Kicky - Vorstellung: Mann trinkt

  • Ist das wichtig, woher deine schlechte Stimmung kommt? Deine Gedanken kreisen jedenfalls nur um ihn. Trinkt er? Trinkt er nicht? Wann trinkt er wieder?
    Worauf willst du warten oder hoffen?

    Besser wäre, wenn du versuchst, deinen Tag unabhängig von ihm zu planen und zu gestalten.

  • Hallo Kicky,

    erstmal noch willkommen hier. Ich bin beides, Co und Alkoholikerin.
    Da sind 2 erwachsene Eltern, die die Aufgabe haben, die Kinder zu schützen.
    Der eine kann es nicht, weil er alkoholkrank ist.

    Jetzt liegt es an Dir, Dich und Deine Kinder zu schützen. Übernimm die Verantwortung für Dich und die Kinder, nicht für ihn- er ist erwachsen!!! Nimm ihn nicht in Schutz!

    Kinder haben sehr feine Antennen, egal in welchem Alter und merken seine Wesensveränderung genau wie Du. Sie spüren auch Deine Angst ( lässt sie mittlerweile auch nicht allein, Polizei, Sturz…) was soll noch alles passieren?

    Wach auf, schütze Dich und Deine Kinder!

    Du kannst ihm nicht helfen! Er muss selbst den Entschluss fassen!

    Ich hatte auch eine Riesenscham und Angst zur Caritas- Suchtberatung zu gehen. Hinterher war ich erleichtert, mir Hilfe genommen zu haben. Ohne hätte ich es nicht geschafft.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Ist das denn einfach sein Wesen oder gehört das auch zur Abhängigkeit. Aus der Erfahrung würde ich schätzen - dass er heute oder morgen wieder bis zum Vollrausch trinkt. Ich kann nur abwarten und hoffen. Liebe Grüße

    Hi,

    ich antworte mal, weil du wegen der Abhängigkeit gefragt hast.

    Gereizt war ich dann, wenn ich wusste, ich kann längerer Zeit nicht trinken. Zum Beispiel, weil ich erst arbeiten musste oder spät am Tag noch Termine hatte, zu denen ich mit dem Auto fahren musste. Aber wegen Kleinigkeiten bin ich nicht direkt an die Decke gegangen. Mein Wesen hat sich aber während der Sucht insofern verändert, dass ich viel emotionaler war. Ich selbst war schneller beleidigt und ich hab andere verbal oft angegriffen, Kurzschlussreaktionen waren ein Problem und ich habe mich in Diskussionen total reingesteigert. Das ist jetzt weg.

    Ich bin besonnener und denke erstmal länger nach, beschließe dann öfter, dass ich Dinge auch einfach mal stehen lassen kann. Für meinen inneren Frieden sozusagen. Ich bin immer noch temperamentvoll, aber auf eine gute Art. Das hat meine Abstinenz definitiv mit sich gebracht.

    Ich weiß nicht, ob dir das jetzt irgendwie weiter hilft und ob du deinen Mann vor seiner Sucht auch kanntest, dann kannst du ja vergleichen?

    Lieber Gruß,

    Hera

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Hallo ihr…

    Danke für eure Antworten.
    Ich hab mich noch nicht getraut den nächsten Schritt zu machen … heute ist es wieder mal schlimm und wir haben natürlich gestritten … so nach dem 4. Bier… ich hab mal wieder gesagt, dass es doch nicht sein kann dass er schon wieder trinkt… er flippt aus sagt ich soll gehen. Es ist sein Haus und er behält die Kinder … er sagt er nimmt mir sie weg weil es ja sein Haus ist… Ich hab Angst… er ist ja tagsüber für die Kids da… ich hab keine Beweise für seinen Alkoholkonsum.., klar viele wissen dass er gern trinkt aber dass es soviel ist weiß keiner. Ich habe Angst - ich hab ja nichts. Wenn ich ausziehe muss ich mir eine kleine Wohnung suchen die ich irgendwie bezahlen kann… was wenn die Kinder bei ihm bleiben sollen. Ich kann sie nicht bei ihm lassen. Ich hab Angst und weiß nicht was ich tun soll… Ich will mich trennen und dann wieder doch nicht… Ich denke alles wird gut und dann wird wieder nichts gut…

