Feuersalamander - Alkoholabhängiger Partner

  • Das ist die Frage und das ist die Stelle, an der du ansetzen kannst. Wie lange hältst du das noch aus. Und: musst du das aushalten? Wer zwingt dich dazu?

    Du hast natürlich recht. Mich zwingt keiner. Wie vielen anderen geht es mir vorrangig um die Kinder, die ihren Papa über alles lieben (er ist ein großartiger Vater, nimmt sich Zeit, macht viel mit ihnen). Und um unseren Lebensort- und standard. Ich müsste in ein anderes Bundesland zurück zu meiner Familie ziehen und meine Kinder würde neben dem Vater auch ihre Freunde, Schule, Tiere und den Ort an dem sie aufgewachsen sind, verlieren. Der Gedanke daran, wie es ihnen damit geht, bricht mir das Herz.

  • Hallo Feuersalamander,

    Die Frage ist nur, WANN er es sieht und ob ich dann noch da bin.

    Wann habt ihr die Reißleine endgültig gezogen?

    Ich hab die Reißleine Ende 2024 gezogen, als mir klar wurde, dass er trinken möchte und ich damit nicht mehr leben will. Zu diesem Zeitpunkt kam die psychische Krankheit meiner Tochter in Erscheinung, die mit der häuslichen Situation ausgelöst wurde. Die Trennung hat dann noch einmal viele Monate gedauert.

    Ich möchte mich hier noch einmal wiederholen:

    Nicht DU nimmst den Kindern etwas, sondern ER nimmt es euch durch sein Verhalten. Er weiß, welche Konsequenzen das hat. DU nimmst deinen Kindern die Chance unbelastet aufzuwachsen, wenn du weiter in dieser Beziehung verharrst. DU kannst ihnen mit so einer Entscheidung nichts schlechtes tun. Sie werden es irgendwann verstehen und dir dankbar dafür sein.

    LG ☀️

  • Nicht DU nimmst den Kindern etwas, sondern ER nimmt es euch durch sein Verhalten. Er weiß, welche Konsequenzen das hat. DU nimmst deinen Kindern die Chance unbelastet aufzuwachsen, wenn du weiter in dieser Beziehung verharrst. DU kannst ihnen mit so einer Entscheidung nichts schlechtes tun. Sie werden es irgendwann verstehen und dir dankbar dafür sein.

    Ich hab solche Angst, dass unsere Mädels es nicht so sehen und mir die Schuld geben, weil sie ihren Papa eben so sehr lieben. Angst, dass sie von der Thematik Sucht einfach noch viel zu wenig verstehen. Was wenn die Kinder denken "Na hätte Mama darüber hinweg gesehen, wären wir noch eine Familien, hätten noch unser Zimmer, unsere Tiere, unsere Freunde...". Denken sie dann, dass ich mein Wohlbefinden über ihres gestellt habe? Diese Gedanken machen mich traurig 😢

  • Ich habe mich auch 2024 getrennt mit 2 Kleinkindern nachdem ich gefühlt 1000 Stunden in Gespräche, Paargherapie etc. Investiert hatte, immer wieder gehofft hatte usw.

    Bei uns ist es immer schlimmer geworden. Richtiger Papa oder Partner war er schon lange nicht mehr, ich war quasi schon alleinerziehend.

    Am Ende war ich selbst krank. Habe Anfang 2024 Panikattacken entwickelt und später eine Erschöpfungsdepression.

    deswegen mein Fazit: Nicht zu lange hoffen, früh genug an sich und auch an die Kinder denken (sie bekommen das so oder so mit). Wenn er trocken werden sollte und dann mal theoretisch min 1 Jahr stabil wäre, kann es ja theoretisch später immer mal wieder werden. Chance ist aber gering denke ich und sich selbst oder gar die Kindheit der Kinder dafür zu opfern ist es nicht wert.

  • Ich habe mich auch 2024 getrennt mit 2 Kleinkindern nachdem ich gefühlt 1000 Stunden in Gespräche, Paargherapie etc. Investiert hatte, immer wieder gehofft hatte usw.

