Niota1983 - Hallo zusammen

  • Hallo Niota1983,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Niota1983.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Niota1983!

    Ich heiße dich hier im Forum willkommen. Am besten schilderst du etwas ausführlicher dein Problem damit man sich in etwa vorstellen kann was dich bewegt hat dich hier anzumelden.

    Achte dabei aber bitte darauf daß du nicht zu sehr ins Detail gehst damit dich hier niemand wiedererkennen kann. Wir legen großen Wert auf Anonymität.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo, ich habe mich ja schon kurz vorgestellt.

    Mein Freund und ich sind jetzt schon ein paar Jahre zusammen, kennen yns aber schon viel laenger.

    Ich haette nie gedacht, dass er Probleme hat. Er wirkt nach aussen sehr selbstsicher.

    Nach und nach offenbarte sich immer mehr, dass er an schweren Depressionen leidet. Er hat mehrfach versucht Therapien zumachen, aber es hat nie richtig geklappt. Medikamente hat er auch versucht. Die meisten haben nicht geholfen oder hatten schwere Nebenwirkungen.

    Seit ein paar Wochen geht er wieder zur Therapie und hat jetzt ein Medikament gefunden (nach einem Gentest), das tatsaechlich zu helfen scheint.

    Waere da nur nicht die Trinkerei zwischendurch 😔. Er kann Wochen durchhalten ohne einen Tropfen oder trinkt hier und da mal ein Bier. Wenn er aber ganz tief in eine Depression rutscht, dann trinkt er. Er wird nicht aggressiv oder so. Er kann diese Angstzustaende nicht vermeiden, trotz der neuen Tabletten. Am schlimmsten ist es, wenn er nicht schlafen kann. Er leidet schon seit Jahren unter Insomnia, die mal mehr oder weniger schlimm ist. Er trinkt dann, um zu schlafen. Er hat Probleme mit seiner Gesundheit... schlechte Leberwerte, Blutarmut usw.

    Ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende. Ich lebe in staendiger Angst, dass ihm was passiert. Er ist schon ein paarmal hingefallen. Da er ja sehr schlecht schlaeft, ist er manchmal fuer Stunden mitten in der Nacht im Haus unterwegs. Ich wache dann auf.

    Es kommen immer wieder Versprechen er hoert auf, aber es klappt nicht. Ich bin seine Partnerin, nicht seine Mutter. Das Vertrauen ist quasi weg. Manchmal war ich nur in einem anderen Raum und komme zurueck und zack er hat getrunken. Er beschreibt es als "wie ein Schalter" der sich umlegt.

    Wenn er nicht trinkt, hat er keine Anzeichen wie schwitzen, zittern usw..

    Ich waere fuer jeden Tipp dankbar.

  • Hallo Niota!

    Bitte eröffne keine neuen Threads. Ich habe deinen Beitrag hierhin verschoben damit es übersichtlich bleibt, bitte schreibe hier weiter.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Niota!

    Ich bin auch eine Angehörige, mein Mann hat viele Jahre getrunken.

    Nach und nach offenbarte sich immer mehr, dass er an schweren Depressionen leidet.

    Mein Mann wurde auch depressiv ob das der Alkohol ausgelöst hat weiß ich auch nicht. Auf jeden Fall ist es sehr kontraproduktiv wenn jemand mit Depressionen trinkt. Die Depressionen verschlechtern sich durch den Alkohol und es wird oft immer mehr getrunken um die Depression auszuhalten. Die Medikamente gegen Depressionen können nicht richtig wirken und der Kreislauf nimmt so kein Ende.

    Seit ein paar Wochen geht er wieder zur Therapie und hat jetzt ein Medikament gefunden (nach einem Gentest), das tatsaechlich zu helfen scheint.

    Weiß der Therapeut daß er trinkt? Es ist ganz wichtig ehrlich zu sein und das nicht zu verschweigen. Er muß seine Probleme ungeschönt dem Therapeuten mitteilen, bestimmt gibt es gegen die Schlafstörungen etwas Besseres als zu trinken.

    Er hat Probleme mit seiner Gesundheit... schlechte Leberwerte, Blutarmut usw.

    Auch da wäre es viel besser nicht zu trinken und es mit dem Arzt zu besprechen.

    Es kommen immer wieder Versprechen er hoert auf, aber es klappt nicht.

    Das sind die Versprechen die nasse Alkoholiker machen, meistens um den Partner zu beruhigen. Solange aber keine konkreten Taten folgen wie z.B. eine qualifizierte Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht wird das nichts.