  • Hallo Kicky,

    Ich will mich trennen und dann wieder doch nicht… Ich denke alles wird gut und dann wird wieder nichts gut…

    Du musst seinen Alkoholkonsum nicht beweisen.
    Was für dich wichtig wäre, ist dir klar darüber zu werden, was du wirklich willst. Es ist wichtig, dass du zu deiner Entscheidung stehen kannst, denn sonst machst du dich unglaubwürdig, und das nutzen nasse Alkoholiker aus.
    Dann solltest du dich auch Anwaltlich beraten lassen, damit du auch da klarer siehst. Dem Anwalt würde ich ehrlich von seinem Konsum berichten. Wichtige Dokumente zu kopieren, wäre auch gut.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Such Dir Hilfe Kicky !

    Caritas, Jugendamt, Anwalt, Familie, Freunde.
    Rette Dich und Deine Kinder!

    Lass Dich nicht von seinen Drohungen einschüchtern. Ich weiß, es ist schwer, aber es wird nichts besser werden, wenn Du nicht ins Handeln kommst.

    Die Sucht steht bei ihm an erster Stelle und daran wird sich nichts ändern, solange er für sich daran nichts ändern möchte. Du hast keinen Einfluss darauf.

    Ihm geht es noch zu gut…er hat Haus, Hausfrau, Kinder und findet in Dir eine „ Schuldige“ bzw. einen Grund zum Saufen ( Säufer finden immer Gründe, auch wenn’s die Fliege an der Wand ist )

    Kein Jugendamt würde die Kinder bei einem Säufer lassen, denn es geht um den Schutz der Kinder! Aktenlage liegt doch vor ( RTWeinsatz- Krankenkasse, Polizeieinsatz) , da musst Du nichts mehr beweisen.

    Mir tut es weh, insbesondere für die Kinder - sie leiden unter der jetzigen Situation, auch wenn sie nichts sagen. Sie können sich nicht aus der Situation befreien, aber DU trägst die Verantwortung für sie!!!

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Ich hab Angst… er ist ja tagsüber für die Kids da… ich hab keine Beweise für seinen Alkoholkonsum.., klar viele wissen dass er gern trinkt aber dass es soviel ist weiß keiner. Ich habe Angst - ich hab ja nichts. Wenn ich ausziehe muss ich mir eine kleine Wohnung suchen die ich irgendwie bezahlen kann… was wenn die Kinder bei ihm bleiben sollen. Ich kann sie nicht bei ihm lassen. Ich hab Angst und weiß nicht was ich tun soll… Ich will mich trennen und dann wieder doch nicht… Ich denke alles wird gut und dann wird wieder nichts gut…

    Liebe Kicky,

    erst einmal schließe ich mich den anderen an. Geh zu den Beratungsstellen, da bekommst du auch Hilfe. Er kann dir nicht einfach die Kinder wegnehmen. Und es ist ganz wichtig, dass du jetzt ins Handeln kommst.

    Wovor hast du denn genau Angst? Das wäre gerade auch wichtig zu sortieren. Wenn es finanzielle Sorgen sind, gibt es hier ja zumindest ein Sozialsystem, das auffängt, auch wenn es dann zunächst sehr wenig ist.

    Wenn du Angst vor ihm hast, vielleicht auch davor, dass er auch gewalttätig werden könnte, dann musst du dir dringend Hilfe suchen. Hast du jemanden, bei dem du unterkommen könntest?

  • Erst mal ist es nicht ‚sein Haus‘ sondern der Familienwohnsitz- egal was im Grundbuch steht. Wenn ihr verheiratet seid, kann er dich rechtlich gar nicht raus schmeißen.

    Alle sagen es und ich wiederhole es: Unbedingt professionellen Rat einholen! ‚Ich nehme dir die Kinder weg‘ ist eine hundsgemeine Drohung und den Kindern gegenüber auch nicht fair.

    Sammle heimlich Beweise für sein Verhalten, falls es mal vor Gericht gehen sollte. Protokolliere sämtliche Ausfälle, auch damit du sie selbst lesen kannst wenn er wieder auf ‚lieb‘ schaltet, was gut sein kann.

    Lass dich nicht verunsichern und hole dir Menschen an die Seite, die dich stärken.

    Sollte wirklich Gewalt ins Spiel kommen- keine falsche Scham und sofort die Polizei alarmieren!

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