    Bei uns ist es immer schlimmer geworden. Richtiger Papa oder Partner war er schon lange nicht mehr, ich war quasi schon alleinerziehend.

    Am Ende war ich selbst krank. Habe Anfang 2024 Panikattacken entwickelt und später eine Erschöpfungsdepression.

    deswegen mein Fazit: Nicht zu lange hoffen, früh genug an sich und auch an die Kinder denken (sie bekommen das so oder so mit). Wenn er trocken werden sollte und dann mal theoretisch min 1 Jahr stabil wäre, kann es ja theoretisch später immer mal wieder werden. Chance ist aber gering denke ich und sich selbst oder gar die Kindheit der Kinder dafür zu opfern ist es nicht wert.

    Ich fühle mit dir. Panikattacken und so extra Herzschläge hab ich leider regelmäßig. Wie alt waren deine Kinder? Konntest du ihnen den Trennungsgrund schon gut erklären?

    Mein Mann ist gegenüber den Kindern ein toller Vater, dieser Umstand hemmt mich "leider" sehr.

  • Ich hab solche Angst, dass unsere Mädels es nicht so sehen und mir die Schuld geben, weil sie ihren Papa eben so sehr lieben. Angst, dass sie von der Thematik Sucht einfach noch viel zu wenig verstehen. Was wenn die Kinder denken "Na hätte Mama darüber hinweg gesehen, wären wir noch eine Familien, hätten noch unser Zimmer, unsere Tiere, unsere Freunde...". Denken sie dann, dass ich mein Wohlbefinden über ihres gestellt habe? Diese Gedanken machen mich traurig 😢


    Irgendwann werden sie es verstehen. Schau mal hier bei den EKA, was das anrichten kann, wenn man mit einem nassen Alkoholiker aufwächst.


    Lieben und sehen können sie ihn ja trotzdem. Tun meine Kinder auch. Der Vater macht es jetzt sogar besser, weil er muss und bei mir zuhause haben die Kinder Frieden und keine angespannte Atmosphäre mehr.

    Ich hatte damals in meine Faden geschrieben „ich bemühe mich den Kindern eine heile Welt zu spielen“. Daraufhin hat mir jemand geantwortet: „Spielen? Die Kinder haben eine heile Welt verdient.“ ist mir in der akuten Trennungsphase immer wieder durch den Kopf gegangen und hat mich motiviert es durchzuziehen.

  • Ich fühle mit dir. Panikattacken und so extra Herzschläge hab ich leider regelmäßig. Wie alt waren deine Kinder? Konntest du ihnen den Trennungsgrund schon gut erklären?

    Mein Mann ist gegenüber den Kindern ein toller Vater, dieser Umstand hemmt mich "leider" sehr.


    Meine Kinder waren bei der Trennung 2 und 6 Jahre.

    Ich habe es ihnen kindgerecht aber wahrheitsgetreu erklärt. Das ältere Kind hat es sofort verstanden. Sie hat ja die Stimmung zuhause gut mitbekommen. Vermisst haben sie ihn schon am Anfang, aber sie sehen ihn ja trotzdem und bald hat sich das auch super eingespielt auch weil natürlich zuhause ohne ihn die Stimmung besser wurde.

    Es trennen sich soooo viele Paare auch aus anderen Gründen. Ich bin der Meinung man sollte nie den Kindern wegen zusammen bleiben. Was lebt man ihnen da denn vor? Würdest du wollen, dass deine Mutter nur wegen dir beim Vater geblieben wäre? Ich nicht.

  • Es trennen sich soooo viele Paare auch aus anderen Gründen. Ich bin der Meinung man sollte nie den Kindern wegen zusammen bleiben. Was lebt man ihnen da denn vor? Würdest du wollen, dass deine Mutter nur wegen dir beim Vater geblieben wäre? Ich nicht.

    Da hast du recht, so hab ich es auch noch nicht gesehen...


  • Irgendwann werden sie es verstehen. Schau mal hier bei den EKA, was das anrichten kann, wenn man mit einem nassen Alkoholiker aufwächst.