    Leider kannst du als Partnerin gar nichts machen was seine Sucht betrifft. Du kannst nur dafür sorgen daß es dir wieder besser geht. Es ist auch nicht deine Aufgabe dich um seine Gesundheit zu kümmern. Du kannst reden, schimpfen, dich sorgen wenn er nicht will bist du machtlos.

    Es bleibt die Frage willst du so eine Partnerschaft überhaupt? Ich war irgendwann selber so fertig und habe mich von ihm getrennt und mir ein neues Leben aufgebaut.

    Manchmal war ich nur in einem anderen Raum und komme zurueck und zack er hat getrunken.

    Dann sollte er den Alkohol aus dem Haus verbannen damit er erst gar nicht in Versuchung kommt. Das sollte aber erst nach einer Entgiftung geschehen da ist es sehr wichtig eine alkoholfreie Wohnung zu haben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Liebe Marie... danke fuer deine ausfuehrliche Antwort.

    Ja, der Therapeut weiss, dass er trinkt. Er hat jetzt auch eine ambulante Therapie angefangen. Es "gefaellt" ihm und ist besser, als er sichs vorgestellt hat.

    Das Ding ist, er ist fast nie sichtbar betrunken, sondern immer nur so, um seine Nerven zu beruhigen.

    Das Problem ist, dass er den Alkohol irgendwo versteckt und ich ihn nicht immer finde😮‍💨.

    Die Depressionen waren schon vorm Alkohol da. Das ist leider in der Familie. Ich bin mir nicht mal sicher, ob eine Entgiftung das Richtige ist, weil er hat so viele Pausen dazwischen.

    Ob ich die Beziehung noch will, weiss ich im Moment nicht.

  • Hallo und willkommen Niota,

    wenn dein Freund in therapeutischer Behandlung ist und auch eine ambulante Therapie angefangen hat, wird er Informationen haben, wie das mit dem Trinken zusammenpasst. Wenn er denn wirklich den Therapeuten ehrlich über seinen Konsum informiert hat.

    Aber das ist alles Angelegenheit deines Freundes. Du hast da im Grunde genommen keinen Einfluss drauf, dein Freund ist erwachsen und wird so handeln, wie er es möchte. Wenn er Alkoholiker ist bestimmt eh die Sucht seine Handlungen.

    Ob ich die Beziehung noch will, weiss ich im Moment nicht.

    DAS ist der Punkt um den es hier gehen sollte. Denn wir sind jetzt DEINE Selbsthilfegruppe. Und im Austausch kannst du für dich herausfinden, was du wirklich möchtest.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Das Problem ist, dass er den Alkohol irgendwo versteckt und ich ihn nicht immer finde😮‍💨

    Es ist auch nicht deine Aufgabe zu suchen wo er den Alkohol versteckt hat also spare dir die Mühe danach zu suchen, es bringt ja doch nichts.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • DAS ist der Punkt um den es hier gehen sollte. Denn wir sind jetzt DEINE Selbsthilfegruppe. Und im Austausch kannst du für dich herausfinden, was du wirklich möchtest.

    Ich hoffe, ich kann es rausfinden. Ich wuerde sehr gern meine Beziehung retten, ich bin mir aber selbst so wichtig, dass ich das nicht auf Dauer mitmache.

  • Hallo Niota,

    das du erstmal den Gedanken hast, ob die Beziehung noch zu retten ist, ist normal.

    ich bin mir aber selbst so wichtig, dass ich das nicht auf Dauer mitmache.

    Und das ist ein guter Ansatz.

    Ich hab auch immer wieder versucht, meine erste Ehe zu retten, meinen Exmann zu retten, vom Alkohol wegzubringen. Der Unterschied zu dir war, dass ich mir selbst nicht wichtig genug war und so ist Jahr für Jahr in's Land gezogen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Ich glaube mein groesstes Problem ist, dass ich staendig in diesen Modus falle, alles kontrollieren zu muessen.

    Ich bin schon morgens damit beschaeftigt zu schauen, ob er vielleicht nicht schlafen konnte und somit was getrunken hat. Ich achte auf die kleinsten Details. Wie gesagt, er wird nicht laut oder aehnliches, sondern geht dann eben meistens ins Bett.

    Wir haben gestern Abend nochmal lange gesprochen. Es gibt viele Sachen, die ihm Angst machen und wo er sich dann einfach nicht anders zu helfen weis.

    Ich bin aber nicht seine persoenliche Krankenschwester, die ihm den ganzen Tag hinterher laufen kann. Er hat seinen Job, ich meinen. Mir faellt das aber unheimlich schwer, ihn quasi auflaufen zu lassen.

    Habt ihr da noch ein paar Tipps, wie ich das besser machen kann?

