim Italiener reserviert. Freu mich schon auf das Essen, obwohl ich so schlapp bin. Angst vor Alkohol brauche ich ja nicht zu haben, da er ja nichts trinkt.

    Wird uns bestimmt gut tun, da die Zeit in der ich getrunken habe ja schon einiges kaputt gemacht hat und ich froh bin das er zu mir gehalten hat.

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