    Lieben und sehen können sie ihn ja trotzdem. Tun meine Kinder auch. Der Vater macht es jetzt sogar besser, weil er muss und bei mir zuhause haben die Kinder Frieden und keine angespannte Atmosphäre mehr.

    Ich hatte damals in meine Faden geschrieben „ich bemühe mich den Kindern eine heile Welt zu spielen“. Daraufhin hat mir jemand geantwortet: „Spielen? Die Kinder haben eine heile Welt verdient.“ ist mir in der akuten Trennungsphase immer wieder durch den Kopf gegangen und hat mich motiviert es durchzuziehen.

    Danke für deine Worte. Ich werde bei den EKA reinschauen, danke für den Tipp.

    (Mein Mann ist selber Kind einer schweren Alkoholikerin und auch der Papa war dem Alkohol nicht abgeneigt. Umso weniger kann ich verstehen, dass er das selbe jetzt seinen Kindern antut.

    Ganz vergleichbar ist es auch nicht...da seine Mutter gewalttätig war und er in seiner Kindheit kaum Liebe gespürt hat.)

  • Danke für deine Worte. Ich werde bei den EKA reinschauen, danke für den Tipp.

    (Mein Mann ist selber Kind einer schweren Alkoholikerin und auch der Papa war dem Alkohol nicht abgeneigt. Umso weniger kann ich verstehen, dass er das selbe jetzt seinen Kindern antut.

    Ganz vergleichbar ist es auch nicht...da seine Mutter gewalttätig war und er in seiner Kindheit kaum Liebe gespürt hat.)



    Das ist der Klassiker. Kinder von Alkoholikern werden oft selbst Alkoholiker oder sie werden co-abhängig, suchen sich also später unbewusst einen alkoholkranken Partner. Oder beides.

    Ich hatte 2 Alkoholiker, beide haben Väter die ebenfalls Alkoholiker sind. Und ich bin das Kind einer Alkoholikerin…



  • Das ist der Klassiker. Kinder von Alkoholikern werden oft selbst Alkoholiker oder sie werden co-abhängig, suchen sich also später unbewusst einen alkoholkranken Partner. Oder beides.

    Ich hatte 2 Alkoholiker, beide haben Väter die ebenfalls Alkoholiker sind. Und ich bin das Kind einer Alkoholikerin…

    Warum ist das so? Wenn ich als Kind zb geschlagen wurde, weiß ich doch genau wie schlimm das ist und würde es doch nie meinen Kindern antun?

  • Warum ist das so? Wenn ich als Kind zb geschlagen wurde, weiß ich doch genau wie schlimm das ist und würde es doch nie meinen Kindern antun?


    Naja, man erbt nicht nur Häuser…


    Mein Ex ist auch mit Gewalt aufgewachsen, hat sich vorgenommen das er nie so wird. Irgendwann war er auch so.

    Man lernt eben Verhalten von den Eltern und übernimmt es oft unbewusst.

  • Warum ist das so? Wenn ich als Kind zb geschlagen wurde, weiß ich doch genau wie schlimm das ist und würde es doch nie meinen Kindern antun?

    Ganz falsch. Das sollte man meinen, ist aber nicht so. Meist ist das Gegenteil der Fall! Lies dich zu dem Thema mal ein. Wenn das so wäre, gäbe es doch keine Kinder mehr, die geschlagen würden.

    Kinder lernen von ihren Eltern. Eltern sind die Vorbilder und Kinder übernehmen sehr häufig vieles davon. Kinder, die in einem toxischen Umfeld aufgewachsen sind, kennen überhaupt keine gesunden, normalen Verhaltensweisen und können deshalb nicht vernünftig mit ihren Emotionen umgehen und „richtig“ agieren.

    Außerdem rechtfertigt man sich selbst damit, dass es ja in der eigenen Kindheit vorgekommen ist und macht sich vor „hat mir doch als Kind auch nicht geschadet“. Wird ja heute noch von vielen vielen genutzt um sich selbst was vorzumachen. Lies mal in Erziehungsforen etc, wie viele alte Leute so über die Klapse auf den Po reden, die vielen ihrer Meinung nach heute mal einigen Kindern gut tun würden. Aber nicht ohne Grund ist das gesetzlich verboten und Kinder haben heute ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.


