Tisha - Weg aus der Co Abhängigkeit

  • Hallo Tisha!

    Es wird, wie beim letzten Mal, ein ziemlicher Akt werden. Ich bereue es, ihm die Chance gegeben zu haben. Bin wieder auf das Gerede reingefallen. Mein Fehler, ich weiß.

    Du kannst es ja kurz und bündig machen, ihm einen Termin nennen wann er raus sein muß und wenn er nicht geht läßt du das Wohnungsschloß auswechseln. Zuviel reden bringt eh nix das führt nur zu unangenehmen Diskussionen die dich wiederum belasten.

    Du mußt dich nicht immer wieder erklären, er weiß doch was Sache ist.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Du kannst es ja kurz und bündig machen, ihm einen Termin nennen wann er raus sein muß und wenn er nicht geht läßt du das Wohnungsschloß auswechseln. Zuviel reden bringt eh nix das führt nur zu unangenehmen Diskussionen die dich wiederum belasten.

    Hallo Tisha,

    zu dem Text von Marie noch hinterher:

    sollte er dann vor der Tür randalieren, ruf bitte sofort die Polizei. Solche Situationen musst du ebenfalls nicht ertragen.

  • Kurzes Update:

    Am Donnerstag war es nun so weit. Er hat Geld bekommen und es war einfach unerträglich. Ich habe ihm klipp und klar gesagt, dass er sich das Wochenende was suchen muss… nix ist passiert… er hätte seine Gefühlslagen und deshalb würde er trinken…ich habe ihn an die Absprache erinnert… davon wollte er nichts hören. Sonntag hat er sich tierisch zusammen gerissen, um mir zu zeigen, dass er ohne Alkohol kann, was zur Folge hatte, dass er gestern einen totalen Filmriss hatte. Wieder mit Sachen, die er sich einbildet... Er hat mich sowas von beleidigt und bedroht als ich nach Hause kam. Das kann man sich gar nicht vorstellen.. Im Anschluss tat er so als ob ich die schuldige bin und später dann als wäre nix. Heute Morgen habe ich ihm gesagt, dass er sofort seine Sachen packen soll und es keine Chance mehr gibt. Ich habe nun seinen Schlüssel. Seine Sachen habe ich ihm vorhin gepackt und sicher weg gestellt. Er hat natürlich nix gepackt. Er hat nun Feierabend und meint natürlich ich lasse ihn rein. Er ruft die ganze Zeit an. Ich bin extra von zuhause weg, damit ich stark bleibe. Später fahre ich von der anderen Seite des Hauses und stelle mein Fahrrad in den Keller, damit ich morgen damit los kann. In der Tasche ist alles was er erstmal braucht. Irgendwie habe ich dennoch Mitleid. Aber er wird schon unterkommen. Er wird vermutlich den Job verlieren, aber das wäre so oder so passiert. Es bringt auch Nix mehr zu warten. Es würde nur schlimmer werden. Ich muss stark bleiben. Ich kann das mit dem Alkohol nicht mehr.

  • Hallo Tisha,

    pass auf dich auf.

    Meinst du, daß eventuell ausrasten und dir gefährlich werden könnte?

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Tisha!

    Seine Sachen habe ich ihm vorhin gepackt und sicher weg gestellt.

    Stell ihm die sachen vor die Tür, treffe dich bloß nicht alleine mit ihm. Oder du übergibst ihm die Sachen an einem neutralen Ort wo auch andere Menschen zugegen sind.

    Irgendwie habe ich dennoch Mitleid.

    Es ist auch schwierig zuzusehen wie ein Mensch den man mal geliebt hat so dem Alkohol verfällt. Aber du kannst ihm nicht helfen das hast du ja längst gemerkt. Denke daß er dich gestern total beleidigt und bedroht hat. Bleib stark!

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Er hat dich bedroht und das solltest du nicht unterschätzen. Habe keine Bedenken im Zweifel die Polizei zu rufen. Man neigt dazu, den expartner zu unterschätzen. Aber die häufigste Gewalt geht nun mal von Partnern/expartnern aus und den meisten hätte man das nicht zugetraut.

