Ich habe vom 01.Juli-11.Nov.2025 eine Langzeit-Therapie gemacht und bin nun in der Nachsorge angelangt. Seit Über einem Jahr habe ich keinen Alkohol mehr zu mir genommen und bin sehr zufrieden darüber. Die Therapie war sehr gut und ist allen Betroffenen nur zu empfehlen. Nebenbei bemerkt, ich bin z.Zt. auf Suche nach neuer Arbeit (arbeitslos). Jedoch habe ich meine Alltagsstruktur (wieder) gefunden. Ich wollte hier im Forum neue Freundschaften knüpfen, die auch in schwierigen Zeiten des Verzweifelns mal zuhören können und evtl. einen Rat haben- im Alltag wie im beruflichen. LG an die Runde
Hi, hier ist Spätzle. Habe mich gerade angemeldet.
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Hallo Spätzle , willkommen hier im Forum. Bist ja schon auf einem richtig guten Weg und schon ne Weile nüchtern.
Es wird sich jemand der Moderatoren in Kürze bei dir hier melden. Bis dahin bitte noch etwas geduldig sein. Kannst ja solange gerne schon ein bisschen stöbern und lesen.
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Hallo Spaetzle,
herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und Glückwunsch zu über einem Jahr Abstinenz!
Das Forum ist keine Freundschaftsplatform, auch wenn es nicht ausgeschlossen ist.
Aber zuerst geht es hier um dich und deine Selbstfürsorge.In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich ausschließlich Alkoholiker aus, die sich dazu bekennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.
Wenn dieser Entschluss gefasst ist, dann kann dich diese SHG auf deinem abstinenten Weg begleiten.
Wie sieht es da bei dir aus, siehst du dich als Alkoholiker und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?Viele Grüße
Nayouk
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Hallo Nayouk, danke für die Antwort. Ja, ich bin Alkoholiker, obwohl ich diesen Begriff nur als Kurzform sehe und nicht so mag. Ich würde eher sagen, ich war dem Alkohol in schwierigen Situationen verfallen und habe dies als Lösung der Probleme angesehen. Ich schreibe bewusst war, weil dies nicht mehr sein soll. Dies habe ich gelernt. Als Alkoholiker in dem Sinn kann es auch möglich sein, dass man einen Rückfall erleidet. Dies ist aber nicht ein Ziel. Ziel ist für mich weiterhin abstinent zu leben. Ich sehe dies hier nicht als Freundschaftsplattform , sondern als Forum für Gleichgesinnte zum Erfahrungsaustausch in alltäglichen Situationen und Hilfe, wenn es mal schwierig wird. Ich muss mich wohl fühlen können hier. Viele liebe Grüße.
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KaDett Hallo und Danke für die lieben Worte. Ja ich bin gerade beim stöbern, was hier so berichtet wird. Gibt es hierfür auch eine APP für das Smartphone oder nur die Möglichkeit über Web-Browser (ist ja auch auf dem Smartphone möglich). Dann muss ich den schweren PC und die Monitore nicht herumschleppen


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Als Alkoholiker in dem Sinn kann es auch möglich sein, dass man einen Rückfall erleidet. Dies ist aber nicht ein Ziel. Ziel ist für mich weiterhin abstinent zu leben.
Ein Alkoholiker ist suchtkrank und wird es auch immer bleiben. Da gibt es kein "war". Die Krankheit kann nicht geheilt werden, aber sie kann durch absolute Abstinenz gestoppt werden. Nur weil du dich anders bezeichnen willst, schützt dich das doch nicht vor einem Rückfall.
Ich würde eher sagen, ich war dem Alkohol in schwierigen Situationen verfallen und habe dies als Lösung der Probleme angesehen.
Das ist der Weg in die Sucht, erst Missbrauch und dann Sucht. Das ganze nennt sich Alkoholismus und die Protagonisten sind Alkoholiker.
Wo ist dein Problem mit "Alkoholiker"? -
Die Bezeichnung Alkoholiker ist für mich der Begriff eines AKTIV trinkenden Menschen. Alkohol-Kranker beschreibt es besser. Ich habe das Verlangen früher immer über einen Trigger erhalten. Diesen Trigger kenne ich jetzt. Es ist Stress in bestimmten Situation im beruflichen, wenn ich nicht vorwärts komme und abhängig bin von den Lieferanten und Kundenwünsche dadurch nicht erfüllen kann. Wenn dieser Trigger wieder kommt, kann es auch sein, dass meine Alkoholsucht wieder durchschlägt und das Verlangen danach kommt, das Sucht Gedächtnis bleibt. Das ist mir bewusst. Jedoch möchte ich meine Abstinenz mit präventiven Methoden und Maßnahmeplänen erhalten. Ich habe nichts dagegen, dass ich als Alkoholiker bezeichnet werde. Ich verwende diesen Begriff nur nicht gern, genauso wie "trockener Alkoholiker". Dies ist wirklich ein schweres Thema. Ich will mich diesem stellen und weiter damit beschäftigen. Letztendlich ist die Bezeichnung ja auch egal. Es geht um mich meine Krankheit und wie ich damit weiter leben kann durch Abstinenz. Das ist mir wichtig.
