Olilia_Zauberlilie - Zurück zu mir!

  • Hi ihr alle!

    Ich bin jetzt ein paar Tage hier im Forum unterwegs und habe viele Beitrag gelesen. Heute dann der Entschluss mich anzumelden und in den aktiven Austausch zu treten!

    Ich bin Alkoholikerin! Das so ausschreiben zu können, dafür hab ich jetzt länger gebraucht. Bis neulich hat mir die Akzeptanz gefehlt wirklich nie wieder trinken zu dürfen, trotz Entzug und Therapie war die Einsicht nicht da...

    Heute möchte ich leben!!

    Ich akzeptiere wie es ist und bin mir bewusst, dass nur ich selbst es in der Hand habe!

    Ich bin heute bei Tag 5! Diesmal ohne Klinik, aber mein Arzt weiß Bescheid! Gott sei dank habe ich bis auf die ersten zwei Tage vermehrtes schwitzen keine Entzugserscheinungen, aber mein Suchthirn ist wach und die Gedanken an Alkohol sind da! Was will man auch erwarten nach jahrelanger Sauferei...

    Trotz allem, mein Ziel ist klar: Abstinenz für den Rest meines Lebens!!!

    Dinge wieder mit klarem Verstand genießen, nicht mehr von einem Schluck zum nächsten hangeln. Freude, Glück, aber auch Wut oder Trauer wieder normal wahrnehmen und empfinden zu können, nicht mehr reingesteigert oder im Nebel verschwommen durch den Tag!

    Ich freue mich euch gefunden zu haben und auf einen sich gegenseitig unterstützenden Austausch! Nur das lesen hat mir schon viel geholfen!

    Ich wünsche allen einen schönen, alkoholfreien Feiertag!

    Liebe Grüße :)

  • Hallo Olilia_Zauberlilie!

    Willkommen hier im Forum, es wird sich bald der für dich zuständige Moderator bei dir melden.

    In der Zwischenzeit kannst du im blauen Balken "Artikel" anklicken dort findest du einige interessante Beiträge.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Olilia_Zauberlilie,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen Glückwunsch zu Deinem Entschluss lebenslang abstinent zu leben.

    Aus Deinen Zeilen lese ich heraus, dass Du bereits einen Entzug in einer Klinik hinter Dir hast. Wie lange ist das jetzt her und was willst Du jetzt, ausser unserer online SHG, anders machen?

    Kennst Du schon unsere Grundbausteine?

    Den Artikel kannst Du anklicken und solltest Du lesen.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Ist Dein Haushalt bereits alkoholfrei?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elly!

    Lieben dank für deine Antwort!

    Ja einen Entzug in einer Klinik habe ich schon hinter mir, das war März letzten Jahres, allerdings irgendwie nur halbfreiwillig...

    Meine Motivation damals war die Falsche! Ich wollte nicht wirklich einsehen das ich Alkoholikerin bin und bin für meinen Mann in die Klinik, hab mich auch um weitere Betreuung für danach nicht gekümmert, weil ich war in meinen Augen ja gar nicht wirklich krank. Also keine weitere Therapie, keine SHG.

    Das ist jetzt anders! Ich bin fest entschlossen mein Leben wieder für MICH zurück zu gewinnen! Meine HA hat eine therapeutische Zusatzausbildung und unterstützt mich zukünftig erstmal.

    Bin auf Therapeutensuche, aber wie das so ist, die Wartelisten sind lang...

    Zusätzlich die SHG. Hab mir schon Adressen rausgesucht von Angeboten in der Umgebung und muss halt jetzt das Richtige für mich finden! Vielleicht bleibts auch nur beim Austausch hier!

    Mein Haushalt ist komplett Alkoholfrei, für morgen bin ich mit meiner Freundin verabredet, um auch alle leeren Flaschen zu entsorgen, die sich so angesammelt habe, hab selbst kein Auto!

    Ja und dann halt geduldig Schritt für Schritt, von Tag zu Tag!

    Die Artikel hab ich alle schon mit großem Interesse gelesen!

  • Diesmal ist offensichtlich vieles anders für Dich, und auf Deinem abstinenten Weg begleiten wir Dich gerne, Olilia_Zauberlilie.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern im Forum klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur ganz kurz etwas zu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema in den offenen Bereich zu den "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich höre raus, dass du eine Freundin hast, der du dich offenbaren konntest. Das ist schon mal Gold wert.

    Die Erkenntnis, dass man wirklich Alkoholikerin ist, ist extrem wichtig. Kam bei mir erst nach ein paar Monaten Abstinenz richtig bewusst an. Und es war gut es hier nochmal in aller Deutlichkeit aufzuschreiben.