    Er verliert gerade viel und in Verbindung mit Alkohol macht das unberechenbar. Schütze dich, sei nicht alleine!

  • Er hatte mir eine sprachnachricht geschickt, dass er gerade mit einem Vermieter gesprochen hat und er ab dem 1.7. eine Wohnung kriegen würde… er wüsste nicht wohin. Er hätte viele Sachen an mir auszusetzen aber er würde ja auch damit leben… die ganze Schuld Tour. 1. glaube ich ihm das mit der Wohnung eher nicht. 2. hatte er genügend Zeit und wusste, dass er gehen muss, wenn er trinkt. 3. ist das jetzt die reine Mitleids Tour… Ich würde es niemals bis zum ersten des nächsten Monats aushalten. Ich habe es lange genug mitgemacht.

    Ich unterschätze ihn nicht. Die letzten Mal (2 mal) als er gehen musste, hat er auch nichts gemacht. Das heißt natürlich nichts. Es tut mir auch leid, dass er es jetzt vor dem Nichts hängt aber wie lange soll ich das denn mit machen? Er geht ja nicht freiwillig. :( jetzt fühle ich mich total mies

  • Seine Sachen sind im Kofferraum meines Autos… er hat sie da gelassen, weil er sich erst was suchen muss. Ich kann die Tür von oben aufmachen. Ich weiß, dass es nicht das cleverste ist aber ich hab keine andere Wahl. Ich kann die Sachen nirgendwo hinbringen, da er niemanden einmischen will und dann total sauer wird. Er wird sich jetzt einen trinken und hoffen ich lasse ihn rein

  • Hallo Tisha!

    jetzt fühle ich mich total mies

    Warum fühlst du dich mies? Du hast es ihm oft genug gesagt und er hat alles was du gesagt hast mißachtet. Ja was hättest du denn tun sollen, es bis zum St.Nimmerleinstag ertragen? Er hatte genug Chancen seinem Leben eine Wende zu geben.

    Apropos Mitleid, nachdem mein Mann mich aus dem Haus geekelt hat und ich mir ein neues Leben aufbauen musste hat er mir vorgejammert was er doch für ein armer Mensch ist da er ja so krank ist.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Kannst du dort wo du bist übernachten? Dann sparst du dir das Spektakel.

    Er will nicht dass dritte involviert werden. Gewöhne dich gerne daran, dass ab jetzt für dich zählt was DU willst und nicht er. Ich drücke fest die Daumen für eine ruhige Nacht.

  • Hallo Tisha,

    das was du gerade hier beschreibt, fühle ich zu 100%. Diese Gefühlslage war bei mir ganz ähnlich. Er hat bei mir gewohnt unter der Bedingung, nicht zu trinken, irgendwann hat er natürlich auch bei mir getrunken. Ich hatte die Ansage gemacht, er müsse sich eine eigene Wohnung suchen, was er natürlich nicht gemacht hat. Es ist dann richtig eskaliert mit der Sauferei, und ich hab ihn rausgeschmissen, Schlüssel abgenommen ect. Ich hatte auch richtig doll Mitleid, aber ich wusste mir nicht anders zu helfen, denn ich wäre ihn sonst nicht losgeworden aus meiner Wohnung. Die übelsten unterirdischen Beleidigungen und Beschuldigungen musste ich mir auch anhören, und auch Bedrohungen.

    Deswegen kann ich dich so gut verstehen, auch dein Satz, dass du das mit dem Alkohol nicht mehr kannst. Ich fühle es total! Man kann einfach irgendwann nicht mehr, da ist einfach eine innere Grenze erreicht, und man wehrt sich gegen diese Situation fast automatisch (weil man keinen anderen Ausweg mehr sieht!).

  • Ich bin zuhause… bin durch den hinter Eingang rein. Er stand gerade unten und rief „Schatz“ und schreibt ich soll ihn anrufen und ich könnte ihn doch nicht so stehen lassen… er würde nichts machen und auch im Wohnzimmer schlafen… Würde er nix machen und unter normalen Umständen könnte er ja beleben, bis er eine Wohnung hat. Aber nicht so.


