Fiio - Vorstellung

  • Moin ich bin Fiio und seit 15 Jahren alkoholabhängig.

    Angefangen hat es mit 19 nach dem Ende meiner ersten Beziehung und dem gleichzeitigen Ende der Schule. Diesen Wegfall von Strukturen und Vertrauten hab ich damals mit Alkohol angefangen zu kompensieren. Später wurde bei mir dann noch eine Depression und Angstörung diagnostiziert.

    Die ersten 6 Jahre war der Konsum regelmäßig und mit steigender Dosis. Zum Schluss in dieser Zeit waren es circa " 2 Flaschen Wein pro Abend. Silvester 2016 eine Flasche Wodka nachdem die Wochen davor es eskalierte. Körperlich sehr am Ende wurde ich von meiner Partnerin in den stationären Entzug in eine Klinik gebracht

    Nach 2 Wochen kontrollierten Entzug kam ich wieder nach Hause und ein paar Monate später nochmal 6 Wochen in einer Tagesklinik. Danach war ich circa für ein halbes Jahr abstinent.

    Seitdem ist aus dem täglichen unkontrollierten Trinken ein Rhythmus entstanden wo ich es Wochen bis mehrere Monate schaffe Abstinent zu sein. Dann allerdings heimlich Situationen nutze "Unbemerkt" an einem Abend zu trinken. Darauf dann wieder eine Phase ohne Alkohol.

    Ich bin inzwischen Vater einer 3 1/2 Jährigen Tochter und mit meiner Partnerin noch in einer Beziehung obwohl mein Alkoholmissbrauch diese massiv gefährdet. Seitdem meine Tochter auf der Welt ist hat sich insgesamt die Anzahl der Rückfälle und die Menge aufs Jahr gesehen nochmal reduziert. Ich habe noch nie getrunken wenn sie im Haus oder bevor wir uns sehen, sondern nutze dann "freie" Wochenden wenn sie und ihre Mutter verreist sind.

    Ich weiß das ich aktuell Alkohol zum Druck ablassen beziehungsweise mir ein Abend keine sorgen mehr machen zu müssen benutze, da die letzten Jahre sehr stressig waren.

    Gleichzeitig weiß ich das es so nicht weitergehen kann. Weder Gesundheitlich für meinen Körper und Geist noch für meine Beziehung oder meine Tochter.

    Da ich eher introvertiert bin fallen mir Hilfsgruppen in Person schwer und ich erhoffe mir hier mit diesen Angeboten einen weiteren Hilfsbaustein bei meiner Reise.

  • Hallo Fiio,

    auch von mir Willkommen hier in der SHG. Wir haben viele User hier, die nicht in eine reale Gruppe gehen, sondern ausschließlich online ihre Trockenheitsarbeit machen.

    Bitte lies dich gerne in unsere Grundbausteine ein, als erste Orientierung:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Selbst wenn du phasenweise nichts trinkst, kann das plötzliche Absetzen unverhofft große gesundheitlich Probleme verursachen. Das ist leider unvorhersehbar. Wir raten daher grundsätzlich zum Arztbesuch, auch wenn das mit Scham und Angst verbunden ist.

    Aber es kann auch befreiend sein.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Fiio,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Du hast bemerkt, dass Dir der Alkoholkonsum nicht gut tut. Das ist ein wichtiger Schritt.

    Alkohol schädigt Körper und Seele.

    Gleichzeitig weiß ich das es so nicht weitergehen kann. Weder Gesundheitlich für meinen Körper und Geist noch für meine Beziehung oder meine Tochter.

    Wie sind Deine Pläne? Siehst Du Dich selbst als Alkoholiker?

    Wenn dem so ist, weisst Du im Grunde schon welche Schritte Du unternehmen musst. Ein Besuch bei D/einem Arzt und die Entgiftung besprechen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Vielen Dank für die herzliche Aufnahme.

    Um ein paar von den Fragen zu beantworten.

    Ja ich sehe mich definitiv als Alkoholiker bzw. als ein Menschen der sehr suchtgefährdet in vielen Bereichen des Lebens ist. Alkohol ist da der gefährlichste Teil davon der den höchsten Leidensdruck erzeugt.

    Da aktuell mein letzter Rückfall Anfang November war, ist akut keine ärztlich begleitete Entgiftung notwendig. Das aufhören ist seit Jahren kein Problem mehr sondern viel mehr das wieder anfangen.

    Und genau daran möchte ich arbeiten und sehe dieses Forum nochmal als Möglichkeit mich aktiver mit Menschen auszutauschen die auch betroffen sind wie ich, denn in meinem Bekanntenkreis ist das nicht möglich. Das ist ein Teil meiner langfristigen Strategie. Ein anderer wird auch noch Therapie sein denn ich vermute das noch irgendeine Diagnose im Raum steht die meine Probleme mit dem " normalen" Leben bzw. Alltag erklärt und warum ich deswegen immer wieder mit verschiedensten Substanzen ( keine illegale Drogen) zu viel Zucker und / oder exzessives Bildschirmzeit am Handy für den Dopaminkick, Baldrian/ Melatonin weil ich oft nur schwer Einschlafen kann. Das sind doch alles Muster die zeigen das ich auf der Suche nach irgendetwas bin was mir fehlt oder mein Leben mir aktuell so wie es ist nicht wirklich passt. Pinguin in der Wüste.

    Außerdem hoffe ich durch Änderungen dieses Jahr das ein paar von den größten Stressoren wegfallen die mich die letzten 3 Jahre sehr belastet haben.

    Die Grundsteine habe ich mir durchgelesen und sehe da vieles was schon passiert ist und einiges was hoffentlich noch kommt.

  • Hallo Fiio,

    der Austausch mit den anderen, trockenen Alkoholikern wird Dir helfen weiterhin auf dem trockenen Weg zu bleiben.

    Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Fiio.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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