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Hallo Spaetzle,
ein Diabetiker ist an Diabetis erkrankt, ein Alkoholiker ist an der Alkoholsucht erkrankt, egal ob nass oder trocken.
Wie du "Draussen" damit umgehst, ist alleine deine Sache. Hier im Forum ist es entscheident, dass du ehrlich zu dir selber bist und dich dazu bekennst.
"Ich bin alkoholkrank, ich habe ein Alkoholproblem", da ist viel Distanz gegeben, und Raum für Interpretationen und Erklärungen. Das siehst du an deinem letzten Post, lies ihn dir nochmal durch.
"Ich bin Alkoholiker", dass macht etwas mit mir, das bin ich, und da gibt es keine Ausflüchte mehr, da geht kein Blatt dazwischen.
Es hat etwas mit bedingungsloser Krankheitseinsicht zu tun, mit Identifikation, die notwendig ist, um eine stabile Abstinenz zu erreichen.
Was sagt den dein Suchthirn zu deiner Haltung? Sagt es vlt. soetwas wie, "Komm, du bist ja kein Alkoholiker, so schlimm ist es doch gar nicht. Ein Gläschen wird schon irgendwann wieder gehen".Ich will dich nicht zum Alkoholiker überreden, das muss schon ehrlich von dir selbst kommen. Hier im Forum ist es Vorraussetzung, da wir keine Diskussionen darüber führen möchten. Hier gibt es keine leichten oder schweren Alkoholiker, hier gibt nur bekennende Alkoholiker.
Überlege ob dieses Forum dann das Richtige für dich ist. Ich lass dir mal unsere "Grundbausteine" hier, die hier im Forum die Grundlage für eine stabile Abstinenz sind.
ArtikelGrundbausteine für ein nüchternes Leben
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.Das Forenteam17. Mai 2021 um 16:40 Viele Grüsse
Nayouk -
Willkommen bei uns
Ich habe das Verlangen früher immer über einen Trigger erhalten.
Ich habe hier auch meinen Trigger, weil immer wieder User auftauchen, die das Rad neu erfinden wollen. Keine Abstinenzerfahrung, aber im Kopf schon das komplette Programm, wie es angeblich laufen müsste: „Wie nenne ich mich, damit ich nicht das sein muss, was ich bin – ein Alkoholiker?“

Da wird Energie darauf verwendet, etwas umzubiegen, abzuschwächen oder schönzureden. Das ist nasses Denken – genau das, was einen überhaupt erst in die Sucht getrieben hat. Statt sich dem Problem zu stellen und es nüchtern zu betrachten, wird Wortkosmetik betrieben. Das ist nichts Neues und nicht einmal böse gemeint – wir lesen das hier ständig.
Genauso wie wir sehen, dass viele Alkoholiker das Ausmaß nicht begreifen oder einfach nur reden, um ihre Maske zu halten.
Damit keine Missverständnisse entstehen: Das hier ist keine Social‑Media‑Spielwiese, auf der man seine Krankheitsgeschichte nach Tageslaune anpasst. Das hier ist eine Selbsthilfegruppe – ein Ort für existenzielle Entscheidungen, mit schweren Konsequenzen und manchmal sogar mit Todesfolge.
Da reicht ein philosophierendes „Blabla“ nicht. Trocken werden heißt, sich den Regeln der Sucht zu stellen, statt weiter den eigenen zu folgen , denn genau nach den eigenen Regeln ist man ja erst in die Sucht gerutscht.
Oder nicht ?Ich schließe mich dem Hinweis von Nayouk24 . Schau mal, ob das hier wirklich zu dir passt. Wenn ja, bist du hier willkommen. Es sollte aber jedem klar sein, wo er steht und was er wirklich will. Für Smalltalk‑Geplänkel ist dieses Forum der falsche Ort.
Alles andere ist ja schon mitgeteilt worden.
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... und ansich sind hier alle freundlich, auch wenn es am Anfang vielleicht nicht so wirkt und man konfrontiert wird

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Hier geht es weniger darum, was Sprache mit Menschen macht, sondern darum, was Alkohol mit Menschen macht.
Für einen süchtigen Menschen ist es überlebenswichtig, wenigstens sich selbst, seiner SHG und seinen Ärzten einzugestehen, dass er nicht nur ein "Problem hat" (Probleme können verschwinden bzw. Gelöst werden), sondern süchtig geworden ist und lebenslang bleiben wird.
Das alles steckt in dem Wort "Alkoholiker", und deshalb ist es wohl so unbeliebt: Alkoholiker, das sind doch die anderen, die es viel "schlimmer" getrieben haben als ich ...