    Das hört sich jetzt nach einer guten Richtung an liebe Olilia_Zauberlilie ! Herzlich Willkommen!

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Olilia.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Danke AnnaBlume für dein Willkommen heißen!

    Ja alle die mir sehr nahe stehen wissen bescheid, Familie, die besten Freunde, nicht jeder kennt das ganze Ausmaß, aber ich bin Gsd nicht allein und bekomme auch im Umfeld Unterstützung! Ich finde auch das das viel Wert ist! Bin da sehr dankbar für!

    Einige sind natürlich aus allen Wolken gefallen, konnte das immer ganz gut verstecken, will ich aber nicht mehr!

    Ich denke die Einsicht ist der erste Schritt, der Wille ist auch da und an der Akzeptanz bin ich dran, noch fühle ich mich ein bisschen wehmütig...

    Ging es euch auch so? Man verbindet ja Geselligkeit und vieles andere mit Alkohol, obwohl das jetzt zum Ende nicht mehr mit positivem zu verbinden war! Eher mit totale Rückzug und nur noch im Dauerrausch...

    Liebe Grüße

  • Hallo Olilia, herzlich willkommen. Schön das Du da bist!

    Du hast nur eine kleine Chance, dauerhaft vom Alkohol weg zukommen, wenn Du wirklich alle Hilfe annimmst, die Du erhalten kannst. Ich hatte eine ambulante Langzeitterapie gemacht. Da habe ich schon einige Strategien gelernt, wie ich mich vor Alkohol schützen kann. Ganz viel habe ich auch in meiner Selbsthilfegruppe vor Ort gelernt, wie auch hier.

    Bleib hier, lies viel und führ Dir immer vor Augen, was Alkohol eigentlich ist: eine legale, harte Droge, die sehr stark abhängig macht und für Abhängige sehr oft tödlich endet. Diese harte Droge ist nur erlaubt, weil die Menschheit sich damit seit Jahrtausenden allzugerne betäubt und dadurch kulturellen Status erlangt hat.

    Ich will diese harte Droge nicht mehr konsumieren, peinlich dadurch werden, am Tag darauf geht es mir schlecht, ich will das nie wieder. Ich ärgere mich sehr darüber, wie viel kostbate Zeit ich dabei vollkommen unnütz verplempert habe!

    Ich wünsche Dir alles Gute.

  • Hallo O_Z,

    nachdem mir klar geworden war, dass ich Alkoholiker bin, habe ich mich auf den Weg gemacht. Zufriedene Trockenheit war das Ziel.

    Hatte mir einen Termin gesetzt. Und als er dann gekommen war, war ich tatsächlich sogar froh, dass es endlich so weit ist.

    Da war so viel Neues. Allem voran erstmal ich selbst. Wie fühlt denn der nüchterne Alex. Wie ist es, wenn ich diese ständigen Gedanken um die Beschaffung des Alkohols aus dem Kopf habe. Das ständige "Wie spät ist es und kann ich schon?".

    Mein Leben veränderte sich so sehr und ich war mit mir beschäftigt und damit, es in die richtigen Bahnen zu lenken.

    fühle ich mich ein bisschen wehmütig...

    Ging es euch auch so?

    Ich persönlich nicht. Es kam ja alles auf mich zu. Lag vor mir. Ich hatte keine Zeit, großartig zurückzublicken. Wollte ja auf meinem neuen Weg nicht stolpern. Da musste ich nach vorne blicken. Ich glaube, mein erster Thread hieß sogar "Mein neuer Weg".

    Ja, ich habe viele Leute, mit denen ich nur getrunken habe, nicht wieder gesehen. Inzwischen über drei Jahre. Aber da sehe ich doch, dass es keine wirklichen Freunde waren. Wenn gesoffen werden muss, um beisammen zu sein. Kein Interesse da ist, wie es jemandem denn wirklich geht. Und na ja. Mich hat es ja auch nicht wirklich interessiert, wie es ihnen geht. Denn darum ging es ja nie. Sie und ich waren nur Beiwerk zum Trinken.

    OK. Das war jetzt etwas ausführlich. ^^

    Kurzum. Schau nach vorne und nicht zu viel zurück. Es heißt ja, das Leben wird nach vorne gelebt und nach hinten verstanden.

    obwohl das jetzt zum Ende nicht mehr mit positivem zu verbinden war!

    Das hast Du z. B. verstanden. Und es wäre immer schlechter geworden.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Na klar ist da am Anfang dieses große ‚nie wieder‘, aber je mehr man neue Muster und neue Aktivitäten in den Alltag integriert, desto mehr rückt Alkohol in den Hintergrund.