    Und du musst dich von dem Gedanken befreien, dass DU „Schuld“ bist an der Trennung. Die Sucht ist Schuld. Hörte dein Mann. Auf zu trinken, hättest du keinen Geund dazu. Tut er aber nicht.
    Und das ist ganz allein seine Verantwortung. Er hat das Recht zu saufen, wenn er will. Seine Entscheidung.

    Deine Kinder haben ein Recht darauf in einer sicheren stabilen Umgebung aufzuwachsen. Und das ist deine Verantwortung, dafür zu sorgen. Sie können das selbst noch nicht.
    Natürlich wird das schwer werden und vielleicht werden sie das erst mal nicht sehen, dass es besser für sie ist.
    Die Argumentation muss sein, dass Papa krank ist, es aber leider nicht schafft, sich wirklich Hilfe zu holen. Und dass ihr deswegen für euch sorgen müsst, damit du nicht auch noch krank wirst und später die Kinder.
    Alkoholismus ist eine Familienkreit und macht nach und nach die gesamte Familie krank und zieht alle mit in den Abgrund. Es gibt auch gute Bücher zu dem Thema.


  • Natürlich wird das schwer werden und vielleicht werden sie das erst mal nicht sehen, dass es besser für sie ist.

    Für Kinder sind doch grundsätzlich immer die Eltern die Besten sowie die Vorbilder. Kinder lieben die Eltern immer.

    Umso jünger sie sind, desto weniger hinterfragen sie die Eltern. Sie haben keine Vergleichsmöglichkeiten. Wissen gar nicht, wie es ist in einer gesunden Dynamik zu leben. Für sie ist das Suchtsystem Normalität. Sie denken, dass es in allen Familien so ist.

    Das Hinterfragen kommt erst wenn sie älter bzw. erwachsen sind.

    Auch wenn sie erstmal nicht sehen sollten, dass es besser für sie ist, solltest du als Mutter da drüber stehen. Das ist Erziehung. Wenn die Kindern bockig sind, weil du ihnen zB nicht erlaubst nur Süßes zu essen, bekommst du ja auch keine Schuldgefühle, weil du im Gegensatz zu ihnen viel besser weißt, dass es ungesund ist.

  • Lies mal in Erziehungsforen etc, wie viele alte Leute so über die Klapse auf den Po reden, die vielen ihrer Meinung nach heute mal einigen Kindern gut tun würden. Aber nicht ohne Grund ist das gesetzlich verboten und Kinder haben heute ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.


    Ja, manche hinterfragen sich leider nie.

    Zu mir hat sogar mal eine ältere Verwandte in vollster Überzeugung gesagt: „Ganz ohne Gewalt kann man kein Kind großziehen“

    Schrecklich.

  • Ein Kind liebt seine Eltern trotzdem, auch, wenn es von ihnen mißhandelt wird. Das ist so verkehrt.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Warum ist das so? Wenn ich als Kind zb geschlagen wurde, weiß ich doch genau wie schlimm das ist und würde es doch nie meinen Kindern antun?

    Ich ordne das für mich aktuell so ein:

    Wie schon geschrieben wurde, lernen die Kinder zum einen am Modell aus ihrer Umgebung. Wenn da vorgelebt wird, dass z.B. regelmäßig Alkohol getrunken wird, ist das meine Normalität als Kind, kann sein, dass ich mir das abschaue.

    Zum anderen bildet sich in alkoholkranken Familien oft ein gewisser Umgang innerhalb der Familie heraus, um überhaupt weiterhin mit dem suchtkranken Familienmitglied als Familiensystem bestehen zu können.

    Dazu gehören ein Verschweigen und Leugnen, also nicht über das wahrgenommene Verhalten, aber auch die empfundenen Gefühle oder "Atmosphären" in der Familie sprechen zu können. Kinder nehmen ja sehr wohl eine angespannte Stimmung oder ggf. Wesensveränderung beim trinkenden Elternteil wahr. Oft gibt es in der Familie dann aber keinen Raum darüber sprechen zu können, es wird totgeschwiegen. Die Kinder haben kein angemessenes erwachsenes Gegenüber, um "Sinn" aus ihren Empfindungen machen zu können.