    Ich habe es dieses Mal vorzeitig beendet, bevor es so schlimm wird, dass ich wieder abhauen muss zu meiner Mama.. sie hat ihn übrigens das erste Mal gebeten zu gehen, nachdem ich wochenlang keinen Schlaf bekommen habe und den ganzen Tag auf irgendeinem Parkplatz im Auto saß, um nicht nach Hause zu müssen.

    Natürlich habe ich zugelassen, dass er seine Wohnung aufgibt… seit einem Jahr hatte er Millionen Chancen. Ich habe alles gegeben. Beim letzten Mal sind wir in den Urlaub und alles war so schön. Neue Arbeit… und zack wieder wodKA. Leider verträgt er körperlich sehr viel. Aber der Kopf verträgt nicht einen Flachmann. Vorallem reden wir bei ihm in den schlimmsten Zeiten von 3-5 Flaschen Wodka am Tag.

    Irgendwie erleichtert es mich, dass es hier gleich gesinnte gibt. Obwohl ich sowas niemanden wünsche. Nur alleine die Tatsache, dass ich hier rein schreiben kann, ganz offen und anonym, hat mir geholfen.

    Die Schuldgefühle sind trotzdem da. Immer. Vorallem wenn er klar im Kopf ist. Da tut er mir leid, obwohl ich weiß, dass er selber schuld ist.

  • Er ist wirklich der beste Mensch und Mann den es gibt, wenn er nüchtern ist. Ich könnte mir nichts besseres vorstellen, aber leider gibt es das nüchterner ich fast nie.


    Aber eins weiß ich, ich bleibe lieber für immer alleine als nochmal einen Alkoholiker als Partner zu haben. Das ist eine Strafe

  • Und ja er „durfte“ nach Hause kommen unter der Prämissen, dass er nichts trinkt. Das konnte er auch bei seiner Mutter nicht halten. 2 Tage war er vor einigen Monaten dort und dann ist er ebenfalls rausgeflogen. Mal hält es mit ihm, wenn er trinkt, nicht aus. Das muss ich mir vor Augen halten

  • Nur um das mal in Relation zu setzen: Ich wusste nicht, dass man solche Mengen überleben kann- und ich bin selbst Alkoholikerin. Bleib tapfer!

    Also egal wie ich rede, ich weiß, es ist eine Krankheit. Ich habe sehr sehr viel Verständnis. Aber wenn man so in den Wahnsinn getrieben wird und die Gutmütigkeit so dermaßen ausgenutzt wird , dann kommt einfach die Wut… ja 3-5 Flaschen Wodka. Und er hat nie mehr als, zwischendurch 20 Minuten, und nachts nie mehr als 2 Stunden am Stück geschlafen. Er war bzw. Ist Pegeltrinker. Als er mal nichts zu trinken hatte, hatte er fast einen Anfall nach 5!!!! Stunden. Sowas glaubt man erst, wenn man es mit erlebt. Er hat alle 2 Stunden 0,2 Wodka getrunken. Und bei schlechten bzw guten Phasen nochmal 1 l extra dazu. Als ich ihn rausgeworfen habe hatte er 3.8 Promille und konnte normal reden und laufen. Natürlich hat er viel Quatsch erzählt aber trotzdem…

  • Als er ganz am Anfang der Beziehung kurz nach der Entgiftung einen Rückfall hatte (zwei Tage vor Weihnachten), hat er es mit Bier versucht. Das waren dann 10 bier und er hat nix gemerkt. Ganz schnell wollte er dann Berenzen und dann Strohtman. Da der aber nur 32% hat, war es ihm schnell zu wenig.


    Wodka macht einfach blind. Ich hasse das Zeug

  • Jetzt steht er da unten, mit Arbeitssachen, sodass ich ihn direkt aus dem Wohnzimmer bzw Balkon sehen kann… das ist so schrecklich. Wieso habe ich ihm die Chance gegeben… dann wäre das jetzt alles schon fast ein Jahr her…

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!