  • Ich bin schon morgens damit beschaeftigt zu schauen, ob er vielleicht nicht schlafen konnte und somit was getrunken hat. Ich achte auf die kleinsten Details. Wie gesagt, er wird nicht laut oder aehnliches, sondern geht dann eben meistens ins Bett.

    Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Ich antworte Dir hier als trockene Alkoholikerin und bin seit über 12 Jahren abstinent.

    Was nützt es Dir, wenn Du einen circa Alkohollevel von ihm weißt? Du wirst nie den genauen Überblick bekommen.

    Mit anderen Worten, das Kontrollieren kannst Du Dir schenken, NIota.

    Ich hätte mich niemals von meinem Mann kontrollieren lassen, meinen Alk hatte ich versteckt und habe fast immer heimlich gesoffen.

    Alkohol hat bei mir im Laufe der Zeit Panikattacken und Ängste ausgelöst, ebenso depressive Verstimmungen. Es wurde immer schlimmer. Also eindeutig ist das vom Alkohol ausgelöst worden, denn das meiste davon ist wieder entschwunden im Laufe meiner Abstinenz.

    Und Medikamente können nichts nützen, wenn sie mit Alkohol genommen werden.

    Wie meinst Du das mit dem Auflaufen? Du kannst ihn nicht kontrollieren und nicht helfen, wenn er nicht selbst mit dem Saufen aufhören will. (Ich schreibe bewusst saufen, weil es mit normalen trinken nichts mehr zu tun hat.)

    Es wird alles im Laufe der Zeit noch extremer, die Sucht kennt nur einen Weg, den bergab.

    Für die Angehörigen ist es wirklich hart, aber nur der Alkoholiker kann seine Sucht zum Stillstand bringen, wenn er es denn wirklich will. Da helfen keine guten Worte und Taten. Nichts! Du kannst nichts tun, so bitter es ist.

    Und dann kommt es darauf an, wie lange Du Dir diesen Selbstmord auf Raten ansehen willst. Alkohol ist ein Nervengift und wirkt auf Körper und Seele.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Niota,

    dieses Kontrollieren in eines der zentralen Punkte in der Coabhängigkeit.

    Dadurch, dass der Partner trinkt und somit immer weniger funktioniert, du ihm helfen möchtest, da rauszukommen, kontrollierst du seinen Konsum. Das gibt eine vermeintliche Sicherheit etwas machen zu können, ihm erstmal helfen zu können.

    Das ist aber ein Trugschluss. Der Abhängige wird immer wieder Verstecke finden um seine Vorräte zu bunkern. Du wirst immer wieder enttäuscht sein wenn du feststellst, dass seine Vorräte entweder weniger geworden sind oder neue auftauchen oder er trotz aller Kontrolle völlig betrunken ist. Bei mir ging es soweit, dass ich Striche an Schnapsflaschen gemacht habe um zu sehen, ob er getrunken hatte.

    Wenn es so war, war ich maßlos enttäuscht, wütend, fühlte mich verarscht weil er ja immer wieder schwor, er hätte kein Problem und ich wäre hysterisch und völlig plemplem. Das hat meine Wahrnehmungsfähigkeit völlig verdreht. irgendwann habe ich festgestellt, dass er Bierflaschen mit Wasser gefüllt hatte und den Kronkorken kunstvoll wieder aufgesetzt hatte.

    Es gibt viele Sachen, die ihm Angst machen und wo er sich dann einfach nicht anders zu helfen weis.

    Das ist im Grunde genommen ein Vorwand. Es gibt auch andere Wege um aus Angstzuständen herauszukommen. Ich habe auch eine Angststörung, aber das mit Alkohol zu bekämpfen, da komme ich nicht auf die Idee. Na klar, anfänglich kann es sein dass er gemerkt hat, dass Alkohol betäubt und Ängste nachlassen können. Aber langfristig ist das keine Lösung.

    Es kann aber auch sein, dass Angst und Depressionen durch das Trinken ausgelöst werden, Depression ist eine Begleiterkrankung der Alkoholsucht.

    Was kannst du machen? Erstmal aufhören zu kontrollieren. Denn das kostet nur Energie und macht sehr viel Ärger weil du es doch nicht schaffst. Du kannst ihn eben nicht 24/7 bewachen. Das zu akzeptieren fällt erstmal nicht leicht aber es ist der einzige Weg. Du kannst ihn nicht vom Trinken abhalten, solange er nicht den eigenen starken Wunsch hat, aufzuhören, kannst du nichts tun.

    Du hast dein eigenes Leben in der Hand und das, was du daraus machen möchtest. Er ist für sich selbst verantwortlich.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Für die Angehörigen ist es wirklich hart, aber nur der Alkoholiker kann seine Sucht zum Stillstand bringen, wenn er es denn wirklich will. Da helfen keine guten Worte und Taten. Nichts! Du kannst nichts tun, so bitter es ist.