Es gibt viele Wege in die Sucht, aber nur wenige hinaus. Deswegen reden wir hier unter uns nicht um den heißen Brei herum, weil wir uns nie zu sicher fühlen dürfen, auch nach 10, 20 Jahren nicht.
Wie Du es gegenüber Nichtbetroffenen handhabst, ist hingegen Deine Sache. Manche gehen offen damit um, andere (wie ich) erzählen nur ausgewählten Menschen von ihrer Sucht.
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moin spaetzle
als ich noch gesoffen habe war ich kein alkoholiker, seit ich alkoholiker bin sauf ich nicht mehr.
sorry, du verharmlost, umschreibst. ist das die neue methode in der therapie? so wie es im schulsport keine wettbewerbe mehr gibt um keinen irgendwie als versager zu triggern? ich weiß ehrlich gesagt nicht so ganz was so eine kuschelstrategie bei unserer krankheit verloren hätte.
fakt ist, wenn wir nicht kapieren das wir alkoholiker sind, und das auch bis zur bahre bleiben, dann wird der abstand zum nächsten glas immer kürzer und somit auch der abstand zur bahre. unsere krankheit ist unheilbar. und wenn man nicht konsequent und hart gegen sich selbst ist, statt dessen faule kompromisse eingeht und sich alles schön redet dann wird der abstand schrumpfen.
das sind keine bösen angriffe, das ist erfahrung aus vielen jahren. jahre die viele liebe menschen gehen sahen, weil sie glaubten einen neuen weg gehen zu müssen. uns geht es hier um eine echte hilfe zur selbsthilfe. da ist kein platz für umschreiben und umschweife. es geht um unser leben. daher wird es auf den punkt gebracht wenn etwas auftaucht das eine gefahr birgt. denk da mal drüber nach. deine euphorie in allen ehren, aber so paar sachen mußt du noch dringend in den griff bekommen.
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Hallo zusammen in die Runde. Am Ende meines letzten Beitrages hatte ich auch folgendes mitgeteilt: "Letztendlich ist die Bezeichnung ja auch egal. Es geht um mich meine Krankheit und wie ich damit weiter leben kann durch Abstinenz. Das ist mir wichtig."
Ich will auch an dieser Stelle aufhören mit einer Diskussion über Begriffe und Bezeichnungen. Mir ist hier wirklich wichtig, Erfahrungen über und Wege mit der Abstinenz zu finden. Deswegen werde ich mal in den nächsten Tagen einfach die Beiträge durchlesen und meine Meinung dazu etwas zurückhalten. Hier nur mal zur Historie: Ich habe zwei stationäre Entgiftungen gemacht und eine ambulante Therapie hinter mir. Erst dann hatte ich mich entschieden für eine Langzeit Therapie. Dafür hatte ich aber meine Zeit gebraucht, um dafür bereit zu sein. Auch mich zu entscheiden, online eine Gruppe zu finden, hat bei mir Zeit gebraucht. Ich will einfach damit sagen, dass es mir gut tun muss und ich mich wohl fühle in dem, was ich tue. Die Wege aus Gefühlskälte, d.h. eigene Gefühle zuzulassen und raus aus Depressionen sind da bestimmt bei jedem unterschiedlich. Deshalb will ich hoffnungsvoll in die Zukunft schauen und wieder positiv denken und das ist mit jedem Tag Abstinenz ein Schritt näher zur Abstinenz für das ganze Leben. Jeder Tag Abstinenz ist ein Erfolg. Nun gut, ich werde da mal hier aufhören, weiter zu erzählen sondern erstmal zuhören bzw. lesen. Danke auch für alle Worte, die mich zum Nachdenken anregen. Liebe Grüße.
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Alles braucht seine Zeit, auch das ankommen hier.
Deinen Beitrag finde ich gut.
Hier habe ich meine Gruppe gefunden.
LG Bolle
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Nun gut, ich werde da mal hier aufhören, weiter zu erzählen sondern erstmal zuhören bzw. lesen.
Nimm dir die Zeit und melde dich hier wieder, wenn du Klarheit hast.
Viele Grüße
Nayouk
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Hallöchen mal wieder,
ich habe einige Beiträge gelesen. Ich würde gerne für den offenen Bereich Zugang bekommen. Wo kann ich das beantragen? LG
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Die Bewerbung ist ja bereits im System.. Ich warte dann mal ab. Mir ist wirklich wichtig, mit anderen über das Thema Alkohol zu kommunizieren.
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Hartmut
9. Dezember 2025 um 18:13 Hat das Thema aus dem Forum hier vorstellen! nach Erste Schritte für Alkoholiker verschoben. -
Hallo Spätzle,
schön, dass du dich hier austauschen möchtest.
Du bist jetzt freigeschaltet und an die richtige Stelle verschoben. Du kannst dich nun überall austauschen, aber in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.
Dann mal einen hilfreichen Austausch wünsche ich.
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