Hallo, ich melde mich mal wieder. Aktuell läuft mein Leben so vor sich hin.
Gesundheitlich ist es gut, innerlich sehr angespannt. Das reden tut zwar gut, aber ich habe das Gefühl, ich drehe mich im Kreis und komme aus dem Dunklen nicht raus.
Mit der Therapie geht es ganz ok. Das Thema Alkohol, weshalb ich hin ging, ist Recht wenig geworden.
Seit dem letzten Bier sind es bald 100 Tage. Es kommt mir aber nicht so vor. Es ist eher so, alswenn es nie existiert hätte. Ich war jetzt viel bei Freunden und zum Grillen, wo die mächtig Bechern. Gedanklich bin ich oft woanders. Beim abräumen und auflesen der Kronkorken denke ich eher mal bewusst dran, dass es ja Bier war. Und das alles klebt.
Gibt es sowas, dass durch "Schockmomente" ein früheres Verlangen oder eine Abhängigkeit sich umkehrt?
Ich meine jetzt nicht durch bewussten Verzicht oder so, dass man weiß was es bewirkt, sondern sowas wie einen kompletten Reset und Ablehnung? Ich rede nicht von wieder normal trinken oder probieren, nein. Sondern dass das Verlangen oder die Gedanken völlig absurd vorkommen? Also vergleichbar mit: da liegt ne Nadel und Heroin aber man käme nie auf die Idee das zu machen.
Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Also alswenn man nie getrunken hat und es auch nie machen will und würde.
So in etwa fühle ich mich und kann daher heute mein Verlangen oder wie man das beschreibt nicht zuordnen. Alswenn ich ein fremder Mensch gewesen wäre.