    Neben Leugnen und Verschweigen ist es auch noch die Isolation - häufig sind die Familien nach außen isoliert, was die Alkoholthematik angeht (salopp: "Was sollen die Nachbarn denken, wenn die das wüssten!"), aber eben auch die Familienmitglieder untereinander (siehe Absatz oben).

    Ein Erwachsener, der in solchen Verhältnissen aufgewachsen ist, tut sich oft mit seinen eigenen Gefühlen, Empfindungen und Bedürfnissen schwer, hat teilweise keinen oder wenig Zugang dazu, hat auch nicht gelernt, wie das gehen könnte, sich selbst zu regulieren. Und da kann dann leider der Alkohol ins Spiel kommen, der kurzfristig unangenehme Empfindungen, Gefühle und Gedanken betäubt. Wenn ich dann Missbrauch betreibe und Alkohol nutze um mich zu regulieren, ist die Abhängigkeit auch nicht mehr weit weg.

  • Hallo Feuersalamander,

    Mir wurden als Kind oft meine Wahrnehmungen abgesprochen, und als Einbildung abgetan. Hatte damals überhaupt nichts mit Alkohol zu tun.
    Ich hatte mir auf jeden Fall vorgenommen, dass passiert mir nicht. Trotzdem bin ich voll rein getappt, und hab es auch getan, als es um die Sauferei meines XY ging. Mein Wunsch war es, die Kinder zu schützen und sie nicht mit den Ausmaßen der Sauferei zu konfrontieren.
    Als mein XY seine Langzeittherapie machte, war meine Tochter am Angehörigenwochenende auch mit dabei. Sie hat es dort angesprochen, und auch dass, was sie zu dieser Zeit schon wahrgenommen hatte.
    Mich hat es damals sehr beschämt, und mir wurde klar, dass es ein falsch verstandener Schutz war. Ich hatte unbewusst fortgesetzt, was ich gelernt hatte, obwohl ich es nie wollte.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Genau, Kinder spüren, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, dass es Mama oder Papa oder sonst wem schlecht geht und dann bekommen sie "Alles gut." als Antwort. In dem Moment werden sie angelogen - um sie zu schützen - und dann trauen sie ihren Gefühlen überhaupt nicht mehr.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Genau, Kinder spüren, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, dass es Mama oder Papa oder sonst wem schlecht geht und dann bekommen sie "Alles gut." als Antwort. In dem Moment werden sie angelogen - um sie zu schützen - und dann trauen sie ihren Gefühlen überhaupt nicht mehr.


    Oder es werden im Umkehrschluss Erwachsene, die selber immer sagen „alles ist gut“ oder ungesunde Strategien (zB Trinken, Schweigen, Konfliktvermeidung) entwickeln (bzw. von den Eltern unbewusst übernehmen) um mit negativen Gefühlen und Situationen umzugehen.


    Dabei ist es normal, dass es im Leben auch mal Krisen gibt, Konfliktsituationen und negative Gefühle. Davon ist kein Mensch ausgenommen obwohl man es den eigenen Kindern natürlich gerne ersparen würde. früher oder später kommt irgendwas in jedem Leben, was nicht schön ist.

    Deswegen sollte man den Kindern versuchen eher beizubringen, dass eben Krisen normaler Bestandteil des Lebens sind und wie man GESUND damit umgehen kann, dass man sich auch aus Beziehungen und Situationen die nicht mehr gut tun lösen darf.

    Das Argument „er ist der Papa, ich will den Kindern den Vater nicht nehmen“ hört man oft, verstehe ich auch. Man heiratet und gründet Familie mit der Vorstelmubg, dass es ein Leben lang so bleibt, aber manchmal muss man solche Vorstellungen als Illusionen anerkennen und loslassen im Sinne der Kinder und für einen selbst….

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (14. Juni 2026 um 14:47)

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