    Er gibt sich natuerlich sehr einsichtig. Er moechte aufhoeren oder sagen wir mal, die Aengste und Depressionen anders bekaempfen. Aber es scheint ihm der einzige Weg. Ich will da auch gar nichts beschoenigen, mit "er will ja auch" und "der Arme, hats nicht leicht". Das ist der komplett falsche Weg. Und das sagen wir beide.

    Was kannst du machen? Erstmal aufhören zu kontrollieren. Denn das kostet nur Energie und macht sehr viel Ärger weil du es doch nicht schaffst. Du kannst ihn eben nicht 24/7 bewachen. Das zu akzeptieren fällt erstmal nicht leicht aber es ist der einzige Weg

    Du hast voellig Recht. Wir reden jeden Abend darueber, welche Themen in der ambulanten Therapie besprochen wurde. Er erzaehlt mir genau das! Ich kann ihn nicht abhalten, er muss es selbst wollen.

    Das schlimme ist ja, dass ich tatsaechlich Krankenschwester in einer stationaeren Drogen und Alkoholreha bin. Ich seh das also staendig. Klar gibts Unterschiede, selbst im Alkoholmissbrauch. Wir haben aber auch ganz viele Heroin, Fentanyl, Methabhaengige... und ich muss ehrlich sagen, Alkohol ist tatsaechlich am schlimmsten.

  • Was mich auch interessieren wuerde, geht ihr offen damit um, dass euer Partner ein Alkoholpeoblem hat?

    Ich muss sagen, ich verstecke es so gut wie nie. Es gibt Leute, die gehts einfach nichts an, aber ansonsten ernutige ich ihn ganz egrlich darueber zu reden.

  • Ich komme mal zu dir Niota1983 , als trockener Alkoholiker.
    Für mich sind das 2 paar Stiefel. Zum einen, wie er selbst damit nach Außen umgeht, denn dass muss er entscheiden und wie du damit umgehst.
    Meine Frau hat darüber gesprochen, als es für sie wichtig und hilfreich war. Sie hat sich Hilfe bei einer (ihrer) Ärztin geholt, die sie damals über die drohende Co-Abhängigkeit aufgeklärt hat und sie konnte noch rechtzeitig danach handeln.
    In dem Moment, wenn es für Dich zur Belastung wird oder gar verhindert, dass du dir selbst helfen kannst, dann ist Schweigen kontraproduktiv.

    Das schlimme ist ja, dass ich tatsaechlich Krankenschwester in einer stationaeren Drogen und Alkoholreha bin.

    Schlimm finde ich das nicht. Wie heisst es so schön, "der Prophet gilt nichts im eigenen Land".
    Ich war selbst in einer Suchtklinik und weiss , was die Krankenschwestern in ihrem Beruf leisten und mit welcher Geduld und mit welchem Einfühlungsvermögen sie den Süchtigen auf den Weg helfen. Sie haben meinen grössten Respekt. Ich habe noch heute sporadisch Kontakt zum "Stationszimmer".
    Und das Urteil der Krankenschwestern, die ich kennenlernen durft, deckt sich mit deinem, Alkohol sei die schlimmste Droge von allen.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Niota,

    ich habe mit Menschen darüber geredet, was bei mir los war, als ich soweit war, für mich was zu ändern. Also als ich angefangen habe, mich zu lösen. Da hab ich gesagt, mein Mann trinkt, ist Alkoholiker. Und ich kann nicht mehr so weiterleben.

    Ich hab dann anfänglich gezittert dabei und mir war es peinlich. Andererseits hat es sich wie eine Art Befreiung angefühlt, es endlich auszusprechen. Dadurch hatte ich plötzlich gute Gespräche, ich war erstaunt, wie viele Leute ähnliches in ihren Familien erlebten, erlebt hatten.. Leider. Das war schonmal für mich gut, ich hab mich nicht mehr so alleine mit allem gefühlt.

    Innerhalb meiner und seiner Urfamilie sahen aber alle selbst, was los war. Meine Urfamilie blickte mit Sorge darauf und mit einer Art Verachtung. Obwohl die meisten selbst missbräuchlich tranken. Da war ich selbst auch offener und habe meine Gefühle gezeigt. Also Wut und Ekel usw.

    Seine Urfamilie wollte es nicht wahrhaben und wenn ich da was sagte, meckerte wenn sein Vater zum Beispiel bei Besuchen sofort mit der Pulle Bier und Schnaps ankam, dann wurde ich mit Verachtung angesehen. Da habe ich dann wenig gesagt weil sie es nicht verstehen wollten.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

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