    Mir hat auch geholfen mir klar zu machen, was genau ich mir jenseits von der Sucht vom Alkohol erwartet habe. Ich wollte diesem Rausch spüren ohne wirklich besoffen zu sein. Gab es aber leider nicht mehr.
    Ich wollte entspannen. Hat sich kurz so angefühlt, dann hab ich Mist gebaut und das verursachte Stress. Ganz abgesehen von dem ständigen Stress durch schlechtes Gewissen.

    Geselligkeit. Da hatte ich auch Sorge- ich kannte ja Geselligkeit nur in Verbindung mit Alkohol.
    Aber: was hab ich für extrem lustige und alberne oder auch tiefgründige Abende ohne Alkohol gehabt! Und ich rede von wirklich bei allen ohne Alkohol!
    Das hätte ich so nicht erwartet.
    Was wirklich weniger passiert ist flirten. Ich bin seit ich nüchtern bin eher mit Freundinnen zusammen. Aber auch das ist gut so. Und noch was unerwartetes ist passiert: eine Nähe durch tiefe Gesprächsthemen ist viel nachhaltiger, wenn es nüchtern passiert. Und das passiert sogar öfter, wenn man nicht lallt und verschwommen schaut.
    Will sagen: es wird nicht langweiliger sondern anders. Ich kann sagen, so viel schöner!

  • Hallo Alex

    Erstmal danke für deine Antwort!

    Kurzum. Schau nach vorne und nicht zu viel zurück. Es heißt ja, das Leben wird nach vorne gelebt und nach hinten verstanden.

    Das mach ich auch! Zum Glück selbst wenn ich zurück gucke, dann seh ich auch ganz viel Mist den ich verzapft habe unter Alkeinfluss!! Ich hab ne Menge wieder gut zu machen!

    Gleichzeitig ist mir auch klar das ich mich jetzt erstmal um mich kümmern, selber wieder finden muss! So wie du sagtest, wer bin ich denn in nüchtern, was fühl ich usw...

    Ich hab zwar etwas Angst, weil's immer wieder anstrengend werden wurd, gleichzeitig freu ich mich drauf mich und mein zukünftiges Leben neu zu entdecken!

  • AnnaBlume

    Na klar ist da am Anfang dieses große ‚nie wieder‘, aber je mehr man neue Muster und neue Aktivitäten in den Alltag integriert, desto mehr rückt Alkohol in den Hintergrund.

    Ich finds halt grad echt schwierig mit neuen Aktivitäten, zumal ich durch den ganzen Suff überhaupt nicht mehr weiß, was mag ich denn! Ich weiß das braucht alles Geduld, nur leider ist das keine meiner Kernkompetenzen...

    Am schwierigsten finde ich grad dieses Gefühl von Leere! Mein Tag heute zB ist gut gelaufen. Ich hab beim Kaffee morgens rum getrödelt, den Hund raus gejagt, war Eis essen mit meinem Bruder und meinen Nichten, hab sogar meine Freundin gebeten mit mir Kippen kaufen zu gehen, damit ich nicht doch was mitnehme, wenn ich allein gehe, also alles richtig gemacht und eigentlich sollte/dürfte ich stolz auf mich sein, ich fühl aber nix, es ist leer in mir! Der Tag ist halt so vorbei gegangen!

    Allgemein kam mir der Tag sooo unendlich lang vor...

    Naja, der Tag ist auf jeden Fall trocken geschafft und morgen gibt's nen neuen Tag, der nächste kleine Schritt hin zum restlichen Abstinenten Leben!

  • Die Abstinenz ist am Anfang eine grosse Umstellung für Körper und Seele.

    Alles läuft auf Hochtouren, auch wenn Du meinst, Du verspürst eine Leere.

    Damit will Dir das Suchtgedächtnis nur einreden, dass Dir etwas fehlt. Dem ist nicht so, ganz im Gegenteil.

    Du hast jetzt viel Zeit, die Du sinnvoll mit alten oder neuen Hobbys füllen kannst.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich weiß das braucht alles Geduld, nur leider ist das keine meiner Kernkompetenzen...

    Geht mir genauso. Ich kann auch nur im Rückblick so schlau daher reden. Am Anfang war da schon ganz schön viel leere und Zweifel. Und dann kommt das Suchthirn um die Ecke und sagt ‚na so schlimm war es bei dir auch wieder nicht und ganz ohne ist ja echt auch eher dröge‘. Sau gefährlich- deshalb die motivationsrede. Aber wenn es gerade am Anfang einfach wäre, würden nicht so viele aufgeben.

    Notfallkoffer gepackt und durch!

  • Hier ist er zum Anklicken, Lesen und Anwenden, der Notfallkoffer:

    Linde66
    17. August 2021 um 11:42

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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